Rational Choice & Hisbollah

Untersuchung zum Feld des politischen Akteurs


Seminararbeit, 2008

33 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einführung
1.1 Einleitung
1.2 Der Libanon

2. Hisbollah als politischer Akteur
2.1 Die Gründung der Hisbollah
2.2 Soziales Engagement der Hisbollah
2.3 Politisches Engagement der Hisbollah
2.4 Die Entwicklung der Hisbollah von einer Widerstandsbewegung zu einer terroristischen Organisation

3. Schlussbetrachtung
3.1 Die Hisbollah im Rahmen der Rational-Choice-Theorie
3.2 Fazit: Hisbollah - Ein Chamäleon?

4. Anhang
4.1 Literaturverzeichnis
4.2 Internetquellen

1. Einführung

Bei der Entscheidung, die Hisbollah wissenschaftlich zu untersuchen, ist meines Erachtens ein Kriterium zum Gelingen der Arbeit von erheblicher Relevanz: die Fähigkeit, hinter den Akteuren durchaus zu tiefst religiös motiviert, aber nicht ideologisch-verblendet handelnde Menschen zu vermuten. Vielmehr käme dies einer Untersuchung auf Ebene der Alltags­wahrnehmung gleich, wodurch sich die Schrift selbst disqualifizieren würde, da ihr jegliche wissenschaftliche Distanziertheit fehlen würde.

Daher wird der Zweck verfolgt, Strategien, Motivationen und politisches Taktieren der Hisbollah aufzuzeigen. Darüber hinaus wird die These zu stützen versucht, Hisbollah sei als Organisation in der Lage, sich chamäleonartig seiner stets verändernden Umgebung an­zupassen. Die These soll wie folgt im Handlungsspielraum eingeebnet und gestützt wer­den: so wird im ersten Kapitel eine ausführliche Hintergrundinformation zum Libanon geliefert, so dass bereits anhand der deskriptiven Arbeit der Konflikt allmählich nachvoll­zogen und aus der Dynamik der sich ereignenden Dinge rekonstruiert werden kann. Um dieses aber gewährleisten zu können, ist ein gewisser Umfang wie eine ihm entsprechende textliche Dichte unabdingbar.

Aufbauend auf dem allgemeinen und geschichtlichen Hintergrund soll in der Folge die Hisbollah als politischer Akteur untersucht werden: dies geschieht mittels einer Einteilung in ausgewählte Unterkapitel, die die vorangestellte These stützen und belegen sollen. Um demgegenüber eine Einseitigkeit zu vermeiden, wird folgendermaßen vorgegangen: a) die Gründung der Hisbollah b) soziales Engagement der Hisbollah c) politisches Engagement sowie d) terroristisches Engagement.

In einem dritten Teil wird das Gedankenexperiment erlaubt, die Hisbollah im Rahmen der Rational-Choice-Analyse des transnationalen Terrorismus als 'homo oeconomicus' zu un­tersuchen und ihr Handeln somit wissenschaftlich, losgelöst von jeglicher Alltagswahr­nehmung, distanziert und auf einer abstrakten Ebene, zu deuten.

In einem letzten Fazit werden die Ergebnisse der Arbeit in aller kürze wieder gegeben, um Erkenntnisse aus den Teilaspekten der Untersuchung zu resümieren und die These zu bele­gen.

1.2 Der Libanon

Der Libanon (offiziell: Libanesische Republik[1] ) ist ein Staat an der vorderasiatischen Mit­telmeerküste mit etwa 4,8 Millionen Einwohnern - wobei davon nur etwa 3,4 Millionen Menschen dauerhaft im Land leben - und einer Fläche von insgesamt 10.452 Quadratkilo­metern. Die Hälfte der im Libanon dauerhaft lebenden Menschen wohnt in der Hauptstadt Beirut. Amtssprache ist arabisch, da das arabische Element in der Gesellschaft überwiegt[2]. Im Alltag tauchen natürlich neben den libanesischen, syrischen und palästinensischen Dia­lekten des Arabischen auch die armenischen, kurdischen und aramäischen Sprachen auf, die zudem die Liturgiesprache der maronitischen Kirche und der syrischen Kirchen ist.[3] Neben den Dialekten gelten sowohl französisch - ein Relikt der Kolonial- bzw. Mandats­zeit - als auch englisch als weitere Verkehrs- aber auch Elitesprache. Die Währung im Libanon ist der an den US-Dollar gekoppelte Libanesischer Pfund (L£, LBP, LL (livres libanais), wobei 1 Lib. Pfund 100 Piastres entspricht).

