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Schätzen sich Menschen hinsichtlich ihrer Leistung mit zunehmendem Alter realistischer ein?

Untersuchung über Positive Illusionen

Title: Schätzen sich Menschen hinsichtlich ihrer Leistung mit zunehmendem Alter realistischer ein?

Research Paper (postgraduate) , 2010 , 35 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Björn Heigel (Author)

Pedagogy - Pedagogic Psychology
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Summary Excerpt Details

Die Psychologie bezeichnet gewisse Überzeugungen, die keine realistische Einschätzung darstellen, sondern bei der Mehrheit der psychisch gesunden Menschen positiv verzerrt vorliegen als Positive Illusionen. Die meisten Menschen schätzen sich besser ein als eine durchschnittliche Person, was laut einer objektiven Wahrnehmung im Sinne des Common Sense nicht sein kann. Die geläufige Forschungsmeinung besteht in der Vermutung, dass positve Illusionen nicht nur einfache Fehleinschätzungen sind, sondern wichtige Funktionen erfüllen und dabei helfen, Alltagsherausforderungen und außergewöhnliche Belastungen zu bestehen.
Das Positive, was die Illusion am Beispiel unserer Theorie ausmacht, ist die Tatsache, dass die (verzerrte) Selbstwahrnehmung in eine bestimmte, und zwar positive Richtung verläuft, während negative Informationen ausgeblendet oder als weniger bedrohlich, als sie in objektiver Wahrnehmung sind, verstanden werden.
Diese Arbeit beschäftigt sich im Anschluss an das Seminar „Positive Illusionen“ mit eben genannten Thema und legt die Methodik, Durchführung und Diskussion unserer Studie unter der Frage dar, ob sich Menschen hinsichtlich ihres Leistungsvermögens mit zunehmendem Alter realistischer einschätzen. Ziel der hier vorliegenden Untersuchung ist es also, die psychologisch-pädagogische Forschungshypothese zu begründen, sie angemessen zu präzisieren und sie mithilfe empirischer Methodik zu untersuchen. Nach der Darstellung eben jener Methodik im sechsten Abschnitt dieses Berichtes folgt im Anschluss daran das Design sowie der Aufbau unserer Untersuchung. Im achten Teil des Gesamtberichtes werden die Ergebnisse der Befragung erörtert. Diesem schließt sich ein umfangreicher Diskussionsteil an, der sich vorrangig mit der kritischen Auseinandersetzung der Untersuchung sowie methodischen Mängeln und Störfaktoren beschäftigt.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Fragestellung

2 Theorie

2.1 Erörterung des Forschungsstandes

2.2 Theoretischer Hintergrund

3 Hypothesen

4 Forschungsstrategien

5 Methoden der Datengewinnung

5.1 Design der Untersuchung

5.2 Aufbau des Fragebogens

5.3 Begründung der Fragestellungen (Items)

6 Durchführung der Untersuchung

7 Datenauswertung

8 Interpretation der Daten

8.1 Deskriptive Ergebnisse

8.1.1 Auswertung der Daten der 5. Klassen

8.1.2 Auswertung der Daten der 10. Klassen

8.2 Analytische Ergebnisse

8.2.1 Signifikanz

8.2.2 Korrelation

9 Diskussion

9.1 Interpretation der Ergebnisse

9.2 Einfluss der Störvariablen

9.3 Abschließende Kritik

9.4 Schlusswort

Zielsetzung und Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das psychologisch-pädagogische Phänomen der "positiven Illusionen" und geht der Forschungsfrage nach, ob sich Menschen hinsichtlich ihres Leistungsvermögens mit zunehmendem Alter realistischer einschätzen. Dabei wird insbesondere der unrealistische Optimismus im schulischen Kontext bei Schülern der 5. und 10. Klassen analysiert.

  • Analyse des psychologischen Konzepts der "positiven Illusionen"
  • Überprüfung der Hypothese der altersabhängigen realistischen Selbsteinschätzung
  • Untersuchung des Zusammenhangs zwischen unrealistischem Optimismus und schulischer Leistung
  • Methodische Erfassung von Selbst- und Fremdeinschätzung mittels Fragebogendesign
  • Diskussion von Störvariablen im schulischen Umfeld bei der Datenerhebung

Auszug aus dem Buch

2.2 Theoretischer Hintergrund

Die Betrachtung der positiven Illusion im wissenschaftlichen Kontext ist noch relativ jung. Erstmals Erwähnung fand die Theorie der positiven Illusion, insbesondere der der Kontrollillusion bei Langer und Roth. Anhand einer Reihe von Experimenten wird gezeigt, dass Menschen oft so handeln, als ob Zufallsereignisse manipulierbar wären. Taylor und Brown argumentieren, dass positive Illusionen nützlich sind, indem sie Motivation und Ausdauer erhöhen. Die Psychologen unterscheiden zunächst drei verschiedene Möglichkeiten der positiven Illusion. Bei der Erstgenannten handelt es sich um einen unrealistisch positiven Blick auf sich selbst (unrealistic positive view of the self), eine Annahme, bei der man sich tendenziell besser einordnet als andere.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Fragestellung: Einführung in die Thematik der positiven Illusionen und Begründung der zentralen Forschungsfrage bezüglich der realistischen Selbsteinschätzung.

