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Enttabuisierung und Entstigmatisierung. Methodisches Handeln Sozialer Arbeit im Kontext von Sexualität und sexueller Bildung

Título: Enttabuisierung und Entstigmatisierung. Methodisches Handeln Sozialer Arbeit im Kontext von Sexualität und sexueller Bildung

Trabajo Escrito , 2021 , 13 Páginas , Calificación: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor)

Ciencias sociales (General)
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Der Text besteht aus drei Hauptabschnitten. Der erste Abschnitt befasst sich mit der Bedeutung der Auseinandersetzung mit Sexualität in der Sozialen Arbeit. Es wird betont, dass Sexualität bisher in der Ausbildung und Praxis der Sozialarbeit vernachlässigt wurde, was zu Unsicherheiten und Tabuisierung führt. Es wird darauf hingewiesen, dass Sozialarbeiter_innen über fundiertes Wissen in Sexualpädagogik und Beratung verfügen sollten, um professionell mit dem Thema umzugehen.

Im zweiten Abschnitt reflektiert der Autor seine Haltung gegenüber HIV-positiven Menschen und deren Auswirkungen auf sein professionelles Handeln als angehender Sozialarbeiter. Er diskutiert seine anfänglichen Ängste und informiert sich über HIV/AIDS, um Vorurteile abzubauen und eine sensiblere Herangehensweise zu entwickeln.

Der dritte Abschnitt präsentiert drei theoriegeleitete Thesen. Erstens wird argumentiert, dass Verbote, Kontrolle und Geheimhaltung in Bezug auf Sexualität die Handlungsfähigkeit einschränken können. Zweitens wird die Bedeutung einer genderneutralen Sprachweise hervorgehoben, um die Integration von LGBTQ-Menschen zu verbessern und Schubladendenken zu verhindern. Drittens wird darauf eingegangen, wie biologische und soziale Faktoren die Entwicklung der sexuellen Identität beeinflussen, wobei Diskriminierung gegenüber LGBTQ-Personen kritisiert wird.

Insgesamt betont der Text die Notwendigkeit einer offeneren und sensibleren Herangehensweise an Sexualität in der Sozialen Arbeit, die Auseinandersetzung mit Vorurteilen gegenüber HIV-positiven Menschen und die Bedeutung einer genderneutralen Sprachweise sowie die Anerkennung der vielfältigen Einflüsse auf die sexuelle Identität.

Extracto


Übersicht der Kapitel

1. Wichtigkeit mit der Auseinandersetzung der Sexualität in der Sozialen Arbeit

2. Reflexion der eigenen Haltung zu HIV-positiven männerliebenden Adressat*innen und die Auswirkungen auf das professionelle Handeln als baldiger Sozialarbeiter

3. Drei theoriegeleitete Thesen

3.1 Verbot, Kontrolle und Geheimhaltung von Aspekten der Sexualität führen zu einer Einschränkung der Handlungsfähigkeit

3.2 Die Genderneutrale Sprachweise verbessert die Integration von LGBTQ Menschen und verhindert ein internalisierendes Schubladendenken

3.3 Die eingebetteten Kulturen biologischen Komponenten und sozialen Gegebenheiten der Umwelt beeinflussen die Entwicklung der sexuellen Identität

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das Portfolio verfolgt das Ziel, die Relevanz der Sexualpädagogik in der Ausbildung und Praxis der Sozialen Arbeit zu unterstreichen und notwendige Reflexionskompetenzen im Umgang mit Sexualität und HIV zu fördern.

