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Erst- und Zweitspracherwerb und ihre möglichen Störungen

Título: Erst- und Zweitspracherwerb und ihre möglichen Störungen

Trabajo Escrito , 2021 , 44 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Olivia Härtel (Autor)

Didáctica de la asignatura Alemán - Alemán como idioma extranjero
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Was bedeutet es eigentlich, eine Sprache zu lernen, indem man sie gebraucht? Wie ist es möglich, dass sich Menschen von der Geburt an bis in das Erwachsenenalter hinein nicht nur ihre eigene Muttersprache, sondern darüber hinaus ebenso diverse Fremdsprachen aneignen? Und was geschieht eigentlich mit der Sprache, wenn der idealtypische Erwerbsprozess durch bestimmte Faktoren gestört wird?

Genau diese Gedanken werden in der vorliegenden Seminararbeit unter folgender wissenschaftlicher Fragestellung näher beleuchtet und kritisch reflektiert: „Inwiefern funktioniert der Prozess, in dem der gesunde Mensch Erst- und Zweitsprache(n) erwirbt und welche Auswirkungen können Störfaktoren auf jenen ausüben?“

Dies wird im ersten Teil, welcher sich mit den differenten Spracherwerbsprozessen auseinandersetzt, insbesondere unter Einbezug der 2002 veröffentlichten Monographie „Der Spracherwerb des Kindes“ von Jürgen Dittmann, einem Professor für Neuere deutsche Sprachwissenschaft an der Universität Freiburg, untersucht, die sich nicht nur mit den konkreten Stadien des Spracherwerbes beschäftigt, die der Mensch von klein auf durchläuft, sondern darüber hinaus auch mögliche Entwicklungsverzögerungen bis hin zu Störungen tiefergehend betrachtet. Um einen groben Überblick über die Vielzahl an Spracherwerbshypothesen zu bieten und somit den enormen Facettenreichtum jener abzudecken, wird zudem das Werk „Spracherwerbsprozesse in Erst- und Zweitsprache“, das 2010 erschienen ist und aus der Feder von niemand geringerem als Wilhelm Grießhaber stammt, der Professor für Sprachlehrforschung am Sprachenzentrum der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster ist, herangezogen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Sprache

2.1. Die Sprachvoraussetzungen

2.2. Die Phasen des Spracherwerbes

3. Die klassischen L1-Erwerbshypothesen

3.1. Behaviorismus – Sprache wird gelernt

3.2. Nativismus – Sprache ist angeboren

3.3. Interaktionismus – Spracherwerb erfolgt über Interaktionen und Wechselbeziehungen

3.4. Konnexionismus – Sprache als Produkt neuronaler Netzwerke

4. Die klassischen L2-Erwerbsyhpothesen

4.1. Die Kontrastivhypothese – Erstspracherwerb beeinflusst Zweitspracherwerb

4.2. Die Identitätshypothese – Identischer Verlauf von Erst- und Zweitspracherwerb

4.3. Die Interlanguage-Hypothese – Auf Umwegen zur Zweitsprache

5. Die Sprachstörungen

5.1. „Was ist eine Spracherwerbsstörung?“

5.2. „Was ist eine Sprachentwicklungsverzögerung?“

6. Mögliche Ursachen für Sprachstörungen und Sprachentwicklungsverzögerungen

6.1. Hörstörungen

6.2. Blindheit

6.3. Erworbene Aphasien

6.4. Down-Syndrom

6.5. Williams- Beuren-Syndrom

6.6. Bilingualer Spracherwerb

6.7. Dysgrammatismus – Gestörter Grammatikerwerb

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht den Prozess des menschlichen Erst- und Zweitspracherwerbs, analysiert dabei die theoretischen Erwerbshypothesen und prüft, inwiefern Störfaktoren diesen natürlichen Erwerbsverlauf beeinflussen können.

  • Grundlagen und Stadien des natürlichen Spracherwerbs beim Kind.
  • Vergleichende Analyse klassischer L1-Erwerbshypothesen (Behaviorismus, Nativismus, Interaktionismus, Konnexionismus).
  • Darstellung klassischer Erwerbsansätze für eine Zweitsprache.
  • Differenzierung zwischen Sprachstörungen und Sprachentwicklungsverzögerungen.
  • Diskussion spezifischer Ursachen für Störungen, etwa bei Hörschädigungen oder Down-Syndrom.

Auszug aus dem Buch

3.1. Behaviorismus – Sprache wird gelernt

Der Behaviorismus in seinen empiristischen Grundzügen lässt sich unter anderem auf den berühmtberüchtigten Psychologen John Broadus Watson zurückführen und inkludiert, auf forschungsmethodologischen Gründen basierend, ausschließlich die Beschreibung und wissenschaftliche Analyse messbarer mentaler Prozesse. Demnach wird Spracherwerb als eine „habit formation“ deklariert, die zwar den anfänglichen Stimulus auf einen Organismus sowie die letztlich daraus resultierende Reaktion näher betrachtet, dabei aber die Prozesse vernachlässigt, die während des Lernvorganges innerhalb des Organismus ablaufen, da Kopf und Psyche als unzugängliche „black box“ betrachtet werden, die keinerlei Rolle spielt, wenn es darum geht, ein explizites Verhalten zu erklären. Zudem lassen sich Reaktionen durch Stimuli gezielt trainieren, indem sie entweder erwünschter Weise verstärkt bzw. belohnt oder aber unerwünschter Weise ignoriert bzw. bestraft werden. Um seine Annahme, man könne Verhalten bewusst konditionieren, zu untermauern, führte der US-Amerikaner gemeinsam mit seiner Ehefrau Rosalie Rayner eine Reihe von Versuchen mit dem Titel „Little Albert“ durch, für die ein neun Monate alter Junge herangezogen wurde. Jedes Mal, wenn er eine weiße Ratte streicheln wollte, ertönte ein unangenehmes lautes Geräusch, welches das Kind schlussendlich so sehr in Panik versetzte, dass es das Tier nicht mehr anrührte, um so zu vermeiden, noch einmal den schrecklichen Klang hören zu müssen.

