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Implementierung bei antizipierten Nachverhandlungen

Title: Implementierung bei antizipierten Nachverhandlungen

Diploma Thesis , 2004 , 46 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Jan Thienken (Author)

Business economics - Law
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Einvernehmen vorausgesetzt, können Vertragsparteien ihre Vereinbarungen grundsätzlich jederzeit ändern. Rationale Individuen werden solche Nachverhandlungen antizipieren und ihr Verhalten an den erwarteten Ergebnissen (und somit nur indirekt am ursprünglichen Vertrag) ausrichten. Bei der Bestimmung der Anreizstruktur eines Vertrages muss die Möglichkeit von Nachverhandlungen also berücksichtigt werden.
Die Vertragstheorie hat sich damit besonders in Folge der Arbeit von Hart und Moore (1988) auseinandergesetzt. Dabei entstanden mehrere Arbeiten, die zum Teil mit geringfügigen Unterschieden in der Modellstruktur zu konträren Ergebnissen kommen. So haben beispielsweise Nöldeke und Schmidt (1995) gezeigt, dass die Nachverhandlungen im Rahmen des Modells von Hart und Moore (1988) keine Einschränkung mehr bedeuten, wenn für eine der Vertragsparteien verifizierbar ist, ob sie ein Angebot zur Transaktion gemacht hat. Andererseits negieren Che und Hausch (1999) für eine bestimmte Klasse von Problemen den Wert jedes Vertragsschlusses.
Der Schwerpunkt dieser Diplomarbeit liegt auf der Analyse von Nachverhandlungen im Rahmen des Mechanismus-Design-Ansatzes. Nach einer allgemeinen Darstellung dieser Methode wird die Kritik von Watson (2003) am Standardwerk von Maskin und Moore (1999) diskutiert. Außerdem wird die Frage beleuchtet, ob es möglich ist, Nachverhandlungen auszuschließen.

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Gliederung

1. Einleitung

1.1 Allgemeine Einleitung

1.2 Fragestellung

2. Analysemethode

2.1 Bestandteile des Mechanism Design

2.2 Das Informationsumfeld

2.3 Mechanismen und Revelationsprinzip

3. Kann man Nachverhandlungen ausschließen?

4. Zahl der Vertragsparteien und Nachverhandlungskosten

5. Das Modell von Maskin und Moore

5.1 Lotterien im Mechanismus

5.2 Die Nachverhandlungsfunktion

5.3 Ergebnis

6. Das Modell von Watson

6.1 Eine andere Durchsetzungsform

6.2 Vertragsform und Nachverhandlungen

6.3 Die Wertfunktion

6.4 Forcing Contracts

6.5 Charakterisierung der Mengen implementierbarer Wertfunktionen

6.6 Verhältnisse der Mengen zueinander

7. Diskussion der Modellunterschiede

7.1 Watsons Einwand gegen das Modell von Maskin und Moore

7.2 Die Durchsetzungsform

7.3 Forcing Contracts und der Ansatz von Maskin und Moore

7.4 Die Relevanz des Unterschieds im Beispiel

7.5 Serranos Einwände gegen Watsons Position

7.6 Dauerhafte Handelsmöglichkeiten

8. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von Nachverhandlungsmöglichkeiten in vertragstheoretischen Modellen auf die Implementierbarkeit von Entscheidungsregeln. Dabei wird insbesondere untersucht, welche Restriktionen Nachverhandlungen den Vertragsparteien bei der Verteilung des Surplus auferlegen und inwiefern verschiedene Modellansätze – wie jene von Maskin und Moore sowie Watson – zu unterschiedlichen Ergebnissen führen.

  • Analyse des Mechanism-Design-Ansatzes unter Berücksichtigung von Nachverhandlungen.
  • Untersuchung der Implementierbarkeit von Entscheidungsregeln und Wertfunktionen.
  • Kritische Diskussion der Modellierung von Vertragsdurchsetzung und "Forcing Contracts".
  • Gegenüberstellung und Diskussion verschiedener theoretischer Ansätze zur Modellierung von Nachverhandlungseffekten.
  • Fallstudie zur Relevanz von Modellunterschieden bei beziehungsspezifischen Investitionen.

Auszug aus dem Buch

1.1 Allgemeine Einleitung

Einvernehmen vorausgesetzt, können Vertragsparteien ihre Vereinbarungen grundsätzlich jederzeit ändern. Rationale Individuen werden solche Nachverhandlungen antizipieren und ihr Verhalten an den erwarteten Ergebnissen (und somit nur indirekt am ursprünglichen Vertrag) ausrichten. Bei der Bestimmung der Anreizstruktur eines Vertrages muss die Möglichkeit von Nachverhandlungen also berücksichtigt werden.

Die Vertragstheorie hat sich damit besonders in Folge der Arbeit von Hart und Moore (1988) auseinandergesetzt. Dabei entstanden mehrere Arbeiten, die zum Teil mit geringfügigen Unterschieden in der Modellstruktur zu konträren Ergebnissen kommen. So haben beispielsweise Nöldeke und Schmidt (1995) gezeigt, dass die Nachverhandlungen im Rahmen des Modells von Hart und Moore (1988) keine Einschränkung mehr bedeuten, wenn für eine der Vertragsparteien verifizierbar ist, ob sie ein Angebot zur Transaktion gemacht hat. Andererseits negieren Che und Hausch (1999) für eine bestimmte Klasse von Problemen den Wert jedes Vertragsschlusses.

