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Rollenspiel- und Theaterräume für Kinder im Alter von 3 bis 6. Nach dem Hamburger Raumgestaltungskonzept

Titel: Rollenspiel- und Theaterräume für Kinder im Alter von 3 bis 6. Nach dem Hamburger Raumgestaltungskonzept

Hausarbeit , 2020 , 22 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Rita Meyer (Autor:in)

Pädagogik - Kindergarten, Vorschule, frühkindl. Erziehung
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ein Ziel dieser Hausarbeit ist, die Bedeutsamkeit des Rollenspiels bei der Unterstützung von kommunikativen Prozessen und sprachlichem Handeln zu veranschaulichen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Kinder beim Rollenspiel sprachliche Fähigkeiten freisetzen, die sie in anderen Handlungen noch nicht beherrschen. Außerdem wird gezeigt, dass beim Rollenspiel Sprachwerkzeuge wie Metakommunikation und Dekontextualisierung von Sprache eingesetzt werden, die für die Sprachentwicklung der Kinder von zentraler Bedeutung sind. Ein weiteres Ziel besteht darin, zu erläutern, wie das Hamburger Raumgestaltungskonzept durch die Einrichtung von Rollenspiel- und Theaterräumen bei der sprachlichen Entwicklung (oder bei den Sprachprozessen) von Kindern zwischen drei und sechs mitwirkt.

"Sprache ist der Schlüssel zur Welt" heißt ein berühmtes Zitat des Schriftstellers Wilhelm von Humboldt. Mithilfe der Sprache drücken wir unsere Gefühle aus, kommunizieren miteinander und bauen Beziehungen auf.

Schon in den frühkindlichen Lebensjahren bestimmt die Sprache unser Leben. Während dieser Zeit entwickeln Kinder stetig ihre Sprachkompetenzen und bauen ihren Wortschatz aus. Eine besondere Herausforderung stellt der Spracherwerb für Kinder dar, die anderssprachig in die Kindertageseinrichtungen kommen, dort der deutschen Sprache gegenüberstehen und diese schnellstmöglich erlernen müssen.

Spracherwerb ist ein komplexer Prozess, der gerade bei der Zweitsprache eng mit der Motivation des Kindes zusammenhängt.
Beim Rollenspiel können Kinder hochmotiviert und auf eine spielerische Art ihre sprachlichen Kompetenzen erweitern. Kinder lieben es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sich selbst auszuprobieren, mit Hand- oder Fingerpuppen Theater zu spielen. Dabei lernen sie, in zwischenmenschlichen Beziehungen zu interagieren, sich auf unterschiedliche Weise auszudrücken, die Stimme zu verstellen, sich über Mimik und Gestik zu äußern, und haben Spaß dabei. Das Thema Rollenspiel kann aber erst dann vielseitig umgesetzt und "ausdifferenziert" werden, wenn im Kindergarten ein eigener Raum dafür bereit steht.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 EINLEITUNG

2 THEORETISCHE HINTERGRÜNDE

2.1 REGGIO-PÄDAGOGIK: DER RAUM ALS „DRITTER ERZIEHER“

2.2 FUNKTIONSRÄUME IN DEUTSCHLAND: DIE OFFENE ARBEIT

3 DAS HAMBURGER RAUMGESTALTUNGSKONZEPT

3.1 DIALOG ZWISCHEN THEORIE UND PRAXIS

3.2 „DAS ERZÄHLENDE DENKEN“ UND DAS THEATER

3.3 REGGIO WEITERDENKEN: DER RAUM ALS ERSTER ERZIEHER

4 ROLLENSPIEL- UND THEATERRÄUME IM FOKUS DER SPRACHENTWICKLUNG

4.1 ROLLENSPIEL UND SPRACHE

4.2 RAUMQUALITÄT ZÄHLT

4.2.1 Raumgliederung und Akustik

4.2.2 Themenbereiche im Rollenspielraum aus Familie und Arbeitswelt

4.2.3 Die Bühne

5 FAZIT

6 AUSBLICK

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Das Hauptziel dieser Hausarbeit besteht darin, die Bedeutsamkeit des Rollenspiels für die Unterstützung kommunikativer Prozesse bei Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren zu veranschaulichen und darzulegen, wie das Hamburger Raumgestaltungskonzept durch die bewusste Gestaltung von Spielräumen diese sprachliche Entwicklung begünstigt.

