Das risikopolitische Instrument der Captive Insurance Company (Captive) ist eine Alternative zur Versicherung auf dem traditionellen Versicherungsmarkt und gehört zu einer der ältesten und meist verbreiteten Formen des Alternativ Risk Transfer (ART).1
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 1.1. Problemstellung
- 1.2. Zielsetzung und Gang der Arbeit
- 2. Selbstversicherung
- 2.1. Grundlagen und Ursachen der Selbstversicherung
- 2.2. Traditionelle Versicherung vs. Selbstversicherung
- 2.3. Ineffizienzen der traditionellen Versicherungslösung
- 2.4. Gründungsmotive für eine Captive
- 2.4.1. Zugang zum Rückversicherungsmarkt und zu Instrumenten des alternativen Risikotransfers
- 2.4.2. Kostenoptimierung für den Versicherungsschutz
- 2.4.3. Überwindung von Kapazitätsengpässen und Deckung schwer platzierbarer Risiken
- 2.4.4. Einheitliches weltweites Deckungskonzept
- 2.4.5. Die Captive als Profit Center
- 3. Anforderungen an die Organisation zum Aufbau einer Captive
- 3.1. Versicherungs-Know-how
- 3.2. Funktionierendes Risikomanagement
- 3.2.1. Voraussetzung und Nutzen des Risikomanagements
- 3.2.2. Versicherungstechnische Einflussgrößen
- 3.2.2.1. Versicherungskriterien
- 3.2.2.2. Versicherungstechnisches Risiko
- 3.2.2.3. Risikopolitisches Instrumentarium
- 3.2.2.4. Nicht versicherungstechnische Risiken
- 3.2.3. Quantitative Bestimmung für die Übernahme traditionell versicherbarer Risiken
- 3.3. Schadenerwartungswert
- 3.4. Internationales Versicherungsprogramm
- 4. Ausgestaltungsspektrum der Captive Gründung
- 4.1. Wahl der Geschäftstätigkeit
- 4.1.1. Erstversicherungs-Captive
- 4.1.2. Rückversicherungs-Captives
- 4.2. Trägerschaft
- 4.2.1. Single-Parent-Captive
- 4.2.2. Multi-Parent-Captive
- 4.2.3. Non-Owned-Captives
- 4.2.3.1. Rent-a-Captive
- 4.2.3.2. Protected-Cell-Captive
- 4.2.3.3. Captive-Account
- 4.3. Gezeichnete Risiken
- 4.4. Standort
- 5. Abschließende Studien
- 5.1. Machbarkeits-Studie
- 5.1.1. Team
- 5.1.2. Management Commitment und -Potenzial
- 5.1.3. Abzugsfähigkeit der Prämien
- 5.2. Versicherungstechnische Studie
- 6. Konfliktpotentiale und Liquidation
- 6.1. Rückversicherungsschutz
- 6.2. Prämien und Deckungsprobleme
- 6.3. Änderung steuerlicher oder rechtlicher Rahmenbedingungen
- 6.4. Liquidationsgründe bei einer Captive
- 7. Kritische Würdigung
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die Masterarbeit befasst sich mit der betriebswirtschaftlichen Entscheidung über die Gründung einer Captive Insurance Company (Captive) bei Industrieunternehmen. Sie analysiert die Gründe und Motive für die Gründung einer Captive, untersucht die Anforderungen an die Organisation und das Risikomanagement, sowie die verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Captive-Gründung. Die Arbeit beleuchtet auch die Machbarkeit einer Captive-Gründung und die damit verbundenen Konfliktpotentiale und Liquidationsgründe.
- Analyse der Vorteile und Nachteile einer Captive-Gründung
- Untersuchung der Anforderungen an die Organisation und das Risikomanagement
- Bewertung der verschiedenen Ausgestaltungsmöglichkeiten der Captive-Gründung
- Bewertung der Machbarkeit einer Captive-Gründung
- Analyse der Konfliktpotentiale und Liquidationsgründe
Zusammenfassung der Kapitel
Kapitel 1 führt in die Problemstellung der Captive-Gründung ein und beschreibt die Zielsetzung und den Gang der Arbeit. Kapitel 2 beleuchtet die Grundlagen und Ursachen der Selbstversicherung sowie die Unterschiede zur traditionellen Versicherung. Es werden die Ineffizienzen der traditionellen Versicherungslösung und die Gründungsmotive für eine Captive diskutiert. Kapitel 3 befasst sich mit den Anforderungen an die Organisation zum Aufbau einer Captive, insbesondere mit dem Versicherungs-Know-how und dem Risikomanagement. Kapitel 4 untersucht das Ausgestaltungsspektrum der Captive-Gründung, einschließlich der Wahl der Geschäftstätigkeit, der Trägerschaft und der gezeichneten Risiken. Kapitel 5 analysiert die Machbarkeit einer Captive-Gründung anhand von Machbarkeits- und Versicherungstechnischen Studien. Kapitel 6 beleuchtet die Konfliktpotentiale und Liquidationsgründe im Zusammenhang mit einer Captive-Gründung. Kapitel 7 bietet eine kritische Würdigung der Ergebnisse der Arbeit.
Schlüsselwörter
Captive Insurance Company, Selbstversicherung, Risikomanagement, Versicherungstechnische Einflussgrößen, Ausgestaltungsmöglichkeiten, Machbarkeit, Konfliktpotentiale, Liquidation, Industrieunternehmen.
Häufig gestellte Fragen
Was ist eine Captive Insurance Company?
Eine Captive ist eine konzerneigene Versicherungsgesellschaft, die primär die Risiken des Mutterunternehmens versichert und als Form der Selbstversicherung gilt.
Was sind die Hauptmotive für eine Captive-Gründung?
Dazu gehören der direkte Zugang zum Rückversicherungsmarkt, Kostenoptimierung, Deckung schwer platzierbarer Risiken und steuerliche Vorteile.
Welche organisatorischen Anforderungen gibt es beim Aufbau einer Captive?
Unternehmen benötigen tiefes Versicherungs-Know-how und ein hochfunktionales Risikomanagementsystem zur quantitativen Bestimmung der Risiken.
Was unterscheidet eine Single-Parent- von einer Multi-Parent-Captive?
Eine Single-Parent-Captive gehört einem einzigen Unternehmen, während eine Multi-Parent-Captive von mehreren, oft branchengleichen Unternehmen gemeinsam getragen wird.
Was ist der Zweck einer Machbarkeitsstudie vor der Gründung?
Sie prüft das Management-Commitment, die Abzugsfähigkeit der Prämien und die wirtschaftliche Rentabilität des Modells im Vergleich zum traditionellen Markt.
Wann wird eine Captive liquidiert?
Liquidationsgründe können Änderungen der steuerlichen Rahmenbedingungen, mangelnder Rückversicherungsschutz oder eine Verschiebung der Unternehmensstrategie sein.
- Quote paper
- Peter Rupilius (Author), 2010, Betriebswirtschaftliches Konzept für die Entscheidung über eine Captive-Gründung bei Industrieunternehmen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147567