2 Theorie: Darlegung der theoretischen Grundlagen und des aktuellen Forschungsstandes zur Kontrollillusion und dem unrealistischen Optimismus.

3 Hypothesen: Herleitung der Forschungsannahme, dass Menschen ihr Leistungsvermögen mit zunehmendem Alter realistischer einschätzen.

4 Forschungsstrategien: Erläuterung des methodischen Vorgehens und der beabsichtigten Zielsetzung der empirischen Untersuchung.

5 Methoden der Datengewinnung: Beschreibung des Studiendesigns, der Stichprobenauswahl und der methodischen Konstruktion des eingesetzten Fragebogens.

6 Durchführung der Untersuchung: Darstellung des Ablaufs der Befragung an der gewählten Sekundarschule unter Berücksichtigung organisatorischer Rahmenbedingungen.

7 Datenauswertung: Übersicht über die beteiligten Stichproben und die statistische Aufbereitung der erhobenen Daten.

8 Interpretation der Daten: Präsentation der deskriptiven und analytischen Ergebnisse unter Verwendung statistischer Verfahren wie Signifikanzprüfung und Korrelationsanalyse.

9 Diskussion: Kritische Reflexion der Ergebnisse, Einordnung in den theoretischen Kontext sowie Diskussion von Störvariablen und methodischen Limitationen.

Schlüsselwörter

positive Illusionen, unrealistischer Optimismus, Kontrollillusion, Selbsteinschätzung, Leistungsvermögen, empirische Forschung, Fragebogen, pädagogische Psychologie, Schulleistung, Signifikanz, Störvariablen, Altersabhängigkeit, Notenerwartung, Selbstwert, Sandbagging

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit dem psychologischen Konstrukt der positiven Illusionen, insbesondere der Tendenz von Menschen, ihre eigene Leistungsfähigkeit unrealistisch positiv oder negativ einzuschätzen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die Entwicklung der Selbsteinschätzung im Alter, die Rolle von Leistungsüberprüfungen im Schulkontext und die psychologische Bedeutung von Optimismus.

Was ist das primäre Ziel der Studie?

Das Ziel ist die empirische Überprüfung der Hypothese, dass Menschen sich hinsichtlich ihres Leistungsvermögens mit zunehmendem Alter realistischer einschätzen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird ein quantitativer Ansatz gewählt, der mittels eines standardisierten Fragebogens Daten bei Schülern der 5. und 10. Klasse erhebt und diese statistisch auswertet.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung, die detaillierte Beschreibung der Befragungsmethodik sowie die statistische Auswertung und Interpretation der erhobenen Leistungsdaten.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind positive Illusion, unrealistischer Optimismus, Kontrollillusion, Selbsteinschätzung, empirische Schulforschung und Signifikanzprüfung.

Warum wurden genau Schüler der 5. und 10. Klassen befragt?

Diese Klassen wurden gewählt, um eine Altersspanne abzubilden, die es ermöglicht, die Entwicklung der Eigenreflexion und die Genauigkeit der Einschätzung des eigenen Leistungsvermögens zu vergleichen.

Was ist mit dem Begriff "Sandbagging" in der Diskussion gemeint?

Sandbagging beschreibt eine Strategie, bei der Personen ihre eigene Leistung vorab bewusst herunterschätzen, um den Erwartungsdruck zu senken und bei einem guten Ergebnis ihren Selbstwert zu steigern.

Welche Bedeutung hat die Note bei dieser Untersuchung?

Die Note dient als objektives Kriterium, um den Vergleich zwischen der "erwarteten Note" (Selbsteinschätzung) und der "realen Note" (tatsächliches Ergebnis) zu ermöglichen und so positive Illusionen zu identifizieren.

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Details

Title
Schätzen sich Menschen hinsichtlich ihrer Leistung mit zunehmendem Alter realistischer ein?
Subtitle
Untersuchung über Positive Illusionen
College
Martin Luther University  (Institut für Pädagogik)
Course
Positive Illusionen (Forschungsorientierte Vertiefung)
Grade
1,0
Author
Björn Heigel (Author)
Publication Year
2010
Pages
35
Catalog Number
V147594
ISBN (eBook)
9783640869732
ISBN (Book)
9783640869954
Language
German
Tags
Pädagogische Psychologie Positive Illusion Taylor Brown Menschen Alter realistisch Items Untersuchung deskriptiv Datenauswertung analytisch signifikant Signifikanz Korrelation Diskussion Interpretation Störvariablen Kritik
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Björn Heigel (Author), 2010, Schätzen sich Menschen hinsichtlich ihrer Leistung mit zunehmendem Alter realistischer ein?, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147594
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