  • Bedeutung der Reggio-Pädagogik und des Konzepts der offenen Arbeit.
  • Die Rolle der Raumgestaltung als „dritter Erzieher“ in der pädagogischen Praxis.
  • Wechselbeziehung zwischen theoretischen Ansätzen und praktischer Raumausstattung.
  • Einfluss von Rollenspiel- und Theaterräumen auf die Sprachentwicklung von Kindern.
  • Kriterien für eine qualitätsvolle und sprachanregende Umgebung im Kindergarten.

Auszug aus dem Buch

1 Einleitung

„Sprache ist der Schlüssel zur Welt“ heißt ein berühmtes Zitat des Schriftstellers Wilhelm von Humboldt. Mithilfe der Sprache drücken wir unsere Gefühle aus, kommunizieren miteinander und bauen Beziehungen auf.

Schon in den frühkindlichen Lebensjahren bestimmt die Sprache unser Leben. Während dieser Zeit entwickeln Kinder stetig ihre Sprachkompetenzen und bauen ihren Wortschatz aus. Eine besondere Herausforderung stellt der Spracherwerb für Kinder dar, die anderssprachig in die Kindertageseinrichtungen kommen, dort der deutschen Sprache gegenüberstehen und diese schnellstmöglich erlernen müssen. Spracherwerb ist ein komplexer Prozess, der gerade bei der Zweitsprache eng mit der Motivation des Kindes zusammenhängt. Beim Rollenspiel können Kinder hochmotiviert und auf eine spielerische Art ihre sprachlichen Kompetenzen erweitern. Kinder lieben es, in verschiedene Rollen zu schlüpfen, sich selbst auszuprobieren, mit Hand- oder Fingerpuppen Theater zu spielen. Dabei lernen sie, in zwischenmenschlichen Beziehungen zu interagieren, sich auf unterschiedliche Weise auszudrücken, die Stimme zu verstellen, sich über Mimik und Gestik zu äußern, und haben Spaß dabei. Das Thema Rollenspiel kann aber erst dann vielseitig umgesetzt und „ausdifferenziert“ werden, wenn im Kindergarten ein eigener Raum dafür bereitsteht.

Ein Ziel dieser Hausarbeit ist, die Bedeutsamkeit des Rollenspiels bei der Unterstützung von kommunikativen Prozessen und sprachlichem Handeln zu veranschaulichen. In diesem Zusammenhang wird darauf hingewiesen, dass Kinder beim Rollenspiel sprachliche Fähigkeiten freisetzen, die sie in anderen Handlungen noch nicht beherrschen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 EINLEITUNG: Die Einleitung führt in die Bedeutung der Sprachentwicklung ein und benennt die Zielsetzung, den Einfluss der Raumgestaltung auf das kindliche Rollenspiel zu untersuchen.

2 THEORETISCHE HINTERGRÜNDE: In diesem Kapitel werden mit der Reggio-Pädagogik und dem Konzept der offenen Arbeit zwei pädagogische Ansätze vorgestellt, die als Inspiration für das Hamburger Raumgestaltungskonzept dienten.

3 DAS HAMBURGER RAUMGESTALTUNGSKONZEPT: Dieser Abschnitt beschreibt die theoretischen Grundlagen und die Interaktion von Bildungstheorien sowie die zentrale Rolle des Raumes für das kindliche Lernen.

