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Tod, Sterben und Trauer. Geschlechtsspezifische Unterschiede und kindliches Erleben

Ein GRIN-Sammelband

Titre: Tod, Sterben und Trauer. Geschlechtsspezifische Unterschiede und kindliches Erleben

Recueil , 2024 , 76 Pages

Autor:in: GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Rojda Bas (Auteur), Sarah Böhm (Auteur), Johanna Meerkamp (Auteur), Hannah Hübner (Auteur)

Pédagogie - Sociologie pédagogique
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Die unterschiedlichen Verhaltensweisen und die verschiedenen Umgangsformen bezüglich des Todes werden im ersten Text näher analysiert. Dies erfolgt zunächst durch eine historische Betrachtung, im Rahmen derer die ersten Funde zum Umgang mit dem Tod, die Gefühle, die damit verbunden sind, der Glaube an eine Weiterexistenz nach dem physischen Ableben und die vier Umgangsformen, die im Laufe der Menschheitsgeschichte entstanden sind, erläutert werden. Infolgedessen sollen vier Theorien zum Leben nach dem Tod wiedergegeben werden.

Die zweite Arbeit setzt sich mit den sozialen Normen im Bereich von Tod und Trauer auseinander, insbesondere mit dem Blick auf mögliche Geschlechtsspezifika. Die Thanatosoziologie, die sich mit den sozialen Aspekten des Sterbens und der Trauer beschäftigt, wirft die Frage auf, ob und in welchem Maße Geschlechtsspezifika in diesem sensiblen Bereich existieren. Der individuelle Umgang mit dem Sterben und dem Verlust eines Angehörigen ist zwar stark geprägt von persönlichen Erfahrungen, Herkunft, Religion und sozialem Umfeld, dennoch lassen sich bestimmte Muster identifizieren.

Wie ist der Umgang von Kindern mit dem Tod eines Elternteils im Grundschulalter und wie kann pädagogische Arbeit unterstützend wirken? Der Verlust eines Elternteils ist, unabhängig von dem Alter einer Person, eine häufig sehr schmerzliche Erfahrung. Gerade für Kinder bedeutet das in den meisten Fällen den Verlust einer wichtigen Bezugsperson. Zudem finden durch diesen Verlust starke Veränderung in der Lebenswelt der Kinder statt, in der sie sich neu strukturieren und einfinden müssen. Welche Strategien können angewendet werden, um im Alltag und im eigenen Leben wieder anzukommen und den Verlust zu überwinden?

Da wissenschaftliche Stimmen davon ausgehen, dass die Kommunikation über und der Kontakt mit den Themen Sterben und Tod für Jugendliche wertvoll, wenn nicht sogar notwendig ist, untersucht die vierte Arbeit, wie dies sinnvoll und zielführend umgesetzt werden kann. Das Ziel der frühzeitigen Behandlung von Tod und Sterben ist dabei, den kindlichen Umgang zu unterstützen und damit einen anhaltend positiven und hoffnungsvolleren Umgang zu initiieren. Dazu wird die Methode des außerschulischen Lernens vorgestellt.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

Die Vorstellung der Menschen zum Tod: Ein historisch-theoretischer Überblick

1. Einleitung

2. Der Umgang mit dem Tod im historischen Verlauf

2.1 Der Homo neanderthalensis

2.2 Heute: Die vier Umgangsformen

2.2.1 Der gezähmte Tod

2.2.2 Der eigene Tod

2.2.3 Der Tod des Anderen

2.2.4 Der ins Gegenteil verkehrte Tod

3. Vier Theorien zum Leben nach dem Tod

3.1 Das Paradies und die Hölle

3.2 Die Wiedergeburt

3.3 Der Biozentrismus

3.4 Das Nichts

4. Fazit

Wie kann der kindliche Umgang mit den Themen Tod und Sterben in der Grundschule durch außerschulisches Lernen unterstützt werden?

1. Einleitung

2. Themen Tod und Sterben

2.1 Das allgemeine Verständnis von Tod und Sterben

2.2 Tod und Sterben im Kontext der katholischen Religion

2.3 Hemmschwellen, die mit der Thematisierung der Themen Tod und Sterben verbunden sind

3. Die Thematisierung von Tod und Sterben mit Kindern im Grundschulalter

3.1 Die Thematisierung von Tod und Sterben mit Kindern

3.2 Die Thematisierung von Tod und Sterben im Rahmen der Grundschule

4. Die Thematisierung von Tod und Sterben durch außerschulisches Lernen

4.1. Definition und Erläuterung zum außerschulischen Lernen

4.3 Außerschulisches Lernen im Religionsunterricht

4.4 Der außerschulische Lernort Friedhof

6. Fazit

Trauerbewältigung bei Kindern im Grundschulalter (6-10 Jahre) - Wie gehen Kinder mit dem Tod eines Elternteils um und wie kann die pädagogische Arbeit unterstützend wirken?

