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Was ist bisher im europäischen mobilen Internet (WAP) schief gegangen?

Title: Was ist bisher im europäischen mobilen Internet (WAP) schief gegangen?

Term Paper , 2002 , 17 Pages , Grade: 1.3

Autor:in: Dipl. Wirt.-Inform. (FH) Timo Wlecke (Author)

Computer Science - Commercial Information Technology
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Ende der 90er Jahre redeten alle von „mobilem Internet“ und „WAP-Handys“. Was
steckt hinter den Begriffen und was verbirgt sich hinter dieser von den Entwicklerund
Herstellerfirmen so hochgelobten und von den Medien so viel beworbenen
Technik?
WAP (Wireless Application Protocol) beschreibt einen offenen, weltweiten Standard
und stellt lediglich eine Protokollspezifikation dar. Diese besteht aus der Definition
von Übertragungswegen, den benötigten Komponenten (Mikro-Browser auf den
jeweiligen Endgeräten, Content-Server, WAP-Gateway) und der speziell für WAP
entwickelten Programmiersprache WML (Wireless Markup Language).
Entwickelt wurde diese Spezifikation vom WAP-Forum, einer internationalen
Organisation, an der mittlerweile mehr als 450 Telekommunikationsfirmen (Internet-
Provider, Hersteller von Mobiltelefonen, Softwarefirmen etc.) beteiligt sind.
Mit der Entwicklung von WAP sollte erreicht werden, dass dieser
Kommunikationsweg unabhängig von bestimmten gegenwärtigen oder zukünftigen
Übertragungsstandards des Mobilfunks ist, um einen einheitlichen Weg für die
Entwicklung der weltweiten Kompatibilität von drahtlosen Diensten zu finden.
WAP sorgt für die Kommunikation zwischen einem digitalen Mobiltelefon oder
mittlerweile anderen mobilen Endgeräten (z.B. einem PDA oder einem Notebook in
Verbindung mit einem Mobiltelefon bzw. einer PCMCIA-Karte) und dem Internet und
ermöglicht so dem Benutzer des Gerätes den Zugriff auf Daten, die auf einem
entfernten Server im Internet liegen. Durch diese Technik und speziell aufbereitete
Inhalte auf den Internet-Servern ist es von unterwegs möglich, z.B. auf Flugpläne von
Luftfahrtgesellschaften oder auf Wetterinformationen zuzugreifen. Aber auch
Datenbanken oder andere Daten aus einem firmeninternen Intranet sind erreichbar,
wenn sie denn für WAP aufbereitet wurden. Es handelt sich also um das Standardisieren und Definieren eines einfachen mobilen
Internetzugangs, der aber auch vom stationären PC zu nutzen ist, einhergehend mit
der Installation eines WAP-fähigen Browsers auf dem PC, welcher häufig kostenlos
aus dem Internet bezogen werden kann1.

1 Z.B. Wireless Companion 2.62, http://www.yourwap.com/de/download/download.html

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

3 WAP IM ALLGEMEINEN

3.1 Was ist WAP?

3.2 Wie funktioniert WAP?

4 ERWARTUNGEN, GRÜNDE DES SCHEITERNS UND ERFAHRUNGEN

4.1 Erwartungen

4.1.1 Wirtschaftliche Erwartungen der Mobilfunk-Industrie

4.1.2 Erwartungen der Nutzer

4.2 Gründe des Scheiterns

4.2.1 Werbung

4.2.2 Preis/Leistungsverhältnis

4.2.3 Probleme der Dienst-Anbieter

4.2.4 Geräterestriktionen

4.2.5 Kompatibilitätsprobleme

4.2.6 Alternative Techniken

4.3 Erfahrungen für zukünftige Einführungen von neuen Technologien

5 FAZIT

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für den ausbleibenden Erfolg des Wireless Application Protocol (WAP) als Standard für das mobile Internet in Europa. Dabei werden technische, ökonomische und nutzerspezifische Faktoren analysiert, um zu verstehen, warum die ursprünglichen Markterwartungen nicht erfüllt wurden und welche Lehren daraus für künftige mobile Technologien zu ziehen sind.

  • Technische Grundlagen und Funktionsweise von WAP
  • Analyse der Erwartungshaltung von Industrie und Endnutzern
  • Identifikation zentraler Scheiterungsgründe (Preis, Usability, Kompatibilität)
  • Vergleich mit alternativen Technologien und internationalen Ansätzen
  • Ableitung von Erfolgskriterien für die Einführung neuer Mobiltechnologien

Auszug aus dem Buch

4.2.4 Geräterestriktionen

Die Anforderungen an die Benutzerfreundlichkeit stiegen unausweichlich mit weiterem Marktdurchdringen des mobilen Telefons, da immer weitere (soziale, sowie Alters-) Schichten sich der neuen Technik öffneten und Produkte erwarben.