Der Schwerpunkt dieser Diplomarbeit liegt auf der Analyse von Nachverhandlungen im Rahmen des Mechanismus-Design-Ansatzes. Nach einer allgemeinen Darstellung dieser Methode wird die Kritik von Watson (2003) am Standardwerk von Maskin und Moore (1999) diskutiert. Außerdem wird die Frage beleuchtet, ob es möglich ist, Nachverhandlungen auszuschließen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Einführung in die Problematik antizipierter Nachverhandlungen in der Vertragstheorie und Darstellung der zentralen Forschungsfrage.

2. Analysemethode: Erläuterung der Grundlagen des Mechanism Design, des Informationsumfeldes und des Revelationsprinzips.

3. Kann man Nachverhandlungen ausschließen?: Diskussion der Möglichkeiten und Grenzen, vertragliche Nachverhandlungen faktisch oder rechtlich zu unterbinden.

4. Zahl der Vertragsparteien und Nachverhandlungskosten: Kurze Betrachtung, wie die Anzahl der Akteure und entstehende Kosten die theoretischen Ergebnisse beeinflussen.

5. Das Modell von Maskin und Moore: Detaillierte Darstellung des Standardmodells, inklusive der Rolle von Lotterien und der Nachverhandlungsfunktion.

6. Das Modell von Watson: Vorstellung eines alternativen Modellansatzes mit geänderter Durchsetzungsform und Fokus auf Wertfunktionen.

7. Diskussion der Modellunterschiede: Kritische Analyse der Diskrepanzen zwischen verschiedenen Modellierungsansätzen, insbesondere der Kritik Watsons an Maskin und Moore.

8. Zusammenfassung: Synthese der gewonnenen Erkenntnisse über den Einfluss von Nachverhandlungen auf die Vertragsgestaltung.

Schlüsselwörter

Vertragstheorie, Nachverhandlungen, Mechanism Design, Implementierung, Hold-up-Problem, Forcing Contracts, Anreizverträglichkeit, Zustandsraum, Wertfunktion, Paretooptimalität, Maskin und Moore, Watson, Informationsverteilung, Surplus, Vertragliche Durchsetzung.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Diplomarbeit befasst sich mit den ökonomischen Auswirkungen von Nachverhandlungen in vertraglichen Beziehungen. Sie untersucht, wie rationale Akteure die Möglichkeit zukünftiger Vertragsanpassungen bereits bei Vertragsabschluss antizipieren und wie dies die optimale Gestaltung von Verträgen beeinflusst.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Arbeit behandelt schwerpunktmäßig die Vertragstheorie, den Mechanismus-Design-Ansatz sowie die Analyse von Nachverhandlungsprozessen und deren Restriktionen auf die Vertragsgestaltung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, welche Einschränkungen die Möglichkeit von Nachverhandlungen für Vertragsparteien bei der Verteilung eines ökonomischen Surplus schafft und wie unterschiedliche theoretische Modellierungen diese Effekte bewerten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird die methodische Herangehensweise des Mechanism Design verwendet, um formale Modelle zu analysieren und zu vergleichen, wie verschiedene Autoren (z.B. Maskin/Moore vs. Watson) die Vertragsdurchsetzung und Nachverhandlungsmöglichkeiten modellieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung der Analysemethode, die detaillierte Vorstellung der Modelle von Maskin/Moore sowie Watson und eine anschließende kritische Diskussion der Unterschiede zwischen diesen Modellen anhand eines Investitionsbeispiels.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind Vertragstheorie, Nachverhandlungen, Mechanism Design, Hold-up-Problem, Implementierung sowie spezifisch "Forcing Contracts" als methodisches Instrument der Vertragsgestaltung.

Warum ist die Unterscheidung zwischen "Interim" und "Ex-post"-Nachverhandlungen wichtig?

Die Unterscheidung ist entscheidend, da sie den Zeitpunkt und damit den Grad der Bindung an die ursprüngliche Vertragsentscheidung festlegt, was wiederum die Menge der theoretisch implementierbaren Wertfunktionen maßgeblich beeinflusst.

Inwiefern kritisiert Watson den Ansatz von Maskin und Moore?

Watson argumentiert, dass Maskin und Moore die Möglichkeiten der Vertragsparteien unterschätzen, indem sie implizit "Forcing Contracts" voraussetzen und damit die Klasse der zulässigen Verträge zu stark einschränken, was in bestimmten Fällen zu inkorrekten theoretischen Ergebnissen führt.

Excerpt out of 46 pages  - scroll top

Details

Title
Implementierung bei antizipierten Nachverhandlungen
College
University of Bonn
Grade
1,1
Author
Jan Thienken (Author)
Publication Year
2004
Pages
46
Catalog Number
V147493
ISBN (eBook)
9783640583072
Language
German
Tags
Implementierung Nachverhandlungen
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jan Thienken (Author), 2004, Implementierung bei antizipierten Nachverhandlungen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147493
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