  • Bedeutung der Sexualpädagogik als Querschnittsthema in der Sozialen Arbeit
  • Reflexion eigener Haltungen gegenüber HIV-positiven Adressaten
  • Einfluss von Normen und Verboten auf die kindliche Sexualentwicklung
  • Diskurs um genderneutrale Sprache zur Förderung von Integration
  • Soziokulturelle Einflussfaktoren auf die sexuelle Identitätsbildung

Auszug aus dem Buch

1. Wichtigkeit mit der Auseinandersetzung der Sexualität in der Sozialen Arbeit

Sexualität spielt in der Ausbildung und in der Profession der Sozialarbeit bisher kaum eine große Rolle, obwohl es ein Querschnittsthema im Erziehungs- und Sozialwesen ist. Dies führt dazu, dass im Alltag eher kein positiver Umgang mit Sexualität in der Gesellschaft stattfindet, da das Thema oftmals tabuisiert wird (Freizeitwerk Welper, 2020). Sexualität ist mittlerweile nicht mehr nur Gegenstand der Biologie, Medizin und Psychoanalyse, sondern zunehmend auch eine gesellschaftswissenschaftliche Disziplin, die Sexualität als zentralen Bereich des sozialen Lebens ansieht (Schmerl, 2000, S. 25).

Das Thema Sexualität spielt im Studium der Sozialen Arbeit kaum eine Rolle und führt aufgrund der oftmals ausbleibenden theoretischen Auseinandersetzung mit Sexualität zu Unsicherheiten und Überforderungen der Sozialarbeiter_innen, welche in der Praxis meistens durch Tabuisierung des Themas gelöst werden (Tschabrun, 2020). Vor allem die Körperlichkeit und Sexualität im Kontext von Nähe, Distanz und Grenzen in der Sozialen Arbeit führen oftmals zu Unsicherheiten und Schamgefühlen bei den Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeitern (Schmauch, 2015, S. 33).

Zudem fühlen sich nach dem Befund des BZgA aus dem Jahr 2003 pädagogisch Tätige, worunter auch Sozialarbeiter_innen zählen im professionellen Umgang mit Sexualität durchwegs unzureichend ausgebildet (Altenburg, 2015, S. 44). Vor allem die Entwicklung einer selbstbestimmten Sexualität, die Suche nach dem/der Liebespartner_in, die Wahl der partnerschaftlichen und familiären Lebensform und Zukunftsgestaltung ist komplizierter denn je und damit ein wichtiges Feld für sozialpädagogische Unterstützung und Begleitung durch Sozialarbeiter_innen (Institut für Angewandte Sexualwissenschaft, n.d.).

Zusammenfassung der Kapitel

1. Wichtigkeit mit der Auseinandersetzung der Sexualität in der Sozialen Arbeit: Das Kapitel beleuchtet das Defizit in der fachlichen Ausbildung zur Sexualpädagogik und betont die Notwendigkeit, Sexualität als zentrales, nicht tabuisiertes Feld professioneller Sozialarbeit zu begreifen.

2. Reflexion der eigenen Haltung zu HIV-positiven männerliebenden Adressat*innen und die Auswirkungen auf das professionelle Handeln als baldiger Sozialarbeiter: Es wird die persönliche Auseinandersetzung mit Berührungsängsten hinsichtlich HIV-Übertragung dargestellt und die Notwendigkeit von Wissen für einen vorurteilsfreien, sensiblen Umgang der Sozialen Arbeit mit Betroffenen herausgearbeitet.

3. Drei theoriegeleitete Thesen: Dieses Kapitel verknüpft theoretische Ansätze mit konkreten Thesen zu kindlicher Sexualität, Sprachpolitik bei LGBTQ-Themen sowie soziokulturellen Einflüssen auf die Identitätsbildung.

3.1 Verbot, Kontrolle und Geheimhaltung von Aspekten der Sexualität führen zu einer Einschränkung der Handlungsfähigkeit: Es wird argumentiert, dass Restriktionen kindlicher Neugier pädagogisch kontraproduktiv sind und das Risiko für Übergriffe erhöhen, statt sie zu verhindern.

3.2 Die Genderneutrale Sprachweise verbessert die Integration von LGBTQ Menschen und verhindert ein internalisierendes Schubladendenken: Das Kapitel erörtert die Potenziale und Schwierigkeiten einer geschlechtergerechten Sprache als Instrument für mehr Demokratie und Anerkennung sexueller Vielfalt.

