Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publicación mundial de textos académicos
Go to shop › Didáctica - Filología alemana

Gespräche im Literaturunterricht. Herausforderungen der Gesprächsführung nach dem Heidelberger Modell

Título: Gespräche im Literaturunterricht. Herausforderungen der Gesprächsführung nach dem Heidelberger Modell

Trabajo Escrito , 2023 , 18 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Olivia Härtel (Autor)

Didáctica - Filología alemana
Extracto de texto & Detalles   Leer eBook
Resumen Extracto de texto Detalles

Welche Herausforderungen hinsichtlich der Gesprächslenkung muss die Lehrperson nach dem Heidelberger Modell bewältigen, um das literarische Verstehen der Lernenden zu fördern?

Dieser Frage geht die vorliegende Seminararbeit auf den Grund, indem sie anhand eines Aufsatzes der Mitbegründenden des Heidelberger Modells Marcus Steinbrenner und Maja Wiprächtiger-Geppert eine Definition dessen sowie seinen Gesprächsrahmen und seine Phasenstruktur herausarbeitet. In Hinblick auf die gewählte Forschungsfrage wird daran anknüpfend die besondere Rolle der Lehrperson thematisiert, um in einem dritten Kapitel den literarischen Text „Der Mann, der ein Flusspferd war“ aus der Feder von Thomas Rosenlöcher didaktisch zu untersuchen, welcher fundamental für die Erprobung im Seminar gewesen ist. Anhand des Transkriptes folgt schließlich die Analyse des im Seminar durchgeführten literarischen Gespräches nach dem Heidelberger Modell, wofür insbesondere der im Jahr 2020 von Thomas Zabka veröffentlichte Aufsatz „Gespräche über Literatur“ von Relevanz ist. Basierend darauf werden in einem letzte Kapitel Alternativen der Gesprächsführung entwickelt, bevor ein endgültiges Resümee gezogen wird.

Welchen immensen Einfluss literarische Gespräche auf Wertungs- und Verstehensprozesse im Deutschunterricht haben, verdeutlicht der im Jahr 2017 erschienene Aufsatz „Weil wir darüber gesprochen haben“ von Nele Ohlsen, die im Rahmen eines Selbstversuches die Lernenden einer Grundschulklasse ihre negativen Haltungen gegenüber einem dadaistischen Gedicht mit Hilfe eines literarischen Gespräches reflektieren ließ. Das Ergebnis war erstaunlich: Nachdem die Lernenden dadurch ihr literarisches Verstehen erweitern und ausdifferenzieren konnten, werteten die meisten von ihnen das zuvor nicht gemochte Gedicht positiv. Wie dieses Beispiel eindrucksvoll zeigt, kann literarisches Verstehen durch Gespräche im Literaturunterricht gefördert aber ebenfalls behindert werden, beispielsweise durch eine zu offene Lenkung der Lehrperson, was die Teilnehmenden des Seminares „Gespräche im Literaturunterricht“ am eigenen Leib erfahren konnten, indem sie differente Methoden solcher Gespräche erprobten, unter anderem auch das von Nele Ohlsen in ihrem Selbstversuch angewandte Heidelberger Modell.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Warum der Literaturunterricht Gespräche braucht

2. Theoretische Grundlagen des Heidelberger Modells

2.1. Gesprächsrahmen und -verlauf

2.2. Rolle der Lehrperson

3. Didaktische Analyse des literarischen Texts

4. Analyse und Reflexion des Transkripts

5. Entwicklung von Alternativen der Gesprächsführung

6. Herausforderungen der Gesprächslenkung nach dem Heidelberger Modell

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Herausforderungen der Gesprächslenkung nach dem Heidelberger Modell zu identifizieren und zu analysieren, um das literarische Verstehen von Lernenden effektiv zu fördern. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf der Rolle der Lehrperson als partizipierende Leitung in einem offenen Diskussionsformat.

  • Grundlagen und Phasenstruktur des Heidelberger Modells
  • Die Rolle der Lehrperson und die Gestaltung der Gesprächsführung
  • Didaktische Analyse des literarischen Textes „Der Mann, der ein Flusspferd war“
  • Analyse und Reflexion eines durchgeführten Unterrichtsgesprächs
  • Entwicklung von Alternativen zur Optimierung der Gesprächslenkung

Auszug aus dem Buch

3. Didaktische Analyse des literarischen Texts

Der im Jahr 1991 veröffentlichte literarische Text „Der Mann, der ein Flusspferd war“ wurde von Thomas Rosenlöcher geschrieben und erzählt die Geschichte von Herrn Meier, der eines Tages beschließt, dass er ein Flusspferd sein möchte.