Ein weiterer wichtiger Aspekt des Alltagslebens stellt die Religion dar, da diese die Bevöl­kerung in kaleidoskopischer Form spaltet, nämlich in: 32 % Schiiten, 21 % Sunniten und 7 % Drusen. Diesen mittlerweile 60 % arabisch sprechenden Muslimen stehen 40 % Christen gegenüber[4], die sich in 25 % Maroniten, 7 % griechisch-Orthodoxe, 5 % Griechisch­Katholische und 3 % Armenier (orthodox und katholisch) aufteilen. Auch wenn der Libanon laut Verfassung ein laizistischer, aber dennoch multikonfessioneller, Staat ist, der seinen Einwohnern das Recht auf Gewissens- und Religionsfreiheit sowie auf Religi­onsausübung garantiert, überwiegt die Zugehörigkeit zu einer Religionsgemeinschaft das Nationalgefühl bzw. Nationalbewusstsein, was zur Folge hat, dass sich die libanesische Gesellschaft in einem Identitätskonflikt befindet. Im Gegensatz zu vielen anderen Ländern des Nahen Ostens, deren staatliche Konfession der Islam ist[5], gibt es im Libanon keine Staatsreligion, sondern 18 offiziell anerkannte Religionsgemeinschaften.

Das politische Feld betreffend ist der Libanon wie folgt organisiert bzw. strukturiert: wie der offizielle Name bereits besagt, stellt er eine Republik (mit 5 Provinzen) dar, die im ara­bischen Raum die einzig parlamentarische Demokratie auf Basis konfessioneller Gruppen ist - auch wenn dies im alltäglichen politischen Geschäft oft nicht der Fall zu sein scheint, da die „innenpolitische Lage seit Jahrzehnten unübersichtlich und instabil ist.“[6] Das Parla­ment (Nationalversammlung) mit 128 Mitgliedern wird alle vier Jahre gewählt, wobei die Verteilung der Sitze der konfessionellen Parität entspricht. Die Wahlen der vier höchsten Ämter im Staat sind an eindeutige Bedingungen geknüpft: a) der Posten des Staatsober­hauptes ist nur maronitischen Christen vorbehalten b) der Regierungschef muss ein sunniti­scher Muslim sein c) der Parlamentspräsident muss schiitischer Muslim sein und d) der Oberbefehlshaber der Armee muss Christ sein.[7] Das Staatsoberhaupt wird alle sechs Jahre durch das Parlament bestimmt, nebstdem ist eine unmittelbare Wiederwahl zwecks Aus­schluss der Willkür untersagt.

Geographisch betrachtet grenzt der Libanon im Süden an Israel, im Norden und Osten an Syrien und im Westen an das Mittelmeer, dabei gliedert er sich in vier der Küste parallel verlaufenden Landschaftszonen. Überdies zählt der Libanon zu den Maschreka-Staaten - Ägypten, Palästinensische Autonomiegebiete, Jordanien, Syrien, Irak und Libanon - , die ein arabischsprachiges Gebiet im Nahen-Osten bezeichnen. Der Maschrek[8] meint im arabi­schen Sprachraum entweder „den Osten.“[9] oder das „Land des Sonnenaufgangs.“[10] Ferner gehört der Libanon auch zur am 22. März 1945 - Stichwort: endgültige Auflösung des westlichen Kolonialanspruchs - in Kairo gegründeten Arabischen Ligab, die ihren Sitz ebendort hat und ein Zusammenschluss aus 21 Nationalstaaten aus Afrika und Asien zu­züglich Palästina ist, das keinen internationalen Staat darstellt und deshalb durch die PLO vertreten wird (insgesamt 22 Mitglieder). Die Arabische Liga verfolgt die Ziele, die Inte­ressen der Region zu bündeln, Konflikten entgegenzuarbeiten und dem Westen gegenüber Autonomie zu demonstrieren.[11]