Schließlich gab im Jahr 1957 der prominenteste Vertreter des Behaviorismus Burrhus Frederic Skinner mit seinem Werk „Verbal behavior“ eine umfassende Theorie über den Spracherwerb heraus, die sich auf eben jene Struktur von Lernprozessen als Zusammenspiel zwischen Stimulus und Reaktion stützt. Dabei lässt sich der Kerngedanke seiner Überlegungen auf vergangene als auch gegenwärtige Umgebungsereignisse reduzieren, welche ein reaktionär bedingtes Verhalten auslösen, das wiederum mit Konsequenzen jeglicher Art einhergehen kann, die auf die Person zurückwirken, welche das Verhalten gezeigt hat, wie das folgende Beispiel einer Mutter-Kind-Beziehung illustrieren soll.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung der wissenschaftlichen Fragestellung und der methodischen Vorgehensweise bei der Untersuchung von Erst- und Zweitspracherwerb.

2. Die Sprache: Erläuterung der biologischen Sprachvoraussetzungen und der entwicklungspsychologischen Phasen des kindlichen Spracherwerbs.

3. Die klassischen L1-Erwerbshypothesen: Detaillierte Analyse der behavioristischen, nativistischen, interaktionistischen und konnexionistischen Theorien zum Erstspracherwerb.

4. Die klassischen L2-Erwerbsyhpothesen: Untersuchung von Ansätzen zum Zweitspracherwerb, insbesondere Kontrastiv-, Identitäts- und Interlanguage-Hypothese.

5. Die Sprachstörungen: Begriffsdefinitionen und Abgrenzung von Spracherwerbsstörungen zu Sprachentwicklungsverzögerungen.

6. Mögliche Ursachen für Sprachstörungen und Sprachentwicklungsverzögerungen: Analyse spezifischer Störfaktoren wie Hörstörungen, Blindheit, Syndrome oder dysgrammatische Entwicklungen.

Schlüsselwörter

Spracherwerb, Erstspracherwerb, Zweitspracherwerb, Behaviorismus, Nativismus, Interaktionismus, Konnexionismus, Sprachstörung, Sprachentwicklungsverzögerung, Universalgrammatik, Phonologie, Syntax, Kommunikation, Fossilisierung, Dysgrammatismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit untersucht den Prozess des kindlichen Spracherwerbs und wie sich dieser auf eine oder mehrere Sprachen erstreckt, sowie die Auswirkungen von Störungen auf diesen Prozess.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentrale Themen sind die theoretischen Erwerbshypothesen, die sprachliche Entwicklung beim Kind, die Abgrenzung verschiedener Störungsbilder und die Mechanismen des Zweitspracherwerbs.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage lautet: „Inwiefern funktioniert der Prozess, in dem der gesunde Mensch Erst- und Zweitsprache(n) erwirbt und welche Auswirkungen können Störfaktoren auf jenen ausüben?“

Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse und reflektiert verschiedene fachwissenschaftliche Monographien und Theorien zur Sprachlehrforschung und Entwicklungspsychologie.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in Theorien des Erstspracherwerbs, Hypothesen zum Zweitspracherwerb sowie eine detaillierte Auseinandersetzung mit Sprachstörungen, deren Ursachen und spezifischen Ausformungen wie Dysgrammatismus.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Schlagworte sind Spracherwerb, Erst- und Zweitsprache, behavioristische und nativistische Hypothesen sowie verschiedene Sprachentwicklungsstörungen.

Warum unterscheidet das Dokument zwischen Sprachstörung und Entwicklungsverzögerung?

Die Unterscheidung ist zentral, da eine Sprachentwicklungsverzögerung oft körperliche Ursachen hat und durch Förderung aufholbar ist, während Sprachstörungen tiefgreifendere oder andere Erwerbsmuster aufweisen.

Welche Rolle spielt die Interlanguage-Hypothese?

Sie gilt als wichtige Brücke, die den Spracherwerb nicht als reines Manko, sondern als Entwicklung eines eigenen, instabilen Regelsystems zwischen L1 und L2 betrachtet, und stellt zudem das Konzept der Fossilisierung vor.

Final del extracto de 44 páginas  - subir

Detalles

Título
Erst- und Zweitspracherwerb und ihre möglichen Störungen
Universidad
Dresden Technical University  (Institut für Germanistik)
Curso
Seminar: Grammatik im DaF- und DaZ- Unterricht
Calificación
1,0
Autor
Olivia Härtel (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
44
No. de catálogo
V1473135
ISBN (PDF)
9783389022566
ISBN (Libro)
9783389022573
Idioma
Alemán
Etiqueta
Germanistik Deutsch als Fremdsprache Deutsch als Zweitsprache Spracherwerbsstörungen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Olivia Härtel (Autor), 2021, Erst- und Zweitspracherwerb und ihre möglichen Störungen, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1473135
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