Nach der Jahrtausendwende begann die damals noch junge Handelsform E-Commerce, also der Handel über elektronische Plattformen wie z.B. das Internet, jährlich stark steigende Umsatzraten zu verzeichnen. Die Diplomarbeit stellt dar, wie das Entstehen des E-Commerce den Einsatz der Marketinginstrumente veränderte, wobei beispielhaft die Gartenbaubranche näher betrachtet wird. Die Arbeit ist in fünf Teile unterteilt. Im ersten Abschnitt werden Begriffe definiert und erläutert sowie Formen des E-Commerce vorgestellt. Im zweiten Teil wird der Einsatz der Marketinginstrumente im E-Commerce analysiert. Den Problemen und hemmenden Faktoren des E-Commerce widmet sich der dritte Teil. Im letzten Abschnitt werden E-Commerce-Geschäftsmodelle im Gartenbau vorgestellt und ein Ausblick auf die weitere Entwicklung des elektronischen Handels im Gartenbau gegeben.
Inhaltsverzeichnis
1 Vorbemerkung
2 Was ist E-Commerce?
2.1 Bestimmung und Einordnung des Begriffes E-Commerce
2.2 Formen des E-Commerce
2.2.1 Einteilung nach Nutzerzugang
2.2.1.1 Internet
2.2.1.2 Extranet
2.2.1.3 Intranet
2.2.2 Einteilung nach Nutzerrollen
2.2.2.1 Business-to-Business (B2B)
2.2.2.2 Business-to-Consumer (B2C)
2.2.2.3 Consumer-to-Consumer (C2C)
2.2.2.4 Business-to-Administration (B2A)
2.2.3 Einteilung nach Art der Kommunikation
2.2.3.1 Mensch – Mensch
2.2.3.2 Mensch – Maschine
2.2.3.3 Maschine – Maschine
3 Einsatz der Marketinginstrumente im E-Commerce der Gartenbaubranche
3.1 Produktpolitik
3.1.1 E-Commerce-Eignung von Produkten
3.1.2 Entwicklung und Einführung neuer Produkte
3.1.2.1 Ideenfindung
3.1.2.2 Produkttests
3.1.3 Produktvariation
3.1.4 Markenpolitik
3.1.5 Angebotsprogramm
3.1.6 Kundendienstpolitik
3.1.6.1 Individueller Kundendienst
3.1.6.2 Allgemeiner Kundendienst
3.2 Preispolitik
3.2.1 Preisbildung im E-Commerce
3.2.2 Zahlungsbedingungen
3.3 Distributionspolitik
3.3.1 Nutzung des E-Commerce durch Hersteller
3.3.2 Nutzung des E-Commerce durch Intermediäre
3.3.2.1 E-Commerce im Großhandel
3.3.2.2 E-Commerce im Einzelhandel
3.3.3 Auftragserfassung
3.3.4 Physische Distribution
3.4 Kommunikationspolitik
3.4.1 Werbung
3.4.1.1 Indirekte Werbung
3.4.1.2 Direkte Werbung
3.4.2 Public Relations
3.4.3 Verkaufsförderung
3.5 Marketing Trends im E-Commerce
3.5.1 Polarisierung der Märkte
3.5.2 Wandel vom Mass Marketing zum One-to-One-Marketing
4 Hemmende Faktoren beim E-Commerce
4.1 Zielgruppenerreichbarkeit
4.2 Rechtsproblematik
4.2.1 Zivilrechtliche Probleme
4.2.1.1 Vertragsabschluß
4.2.1.2 Verbraucherschutz
4.2.1.3 Haftung des Providers
4.2.1.4 Urheberrecht
4.2.1.5 Wettbewerbsrecht
4.2.2 Datenschutzrecht
4.2.3 Internationales Recht und Europarecht
4.3 Sicherheitsprobleme im E-Commerce
4.4 Elektronischer Zahlungsverkehr
4.4.1 Offline Zahlungssysteme
4.4.2 Zahlungen mit Kreditkarte
4.4.3 Cybermoney – Digitales Bargeld
4.4.4 Micropayments
4.4.5 SmartCards
5 Beispiele für E-Commerce-Anwendungen im Gartenbau
5.1 Business-to-Business-Anwendungen im Gartenbau
5.1.1 Entwicklung des Business-to-Business-E-Commerce
5.1.2 Internet-Shops
5.1.2.1 Modell der NBV UGA Handels-GmbH
5.1.2.2 Weitere Internet-Shops im Gartenbau
5.1.3 Elektronische Marktplätze im Gartenbau
5.2 Business-to-Consumer-Anwendungen im Gartenbau
5.2.1 Der Online-Shop myParadise.de AG
5.2.2 Die Shopping Mall Gardenweb-europe.com AG
5.2.3 Weitere Beispiele für Business-to-Consumer-Anwendungen im Gartenbau
6 Fazit
Zielsetzung & Themen
Die Diplomarbeit untersucht den Einfluss des E-Commerce auf den Einsatz klassischer Marketinginstrumente innerhalb der spezifischen Branche des Gartenbaus. Dabei wird analysiert, inwieweit digitale Vertriebs- und Kommunikationswege bestehende Geschäftsmodelle verändern, welche Potenziale durch elektronische Marktplätze entstehen und welche Barrieren oder rechtlichen Rahmenbedingungen dabei zu berücksichtigen sind.