Die Wurzeln der libanesischen Republik reichen nur bis in die jüngste Vergangenheit zu­rück, da sie erst am 22. November 1943 (offizieller Tag der Unabhängigkeit) aus dem ehe­maligen französischen Mandatsgebiet Libanon hervorging, das bis zum Ende des 1. Welt­krieges zum Osmanischen Reich gehört hatte. Wegen seiner sich in den Jahren von 1949 bis 1969 zeigenden wirtschaftlichen Stabilität und politischen Neutralität galt der stark westlich bzw. französisch geprägte Libanon lange Zeit auch als „Schweiz des Orients.“[12] Der Hauptstadt Beirut verhalf diese Blütezeit sogar zum Beinamen „Paris des Nahen Ostens“[13], was sich jedoch endgültig mit dem libanesischen Bürgerkrieg änderte. Im April des Jahres 1975 kam es zum Ausbruch offener Gefechte zwischen der maronitischen Pha- lange-Miliz[14] und der Palästinensischen Befreiungsorganisation (PLO), nachdem diesen ei­nige Provokationen sowie wechselseitig verübte Anschläge und kleinere Massaker voraus­gegangen waren. Die Ursache dieses Konflikts war der Verlust des ethnischen Gleichge­wichts aufgrund des Eintreffens bewaffneter PLO-Kräfte, die im Laufe des Schwarzen Septembers[15] der 1970er Jahre aus Jordanien vertrieben worden waren. Mit Billigung liba­nesischer Gruppen bzw. Kräfte gelang es den Truppen auch im Libanon, einen Staat im Staate zu errichten. Zur Beendigung dieses Zustands entsandte Syrien im Jahre 1976 Sol­daten in den Libanon, um ein Eingreifen in den Krieg auf Seiten der christlichen Fraktion gewährleisten zu können.

In den darauf folgenden Jahren verschärfte sich der Konflikt weiter, bis den Israelis am 14. März 1978, nach diversen Anschlägen der PLO, deren letzter ein Anschlag auf einen israe­lischen Autobus bei Tel Aviv am 11. März 1978 war, der den Tod von 37 Israelis verursach­te und 76 weitere Menschen verletzte, endgültig der Grund für einen Einmarsch in den Li­banon gegeben wurde. So kam es, dass die israelische Armee im Rahmen der Operation Li- tani in den Südlibanon einmarschierte und das Gebiet südlich des Flusses Litani besetzte. Im Zuge dieser militärischen Operationen wurden nach Schätzungen der libanesischen Re­gierung zwischen 1.000 und 2.000 Zivilisten getötet und weitere 280.000 vertrieben. Fünf Tage nach der Invasion wurde im UN-Sicherheitsrat die Resolution 425[16] angenommen, zu deren Unterstützung UNIFIL-Truppen[17] im Südlibanon stationiert wurden.

Mit dem Libanonkrieg bzw. dem Libanon-Feldzug (5. israelisch-arabischer Krieg) gelang es Israel am 21. August 1982 die PLO zum vollständigen Rückzug aus dem Libanon zu zwingen. Eine multinationale Schutztruppe, die jedoch überwiegend aus amerikanischen und französischen Truppen bestand, diente nur scheinbar zur Stabilisierung der Situation während des Rückzugs der PLO, denn schon im Februar bzw. März des folgenden Jahres verließ ebendiese Schutztruppe den Libanon auch aufgrund des Bombenanschlags auf den US-Stützpunkt in Beirut vom 23. Oktober 1983, bei dem 299 internationale (davon 241 amerikanische) Soldaten und 6 Zivilisten getötet worden waren.[18] Auch wenn sich bis heu­te offiziell keine terroristische Vereinigung zu diesem Attentat bekannt hat, wird es doch vor allem in der Presse des angelsächsischen Raums ohne Zweifel der schiitischen Hisbol­lah - genauer: denen, die später die Hisbollah 'gründeten' - zugeschrieben, was ein Artikel der Washington Post vom 17. Juli 2006 mit Deutlichkeit belegt: „[...] suicide bombing by Hezbollah kills 241 U.S. Marines sent to Lebanon to keep peace after Israeli invasion.“[19] Im Zusammenhang mit dem Attentat geht der ehemalige israelische Agentenführer Victor Ostrovsky sogar soweit und behauptet, dass der „Mossad von den Anschlagsplänen ge­wusst habe, die US-Nachrichtendienste jedoch bewusst nicht informierte, damit die US- und französischen Truppen den Libanon verließen und daraus resultierend freierer Handlungsspielraum für Israel bliebe.“[20] Aufgrund dieser Erfahrungen und Gegebenheiten kam es 1985 zu einem israelischen Rückzug auf die sogenannte Sicherheitszone im Südlibanon, was einer Schutzzone im Vorfeld Israels gleichkam.