Um zu begreifen, welche Schritte die Lernenden gehen müssen, um ein literarisches Verstehen zu erwerben, wird zunächst ein Blick auf die Teilprozesse geworfen, die das Leseverstehen bedingen. In erster Instanz müssen die Lernenden den vorliegenden literarischen Text auf der Ebene der hierarchieniederen Prozesse Buchstabe für Buchstabe rekodieren und durch das Erkennen ganzer Wörter dekodieren, damit daran anknüpfend die lokale Kohärenzbildung erfolgen kann, für welche sie dazu in der Lage sein müssen, Beziehungen zwischen Wörtern herzustellen und mögliche Kohäsionsmittel zu identifizieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Warum der Literaturunterricht Gespräche braucht: Dieses Kapitel verdeutlicht anhand von Fallbeispielen den positiven Einfluss literarischer Gespräche auf Verstehensprozesse und führt in die Thematik der Gesprächslenkung ein.

2. Theoretische Grundlagen des Heidelberger Modells: Hier werden die Entstehung, der spezifische Gesprächsrahmen, die Phasenstruktur sowie die Rolle der Lehrperson im Heidelberger Modell theoretisch fundiert beschrieben.

3. Didaktische Analyse des literarischen Texts: Dieses Kapitel liefert eine detaillierte Analyse der Lese- und Verstehensprozesse, die erforderlich sind, um den Text „Der Mann, der ein Flusspferd war“ zu erschließen.

4. Analyse und Reflexion des Transkripts: Basierend auf einem im Seminar durchgeführten Gespräch wird das praktische Vorgehen der Lehrperson unter Anwendung des Modells reflektiert und kritisch hinterfragt.

5. Entwicklung von Alternativen der Gesprächsführung: Hier werden konkrete Verbesserungsvorschläge für verschiedene Gesprächssituationen entwickelt, um die Moderation und Impulsgebung zu optimieren.

6. Herausforderungen der Gesprächslenkung nach dem Heidelberger Modell: Dieses Kapitel fasst die zentralen Schwierigkeiten zusammen, denen sich eine Lehrperson bei der Anwendung dieses offenen Formats gegenübersieht.

Schlüsselwörter

Heidelberger Modell, Literaturunterricht, Gesprächsführung, Gesprächslenkung, literarisches Verstehen, Lehrperson, partizipierende Leitung, Deutungshypothesen, Textrezeption, Offenheit, didaktische Analyse, Impulsgebung, Kohärenzbildung, Identitätsfindung, Textgespräch.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Durchführung und Herausforderungen literarischer Unterrichtsgespräche auf Basis des Heidelberger Modells.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Im Zentrum stehen die theoretischen Grundlagen des Heidelberger Modells, die didaktische Analyse eines literarischen Textes sowie die praktische Reflexion einer Gesprächsführung im Unterricht.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, Herausforderungen bei der Gesprächslenkung aufzuzeigen und Strategien bzw. Alternativen zu entwickeln, die das literarische Verstehen der Lernenden in offenen Formaten fördern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die Analyse und Reflexion eines Transkripts aus einer Erprobungsphase sowie eine didaktische Theorieleitanalyse.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Einführung in das Modell, die Analyse der Verstehensprozesse am konkreten literarischen Werk und die Evaluation des Gesprächsverlaufs.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Zu den zentralen Begriffen gehören das Heidelberger Modell, Gesprächslenkung, literarisches Lernen und die Rolle der Lehrperson als teilnehmende Leitung.

Warum ist das "Aushalten von Pausen" für die Lehrperson laut Arbeit wichtig?

Laut der Studie ist das Aushalten von Pausen essenziell, damit Lernende ausreichend Raum für eigene Überlegungen und die Entwicklung individueller Deutungshypothesen erhalten.

Wie unterscheidet sich die Rolle der Lehrperson im Heidelberger Modell vom klassischen Unterricht?

Die Lehrperson agiert nicht als reine Autoritätsperson, sondern als partizipierende Leitung, die als Teil der Interpretationsgemeinschaft auftritt, anstatt ihre eigene Deutung vorzugeben.

Final del extracto de 18 páginas  - subir

Detalles

Título
Gespräche im Literaturunterricht. Herausforderungen der Gesprächsführung nach dem Heidelberger Modell
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Curso
Seminar: Gespräche im Literaturunterricht
Calificación
1,3
Autor
Olivia Härtel (Autor)
Año de publicación
2023
Páginas
18
No. de catálogo
V1473124
ISBN (PDF)
9783389023341
ISBN (Libro)
9783389023358
Idioma
Alemán
Etiqueta
Germanistik Deutschdidaktik Gespräche im Literaturunterricht Heidelberger Modell Gesprächslenkung literarisches Verstehen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Olivia Härtel (Autor), 2023, Gespräche im Literaturunterricht. Herausforderungen der Gesprächsführung nach dem Heidelberger Modell, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1473124
Leer eBook
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
  • Si ve este mensaje, la imagen no pudo ser cargada y visualizada.
Extracto de  18  Páginas
Grin logo
  • Grin.com
  • Envío
  • Contacto
  • Privacidad
  • Aviso legal
  • Imprint