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LEBEN IN DER SCHACHTEL? Kurzfilme in der Bildungsarbeit

Title: LEBEN IN DER SCHACHTEL? Kurzfilme in der Bildungsarbeit

Term Paper (Advanced seminar) , 2003 , 19 Pages , Grade: sehr gut

Autor:in: Marius Stelzer (Author)

Pedagogy - Adult Education
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[...] Ein vielleicht etwas pathetischer Beginn einer Seminararbeit zum Themenfeld
„Kurzfilm in der Bildungsarbeit“, aber ich glaube, dass hier deutlich werden kann,
dass „Film gucken“ immer mit etwas Spannung verbunden ist und in vielen Fällen
zelebriert wird. Sei es der Tatort am Sonntag abend, der Kinofilm im Cineplex oder
der Kurzfilm in der Bildungsarbeit: Wenn der Saal oder das Wohnzimmer verdunkelt
wird warten alle Menschen, jung und alt, dass es losgeht, dass der Film startet.
Film gucken scheint also einen bestimmten Reiz auszuüben, Filme können den
Zuschauer fesseln, ihn emotional ansprechen. Auch Filme, die der (Weiter-)bildung
dienen scheinen mir von diesen Reizen nichts verloren zu haben. Wenigstens ist eine
relative Motivation der Teilnehmenden zum Anschauen gewährleistet. Schließlich
ist die technische Vorrichtung in der Regel die selbe (Projektor, Leinwand, abgedunkelter
Raum), nur die Inhalte der Spule, der VHS-Videocasette oder der DVD sind
unterschiedlich. So gibt es also Lehrfilme („10hoch“ in der Chemie oder eben „Karius
und Baktus“ N 1968) oder Kurzspielfilme („Balance“ D 1990, „When the day breaks“
Can 2000), die wiederum in die Bereiche Trickfilm oder Realfilm („Quero ser. Gestohlene
Träume“ D 2000) aufteilbar sind. Der „Lehrfilm“ soll in dieser Seminararbeit allerdings nicht im Vordergrund stehen.
Es geht um die Gattung „Kurzfilm“. Um sich diesem Medium anzunähern soll
zunächst in einem ersten Teil der Begriff „Kurzfilm“ definiert werden um daraufhin
anhand des Kurzfilms einige Aspekte zur Filmgeschichte in Deutschland aufzuzeigen.
Dieser historische Rückblick bildet den Hintergrund für den zweiten Teil dieser
Arbeit. In diesem zweiten Teil werden Extrakte der Ausführungen des Filmwissenschaftlers
Lothar Mikos dargestellt. Mikos hat sich in den 1990ern sehr stark mit Fragen
der Filmanalyse und des Filmverstehens beschäftigt und dazu mehrere Beiträge
veröffentlicht. In diesem zweiten Teil soll aus ausgewählten Beiträgen ein roter Faden
eruiert werden. Die Arbeit wird im dritten Teil mit der Formulierung von Perspektiven
für den Kurzfilmeinsatz in der Erwachsenenbildung abgeschlossen. Hier wird
der im zweiten Teil gewonnene Faden mit dem Begriff „Medienkompetenz“ im Hinblick
auf den Kurzfilmeinsatz und der didaktischen Vorbereitung/ Begründung des
Einsatzes verwoben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Der Kurzfilm im Spiegel der Filmgeschichte in Deutschland – Eine Übersicht

2.1 Was ist ein Kurzfilm?

2.2 Der Kurzfilm im Spiegel der Filmgeschichte

3. Struktur-Funktionale Filmanalyse nach L. Mikos – ein Extrakt

3.1 Filmverstehen

3.2.1 when the day breaks – Inhalt

3.2.2 Formen des Zuschauer-Wissen und Textrekonstruktion

4. Perspektiven für den Kurzfilmeinsatz in der Erwachsenenbildung

5. Literatur

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Potenzial des Kurzfilms als Medium in der Bildungsarbeit. Ziel ist es, durch eine struktur-funktionale Filmanalyse aufzuzeigen, wie Kurzfilme didaktisch reflektiert eingesetzt werden können, um Medienkompetenz und kommunikative Prozesse in der Erwachsenenbildung zu fördern.

  • Historische Entwicklung und Einordnung des Kurzfilms in Deutschland
  • Methodische Grundlagen der strukturell-funktionalen Filmanalyse nach Lothar Mikos
  • Analyse des Kurzfilms „When the day breaks“ als praktisches Anwendungsbeispiel
  • Verbindung von Medienkompetenz und didaktischem Einsatz in der Erwachsenenbildung

Auszug aus dem Buch

3.2.2 Formen des Zuschauer-Wissen und Textrekonstruktion

Wie oben schon erwähnt spielt in der Rezeption eines Films das Vorwissen des Rezipienten eine wesentliche Rolle. Mikos versucht, dieses Vorwissen in drei Abstufungen aufzuteilen:

Mit seinem „Weltwissen“ kann der Zuschauer Handlungslücken im Filmtext überbrücken. Diese Lücken sind zunächst notwendig, da der Handlungsstrang eines Films in der Regel länger ist als die Spielzeit des Films im Kino – der Film würde ja ansonsten Tage laufen. Es gibt aber Filme, in denen bewusst solche Lücken ausgelassen wurden, da die Handlungslänge gleich der Abspiellänge ist. Dieses dramaturgische Mittel hatte u.a. Alfred Hitchcock in „Cocktail für eine Leiche“ (USA 1948) eingesetzt.

