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Schulgärten als innovatives Element von Schulkultur. Chancen und Perspektiven für religiöse und nachhaltige Bildungsprozesse

Título: Schulgärten als innovatives Element von Schulkultur. Chancen und Perspektiven für religiöse und nachhaltige Bildungsprozesse

Tesis de Máster , 2021 , 109 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Lars Hofer (Autor)

Pedagogía - Escuelas pedagógicas
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Diese Masterarbeit gibt Aufschluss darüber, wie sich das Potenzial von Schulgärten ausschöpfen lässt, inwiefern dieses mit dem Religionsunterricht in Verbindung steht und welche Möglichkeiten zur Gestaltung religiöser Bildungsprozesse aus einer Verknüpfung beider Aspekte hervorgehen. Dadurch wird die Frage beantwortet, inwiefern sich realistische Konzepte für die Nutzung von Schulgärten sowohl fachspezifisch mit dem Schwerpunkt Religionsunterricht als auch fachübergreifend und fächerverbindend oder sogar als eigenes Schulfach umsetzen lassen.

Dafür wird die Arbeit in drei Teile untergliedert. Zunächst wird ein Überblick über die Genese von Schulgärten bis zur heutigen Zeit gegeben. Hier wird interessant sein, inwiefern schon bereits bekannte Konzepte von Schulgärten in die heutige Zeit adaptiert werden können. Dafür werden die aktuellen Forschungsergebnisse zur Nutzung von Schulgärten analysiert. Diese dienen einerseits dazu, die aktuelle Praxis zu beschreiben und andererseits als Basis, dass der Schulgarten sowohl als Lernort als auch als Lerngegenstand in den Bildungsprozess integriert werden muss.

Die Ergebnisse werden im ersten Zwischenfazit, das die Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus der aktuellen Praxis und den Forschungsergebnissen heraus formuliert, zusammengefasst. Durch die zu erwartenden positiven Befunde des ersten Teils stellt sich die Frage, warum der Schulgarten bisher kaum in der Schule zu Bildungszwecken integriert worden ist.

Daher werden im zweiten Teil zum einen die Forschungsergebnisse mit dem heutigen Bildungsverständnis im deutschen Bildungssystem verglichen. Zum anderen werden die Rahmenbedingungen für die Implementierung von Schulgärten untersucht. Diese werden deduktiv innerhalb von internationalen, nationalen und Gesetzestexten, in Kommissionsbeschlüssen, in den Bildungsstandards und in den Kernlehrplänen – konkretisiert am Fach Religionslehre – herausgearbeitet.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Vorwort

2. Einleitung

3. Schulgarten geschichtlich

3.1. Vom Garten zum Schulgarten in der Antike bis zur Neuzeit

3.2. Schulgarten in der Neuzeit

3.3. Schulgarten in der aktuellen Praxis

3.4. Schulgarten und Forschungsergebnisse

3.4.1. Lehrkräfte

3.4.2. Schüler

3.4.3. Curriculare Maßnahmen

3.4.4. Unterrichtsgestaltung und Kompetenzerwerb

3.4.5. Gärten als Orte religiöser Bildung

4. Erstes Zwischenfazit : Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus aktueller Praxis und Forschungsergebnissen