3.3 Die eingebetteten Kulturen biologischen Komponenten und sozialen Gegebenheiten der Umwelt beeinflussen die Entwicklung der sexuellen Identität: Die Theorie wird hier so erweitert, dass Sexualität nicht als reine Biologie, sondern als dynamisches Produkt sozialer Interaktion und kultureller Rahmenbedingungen verstanden wird.

Schlüsselwörter

Sexualpädagogik, Soziale Arbeit, Sexualität, HIV, Stigmatisierung, Enttabuisierung, sexuelle Identität, Pädagogik, LGBTQ, Körperlichkeit, Menschenrechte, gesellschaftliche Normen, sexuelle Bildung, Identitätsentwicklung, Diskriminierung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dem vorliegenden Portfolio grundlegend?

Das Portfolio behandelt die Bedeutung des Themenfeldes Sexualität innerhalb der Profession Soziale Arbeit und analysiert, warum eine fundierte sexuelle Bildung für die Beratung und Begleitung von Adressaten unumgänglich ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die zentralen Felder umfassen die Sexualpädagogik in der Ausbildung, den professionellen Umgang mit HIV/AIDS, das Spannungsfeld kindlicher Sexualität, die Bedeutung genderneutraler Sprache sowie soziokulturelle Konstruktionen sexueller Identität.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, Unsicherheiten abzubauen, durch theoretische Reflexion das eigene Handeln als zukünftige Fachkraft zu schärfen und die Notwendigkeit zu verdeutlichen, Sexualität in einer ganzheitlichen, menschenrechtsbasierten Form in die soziale Praxis zu integrieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literatur- und Theorieanalyse, die durch persönliche Reflexionsansätze gestützt wird, um professionelle Kompetenzen auf Basis relevanter sozialwissenschaftlicher Fachdiskurse zu entwickeln.

Was wird im theoretischen Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil erörtert in drei Thesen die Auswirkungen von Verbotspädagogik, das Potenzial sprachlicher Inklusion bei LGBTQ-Personen und die soziokulturelle Prägung sexueller Identität abseits rein biologischer Erklärungsmodelle.

Welche Schlagworte charakterisieren das Dokument?

Die Arbeit lässt sich maßgeblich den Begriffen Sexualpädagogik, Professionelle Haltung, HIV-Prävention, sexuelle Selbstbestimmung und Diskriminierungsabbau zuordnen.

Wie trägt die kritische Auseinandersetzung mit dem Thema HIV zum professionellen Kompetenzaufbau für den Sozialarbeiter bei?

Durch die fundierte Auseinandersetzung mit Infektionswegen und der Lebensrealität Betroffener werden irrationale Ängste abgebaut, wodurch ein professioneller, respektvoller und diskriminierungsfreier Umgang im Rahmen der Beratung ermöglicht wird.

Inwieweit beeinflussen moderne Diskurse um gendergerechte Sprache das professionelle Handeln in der Sozialarbeit?

Die Sprachentwicklung wird als Experimentierfeld verstanden, wobei die Verwendung genderneutraler Begriffe als politisches Statement für Inklusion und die Auflösung heteronormativer, einschränkender Geschlechterschubladen gewertet wird.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Enttabuisierung und Entstigmatisierung. Methodisches Handeln Sozialer Arbeit im Kontext von Sexualität und sexueller Bildung
Universidad
University of Applied Sciences Nuremberg  (Sozialwissenschaften)
Calificación
1,0
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
13
No. de catálogo
V1474057
ISBN (PDF)
9783389025017
ISBN (Libro)
9783389025024
Idioma
Alemán
Etiqueta
Enttabuisierung und Entstigmatisierung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2021, Enttabuisierung und Entstigmatisierung. Methodisches Handeln Sozialer Arbeit im Kontext von Sexualität und sexueller Bildung, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1474057
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