In der Zeit der Tertiärisierung wird es immer wichtiger sich Fachwissen anzueignen. Unternehmen spezialisieren sich zunehmen und suchen hochqualifizierte Fachkräfte. Dabei spielen nicht nur herausragende akademische Leistungen eine Rolle, sondern natürlich auch die Leistung im Job. Setzt man sich selbst hohe Karriereziele ist es folglich fast unabdingbar, bestmögliche kognitive Leistungen zu erbringen. Während Dinge wie Alkoholkonsum oder Schlafmangel, gemeinhin bekannt, negative Einflüsse auf die Leistungsfähigkeit haben, existieren scheinbar auch weniger bekannte Zusammenhänge zwischen weiteren Alltagsaktivitäten und der eigenen kognitiven Performance. Die für diese Portfolioarbeit ausgesuchten Studien befassen sich damit, welche Einfluss sportliche Aktivität, respektive welchen Einfluss die Nutzung Sozialer Netzwerke auf unsere kognitive Leistungsfähigkeit hat (Jacobson & Matthaeus, 2014; Xanidis & Brignell, 2015).
Das Themengebiet der persönlichen Leistungssteigerung beschäftigt mich persönlich bereits seit längerem. In meiner Freizeit suche ich gerne nach Möglichkeiten meinen Alltag effizienter und produktiver zu gestalten und nach allen dazu notwendigen physischen, aber auch psychischen Hilfsmitteln. Die beiden empirischen Studien, welche in dieser Portfolioarbeit verglichen werden, wurden also aus intrinsischem Interesse gewählt. Zudem unterscheiden sich die Methoden und Werkzeuge der gewählten Studien. Während die Studie über den Zusammenhang von Sport und kognitiver Leistungssteigerung einen Versuchsaufbau durchgeführt und ausgewertet hat, stützt sich die Studie über die Soziale Netzwerk Nutzung hauptsächlich auf Befragungen und Tests der Teilnehmer. Eine genaue Untersuchung der gewählten Methoden und Werkzeuge, sowie ein Vergleich der beiden Studien erfolgt im Rahmen der Portfolioarbeit. Das unterschiedliche Vorgehen beider Studien erschien jedoch interessant und floss ebenfalls bei der Auswahl mit ein. Im Folgenden Kapitel werden die jeweiligen Fragestellungen der Studien verglichen, sowie der theoretische Hintergrund vorgestellt. Daraufhin wird das methodische Vorgehen beider Studien untersucht und miteinander verglichen. Zum Schluss erfolgt eine Beschreibung der zentralen Aspekte der Datenanalyse und Interpretation beider Studien, sowie eine Zusammenfassung.
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung
2 Theoretische Hintergründe und Fragestellungen
2.1 „Sport-Studie“ von Jacobson & Matthaeus
2.2 „Social-Network-Studie“ von Xanidis & Brignell
2.3 Vergleich beider Studien
3 Methoden und Werkzeuge
3.1 Sport-Studie
3.2 Social-Network-Studie
3.3 Vergleich der Methoden und Werkzeuge
4 Datenanalyse und Interpretation
4.1 Sport-Studie
4.2 Social-Network-Studie
4.3 Vergleich der Datenanalyse und Interpretationen
5 Zusammenfassung
Zielsetzung und Themen
Die vorliegende Arbeit vergleicht zwei empirische Studien, um den Einfluss von alltäglichen Aktivitäten – spezifisch sportlicher Betätigung und der Nutzung Sozialer Netzwerke – auf die kognitive Leistungsfähigkeit kritisch zu untersuchen und die methodischen Vorgehensweisen gegenüberzustellen.
- Analyse und Vergleich der Forschungsdesigns von Studien zur kognitiven Performance.
- Untersuchung des Zusammenhangs zwischen sportlicher Aktivität und exekutiven Funktionen.
- Erforschung der Korrelation zwischen Social-Network-Nutzung, Schlafqualität und kognitiven Fehlern.
- Kritische Gegenüberstellung von Datenerhebungsmethoden (Laborexperiment vs. Online-Befragung).
- Reflexion der gewählten statistischen Verfahren (induktive vs. multivariate Statistik).
