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Über den Konstruktivismus hinaus?

Eine wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung mit „Der Radikale Diskurs des Konstruktivismus“ und „Geschichten & Diskurse“ von Siegfried J. Schmidt

Título: Über den Konstruktivismus hinaus?

Trabajo Universitario , 2009 , 26 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Laura Dorfer (Autor)

Medios / Comunicación: Teorías, modelos, definiciones
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Die hiesige Arbeit verfolgt das Ziel, die grundlegenden wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen,
soll heißen die Charakteristika der wissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung, der 2003
erschienen Schrift Geschichten & Diskurse von Siegfried J. Schmidt vor dem Hintergrund des Aufsatzes
„Der Radikale Konstruktivismus: Ein neues Paradigma im interdisziplinären Diskurs“4 von
1987 aufzuzeigen und auf ihre logische Konsistenz und Viabilität5 zu prüfen. Als Maßstab der
Evaluation fungiert hierbei die Zielsetzung, die Missstände des Konstruktivismus entlang der
zentralen Problematiken der Wirklichkeitskonstruktion, des Dualismus sowie der Selbstaufhebung
zu beseitigen.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einführung

2. Theoriegrundlagen der Schmidtschen Konstruktivismuskonzeptionen

2.1 Wechsel des theoretischen Argumentationsrahmens

2.2 Grundmechanismen

2.3 Vermittlung von kognitiver Autonomie und sozialer Orientierung

2.4 Beobachterproblematik

3. Verabschiedung der Defizite?

3.1 Das Realismusproblem

3.2 Die unendliche Geschichte der Dualismen

3.4 Überwindung der Selbstaufhebung?

4. Schlussbetrachtung: Von der Endgültigkeit der Vorläufigkeit

5. Biographie

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen der 2003 erschienenen Schrift "Geschichten & Diskurse" von Siegfried J. Schmidt. Dabei wird analysiert, inwieweit es Schmidt gelingt, zentrale Missstände des traditionellen Konstruktivismus – insbesondere die Problematiken der Wirklichkeitskonstruktion, des Dualismus und der Selbstaufhebung – durch eine Neukonzeption der Epistemologie zu überwinden.

  • Wissenschaftstheoretische Analyse der Konstruktivismus-Kritik
  • Untersuchung des Übergangs von naturalistischen zu diskursiven Argumentationsformen
  • Bewertung des "Non-Dualismus"-Postulats in Schmidts späterem Werk
  • Kritische Diskussion der Beobachtertheorie und der Selbstaufhebungsthematik
  • Evaluation des "Wirkungszusammenhangs von Wirklichkeitsmodell & Kulturprogramm"

Auszug aus dem Buch

3.1 Das Realismusproblem

Der Radikale Konstruktivismus hat sich jeher durch ein problematisches Verhältnis zur Wirklichkeit ausgezeichnet. Die Frage nach der Wirklichkeit der Realität hat gleichermaßen Konstruktivisten und Anti-Konstruktivisten beschäftigt und zu Kontroversen angeregt. Schmidt widmet einen beachtlichen Teil seines Werks „Der Radikale Konstruktivismus“ der Aufgabe, die „ – teils aggressiv vorgetragenen – undifferenzierten Angriffe“ gegen den mutmaßlichen unreflektierten Antirealismus des Konstruktivismus zu revidieren.

Der entsprechend Schmidt wohl „trivialste Einwand“ lautet, der Radikale Konstruktivismus leugne die Wirklichkeit. Schmidt kontert auf diesen Einwand, dass hier ein ontologischer Solipsismus mit einem epistemologischen Solipsismus vertauscht wird. Während der ontologische Solipsismus eine vom Bewusstsein unabhängige Außenwelt als nicht existent beschreibt, vertritt der epistemologische Solipsismus lediglich den Standpunkt, das kognitive Subjekt erkenne die Wirklichkeit nicht, weshalb die Existenz einer äußeren Umwelt jedoch nicht widerlegt sei. Solche Kritiken schließen, so Schmidt, fälschlich von den biologischen Determinanten lebender Systeme wie der organisationellen Geschlossenheit auf erkenntnistheoretischen Idealismus und Solipsismus.

Wenn der Konstruktivismus sodann einen epistemologischen Solipsismus vertritt, wird zwar die Behauptung, der Konstruktivismus leugne die Wirklichkeit, entkräftet, er verharrt aber dennoch in einem gespaltenen Verhältnis zum Terminus Wirklichkeit. Was also tun, wenn die Frage um die Wirklichkeit der Realität unlösbar im Raum verbleibt? In Geschichten & Diskurse bietet Schmidt ein neues Lösungsverfahren: Wenn das Problem der Wirklichkeit der Realität nicht gelöst werden kann, so kann es doch aufgelöst werden. Anstelle also die Existenz einer Wirklichkeit zu behaupten oder zu bestreiten, wird konstatiert, dass erst in konkreten Bezugnahmen so etwas wie ein wirkliches Ding als Relatum einer bewussten Bezugnahme bedeutend ist. Die Frage nach der Wirklichkeit, hingegen, ist unsinnig, da sie sich selbst paradox beantwortet: Sie kann a priori nur in einer Wirklichkeit gestellt werden. Genau genommen handelt es sich hierbei sonach um den argumentativen Fehlschluss der Petitio principii; vorausgesetzt wird in der These, was ursprünglich erst zu beweisen gilt.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einführung: Darstellung der Zielsetzung der Arbeit, die wissenschaftstheoretischen Voraussetzungen der Schrift "Geschichten & Diskurse" von Siegfried J. Schmidt auf ihre logische Konsistenz und Viabilität zu prüfen.