Erst mit dem Abkommen von Taif[21] 1989 wurde eine sukzessive Grundlage für die Beendi­gung des 1. Libanesischen Bürgerkrieges geschaffen. Insgesamt forderte dieser Krieg etwa 90.0 Todesopfer, 115.000 Verletzte und 20.000 Vermisste. Darüber hinaus flohen etwa 800.0 weitere Menschen ins Ausland um der Bürgerkriegssituation zu entfliehen. Nach­dem im Oktober 1990 syrische Truppen die Kapitulation des libanesischen Gegenpräsi­denten Michel Aoun erzwungen hatten, konnte mittels eines Kooperationsvertrages zwischen Syrien und Libanon die Basis für eine Befriedung geschaffen werden, auch wenn dies de facto einem syrischen Protektorat gleichkam.[22]

In den Jahren 1994 und 1995 ging Israel mit seiner bereits aus der Vergangenheit bekann­ten Härte gegen den Libanon vor, in dem die israelische Armee im Südlibanon Stellungen der paramilitärischen, schiitischen Hisbollah bombardierte, um ihrer eigenen Forderung nach Entwaffnung der pro-iranischen Miliz mehr Nachdruck zu verleihen bzw. verleihen zu können. Nachdem diese Bemühungen weniger erfolgreich umgesetzt worden waren, zog Israel seine Truppen am 24. Mai 2000 vollständig aus dem Südlibanon zurück, was zur Folge hatte, dass seit diesem Tag der Südlibanon als „Hisbollah-Land“[23] bezeichnet werden muss.

[...]


[1] Das Auswärtige Amt: der Libanon - Länder- und Reiseinformation - www.auswaertigesamt.de/diplo/de/ Laenderinformationen/01Laender/ Libanon.html (28. Februar 2008)

[2] Guter 2006: S. 218f.

[3] Ibid

[4] Ibid

[5] Es sollte bedacht werden, dass die islamische Staatsreligion entweder in sunnitischer (Ägypten, Jor­danien, Saudi-Arabien u.a.) und in schiitischer (Iran und Irak) oder in ibaditischer (Oman) Form auftritt. - Lanczkowski 1996: S. 189

[6] Das Auswärtige Amt: der Libanon - Länder- und Reiseinformation - www.auswaertigesamt.de/diplo/de/ Laenderinformationen/01Laender/ Libanon.html (28. Februar 2008)

[7] Ibid

a Stammt vom arabischen Wort masriq ab, was soviel wie „Ort des Sonnenaufgangs“ bedeutet. Im deutsch­en Schriftbild sind drei Schreibweisen gebräuchlich: Machrek, Maschrik oder auch Maschriq - Guter 2006: S.218f.

[8] Maschrek: Während der arabischen Expansion im 7. Jahrhundert war der Maschrek Sitz des umayyadi- schen Kalifats, der sich zuerst in Damaskus und später in Bagdad befand. Danach regierten meist türkische Dynastien, bis von ungefähr 1518 bis 1918 die Osmanen von Istanbul aus regierten. Während des Ersten Weltkrieges verständigten sich die Europäischen Kolonialmächte darauf, die Region in ein britisches (Israel, Jordanien, Irak) und eine französisches (Libanon, Syrien) Einflussgebiet zuteilen. Daneben versprachen die Briten 1917 in der Balfour-Erklärung den Juden die Errichtung einer „national­en Heimstätte“, woraus 1948 die Gründung des Staates Israel resultierte. Folglich wurden die modernen Grenzen von Europäischen Kolonialmächten gezogen - Eich: Maschrek - Bundeszentrale für Politische Bildung - www.bpb.de/popup/popup_lemmata.html?guid=73Z5FA (27. Februar 2008)

[9] Ibid

[10] Ibid

b offizielle Bezeichnung: „Jami'at-Duwal al Arabiya“ (Liga der Arabischen Staaten) - Holtmann 2000:S.27

[11] Mitgliedstaaten: Die 22 Mitglieder sind: Ägypten (1945, von 1979 bis 1989 Mitgliedschaft wegen des Friedensvertrages mit Israel suspendiert), Algerien (1962), Bahrain (1971), Dschibuti (1977), Irak (1945), Jemen (Nordjemen seit 1945, Südjemen 1967-1990 Mitglied - seit 1990 vereinigt), Jordanien (1945), Katar (1971), Komoren (1993), Kuwait (1961), Libanon (1945), Libyen (1953), Marokko (1958), Mauretanien (1973), Oman (1971), Palästinensische Autonomiegebiete (1976, vertreten durch die PLO), Saudi-Arabien (1945), Somalia (1974), Sudan (1956), Syrien (1945), Tunesien (1958) und Vereinigte Arabische Emirate (1971) - Eich: Maschrek - Bundeszentrale für Politische Bildung - www.bpb.de/ popup/popup_lemmata.html?guid=73Z5FA (27. Februar 2008)

[12] Guter 2006: S. 185 ff.

