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Stiegen in der Raumgestaltung. Eine Einführung

Titel: Stiegen in der Raumgestaltung. Eine Einführung

Seminararbeit , 2002 , 24 Seiten , Note: 1

Autor:in: Robert Scheutz (Autor:in)

Kunst - Architektur, Baugeschichte, Denkmalpflege
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

das erlebnis der aufstrebenden bewegung – die motivation dieses referates
an kaum einem anderem element am bau wird das zusammenspiel von form und
funktion so deutlich wie an der stiege
beim hinauf und hinabsteigen werden räumliche zusammenhänge erschlossen
– kombiniert mit dem visuellen reiz sich ständig wandelnder perspektiven.
ich habe stiegen als thema für diese möbelbau referat gewählt, weil für mich
stiegen wie begehbare möbel funktionieren, die mir den bewussten sprung
zwischen geschoßen – zwischen raumsituationen – erlauben.
vielleicht ist aber einfach auch das schöne an stiegen ihre geheimnisvolle
verbindende eigenschaft
bonadea wußte nicht, ob es wirklichkeit oder einbildung war... ...ein
wirklichkeitsgetreuer schauer auf der haut. sie hielt den atem an. wenn etwas, tripp
trapp, die treppe heraufkommt, und man weiß, die treppe ist leer, und doch hört
man ganz deutlich tripp trapp, ist es so.
[der mann ohne eigenschaften, robert musil] [...]

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

01 das erlebnis der aufstrebenden bewegung – die motivation dieses referates

02 ein werkstück

03 stiegen – aussagekräftige beispiele

04 basics

041 oberfläche

042 aufgesattelte, eingeschobenen und eingestemmte stiege sind die grundformen

043 sonderthema steiltreppen

05 advanced

051 völkerkundemuseum stockholm

052 wohnhaus in hechendorf

053 wohnhausstiege geisler in frankfurt

054 wohnhauserweiterung in pullach

055 apartment in new york

056 wohnhaus in neuried bei münchen

057 leitertreppe zur schlafinsel am weißen stein | frankfurt a m

058 klapptreppe prager burg

06 literaturhinweis

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Die vorliegende Arbeit untersucht das Zusammenspiel von Form und Funktion bei Stiegen, wobei der Fokus auf deren Bedeutung als raumbildende, "begehbare Möbel" liegt. Ziel ist es, durch die Analyse konstruktiver Details und inspirierender Beispiele ein tieferes Verständnis für die räumliche Erschließung und die architektonische Wirkung von Treppen zu vermitteln.

  • Konstruktive Grundlagen und Oberflächenbehandlung von Holztreppen.
  • Analyse verschiedener Stiegenformen (aufgesattelt, eingeschoben, eingestemmt).
  • Sonderformen wie Steiltreppen und deren Raumnutzungsvorteile.
  • Fallbeispiele zeitgenössischer Architektur zur Veranschaulichung formbewusster Konstruktionen.
  • Die Stiege als gestaltendes Element im Wohnraum.

Auszug aus dem Buch

055 apartment in new york

der große wohnbereich des zweigeschossen in der stadtmitte von new york angesiedelten apartments liegt ein ½ geschoss unterhalb des straßenniveaus. ein wichtiger aspekt bei der umgestaltung des raums in eine für vier leute ausgelegte wohnung war deshalb die maximale ausnutzung des nur spärlich einfallenden sonnenlichts. indem sie die statisch und konstruktiv notwendigen elemente in ihrer masse auf ein minimum reduzierten, suchte die architektin dieses ziel zu erreichen.

die treppe, im zentrum des apartments angeordnet, folgt dieser aufgabenstellung. sie übernimmt als raum bildendes element, das wohnraum und küche voneinander abgrenzt, ihre funktion in absolut reduzierter form. das zwischenpodest, über das die wohnung erschlossen ist, das obere podest sowie die beiden treppenläufe werden von einer stahlplatte getragen, die über oberseitig angeschweißte und im holz versenkte flachstahlprofile ausgesteift ist. die zwischen den läufen stehende wand, zum wohnraum in ahorn, zur küche hin in stahl ausgeführt läuft frei durch. auch das auftrittspodest ist von der 2geschossigen, geätzten und hinterleuchteten glaswand abgesetzt

ergebnis ist eine stimmungsvolle komposition, die dem licht erlaubt, zwischen den voneinander losgelösten elementen hindurchzuscheinen und somit die konstruktive unabhängigkeit der einzelnen bauteile noch zu demonstrieren.

