In dieser sprachwissenschaftlichen Hausarbeit wird das umfangreiche 'Deutsche Wörterbuch' von Jacob und Wilhelm Grimm mit der aktuellen Duden-Ausgabe verglichen.
Dabei werden sowohl formale als auch inhaltliche Unterschiede beachtet und mit zahlreichen Beispielen belegt.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung - Das Deutsche Wörterbuch
2. Vergleich des Deutschen Wörterbuchs mit dem aktuellen Duden
2.1 Der Vergleich
2.2 Ausgewählte Beispiele
3. Zusammenfassung
4. Literaturverzeichnis
Zielsetzung & Themen
Die vorliegende Arbeit setzt sich zum Ziel, das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm (DWB) mit der aktuellen Ausgabe des Dudens zu vergleichen, um grundlegende Unterschiede in ihrer lexikographischen Konzeption, ihrem Aufbau und ihrer Zielsetzung aufzuzeigen.
- Entstehungsgeschichte und Intention des Deutschen Wörterbuchs
- Normierende Funktion des Dudens versus historisch-analytischer Ansatz der Brüder Grimm
- Strukturvergleich der Wörterbucheinträge (Etymologie, Bedeutung, Belege)
- Umgang mit Komposita, Fremdwörtern und Wortbildungsmitteln
- Bedeutung von Literaturbelegen für den Sprachgebrauch
Auszug aus dem Buch
2.2. Ausgewählte Beispiele
Zunächst möchte ich einen meiner Meinung nach typischen Eintrag des DWB näher erläutern und im Vergleich zum Duden betrachten. Hierfür habe ich den Eintrag „Arbeit“ gewählt, da es ein kurzes Simplizium ist und früher schon gebräuchlich war.
Im DWB nimmt der Eintrag über vier Spalten ein. Man kann zunächst ganz formal feststellen, dass das Stichwort in Großbuchstaben und der Rest durchgängig in Kleinbuchstaben (außer einige Satzanfänge) geschrieben ist. Der erste Teil des Eintrages ist – wie schon oben beschrieben – der etymologische Teil. Hier wird aufgezeigt, wie das Wort früher und auch in anderen Sprachen zu finden war. Dieser etymologische Teil soll „ausgehend von der ältesten erreichbaren Stufe ‚alle und jede stufen eines wortes verfolgen, die bis zu seiner gegenwärtigen führen. wie sonst könnte sonst auskunft von zahllosen übergänge(n) der form und bedeutung zu gewinnen sein’“ In den nächsten Spalten des Eintrages werden zahlreiche Belege von Kant bis Gryphius gebracht, um die Bedeutung des Wortes aufzuzeigen.
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung - Das Deutsche Wörterbuch: Das Kapitel erläutert die Entstehungsgeschichte des Deutschen Wörterbuchs der Brüder Grimm und stellt den Kontext für den Vergleich zur modernen Duden-Ausgabe her.
2. Vergleich des Deutschen Wörterbuchs mit dem aktuellen Duden: Dieses Kapitel analysiert die unterschiedlichen Intentionen und Strukturen beider Werke, wobei insbesondere der normierende Charakter des Dudens dem historisch-etymologischen Ansatz der Grimms gegenübergestellt wird.
2.1 Der Vergleich: Es werden die formalen Unterschiede in der Stichwortanzahl, dem Aufbau der Artikel sowie dem Umgang mit Wortarten und Eigennamen detailliert untersucht.
2.2 Ausgewählte Beispiele: Anhand konkreter Wörter wie „Arbeit“ oder „arm“ wird der praktische Unterschied in der Aufbereitung von Bedeutung, Herkunft und Belegstellen verdeutlicht.
3. Zusammenfassung: Das Fazit fasst die Analyse zusammen und betont, dass die Wahl des Nachschlagewerks stets von der konkreten Fragestellung des Nutzers abhängig ist.
4. Literaturverzeichnis: Hier sind alle verwendeten Quellen für die vorliegende Hausarbeit aufgelistet.
Schlüsselwörter
Deutsches Wörterbuch, Brüder Grimm, Duden, Lexikografie, Wortgeschichte, Etymologie, Sprachgeschichte, Wörterbucheintrag, Normierung, Sprachgebrauch, Belegstellen, Wörterbuchvergleich, Sprachidentität, Simplizia, Komposita
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?
Die Arbeit befasst sich mit einem vergleichenden Blick auf zwei der bedeutendsten deutschsprachigen Wörterbücher: das historische Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm und den aktuellen Duden.
Was sind die zentralen Themenfelder?
Im Fokus stehen die unterschiedlichen lexikographischen Ansätze, die Intentionen der Autoren sowie die formale Gestaltung der Wörterbucheinträge über die Jahrhunderte hinweg.
Was ist das primäre Ziel der Arbeit?
Das Ziel ist es, die Unterschiede in Aufbau und Zwecksetzung beider Werke herauszuarbeiten und zu erläutern, warum sie unterschiedliche Anforderungen der Nutzer bedienen.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Die Autorin nutzt eine vergleichende Analyse, indem sie strukturierte Stichprobeneinträge aus beiden Werken direkt gegenüberstellt und die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Entstehungsgeschichte reflektiert.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil widmet sich der Gegenüberstellung der normierenden Funktion des Dudens gegenüber dem historisch-etymologischen Anspruch des DWB, ergänzt durch spezifische Beispiele wie „Arbeit“ oder „arm“.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?
Wichtige Begriffe sind unter anderem Lexikografie, Sprachgeschichte, Etymologie, Wortgeschichte, Normierung und die spezifischen Ansätze von Jacob und Wilhelm Grimm.
Warum wird im DWB bei Komposita häufig nur eine Auflistung vorgenommen?
Jacob Grimm war der Ansicht, dass Komposita in der Sprache intuitiv verständlich seien und eine detaillierte Ausarbeitung im Wörterbuch daher einen unnötigen Umfang erzeugen würde.
Wie unterscheidet sich der Eintrag zum Wort „arm“ zwischen den beiden Werken?
Während das DWB ausführlich die Etymologie und Verbindungen zu anderen Sprachen sowie Belegstellen liefert, fokussiert der Duden auf die korrekte Schreibweise, Rechtschreibhilfen und Infokästen für den Nutzer.
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- Lucie Wettstein (Author), 2010, Das Deutsche Wörterbuch der Brüder Grimm, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147404