Grin logo
de en es fr
Shop
GRIN Website
Publish your texts - enjoy our full service for authors
Go to shop › Theology - Miscellaneous

Die ästhetische Dimension in Hans Urs von Balthasar

Title: Die ästhetische Dimension in Hans Urs von Balthasar

Seminar Paper , 2005 , 9 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: lic.theol. Daniel M. Bühlmann (Author)

Theology - Miscellaneous
Excerpt & Details   Look inside the ebook
Summary Excerpt Details

Hans Urs von Balthasar kann als ein grosser Theologe der Ästhetik definiert werden. Er liebte das Schöne, nicht im Sinne der weltlichen oder philosophischen Schönheit verstanden, „sondern um deren Überhöhung in der „Herrlichkeit“ als dem Aufleuchtenden der Göttlichkeit Gottes selbst.“ Von diesem Schönen liess Balthasar sich führen und liebte über alles Mozart und seiner göttlichen Musik, die von absoluter Harmonie und Vollkommenheit spricht. Keine Note ist bei Mozart zufiel. Würde eine Note weggenommen, die ganze Musik hätte nicht mehr die gleiche Ausstrahlungskraft, würde in sich zusammenfallen. „Die Wahrheit ist symphonisch“, heisst ein kleines Büchlein von Balthasar. Auch hier spielt das Musische eine entscheidende Rolle. Es braucht musikalische Kategorien, um so sein Denken in Wort umzusetzen. Die Bühne, der Dirigent und die verschiedenen Akteure kommen dabei ins Spiel, ein jeder von ihnen nimmt seine Rolle war. Betrachtet man es von oben, so ergibt sich ein ganzes, eine Symphonie, welche vom Dirigent geleitet und geführt wird. Warum diesen Vergleich? Balthasar versucht aufzuzeigen, dass unsere Welt dieser Bühne gleicht, wo es verschiedene Akteure gibt. Akteure die einmal nah, und einmal fern vom Dirigenten sind. [...]

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Theologische Ästhetik - Herrlichkeit

2.1. Einführung

2.2. Aufbau von Herrlichkeit

3. Die Schönheit Gottes in Paulus, Augustinus und Hans Urs von Balthasar

3.1. Paulus

3.2. Schönheit in Augustinus

3.3. Schönheit in Hans Urs von Balthasar

4. Zusammenfassung

5. Bibliographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die ästhetische Dimension im theologischen Denken von Hans Urs von Balthasar. Dabei wird der Frage nachgegangen, wie Schönheit und Herrlichkeit Gottes in der Offenbarung und im Leben des Menschen verankert sind und welche Konsequenzen dies für das christliche Verständnis der Welt und des menschlichen Lebens hat.

  • Die Grundzüge von Balthasars theologischer Ästhetik in seinem Hauptwerk "Herrlichkeit".
  • Die Bedeutung der Schönheit Gottes im Denken von Paulus und Augustinus.
  • Die christologische Begründung der Schönheit als "Herrlichkeit" Gottes.
  • Die ethische Relevanz der Begegnung mit dem Schönen für die menschliche Existenz.

Auszug aus dem Buch

3.3. Schönheit in Hans Urs von Balthasar

Balthasar versucht in seiner ästhetischen Theologie aufzuzeigen, dass die Schönheit Gottes nichts anderes ist als die Herrlichkeit, so wie es uns die Menschwerdung seines Sohnes kundgetan hat. Dabei unterscheidet Balthasar drei Momente:

1. Die Doxa ist „Göttlichkeit Gottes“, sie ist Ausdruck Gottes. Da sie Manifestation ist, ist sie nicht nur einfach eine Idee (im platonischen Sinne), sondern hat eine Gestalt.