5. Schulgarten und Rahmenvorgaben

5.1. Bildungsverständnis

5.1.1. Bildung allgemein

5.1.2. Bildung als Wert und Norm in der Gesellschaft

5.1.3. Bildungssystem und Schule

5.1.4. Bedeutung des Bildungsverständnisses für den Schulgarten

5.2. Gesetzesvorgaben

5.2.1. International: Allgemeine Erklärung der Menschenrechte (AEMR)

5.2.2. National: Grundgesetz (GG)

5.2.3. Landesebene: Schulgesetz NRW (SchulG)

5.2.4. Bedeutung der Gesetzesvorgaben für den Schulgarten

5.3. Beschlüsse

5.3.1. Zur Stellung des Schülers in der Schule (1973)

5.3.2. Zukunft der Bildung – Schule der Zukunft

5.3.3. Rahmenvorgabe Verbraucherbildung (2017)

5.3.4. Umwelt und Schule

5.3.5. Bedeutung der Beschlüsse für den Schulgarten

5.4. Bildung für nachhaltige Entwicklung

5.4.1. Nachhaltigkeit als Ausgangslage für BNE

5.4.2. Zielsetzung und Implementierung

5.4.3. Analyse der Umsetzung von BNE am Ende der Weltdekade

5.4.4. Potenzialanalyse

5.4.5. Bedeutung von Nachhaltigkeit und BNE für die Implementierung von Schulgärten

5.5. Schule

5.5.1. Bildungsstandards

5.5.2. Kompetenzorientierter Kernlehrplan

5.5.3. KLP katholische Religionslehre NRW

5.5.4. Bedeutung der schulischen Rahmenvorgaben für die Implementierung von Schulgärten

6. Zweites Zwischenfazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus Rahmenvorgaben

7. Der Schulgarten als Ort religiöser Bildung

7.1. Nachhaltigkeit als Element religiösen Lernens

7.1.1. Theologisierendes und Philosophierendes Lernen

7.1.2. Symbolerschließendes Lernen

7.1.3. Biographisches Lernen

7.1.4. Liturgisches Lernen

7.1.5. Ästhetisches Lernen

7.1.6. Ethisches Lernen

7.1.7. Ökumenisches, interreligiöses und dialogisches Lernen

7.1.8. Nachhaltigkeit als kirchliche Dimension

7.1.9. Bedeutung für den Schulgarten

7.2. Der Schulgarten innerhalb des KLP für katholische Religionslehre

7.3. Garten der Religionen

7.4. Schulgarten als außerschulischer Lernort religiöser Bildung

8. Fazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten für Bildungsprozesse heute und morgen

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht das bisher weitgehend ungenutzte Potenzial von Schulgärten als innovative Lernorte innerhalb des deutschen Bildungssystems. Das Hauptziel besteht darin, aufzuzeigen, wie Schulgärten durch fächerübergreifende Ansätze und die Verbindung von Theorie und Praxis nachhaltige sowie religiöse Bildungsprozesse bereichern und somit eine moderne Schulentwicklung maßgeblich vorantreiben können.

  • Historische Entwicklung und aktuelle Praxis von Schulgärten.
  • Analyse des Potenzials für ganzheitliche Bildungs- und Kompetenzförderung.
  • Vergleich empirischer Forschungsergebnisse mit den geltenden Rahmenvorgaben und Bildungsstandards.
  • Integration in das Fach katholische Religionslehre und den Kontext religiöser Bildung.
  • Strategien zur systematischen Implementierung im schulischen Alltag.

Auszug aus dem Buch

3.1. Vom Garten zum Schulgarten in der Antike bis zur Neuzeit

Gärten haben in der menschlichen Geschichte eine lange Tradition. Dies zeigt sich bereits an der neolithischen Revolution. In der weiteren kulturellen Entwicklung wurde der Garten zum Ort der Muße für das Gespräch (vgl. Mozer 1989, 7) und diente schon für Platon, Epikur, Theophrast und Sokrates als Ort mußevoller Unterhaltung (vgl. Dams & Werner 1984, 7).

Auch in der Bibel finden sich verschiedene Gartenmotive. Allen voran steht der Paradiesgarten (1 Mose 2/Pred 2,5), in dem Gott als der große Gärtner (Jes 61,3) bzw. Gartenbesitzer (1 Mose 13,10) dargestellt wird und der Mensch in Einklang mit der Natur steht. Neben dem Aspekt der Harmonie gilt ein Garten den Königen zugleich als Prestigeobjekt (2 Kön 9,27/2 Kön 21,18/Jer 39,4/Jer 52,7/Neh 3,15). Als Nutzgarten erscheint der Garten in 1 Kön 21,2 und Spr 15,17 sowie in den Gleichnissen vom Senfkorn (Lk 13,18 – 19), vom Weinstock und den Reben (Joh 15,5) oder von der selbstwachsenden Saat (Mk 26 – 29), wo Garten- und Feldarbeit ineinander übergehen und der Garten zum Ort und zur Voraussetzung des Vertrauens in Gott wird. Ein Blumengarten dient der Kontemplation von Schönheit (Hos 14,5) als auch der Vergänglichkeit (Ps 103,15/1 Petr 1,24) und ein Duftgarten zur Heiligung (2 Mose 30,23) als Apotheke (Hld 6,2) und zum Dienst am Nächsten (Lk 10,34). Wenn Jesus sich mit seinen Jüngern in den Garten Gethsemane zurückzieht, so wird der Garten als Ort der Besinnung, Meditation und des Totengedenken genutzt (Joh 18,1). Schließlich findet sich im Hohelied noch das Motiv des Lustgartens (Hld 4,12f), der von Geselligkeit und Liebe erfüllt ist.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Vorwort: Der Verfasser schildert seine persönliche Motivation und die Entdeckung des pädagogischen Wertes von Naturerfahrungen im eigenen Gärtnern.

2. Einleitung: Es wird die Forschungsfrage nach den Potenzialen und der Implementierung von Schulgärten für religiöse und nachhaltige Bildungsprozesse dargelegt.

3. Schulgarten geschichtlich: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick von der Antike bis zur aktuellen Praxis und analysiert den Stand der Forschung.