Zusammenfassung der Kapitel

01 das erlebnis der aufstrebenden bewegung – die motivation dieses referates: Der Autor erläutert seine persönliche Faszination für Treppen, die er als verbindende Elemente mit einer fast geheimnisvollen, raumbildenden Eigenschaft beschreibt.

02 ein werkstück: Es wird ein praktisches Modell einer halbeingestemmten Holzstiege im Maßstab 1:3 vorgestellt, inklusive technischer Details zur Krümmlingsfertigung.

03 stiegen – aussagekräftige beispiele: Eine visuelle Zusammenstellung verschiedener Treppenlösungen weltweit, von archaischen Steigbäumen bis zu modernen Wohnungsstiegen.

04 basics: Dieses Kapitel vermittelt technisches Grundwissen zur Oberflächenbehandlung, zu den Grundformen des Treppenbaus und zur spezifischen Problematik von Steiltreppen.

05 advanced: Anhand ausgewählter zeitgenössischer Bauprojekte wird demonstriert, wie Stiegen durch formbewusste Konstruktionen zur Kommunikation zwischen Raum und Architektur beitragen.

06 literaturhinweis: Der Autor verweist auf weiterführende Fachliteratur, die über konventionelle Ansätze hinausgeht und neue konstruktive Ideen im Treppenbau liefert.

Schlüsselwörter

Stiegenbau, Raumgestaltung, Holztreppen, Kragkonstruktion, Treppenkonstruktion, Oberflächenbehandlung, Steiltreppen, Architekturdetails, Raumbildung, Leimholz, Treppengestaltung, Treppenstatik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Stiegen als architektonische Elemente, die weit mehr als nur funktionale Erschließungsmittel sind, sondern aktiv den Raum gliedern und erleben lassen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen umfassen die konstruktiven Grundlagen des Treppenbaus, die ästhetische Gestaltung von Treppen in verschiedenen Raumsituationen sowie die materialgerechte Verarbeitung von Holz und Stahl.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie durch eine bewusste Auseinandersetzung mit Konstruktion und Form Stiegen zu einem integralen, raumbildenden Bestandteil der Architektur werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine deskriptive und analytische Methode, indem sie theoretische Grundlagen mit praktischen Modellbau-Erkenntnissen und einer fundierten Fallstudienanalyse moderner Architekturbeispiele kombiniert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in technische Grundlagen (Oberflächen, Konstruktionssysteme) und die detaillierte Präsentation von Fallbeispielen, die von klassischen Treppen bis hin zu komplexen, skulpturalen Lösungen reichen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Stiegenbau, Kragkonstruktion, Holzverarbeitung, architektonische Raumgestaltung und konstruktive Ästhetik charakterisiert.

Wie lösen die vorgestellten Beispiele die Problematik der Steiltreppen?

Die Arbeit zeigt, dass durch gezielte Reduktion der Auftrittsflächen an den Übergehungsstellen und eine optimierte Führung des Nutzers die Absturzgefahr bei steilen Treppen minimiert werden kann.

Was ist das Besondere an der Treppe im "apartment in new york" von Maya Lyn?

Das Besondere ist die radikale Reduktion der Masse und die Nutzung der Treppe als raumbildendes Element, das durch den bewussten Einsatz von Licht und die konstruktive Trennung der Bauteile eine stimmungsvolle Komposition erzeugt.

Ende der Leseprobe aus 24 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Stiegen in der Raumgestaltung. Eine Einführung
Hochschule
Technische Universität Graz  (Institut für Raumgestaltung, Fakultät für Architektur)
Veranstaltung
Möbelbau
Note
1
Autor
Robert Scheutz (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2002
Seiten
24
Katalognummer
V14770
ISBN (eBook)
9783638200783
ISBN (Buch)
9783656830061
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Stiegen Möbelbau
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Robert Scheutz (Autor:in), 2002, Stiegen in der Raumgestaltung. Eine Einführung, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/14770
Blick ins Buch
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