Das Weltwissen des Rezipienten verhilft „When the day breaks“ zu einigen komischen Momenten, beispielsweise wenn Frau Schwein zu Beginn die Kartoffeln für das Frühstück schält. Wie es sich für ein Hausschwein gehört frißt sie natürlich die Schalen, die blank geschälte Kartoffelfrucht selber landet im Mülleimer.

Der Begriff „narratives Wissen“ umschreibt das Wissen über typische Handlungsabläufe und lässt den Zuschauer erahnen, wie sich der Plot der Geschichte entwickeln kann. Dramaturgische Kniffe sind hier vor allem, wenn der Plot sich zur Überraschung des Rezipienten völlig umkehrt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Autor führt anhand persönlicher Erfahrungen in die Faszination des Mediums Film ein und erläutert die Zielsetzung, den Kurzfilm als Medium der Bildungsarbeit neu zu beleuchten.

2. Der Kurzfilm im Spiegel der Filmgeschichte in Deutschland – Eine Übersicht: Dieses Kapitel definiert den Begriff Kurzfilm und zeichnet dessen wechselvolle Geschichte zwischen künstlerischem Schaffen und kommerzieller Verdrängung nach.

3. Struktur-Funktionale Filmanalyse nach L. Mikos – ein Extrakt: Hier werden die theoretischen Analysewerkzeuge nach Lothar Mikos vorgestellt und anhand des Beispielfilms „When the day breaks“ konkret angewendet.

4. Perspektiven für den Kurzfilmeinsatz in der Erwachsenenbildung: Das Kapitel schließt mit einer Diskussion über Medienkompetenz und formuliert didaktische Ansätze, wie Kurzfilme sinnvoll in Lernumgebungen integriert werden können.

5. Literatur: Eine Zusammenstellung der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und weiterführenden Materialien.

Schlüsselwörter

Kurzfilm, Filmanalyse, Lothar Mikos, Medienkompetenz, Erwachsenenbildung, Filmgeschichte, Medienpädagogik, Filmtext, Rezeption, Didaktik, When the day breaks, visuelle Alphabetisierung, narrative Strukturen, Filmverstehen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung und dem didaktischen Nutzen von Kurzfilmen in der Bildungsarbeit, insbesondere für Erwachsene.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Felder sind die Filmgeschichte des Kurzfilms, die theoretische Filmanalyse nach Lothar Mikos und die medienpädagogische Einbettung in die Erwachsenenbildung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, dass Kurzfilme mehr als nur „Beiwerk“ sind und durch eine struktur-funktionale Analyse als hochwertige Medientexte zur Förderung der Medienkompetenz eingesetzt werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf die struktur-funktionale Filmanalyse nach Lothar Mikos, um Inhalte, Narration und formale Gestaltung von Filmen zu untersuchen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden neben dem historischen Rückblick die Analyseprizipien an konkreten Beispielen aus dem Kurzfilm „When the day breaks“ demonstriert, wobei insbesondere die Rolle des Zuschauerwissens im Fokus steht.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wesentliche Begriffe sind Medienkompetenz, Filmanalyse, Kurzfilm und Erwachsenenbildung.

Warum spielt das Vorwissen des Zuschauers laut Mikos eine so große Rolle?

Das Vorwissen ermöglicht erst die Textrekonstruktion, da Zuschauer durch Weltwissen, narratives Wissen und technisches Filmwissen Handlungslücken schließen und die visuelle Gestaltung eines Films interpretieren können.

Wie bewertet der Autor den Einsatz von Kurzfilmen in der aktuellen Filmpolitik?

Der Autor sieht zwar Ansätze zur Förderung von Filmkompetenz kritisch, wenn sie zu bürokratisch oder starr organisiert sind, betont aber die Notwendigkeit, das Genre „Kurzfilm“ als gleichwertiges Medium neben anderen „Neuen Medien“ in der Bildungslandschaft zu etablieren.

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Details

Title
LEBEN IN DER SCHACHTEL? Kurzfilme in der Bildungsarbeit
College
University of Münster  (Inst. III Sozialpädagogik, Weiterbildung und empirische Pädagogik)
Course
Seminar: Neue Medien in der Erwachsenenbildung
Grade
sehr gut
Author
Marius Stelzer (Author)
Publication Year
2003
Pages
19
Catalog Number
V14722
ISBN (eBook)
9783638200417
Language
German
Tags
LEBEN SCHACHTEL Kurzfilme Bildungsarbeit Seminar Neue Medien Erwachsenenbildung
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Marius Stelzer (Author), 2003, LEBEN IN DER SCHACHTEL? Kurzfilme in der Bildungsarbeit, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14722
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