2. Theoriegrundlagen der Schmidtschen Konstruktivismuskonzeptionen: Erläuterung des Wechsels von naturalistischen Argumentationsstrategien hin zu einer philosophischen Selbstbegründung sowie Analyse der zentralen Mechanismen wie Setzung und Voraussetzung.

3. Verabschiedung der Defizite?: Kritische Auseinandersetzung mit der Auflösung des Realismusproblems, der Dualismus-Debatte sowie dem Vorwurf der Selbstaufhebung innerhalb der neuen Konstruktivismuskonzeption.

4. Schlussbetrachtung: Von der Endgültigkeit der Vorläufigkeit: Fazit über den Erfolg der Schmidtsche Neukonzeption sowie eine Einschätzung hinsichtlich der verbliebenen Problematiken bei dem Versuch eines non-dualistischen Konstruktivismus.

5. Biographie: Auflistung der im Text zitierten Literatur und Quellen.

Schlüsselwörter

Konstruktivismus, Siegfried J. Schmidt, Wirklichkeitskonstruktion, Dualismus, Selbstaufhebung, Beobachtertheorie, Wirklichkeitsmodell, Kulturprogramm, Epistemologie, Setzung, Voraussetzung, Kontingenz, Non-Dualismus, Erkenntnistheorie, Systemtheorie.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit einer wissenschaftstheoretischen Analyse des Werks von Siegfried J. Schmidt, insbesondere dem Übergang vom "Radikalen Konstruktivismus" hin zu einer neuen Epistemologie in "Geschichten & Diskurse".

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Zentral sind die Themen Wirklichkeitskonstruktion, das Dualismus-Problem, die Rolle des Beobachters sowie die Frage der Selbstaufhebung konstruktivistischer Theorien.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu prüfen, ob es Schmidt in seinen späteren Schriften gelingt, die inhaltlichen Inkonsistenzen und dualistischen Defizite früherer konstruktivistischer Ansätze erfolgreich zu beheben.

Welche wissenschaftliche Methode wird angewendet?

Es handelt sich um eine analytische wissenschaftstheoretische Arbeit, die durch den Vergleich verschiedener Publikationen des Autors und die Heranziehung philosophischer Positionen (z.B. Mitterer, Hegel, Spencer-Brown) argumentiert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die theoretischen Grundlagen (Setzung/Voraussetzung), die Beobachterproblematik sowie die Versuche, das Realismusproblem und den Dualismus innerhalb des Konstruktivismus aufzulösen.

Welche Schlüsselbegriffe prägen die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind insbesondere der Konstruktivismus, das Wirklichkeitsmodell, das Kulturprogramm, Kontingenz, Selbstaufhebung und die Differenzierung zwischen verschiedenen Beobachterordnungen.

Warum spielt das "Realismusproblem" eine so große Rolle?

Das Realismusproblem ist ein zentraler Kritikpunkt am Konstruktivismus, da dieser oft vorgeworfen bekommt, die Wirklichkeit zu leugnen; Schmidts Strategie der "Auflösung" statt "Lösung" bildet den Kern der Untersuchung.

Inwiefern ist das Hegelsche Erbe für Schmidts Theorie wichtig?

Die Arbeit hinterfragt kritisch, ob Schmidts Rückgriff auf Hegels Konzept der "Setzung" tatsächlich einen non-dualistischen Ansatz ermöglicht oder ob er damit ungewollt erneut in dialektische Widersprüche gerät.

Was bedeutet die "Endgültigkeit der Vorläufigkeit"?

Der Titel der Schlussbetrachtung deutet darauf hin, dass wissenschaftliche Erkenntnisse im konstruktivistischen Kontext stets vorläufig bleiben müssen und das "Weiterdenken" selbst das eigentliche Ziel wissenschaftlichen Arbeitens darstellt.

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Detalles

Título
Über den Konstruktivismus hinaus?
Subtítulo
Eine wissenschaftstheoretische Auseinandersetzung mit „Der Radikale Diskurs des Konstruktivismus“ und „Geschichten & Diskurse“ von Siegfried J. Schmidt
Universidad
University of Siegen
Curso
Kulturwissenschaftliche Wissenschaftstheorie
Calificación
1,3
Autor
Laura Dorfer (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
26
No. de catálogo
V147787
ISBN (Ebook)
9783640596263
ISBN (Libro)
9783640595907
Idioma
Alemán
Etiqueta
Siegfried J. Schmidt Schmidt Konstruktivismus Radikaler Konstruktivismus Beobachterproblematik Dualismen Dual Non-dualistische Medientheorie. Weber Mitterer Maturana Jünger Realismusproblem Dualismusdebatte Realismus Setzung Vorrausetzung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Laura Dorfer (Autor), 2009, Über den Konstruktivismus hinaus?, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147787
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