4 ROLLENSPIEL- UND THEATERRÄUME IM FOKUS DER SPRACHENTWICKLUNG: Das Kapitel analysiert konkret, wie architektonische Rahmenbedingungen, akustische Optimierungen und die Auswahl von Spielmaterialien die sprachlichen Prozesse während des Rollenspiels fördern.

5 FAZIT: Das Fazit fasst die Erkenntnisse zusammen und bestätigt, dass gut gestaltete Rollenspielflächen eine essentielle Unterstützung für die kindliche Sprachentwicklung darstellen.

6 AUSBLICK: Der Ausblick reflektiert die zukünftigen Anforderungen an pädagogische Fachkräfte, um den wachsenden Kompetenzanforderungen in der kindlichen Bildung gerecht zu werden.

Schlüsselwörter

Rollenspiel, Spracherwerb, Hamburger Raumgestaltungskonzept, Reggio-Pädagogik, offene Arbeit, Sprachentwicklung, Kommunikation, dritter Erzieher, Spielräume, kindliche Kompetenz, pädagogische Praxis, theaterpädagogische Elemente, frühe Kindheit, Raumqualität, Interaktion.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Hausarbeit untersucht, wie durch das Hamburger Raumgestaltungskonzept spezifische Spiel- und Theaterräume geschaffen werden können, die die Sprachentwicklung von Kindern im Alter von drei bis sechs Jahren aktiv unterstützen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die pädagogischen Konzepte der Reggio-Pädagogik und der offenen Arbeit, die Bedeutung des Raumes als Bildungsressource sowie die psychomotorischen und kommunikativen Aspekte des kindlichen Rollenspiels.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, die Verbindung zwischen einer anregenden Raumgestaltung und dem Freisetzen sprachlicher Potenziale bei Kindern während des Rollenspiels wissenschaftlich zu begründen und praktisch zu erläutern.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse wissenschaftlicher Theorien zur frühkindlichen Pädagogik sowie der Auswertung von Fachkonzepten zur Kindergarten-Raumgestaltung.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Hintergründe des Hamburger Raumkonzepts, die Wechselwirkung zwischen Spielverhalten und räumlicher Umgebung sowie die konkreten Bedingungen wie Akustik, Struktur und Materialwahl für Rollenspielbereiche.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich primär durch Begriffe wie Rollenspiel, Sprachförderung, Raumgestaltung, Pädagogik und frühkindliche Bildung charakterisieren.

Was genau versteht man unter dem „dritten Erzieher“?

In der Reggio-Pädagogik bezeichnet dies die räumliche Umgebung, die durch ihre Gestaltung, Ausstattung und Ästhetik aktiv in den Bildungsprozess des Kindes eingreift und Lernen ermöglicht oder fördert.

Wie unterscheidet sich die „Familienspielecke“ von der herkömmlichen „Puppenecke“?

Die Familienspielecke ist größer und so konzipiert, dass sie Kinder seltener in ihrer Bewegung einschränkt und durch ihre Gestaltung (etwa ein Himmelbett) einen ganzheitlichen Raum innerhalb des Raumes bildet, der aktives Handeln fördert.

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Details

Titel
Rollenspiel- und Theaterräume für Kinder im Alter von 3 bis 6. Nach dem Hamburger Raumgestaltungskonzept
Hochschule
DIPLOMA Fachhochschule Nordhessen; Abt. Bückeburg
Note
1,0
Autor
Rita Meyer (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2020
Seiten
22
Katalognummer
V1473929
ISBN (PDF)
9783389024676
ISBN (Buch)
9783389024683
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Rollenspiel Raumgestaltungskonzept Reggio Pädagogik Offene Arbeit Der Raum als dritter Erzieher
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Rita Meyer (Autor:in), 2020, Rollenspiel- und Theaterräume für Kinder im Alter von 3 bis 6. Nach dem Hamburger Raumgestaltungskonzept, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1473929
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Leseprobe aus  22  Seiten
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