2. In der Doxa kommt auch die Idee der Epiphanie zur Geltung. Christus wird zum Sichtbaren Bild vom Wort Gottes.

3. Doxa als Entsprechung des Gesandt-werdens.

Die Herrlichkeit ist für Balthasar nicht einfach eine Idee oder Hypothese, sondern ist eine Gestalt, dass von innen her leuchtet und strahlt. „Die sichtbare Gestalt ‚verweist’ nicht nur auf ein unsichtbares Tiefengeheimnis, sie ist dessen Erscheinung, sie offenbart es.“ Der Inhalt der Gestalt liegt nicht hinter ihr, sondern in ihr. Christus ist die Form, weil er also der Inhalt ist. Noch mehr: „Christus ist vorbildlicher Mensch (archegs). Wer ihm nachfolgt, für den wird Christi vorbildliche Erfahrung zum Gesetz“. Balthasar definiert diese Gestalt auch als universale concretum et personale. Durch die Wahrhaftigkeit der Gestalt, sind somit die Zeichen, welche Christus auf Erden begangen hat, Glaubwürdig und können nicht nur erkannt werden, sondern fordern zum Nachempfinden auf.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Der Einstieg beleuchtet Hans Urs von Balthasar als Theologen der Ästhetik und führt in die zentrale Bedeutung des Schönen sowie die musikalischen Kategorien seines Denkens ein.

2. Theologische Ästhetik - Herrlichkeit: Dieses Kapitel erläutert den Begriff der Doxa als Offenbarung der göttlichen Herrlichkeit und beschreibt die Struktur der Bände von Balthasars Trilogie.

3. Die Schönheit Gottes in Paulus, Augustinus und Hans Urs von Balthasar: Hier wird die Rezeption und Deutung des Schönen anhand der biblischen Figur des Paulus sowie der Kirchenväter-Tradition durch Augustinus und schließlich durch Balthasar detailliert analysiert.

4. Zusammenfassung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen und hebt die christologische Verankerung von Menschenwürde und Ethik hervor.

5. Bibliographie: Ein Verzeichnis der verwendeten Primär- und Sekundärliteratur.

Schlüsselwörter

Hans Urs von Balthasar, Theologische Ästhetik, Herrlichkeit, Doxa, Schönheit Gottes, Christologie, Paulus, Augustinus, Offenbarung, Nachfolge Christi, Menschenwürde, Gestalt, Epiphanie, Ethik, Glaube.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundlegend?

Die Arbeit befasst sich mit dem Verständnis von Schönheit im theologischen System von Hans Urs von Balthasar, insbesondere in Bezug auf den Begriff der „Herrlichkeit“.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Doxa, die Bedeutung der Gestalt Jesu Christi und die Verbindung zwischen ästhetischer Wahrnehmung und moralischem Handeln.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie das Schöne bei Balthasar als Offenbarung der Göttlichkeit verstanden wird und welche Rolle es für das christliche Leben spielt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine theologisch-hermeneutische Analyse, die zentrale Texte Balthasars sowie historisch-theologische Bezugspunkte untersucht.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert den Aufbau der „Herrlichkeit“, vergleicht das Schönheitsverständnis bei Paulus, Augustinus und Balthasar und expliziert die Christozentrik der Ästhetik.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit ist durch Begriffe wie „Theologische Ästhetik“, „Herrlichkeit“, „Christusgestalt“ und „Offenbarung“ geprägt.

Wie unterscheidet Balthasar den Begriff der Schönheit von philosophischen Auffassungen?

Balthasar versteht unter Schönheit nicht bloß ein ästhetisches oder platonisches Ideal, sondern das Aufleuchten der göttlichen Herrlichkeit in der Gestalt Christi.

Welche Bedeutung kommt der „Gestalt“ bei Balthasar zu?

Die Gestalt ist für Balthasar das universale concretum et personale, in dem sich Gott offenbart und die den Menschen zur Nachfolge auffordert.

Excerpt out of 9 pages  - scroll top

Details

Title
Die ästhetische Dimension in Hans Urs von Balthasar
College
Faculty of Theology of Lugano
Grade
1,0
Author
lic.theol. Daniel M. Bühlmann (Author)
Publication Year
2005
Pages
9
Catalog Number
V147618
ISBN (eBook)
9783640585090
ISBN (Book)
9783640585175
Language
German
Tags
Dimension Hans Balthasar
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
lic.theol. Daniel M. Bühlmann (Author), 2005, Die ästhetische Dimension in Hans Urs von Balthasar, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147618
Look inside the ebook
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
  • Depending on your browser, you might see this message in place of the failed image.
Excerpt from  9  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Shipping
  • Contact
  • Privacy
  • Terms
  • Imprint