Die Theodramatik ist die Mitte der Trilogie der Liebe Balthasar's. In der theologischen Dramatik geht es um das Verhältnis zwischen unendlichem Gott und Endlichkeit der Schöpfung, zwischen Selbstbestimmung des Absoluten und des Endlichen (vgl. Hegel). Im Drama ist der Mensch nicht nur Zuschauer, sondern auch Mitspieler [...]
Inhaltsverzeichnis
- Einführung
- Theodramatik - Ringen mit Hegel
- "Immanente Trinität" bei Hegel
- Der richtige Blickwinkel
- Konsequenz
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Diese Arbeit analysiert die Auseinandersetzung von Hans Urs von Balthasar mit Hegel im Kontext der Theodramatik, dem zentralen Teil seiner "Trilogie der Liebe". Die Arbeit untersucht, wie Balthasar das Verhältnis von Gott und Mensch in der Geschichte denkt und wie er sich von Hegel abgrenzt, insbesondere in Bezug auf die Konzeption der Trinität und die Rolle des Kreuzes.
- Das Verhältnis von immanenter und ökonomischer Trinität bei Balthasar und Hegel
- Die Kritik an Hegels "Aufhebung" und die Bedeutung der Andersheit in Gottes Wesen
- Die Rolle des Kreuzes und des Logos in Balthasars Theologie
- Die Bedeutung der "richtigen Haltung" und des "richtigen Blicks" in der Theologie
- Die Bedeutung der Heiligen als "Zeugnisse" des göttlichen Mysteriums
Zusammenfassung der Kapitel
Einführung
Die Einführung stellt die Theodramatik als den zentralen Teil von Balthasars "Trilogie der Liebe" vor und skizziert die Thematik der Arbeit: das Verhältnis von Gott und Mensch, insbesondere im Kontext der Beziehung zwischen dem Absoluten und dem Endlichen.
Theodramatik - Ringen mit Hegel
Dieses Kapitel beleuchtet Balthasars Auseinandersetzung mit Hegel, insbesondere in Bezug auf die Konzeption der Trinität. Balthasar kritisiert Hegels "immanente Trinität", die er als eine "Aufhebung" der ökonomischen Trinität betrachtet. Er betont die Notwendigkeit der Andersheit in Gottes Wesen und die Bedeutung des Kreuzes als Ausdruck der absoluten Liebe.
"Immanente Trinität" bei Hegel
Dieser Abschnitt analysiert Hegels Konzeption der Trinität und zeigt auf, wie Balthasar diese als eine "Verkürzung" des christlichen Verständnisses der Trinität betrachtet. Balthasar argumentiert, dass Hegels "Aufhebung" der Andersheit zu einer "Verklärung" des Kreuzes führt, die dem christlichen Glauben nicht gerecht wird.
Der richtige Blickwinkel
In diesem Abschnitt diskutiert Balthasar Hegels "Totalreflexion" der "Noosphäre" und kritisiert die "Anmassung" von Totalität in Hegels Philosophie. Balthasar betont die Bedeutung des "richtigen Blicks" und der "richtigen Haltung" in der Theologie und argumentiert, dass die Heiligen als "Zeugnisse" des göttlichen Mysteriums dienen.
Schlüsselwörter
Die Arbeit thematisiert die Trinität, die Theodramatik, das Verhältnis von Gott und Mensch, das Kreuz, die Andersheit, die "Aufhebung", die "Totalreflexion", die "Noosphäre", die "richtige Haltung", die "richtige Sicht" und die Heiligen.
Häufig gestellte Fragen
Was versteht Hans Urs von Balthasar unter „Theodramatik“?
Die Theodramatik beschreibt das Verhältnis zwischen Gott und Mensch als ein Drama, in dem der Mensch nicht nur Zuschauer, sondern aktiver Mitspieler ist.
Wie grenzt sich Balthasar von Hegel ab?
Balthasar kritisiert Hegels Konzept der „immanenten Trinität“ als eine Verkürzung, die das Geheimnis Gottes und das Leiden am Kreuz philosophisch „aufhebt“ statt es stehen zu lassen.
Welche Bedeutung hat das Kreuz in Balthasars Theologie?
Das Kreuz ist der zentrale Ausdruck der absoluten Liebe Gottes und darf nicht durch rationale Systeme verharmlost oder rein philosophisch erklärt werden.
Warum betont Balthasar die „Andersheit“ Gottes?
Um die Freiheit und Liebe zwischen Gott und Mensch zu wahren, muss Gott als das absolut Andere gewahrt bleiben, anstatt im menschlichen Denken völlig aufzugehen.
Welche Rolle spielen die Heiligen in diesem theologischen System?
Heilige fungieren als lebendige Zeugnisse des göttlichen Mysteriums und zeigen den „richtigen Blickwinkel“ auf das Handeln Gottes in der Welt.
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- lic.theol. Daniel M. Bühlmann (Author), 2005, Theologische Dramatik in Hans Urs von Balthasar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147616