- Grundlagen des E-Commerce und Einordnung der verschiedenen Akteursbeziehungen.
- Analyse der vier klassischen Marketinginstrumente (Produkt-, Preis-, Distributions- und Kommunikationspolitik) im Kontext des Gartenbaus.
- Identifikation hemmender Faktoren sowie rechtlicher und sicherheitstechnischer Herausforderungen.
- Praxisbeispiele für B2B- und B2C-Anwendungen im Gartenbausektor.
Auszug aus dem Buch
3.1.2.1 Ideenfindung
Die Quellen für Produktideen sind das Unternehmen und der Markt, wobei bei letzterem die Impulse sowohl vom Kunden als auch vom Konkurrenten ausgehen können. Dabei kann das Internet ein wichtiges Informationsmedium sein.
So kann über das Internet z.B. eine intensive Konkurrenzbeobachtung stattfinden, indem das Unternehmen WWW-Angebote und Mailinglisten der Konkurrenzunternehmen untersucht. Außerdem können unternehmensinterne und -externe Newsgroups oder Mailinglisten eingerichtet werden. Mit diesen lassen sich Produktideen der Mitarbeiter und Kunden bzw. Internetnutzer sammeln. Durch diese Aktionen des Unternehmens werden neue Ideen möglicherweise schneller gewonnen, und sie spiegeln die potentiellen Bedürfnisse des Kunden besser wieder. Zusätzlich entsteht dadurch eine stärkere Kundenbindung an das Unternehmen bzw. die Produkte ermöglicht, da der Internetnutzer in den Entwicklungsprozeß miteinbezogen wird. Die Gefahr bei dieser Möglichkeit der Ideenfindung besteht darin, daß die Konkurrenz sich in diesen Prozeß mit einschaltet, und diesen aufzeichnet oder sabotiert.
Zusammenfassung der Kapitel
Vorbemerkung: Einführung in die wachsende Bedeutung des Handels im Internet und Darstellung des globalen B2B- und B2C-Marktwachstums.
Was ist E-Commerce?: Definition und begriffliche Abgrenzung von E-Business sowie eine detaillierte Klassifizierung nach Nutzerzugang, Rollen und Kommunikationsarten.
Einsatz der Marketinginstrumente im E-Commerce der Gartenbaubranche: Untersuchung der vier klassischen Marketinginstrumente im elektronischen Handel, inklusive produktpolitischer Aspekte, Preisstrategien, Distributionskanäle und Kommunikationsmaßnahmen.
Hemmende Faktoren beim E-Commerce: Analyse der Herausforderungen, darunter Zielgruppenreichweite, rechtliche Rahmenbedingungen wie das Fernabsatzgesetz sowie Sicherheitsaspekte bei elektronischen Transaktionen.
Beispiele für E-Commerce-Anwendungen im Gartenbau: Konkrete Fallstudien zu B2B-Plattformen und B2C-Online-Shops, die den praktischen Einsatz des elektronischen Handels im Gartenbau illustrieren.
Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Entwicklung des E-Commerce im Gartenbau und Empfehlung an Unternehmen, sich rechtzeitig auf die neuen Marktgegebenheiten einzustellen.
Schlüsselwörter
E-Commerce, Gartenbau, Marketing-Mix, B2B, B2C, Online-Handel, Produktpolitik, Preisdifferenzierung, Distributionspolitik, Kundenbindung, Internet, One-to-One-Marketing, Datenschutz, Sicherheit, Marktplätze
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in dieser Diplomarbeit grundsätzlich?
Die Arbeit analysiert den Einfluss des E-Commerce auf die Marketinginstrumente speziell in der Gartenbaubranche.
Welche zentralen Themenfelder deckt die Arbeit ab?
Die Arbeit behandelt die Definitionen des elektronischen Handels, den Einsatz der vier Marketinginstrumente, rechtliche Hemmnisse, Sicherheitsaspekte und praxisnahe Beispiele aus dem Gartenbau.
Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?
Das Ziel ist es aufzuzeigen, wie Gartenbauunternehmen die neuen Möglichkeiten des elektronischen Handels nutzen können, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten oder auszubauen.
Welche wissenschaftliche Methodik wird verwendet?
Es handelt sich um eine theoretisch orientierte Arbeit, die auf Literaturrecherche und der Analyse von Marktstudien sowie praktischen Fallbeispielen basiert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Betrachtung der Marketinginstrumente im Internet, die Analyse von Hindernissen im E-Commerce und die Präsentation realer Umsetzungen im Gartenbau.
Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?
Zu den wichtigsten Begriffen zählen E-Commerce, Gartenbau, Marketing-Mix, One-to-One-Marketing, Distributionspolitik und elektronische Marktplätze.
Wie steht es um die Akzeptanz von E-Commerce bei Gartenbau-Unternehmern?
Die Arbeit zeigt, dass die Akzeptanz bei jüngeren Unternehmern höher ist, während bei älteren Betrieben noch Vorbehalte bestehen.
Warum ist das Thema Suchmaschinen für Gartenbauunternehmen wichtig?
Suchmaschinen sind essenziell, um die Sichtbarkeit der eigenen Website und damit den Traffic zu erhöhen, da potenzielle Kunden über Suchbegriffe nach Angeboten suchen.
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- Dipl.-Ing. (FH) Gudrun John (Author), 2001, Einfluß des E-Commerce auf den Einsatz der Marketinginstrumente im Gartenbau, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147479