Das Bedienen der Geräte musste weitestgehend intuitiv erfolgen können und es gab zu dieser Zeit für mobile Telefone und PDA weder Mäuse noch gewöhnliche Tastaturen, was das Steuern der Applikationen erschwerte. Der Kunde wartete auf z.B. sprachgesteuerte Eingabeverfahren, wie sie vom PC oder von verwandten Navigationssystemen in Automobilen bekannt sind.

Die Nutzer erwarteten weiterhin handliche Geräte, aber durch gewisse Restriktionen war weiteres Forschen und Entwickeln notwendig. Zu diesen Geräterestriktionen zählen die Größe des verwendeten Akkus, der nicht beliebig groß sein darf. Dadurch ist der Stromverbrauch limitiert, was impliziert, dass die Leistung des Prozessors begrenzt ist. Ebenfalls ist in diesem Zusammenhang der Speicher zu nennen, der durch seinen Stromverbrauch und vor allem den hohen Preis begrenzt ist. Eine dritte Restriktion stellt die Größe des Displays dar. Zwar kann die Auflösung erhöht werden, doch die Größe an sich ist entscheidend für die Handlichkeit des gesamten Gerätes. Auch darf der Prozessor nicht zu große Wärme entwickeln, da sonst Schäden verursacht werden könnten.

Zusammenfassung der Kapitel

3 WAP IM ALLGEMEINEN: Dieses Kapitel erläutert die technischen Grundlagen, das Protokoll-Referenzmodell sowie die Funktionsweise und die Zielsetzung von WAP als standardisiertem Zugang zum mobilen Internet.

4 ERWARTUNGEN, GRÜNDE DES SCHEITERNS UND ERFAHRUNGEN: Hier erfolgt eine detaillierte Analyse der hochgesteckten Erwartungen von Industrie und Anwendern sowie eine kritische Untersuchung der vielfältigen Gründe, die zum Marktscheitern führten, inklusive technologischer Barrieren.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Entwicklung von WAP als S-Kurve, wobei es Parallelen zu aktuellen Herausforderungen bei UMTS und anderen mobilen Diensten zieht.

Schlüsselwörter

WAP, mobiles Internet, WML, Wireless Application Protocol, Mobilfunk, Usability, GPRS, HSCSD, UMTS, Geräterestriktionen, Preis-Leistungsverhältnis, M-Business, Standortbezogene Dienste, LBS, i-Mode.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Markteinführung des Wireless Application Protocol (WAP) in Europa und die Gründe für dessen mangelnden wirtschaftlichen Erfolg zu Beginn des 21. Jahrhunderts.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Schwerpunkte liegen auf den Diskrepanzen zwischen der industriellen Prognose und der tatsächlichen Nutzererfahrung, technischen Limitierungen der Endgeräte sowie dem Wettbewerb mit SMS und dem klassischen Internet.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die spezifischen Fehler bei der WAP-Einführung zu identifizieren, um fundierte Empfehlungen für das erfolgreiche Management zukünftiger mobiler Technologieeinführungen abzuleiten.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, dem Vergleich von Marktmodellen und einer kritischen Auswertung von Usability- und Marktdaten, ergänzt um technische Spezifikationen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der technischen Architektur, die Gegenüberstellung der Erwartungen von Industrie und Kunden sowie die detaillierte Analyse einzelner Scheiterungsgründe wie Kosten, Inkompatibilität und Hardware-Restriktionen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die wichtigsten Begriffe sind WAP, M-Business, Usability, GPRS, UMTS, Mobilfunkindustrie und Geräterestriktionen.

Warum wird im Dokument Japan als Referenz genannt?

Japan dient als positives Beispiel, da dort die Bedürfnisse der Kunden früher erkannt wurden und das dortige Modell (i-Mode) durch eine bessere Abstimmung zwischen Inhalten, Kosten und Geräten einen deutlich höheren Markterfolg erzielte.

Welche Rolle spielt die Preisgestaltung beim Scheitern von WAP?

Ein zentraler Punkt war die intransparente und zeitbasierte Abrechnung, die in keinem Verhältnis zum geringen Nutzen der damals verfügbaren Dienste stand, was die Akzeptanz bei den Nutzern massiv untergrub.

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Details

Title
Was ist bisher im europäischen mobilen Internet (WAP) schief gegangen?
College
University of Applied Sciences Wedel  (FB Informatik)
Course
E-Business
Grade
1.3
Author
Dipl. Wirt.-Inform. (FH) Timo Wlecke (Author)
Publication Year
2002
Pages
17
Catalog Number
V14733
ISBN (eBook)
9783638200509
Language
German
Tags
Internet E-Business WAP
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Dipl. Wirt.-Inform. (FH) Timo Wlecke (Author), 2002, Was ist bisher im europäischen mobilen Internet (WAP) schief gegangen?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14733
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