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Schutz und Förderung von Minderheitensprachen. Eine Chance für die französische Gesellschaft?

Título: Schutz und Förderung von Minderheitensprachen. Eine Chance für die französische Gesellschaft?

Ensayo , 2017 , 5 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Romanística - Francés
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Denkt man an Frankreich, denkt man gleichzeitig an die französische Sprache und vergisst dabei oft, dass ebenfalls Minderheitensprachen wie das Bretonische im Nordwesten, das Katalanische im Südwesten oder das Elsässisch an der Grenze zu Deutschland existieren, die gegen das Aussterben und für ihren Schutz kämpfen. Nach einer kurzen Definition und einem historischen Überblick der Regionalsprachen Frankreichs, werden im Folgenden einige Gründe erläutert, wieso diese vom Staat und der EU geschützt werden sollten. Nach dem Eingehen auf die Absicht der 1992 ins Leben gerufenen Europäischen Charta und Frankreichs Reaktion darauf, werde ich abschließend die Mehrsprachigkeit als Chance für die Gesellschaft untersuchen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung und Definition des Begriffs der Minderheitensprachen

2. Historischer Überblick der Regionalsprachen Frankreichs

3. Gründe für den Schutz und die Förderung von Minderheitensprachen

4. Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen

4.1 Aufbau und Zielsetzung der Charta

4.2 Kontrolle und Wirksamkeit der ECRM

4.3 Die Haltung Frankreichs zur ECRM

5. Mehrsprachigkeit als Chance für die Gesellschaft

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Das Essay untersucht die sprachpolitische Situation der Minderheitensprachen in Frankreich vor dem Hintergrund der historischen Entwicklung sowie der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen und analysiert, inwiefern die Förderung von Mehrsprachigkeit als gesellschaftliche Chance zu betrachten ist.

  • Historische Entwicklung der französischen Sprachpolitik
  • Stellung der Regionalsprachen im französischen Rechtssystem
  • Analyse der Europäischen Charta der Regional- oder Minderheitensprachen (ECRM)
  • Kognitive und soziale Vorteile von Mehrsprachigkeit
  • Argumentation für den Schutz und die Förderung autochthoner Sprachen

Auszug aus dem Buch

Die historische Entwicklung und der Status der Regionalsprachen in Frankreich

Die neun französischen von insgesamt rund 50 in Westeuropa (vgl. Bott-Bodenhausen: 162) existenten Minderheitensprachen, haben eine weit zurück reichende Geschichte, die sich grob in drei Phasen einteilen lässt: Im Mittelalter herrschte eine große sprachliche Vielfalt, die mit dem Beginn der Renaissance allmählich durch die Durchsetzung des Französischen, dem Dialekt der Ile-de-France, und durch eine aktive Sprachpolitik, schwindet. Im 18. Jh. wächst das Bedürfnis nach einer einheitlichen Sprache, um die durch die industrielle Revolution entstandenen komplexeren Arbeitsprozesse zu vereinfachen.

Ab der französischen Revolution im Jahre 1789 werden neue sprachliche Akzente gesetzt (vgl. Willwer: 101-104), wodurch die Regionalsprachen immer mehr den Status minderwertiger, unlogischer und antiquierter Idiome annehmen (ebd: 104). Ebenfalls diverse Gesetze, wie die Ordonnance de Villers-Cotterêts 1539, die die französische Sprache als alleinige Gerichtssprache bestimen und somit alle weiteren Regionalsprachen ausschließen (vgl. ebd: 102), die Loi Bas-Lauriol 1975 bzw. Loi Toubon 1994 (vgl. ebd: 108), sowie die Verfassungsänderung 1992, die die französische Sprache als Sprache der Republik festlegt, zeigen die wenig tolerante Haltung gegenüber den Regionalsprachen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung und Definition des Begriffs der Minderheitensprachen: Dieser Teil führt in das Thema der sprachlichen Vielfalt Frankreichs ein und definiert Minderheitensprachen als Sprachen von Gruppen in ihrer angestammten Heimat.

2. Historischer Überblick der Regionalsprachen Frankreichs: Hier wird der Prozess der Verdrängung regionaler Idiome durch das Französische von der Renaissance bis zur modernen Gesetzgebung geschildert.

3. Gründe für den Schutz und die Förderung von Minderheitensprachen: Dieser Abschnitt erörtert die kulturellen und identitätsstiftenden Argumente für den Erhalt von Sprachvielfalt.

4. Die Europäische Charta der Regional- oder Minderheitensprachen: Das Kapitel erläutert die Struktur, das Ziel und die mangelnde Umsetzung der Charta im französischen Kontext.

5. Mehrsprachigkeit als Chance für die Gesellschaft: Hier werden die kognitiven und sozialen Vorteile beleuchtet, die durch die Beherrschung mehrerer Sprachen für Individuen und Gesellschaft entstehen.

6. Fazit: Die Schlussbetrachtung fasst die negative französische Sprachpolitik zusammen und plädiert für einen stärkeren Schutz der sprachlichen Vielfalt in Europa.

Schlüsselwörter

Frankreich, Minderheitensprachen, Sprachpolitik, Regionalsprachen, Europäische Charta, Mehrsprachigkeit, ECRM, Sprachidentität, Sprachwandel, kulturelles Erbe, Sprachrechte, Integration, Spracherwerb.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Das Essay thematisiert den Umgang Frankreichs mit seinen autochthonen Minderheitensprachen und die Spannungsfelder zwischen staatlicher Sprachpolitik und der Bewahrung sprachlicher Vielfalt.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die historische Entwicklung des Französischen zur Nationalsprache, die repressive Gesetzgebung gegenüber Dialekten und der Schutzstatus durch die Europäische Charta.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, warum der Schutz von Minderheitensprachen trotz historischer Widerstände in Frankreich notwendig ist und welchen Mehrwert eine Förderung der Mehrsprachigkeit bietet.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Literaturanalyse, bei der Expertenmeinungen und rechtliche Rahmenbedingungen sowie soziolinguistische Forschungsergebnisse ausgewertet werden.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die historische Marginalisierung der Regionalsprachen, die Bestimmungen der Europäischen Charta und die kognitiven Vorteile bilingualer Sprecher.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Sprachpolitik, Minderheitensprachen, kulturelles Erbe und europäische Integration charakterisieren.

Wie bewertet der Autor die Haltung Frankreichs zur Europäischen Charta?

Der Autor kritisiert die zögerliche und nur teilweise Umsetzung der Charta-Maßnahmen durch Frankreich, was als Ausdruck einer weiterhin ablehnenden Haltung gegenüber der sprachlichen Pluralität gedeutet wird.

Warum wird der Begriff "patois" im Text kritisch hervorgehoben?

Der Begriff wird als stark negativ konnotiertes Stigma analysiert, das französische Sprachideologien verdeutlicht, die regionale Varietäten als unterlegen und primitiv abwerten.

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Detalles

Título
Schutz und Förderung von Minderheitensprachen. Eine Chance für die französische Gesellschaft?
Universidad
University of Mannheim  (Romanisches Seminar)
Curso
Französische Sprach- und Medienwissenschaft
Calificación
2,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2017
Páginas
5
No. de catálogo
V1473151
ISBN (PDF)
9783389022917
Idioma
Alemán
Etiqueta
schutz förderung minderheitensprachen eine chance gesellschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2017, Schutz und Förderung von Minderheitensprachen. Eine Chance für die französische Gesellschaft?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1473151
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