4. Erstes Zwischenfazit : Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus aktueller Praxis und Forschungsergebnissen: Die gesammelten Ergebnisse zur Praxis werden zusammengefasst und Potenziale für das bestehende Schulsystem aufgezeigt.

5. Schulgarten und Rahmenvorgaben: Es erfolgt eine detaillierte Untersuchung des Bildungsbegriffs, der Gesetzesvorgaben und Beschlüsse im Hinblick auf ihre Eignung für den Schulgarten.

6. Zweites Zwischenfazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten aus Rahmenvorgaben: Die Ergebnisse aus der Untersuchung der Rahmenvorgaben werden gebündelt, wobei die Diskrepanz zwischen Potenzial und aktueller Umsetzung verdeutlicht wird.

7. Der Schulgarten als Ort religiöser Bildung: Das Kapitel verknüpft Nachhaltigkeit und den Schulgarten mit Dimensionen des religiösen Lernens und explorativen Ansätzen.

8. Fazit: Chancen und Perspektiven von Schulgärten für Bildungsprozesse heute und morgen: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Bewertung und dem Aufruf zur stärkeren Implementierung des Schulgartens in die Schullandschaft.

Schlüsselwörter

Schulgarten, Bildung für nachhaltige Entwicklung, Religionsunterricht, Fachübergreifender Unterricht, Schulentwicklung, Religiöse Bildung, Naturerfahrung, Schöpfungsverantwortung, Nachhaltigkeit, Kompetenzorientierung, Didaktik, Lernort, Umweltbildung, Schulkultur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert Schulgärten als innovative Lernorte, die weit mehr als nur traditionelle Nutzgärten sein können, und untersucht deren Potenzial für religiöse und nachhaltige Lernprozesse.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Die zentralen Felder sind die historische Entwicklung des Schulgartens, der aktuelle Stand der Forschung, die Analyse systematischer Rahmenvorgaben (Gesetze und Bildungspläne) sowie die pädagogische Verknüpfung mit religiöser Bildung.

Was ist das primäre Ziel oder die zentrale Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es zu klären, inwiefern sich Schulgärten fachspezifisch, fachübergreifend oder als eigenständiges Schulfach in den schulischen Alltag integrieren lassen, um Bildungsprozesse im Sinne der Nachhaltigkeit und Religion zu fördern.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Der Autor wählt einen deskriptiven und analytischen Ansatz, der historische Überblicke (Genese) mit systematischer Analyse von Gesetzestexten und Bildungsplänen sowie der Auswertung aktueller pädagogischer Forschung kombiniert.

Was behandelt der Autor schwerpunktmäßig im Hauptteil?

Der Hauptteil ist deduktiv strukturiert: Er beginnt mit der historischen Genese, analysiert empirische Forschungsergebnisse, vergleicht diese kritisch mit staatlichen Bildungsverständnissen und Gesetzesvorgaben und leitet daraus ein spezifisches Konzept für den Schulgarten als Ort religiöser Bildung ab.

Durch welche Begriffe lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Charakteristisch sind Begriffe wie Ganzheitlichkeit, fachübergreifendes Lernen, Schöpfungsverantwortung, Bildung für nachhaltige Entwicklung (BNE) und die Transformation des Schulsystems.

Welche Bedeutung hat der Begriff der "Schöpfung" in dieser Arbeit?

Der Begriff ist theologisch zentral: Er dient als ethisches Fundament für Nachhaltigkeit im Schulgarten, indem er den Menschen in eine sorgende Beziehung zur Natur setzt, die als göttliche Gabe betrachtet wird.

Wie verknüpft der Autor den Schulgarten mit der aktuellen Klimadebatte?

Schulgärten werden als eine Reaktion auf die Klimakrise gesehen; sie bieten Kindern die notwendige Primärerfahrung und Handlungsmöglichkeiten, um sich aus einer passiven Beobachterrolle in Richtung einer reflektierten, schöpfungsorientierten Lebensweise zu entwickeln.

Final del extracto de 109 páginas  - subir

Detalles

Título
Schulgärten als innovatives Element von Schulkultur. Chancen und Perspektiven für religiöse und nachhaltige Bildungsprozesse
Universidad
University of Münster  (Katholische Fakultät)
Calificación
2,0
Autor
Lars Hofer (Autor)
Año de publicación
2021
Páginas
109
No. de catálogo
V1474648
ISBN (PDF)
9783389027448
ISBN (Libro)
9783389027455
Idioma
Alemán
Etiqueta
Bildung Schulkultur Schulgärten Schulgarten religiöse Bildungsprozesse
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Lars Hofer (Autor), 2021, Schulgärten als innovatives Element von Schulkultur. Chancen und Perspektiven für religiöse und nachhaltige Bildungsprozesse, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1474648
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