Auszug aus dem Buch
3.1 Sport-Studie
Im Folgenden sollen die eingesetzten Methoden und Werkzeuge beider Studien betrachtet werden. Bei der Sport-Studie wurde eine Versuchsgruppe von Bachelor-Studierenden an einer westlichen amerikanischen Universität gebildet. Das Alter der Testpersonen reichte von 18 bis 24 Jahre. Der überwiegende Teil der Gruppe war weiblich (57,41%) und kaukasisch (81,48%). Die Testgruppe zählte insgesamt 54 Personen. Hervorzuheben ist, dass für die Studie alle Testpersonen ausgeschlossen wurden, die an einer diagnostizierten Aufmerksamkeitsstörung litten, in der Vergangenheit eine Kopfverletzung mit begleitender Bewusstlosigkeit erlitten haben oder im Testzeitraum unter Einfluss bewusstseinsverändernden Substanzen standen. Damit sollte einer Verfälschung der Testergebnisse vorgebeugt werden. Mithilfe einer Befragung wurden die Teilnehmer schließlich in die Gruppen EP-Athleten, SP-Athleten und nicht-Athleten unterteilt. Um als Athlet qualifiziert zu werden, genügte es, den Sport einmal pro Woche auszuüben (Jacobson & Matthaeus, 2014, S. 523).
Zusammenfassung der Kapitel
1 Einleitung: Einführung in die Relevanz kognitiver Leistungsfähigkeit in der Arbeitswelt und Vorstellung der zwei ausgewählten Studien als Forschungsgegenstand.
2 Theoretische Hintergründe und Fragestellungen: Darstellung der Vorüberlegungen beider Studien, inklusive der zugrunde liegenden Forschungsfragen und initialen Hypothesen.
3 Methoden und Werkzeuge: Detaillierte Betrachtung der methodischen Ansätze, vom Laborexperiment bis hin zur standardisierten Online-Befragung.
4 Datenanalyse und Interpretation: Untersuchung der statistischen Auswertungsverfahren und Reflexion der Ergebnisse im Kontext der aufgestellten Hypothesen.
5 Zusammenfassung: Synthese der Erkenntnisse hinsichtlich der methodischen Unterschiede und der wissenschaftlichen Vorgehensweise beider Studien.
Schlüsselwörter
Kognitive Leistungsfähigkeit, Exekutive Funktionen, Social-Network-Sites, Schlafqualität, Laborexperiment, Online-Befragung, t-Test, Hauptkomponentenanalyse, Korrelation, kognitive Fehler, Sport-Studie, Social-Network-Studie, Datenerhebung, statistische Signifikanz, Forschungsethik.
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Es geht um den methodischen Vergleich zweier empirischer Studien, die untersuchen, wie sportliche Betätigung und die Nutzung Sozialer Netzwerke die kognitive Performance im Alltag beeinflussen.
Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?
Die zentrale Thematik ist die kognitive Leistungsfähigkeit, betrachtet durch die Linse externer Einflussfaktoren wie physische Aktivität und digitale Gewohnheiten.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist eine kritische Gegenüberstellung der angewandten Methoden, Werkzeuge und statistischen Auswertungsverfahren der beiden ausgewählten Studien.
Welche wissenschaftlichen Methoden werden verwendet?
Die Arbeit analysiert zum einen experimentelle Designs im Labor (Sport-Studie) und zum anderen standardisierte Online-Befragungen (Social-Network-Studie).
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die Vorstellung der theoretischen Hintergründe, die detaillierte Beschreibung der Methoden und Werkzeuge sowie eine tiefgehende Analyse der Datenauswertung.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind exekutive Funktionen, Schlafqualität, Laborexperimente, multivariate Statistik und methodologische Transparenz.
Wie unterscheidet sich der Versuchsaufbau der Sport-Studie von der Social-Network-Studie?
Die Sport-Studie nutzt ein kontrolliertes Laborexperiment zur Messung exekutiver Funktionen, während die Social-Network-Studie auf Online-Fragebögen und Korrelationsstudien basiert.
Warum spielt die Schlafqualität eine entscheidende Rolle in der Social-Network-Studie?
Sie dient als Bindeglied (Mediator), um zu erklären, wie die Abhängigkeit von Sozialen Netzwerken indirekt zu kognitiven Fehlern im Alltag führt.
- Arbeit zitieren
- Anonym (Autor:in), 2023, Vergleich zweier empirischer Studien zum Themenbereich der kognitiven Leistungsfähigkeit, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1474008