Einleitung

1. Verlust der Eltern und deren Veränderungen für die Lebenswelt und den Alltag

2. Phasen der Trauer& Trauerreaktionen

3. Trauerbewältigung und Möglichkeiten der neuen Alltagsstrukturierung

4. Pädagogische Unterstützung für das Kind

Fazit

Inwiefern ist das Erleben von Trauer und Tod geschlechtsspezifisch?

Einleitung

1. Kurzer Abriss zur Trauer

2. Einfluss des sozialen Umfeldes

Erwartung intensiverer Trauer von Frauen

Meideverhalten gegenüber Witwen

3. Unterschiedlicher Umgang mit Tod und Trauer

4. Auswirkungen auf die Gesundheit

5. Gründe für die Geschlechtsspezifik

Niedrigere soziale Stellung der Frau

Geschichtliche Verbindung von Weiblichkeit mit Tod und Trauer

Höhere Lebenserwartung von Frauen

Unterschiede in der Beziehung

Fazit

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die verschiedenen Aspekte von Tod, Trauer und Sterben aus historischer, religiöser, pädagogischer und geschlechtsspezifischer Perspektive. Das primäre Ziel ist es, den Umgang mit diesen existenziellen Themen im Kontext des Kindesalters und der Trauerbewältigung zu analysieren, wobei insbesondere der pädagogische Mehrwert außerschulischer Lernorte sowie genderspezifische Unterschiede bei der Trauerverarbeitung herausgearbeitet werden.

  • Historische und theologische Theorien zum Tod und zum Leben nach dem Tod
  • Bedeutung und Herausforderungen der Thematisierung von Tod und Sterben mit Grundschulkindern
  • Möglichkeiten und Grenzen außerschulischen Lernens am Beispiel des Friedhofs als Lernort
  • Trauerbewältigung und pädagogische Unterstützung für Kinder beim Verlust eines Elternteils
  • Analyse geschlechtsspezifischer Unterschiede bei der Trauerverarbeitung und den Auswirkungen auf die Gesundheit

Auszug aus dem Buch

Die Thematisierung von Tod und Sterben mit Kindern

Grundlegend lässt sich sagen, dass das Sprechen über die Themen Tod und Sterben vielen Erwachsenen gegenüber Kindern besonders schwerfällt. Die Kindheit wird mit Wachstum und Zukunft verbunden. Sie ist der Anfang des Lebens und soll noch ein langes und glückliches Weiterleben versprechen. So gilt „die Kindheit noch immer als die Zeit, in der Menschen möglichst unbeschwert und wohl behütet leben sollten“ (Jennessen, 2014, S.15). Der Tod hingegen ist per Definition das Ende des Lebens (vgl. Duden). Er wird, wie in dem vorherigen Kapitel ausgeführt, häufig mit Unsicherheit, Angst und Dunkelheit in Verbindung gebracht (vgl. Jennessen, 2014, S.14).

Erwachsene Menschen und vor allem die Eltern der Kinder wollen sie und die heile Welt, die sie scheinbar umgibt, oft schützen und versuchen sie deshalb von den Themen Tod, Sterben und Krankheit auszuschließen. Als Erklärung dafür wird oft angeführt, dass die Kinder noch zu jung für Schmerz und Leid sind und sie zu lebensfrohen Menschen erzogen werden sollen (vgl. Brocher, 1987, S. 10; vgl. Franz, 2002, S. 49). Schon „die gedankliche Verbindung von Kindern und Tod [ist] für Erwachsene äußerst unangenehm […] und [scheint] unadäquat zu sein […].“ (Jennessen, 2006, S. 15).

Für Eltern und auch für Pädagog_Innen ist es oft schwer Kinder leiden zu sehen (vgl. Ortmann, 1998, S. 55) und so ist es nicht ungewöhnlich, dass sie nicht an den Krankenbesuchen im Krankenhaus teilnehmen dürfen oder aber von der Verabschiedung des Leichnams oder der Beerdigung selbst ausgeschlossen werden. „Häufig erfahren Kinder heute den Tod eines Angehörigen nur durch ein geschlossenes Grab“ (Zingrosch, 2002, S. 64). Auch die Kommunikation und Behandlung dieser Themen in der Schule ist oft gehemmt, aus Angst davor, dass Emotionen der Schüler_Innen oder der Lehrperson selbst hochkommen könnten und auch aus Angst vor dem Tod selbst (vgl. Jennessen, 2014, S.15).

Zusammenfassung der Kapitel

Die Vorstellung der Menschen zum Tod: Ein historisch-theoretischer Überblick: Diese Arbeit beleuchtet die historische Entwicklung des Umgangs mit dem Tod und analysiert vier zentrale Theorien zum Leben nach dem Tod.

Wie kann der kindliche Umgang mit den Themen Tod und Sterben in der Grundschule durch außerschulisches Lernen unterstützt werden?: Die Untersuchung analysiert die Notwendigkeit der Thematisierung von Tod und Sterben in der Grundschule und bewertet den Friedhof als außerschulischen Lernort für eine präventive pädagogische Arbeit.