[13] Ibid

[14] Die Phalange (Partei der libanesischen Brigaden), auch Kata'ib oder Kataeb bezeichnet, ist eine christlich­libanesisch-politische Partei, die ursprünglich aus der maronitisch nationalen Jugendbewegung hervor­gegangen ist. Sie wurde 1936 von Pierre Gemayel gegründet und war von der spanischen Falange in spiriert. Der Grundsatz dieser Bewegung war „Gott, Nation und Familie.“ Falange stammt vom griechischen Wort Phalanx(9akay£) ab, was etwa der Bedeutung von Schar, Baumstamm, Walze, Rolle und auch Schlachtreihe entspricht. - Collelo: Lebanon - A Country Study - GPO for the Library of Congress 1987 - http://countrystudies.us/lebanon/85.htm (28. Februar 2008) / Gemoll/Vretska 1904

[15] Da die PLO 1967 nach dem Sechs-Tage-Krieg und spätestens seit der Schlacht von Karame (1968) in Jor­danien einen Staat im Staate bildete und somit die Konfrontation mit König Hussein von Jordanien ver­schärfte, kam es in der Folge zu bürgerkriegsartigen Auseinandersetzungen zwischen den PLO-Milizen und der jordanischen Armee. Als Konsequenz für die von der PLO und PFLP (Volksfront zur Befreiung Palästinas) gescheiterten Interventionen musste die PLO ihre Stützpunkte in den Libanon verlegen - Holt­mann 2000: S.479ff.

[16] Am 19. März 1978 wurde die Resolution 425 angenommen, die Israel dazu aufrief, unverzüglich seine Streitkräfte aus dem Libanon abzuziehen und dafür die United Nations Interim Force in Lebanon (UNIFIL) zu konstituieren. - United Nations: Resolution 425 - Security Council Resolutions - http://daccessdds.un.org/doc/RESOLUTION/GEN/NR0/368/70/IMG/NR036870.pdf7OpenElement (28. Februar 2008)

[17] United Nations: UNIFIL - Peacekeeeping - http://www.un.org/Depts/dpko/missions/unifil/ (28. Februar 2008

[18] Norton 2007: S.32ff.

[19] Morley: What is Hisbollah - Washignton Post Online - www.washingtonpost.com/wpdyn/ content/article/ 2006/07/17/AR2006071700912.html (28. Februar 2008)

[20] Ostrovsky 1991: S.191 f.

[21] Das sog. „zweite Abkommen von Taif“ vom 22. Oktober 1989 regelt vor allem die Verteilung der Mandate von Muslimen und Christen im Parlament. Ferner wurden die Parlamentssitze von 99 auf 108 erhöht, um den Abbau des Konfessionalismus voranzutreiben. Das Abkommen von Taif von 1989 gilt darüber hinaus als Regelwerk zur Beendigung des Libanesischen Bürgerkrieges. - Le Monde Diplo­matique - Taef Agreement - www.monde-diplomatique.fr/cahier/proche-orient/region-liban-taef-en (29. Februar 2008)

[22] Collelo: Lebanon - A Country Study - GPO for the Library of Congress 1987 http://countrystudies.us/ lebanon/85.htm (29. Februar 2008)

[23] Forster 2006: S.12

Ende der Leseprobe aus 33 Seiten

Details

Titel
Rational Choice & Hisbollah
Untertitel
Untersuchung zum Feld des politischen Akteurs
Hochschule
Bergische Universität Wuppertal
Veranstaltung
Krisenbogen Naher- und Mittlerer Osten
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
33
Katalognummer
V147312
ISBN (eBook)
9783640580637
ISBN (Buch)
9783640580965
Dateigröße
540 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Hisbollah, Rational Choice, Libanon, Naher- und Mittlerer Osten, Terrorismus, Terrororganisation, Internationale Politik
Arbeit zitieren
André Schmale (Autor), 2008, Rational Choice & Hisbollah, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147312

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