Trauerbewältigung bei Kindern im Grundschulalter (6-10 Jahre) - Wie gehen Kinder mit dem Tod eines Elternteils um und wie kann die pädagogische Arbeit unterstützend wirken?: Dieser Teil fokussiert sich auf die Trauerprozesse von Kindern nach dem Verlust eines Elternteils und diskutiert pädagogische Ansätze zur Unterstützung in dieser Lebensphase.

Inwiefern ist das Erleben von Trauer und Tod geschlechtsspezifisch?: Hier wird untersucht, wie soziale Normen und Rollenmodelle geschlechtsspezifische Unterschiede in der Trauerbewältigung sowie gesundheitliche Auswirkungen bei Hinterbliebenen prägen.

Schlüsselwörter

Tod, Sterben, Trauerbewältigung, Grundschule, Außerschulisches Lernen, Friedhof, Religionspädagogik, Geschlechtsspezifik, Jenseitsvorstellungen, Kindheit, Pädagogik, Trauerphasen, Identität, Soziale Normen, Endlichkeit

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in diesen Arbeiten im Kern?

Die Beiträge beschäftigen sich mit dem komplexen Umgang mit Tod und Sterben aus verschiedenen wissenschaftlichen Disziplinen, wobei der Schwerpunkt auf der pädagogischen Arbeit mit Kindern und der geschlechtsspezifischen Trauerverarbeitung liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden abgedeckt?

Die Themenfelder umfassen historische Umgangsformen mit dem Tod, religiöse Jenseitsvorstellungen, die Notwendigkeit einer kindgerechten Enttabuisierung in der Schule, die Methoden der Trauerbegleitung bei Kindern sowie die Auswirkungen des Geschlechts auf das Erleben von Trauer.

Was ist das primäre Ziel der wissenschaftlichen Auseinandersetzung?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie eine frühzeitige und offene Thematisierung von Tod und Sterben – sowohl in der Familie als auch in der Schule – Kindern helfen kann, Ängste abzubauen, eine eigene Identität zu bilden und einen gesunden, hoffnungsvollen Umgang mit der Endlichkeit zu finden.

Welche wissenschaftliche Methode wird primär verwendet?

Es handelt sich vorwiegend um Literaturanalysen, bei denen theoretische Konzepte der Pädagogik, Religionspädagogik, Eschatologie und Thanatosoziologie vergleichend betrachtet und für die praktische pädagogische Anwendung reflektiert werden.

Was wird im Hauptteil der Arbeiten behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historischen Entwicklungen des Todesbegriffs, erläutert verschiedene Trauermodelle, prüft die Eignung außerschulischer Lernorte wie den Friedhof und diskutiert, wie pädagogische Fachkräfte Kinder (insbesondere beim Verlust eines Elternteils) effektiv unterstützen können.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeiten?

Zu den wichtigsten Begriffen gehören Trauerbewältigung, außerschulisches Lernen, Tod, Sterben, Kindliche Todeskonzepte, religionspädagogische Handlungskompetenz und geschlechtsspezifische Rollenbilder.

Welche besondere Bedeutung hat der Friedhof als Lernort?

Der Friedhof dient als authentischer Begegnungsraum, der helfen kann, die Hemmschwelle zur Auseinandersetzung mit dem Tod zu senken, Fragen zur Endlichkeit praktisch zu bearbeiten und das Thema in einen hoffnungsvollen religiösen oder menschlichen Kontext zu rücken.

Warum spielt die Geschlechtsspezifik bei der Trauer eine Rolle?

Die Arbeit zeigt auf, dass gesellschaftliche Erwartungshaltungen, traditionelle Rollenbilder und Bewältigungsstrategien dazu führen, dass Männer und Frauen den Verlust eines Partners unterschiedlich verarbeiten, was wiederum Einfluss auf ihre psychische und physische Gesundheit hat.

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Résumé des informations

Titre
Tod, Sterben und Trauer. Geschlechtsspezifische Unterschiede und kindliches Erleben
Sous-titre
Ein GRIN-Sammelband
Auteurs
GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Rojda Bas (Auteur), Sarah Böhm (Auteur), Johanna Meerkamp (Auteur), Hannah Hübner (Auteur)
Année de publication
2024
Pages
76
N° de catalogue
V1472329
ISBN (ebook)
9783389019986
ISBN (Livre)
9783389019993
Langue
allemand
mots-clé
Tod Trauer Trauerbewältigung Sterben Witwe Waise Thanatosoziologie Kindheitspädagogik Verlust
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
GRIN Verlag (Hrsg.) (Éditeur), Rojda Bas (Auteur), Sarah Böhm (Auteur), Johanna Meerkamp (Auteur), Hannah Hübner (Auteur), 2024, Tod, Sterben und Trauer. Geschlechtsspezifische Unterschiede und kindliches Erleben, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1472329
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