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Schulische Leistungsangst, Attribution & Leistung

Title: Schulische Leistungsangst, Attribution & Leistung

Literature Review , 2002 , 25 Pages , Grade: 1,1

Autor:in: Mag. Arno Krause (Author)

Psychology - Intelligence and Learning Psychology
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Summary Excerpt Details

We present the article of Kirschmann & Röhm who on the one hand explored the role of gender and school-type differences in the view of anxiety of performance, school perform-ance and attribution in general, and on the other hand within the subgroup of success and failure motivated students of classes 6 and 8. The authors used the seldom described effec-tive strength, a figure of practical relvance. This practically important measurement of asso-ciation between treatment and effect is explained in a short chapter. - The investigation of the total sample showed low association concerning school-type and gender effects. How-ever, junior high school pupils attributed failure much more to missing talent than grammar school pupils.

Key-Words
AEM 5-7 | anxiety of performance | attribution | concept of worry and emotionality | effective strength | KFS-I | motivation of failure | motivation of success | performance.

Zusammenfassung
Dargestellt wird die gleichnamige Untersuchung von Kirschmann & Röhm, die in ihrer Studie einerseits die Rolle von Geschlecht und Schultyp im Hinblick auf Leistungsangst, Leistung und Attribution ganz allgemein untersuchten, aber auch innerhalb der Subgruppe von Erfolgs- und Mißerfolgsmotivierten bei Schülern der 6. und 8. Schulklasse. Die Besonderheit dieser Untersuchung liegt in der Verwendung von Effektgrößen als Maße der praktischen Relevanz. Demzufolge wird auch in der vorliegenden Arbeit dieser Ergänzung zum "klassischen" Signifikanztest Beachtung geschenkt und die Effektgröße kurz skizziert. - Als Ergebnis der Studie zeigte sich in der Gesamtbetrachtung in Hinsicht auf den Schultyp und auch auf das Geschlecht praktisch wenig bedeutsame Unterschiede. Allerdings wiesen Hauptschüler tendenziell ungünstigere Attributionstendenzen auf.

Schlagworte
AEM 5-7 | Attribution | Behrrschungs- und Hilflosigkeitskonzept | Effektgröße | Erfolgsmotivation | KFS-I | Leistung | Leistungsangst | Mißerfolgsmotivation.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. VORSTELLUNG DER UNTERSUCHUNG

1.1.Theoretischer Hintergrund und Grundlagen

1.2.Fragestellung der Untersuchung

1.3.Methode der Untersuchung

2. ZUR OPERATIONALISIERUNG VON ERFOLGS- UND MIßERFOLGSMOTIVATION

2.1.Attributionsfragebogen für Erfolg und Mißerfolg für die 5.-7. Schulstufe (AEM 5-7)

2.2.Exkurs: Fragebogen zur Erfassung der Erfolgs- und Mißerfolgsattribuierung EMA

3. EXKURS: EFFEKTGRÖßE

3.1.Signifikanzniveau und Effektgröße

3.2.Zur Bestimmung der Effektgröße

4. ERGEBNISSE

5. DISKUSSION

Zielsetzung & Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, die Rolle von Geschlecht und Schultyp im Hinblick auf schulische Leistungsangst, Leistung und Attribution zu untersuchen. Dabei wird insbesondere geprüft, ob sich bei erfolgs- und misserfolgsmotivierten Schülern der 6. und 8. Schulklasse Unterschiede feststellen lassen und inwieweit diese für die pädagogische Praxis relevant sind.

  • Analyse von Leistungsangst und deren Komponenten (Worry und Emotionality)
  • Untersuchung von Attributionsstilen (Beherrschungs- vs. Hilflosigkeitskonzept)
  • Einsatz der Effektgröße zur Beurteilung der praktischen Relevanz statistischer Ergebnisse
  • Vergleich von Geschlechterunterschieden und Schultypeinflüssen
  • Operationalisierung psychologischer Konstrukte durch standardisierte Fragebögen (AEM 5-7, KFS-I)

Auszug aus dem Buch

1.1. Theoretischer Hintergrund und Grundlagen

Bei anderen Untersuchungen der schulischen Leistungsangst-Forschung gab es häufig ein übereinstimmendes Ergebnis. Es zeigte sich, daß Mädchen generell höhere Angstscores erzielen als Jungs. Die meisten Autoren warnen jedoch davor dieses Resultat kritiklos zu interpretieren, da es sich dabei nicht einfach um reale Angstunterschiede handle. Vielmehr seien diese höheren Angstscores auf andere Determinanten zurückzuführen. Kirschmann & Röhm nennen folgende mögliche Einflußfaktoren:

Angstunterschiede als Folge geschlechtsrollenspezifischer Erziehung - d.h. Mädchen können eher Angst zugeben

Herkömmliche Angstfragebögen enthalten teilweise geschlechtsspezifische Items

Bei anderen Untersuchungen wurden sehr große Stichproben verwendet - d.h. bereits geringfügige und möglicherweise praktisch wenig relevante Abweichungen wurden statistisch signifikant

Somit stellte sich für die Untersucher also die Frage, inwieweit den gefundenen Geschlechtsdifferenzen "wahre Angstunterschiede" zugrunde liegen. Als weitere Frage wollte man untersuchen, ob diese Unterschiede überhaupt von praktischer Bedeutung sind.

Zusammenfassung der Kapitel

1. VORSTELLUNG DER UNTERSUCHUNG: Dieses Kapitel erläutert den theoretischen Hintergrund sowie die Forschungsfragen der Studie, die sich primär auf die Auswirkungen von Geschlecht und Schultyp auf die schulische Leistung und Angst konzentriert.

2. ZUR OPERATIONALISIERUNG VON ERFOLGS- UND MIßERFOLGSMOTIVATION: Hier werden die verwendeten Instrumente (AEM 5-7 und EMA) detailliert vorgestellt, um das Verhalten von erfolgs- bzw. misserfolgsmotivierten Schülern messbar zu machen.

3. EXKURS: EFFEKTGRÖßE: Dieses Kapitel begründet die Notwendigkeit der Effektgröße als Ergänzung zum klassischen Signifikanztest, um die praktische Relevanz von Forschungsergebnissen unabhängig vom Stichprobenumfang zu bewerten.

4. ERGEBNISSE: Die empirischen Daten der Untersuchung werden hier präsentiert, wobei signifikante Unterschiede zwischen Leistungs- und Motivationsgruppen in Bezug auf Schulnoten und Angstwerte aufgezeigt werden.

5. DISKUSSION: Die Ergebnisse werden interpretiert und in den Kontext bestehender psychologischer Theorien gesetzt, wobei besonders auf die praktische Relevanz der gefundenen Differenzen eingegangen wird.

Schlüsselwörter

Leistungsangst, Attribution, Erfolgsmotivation, Misserfolgsmotivation, Effektgröße, Schulleistung, KFS-I, AEM 5-7, Geschlechtsunterschiede, Schultyp, Hilflosigkeit, Kausalattribution, pädagogische Diagnostik, Leistungsdiagnose, statistische Signifikanz.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit primär?

Die Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Geschlecht, Schultyp, Leistungsangst sowie Attributionsstilen bei Schülern der 6. und 8. Jahrgangsstufe.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Erfolgs- und Misserfolgsmotivation (nach Weiner), das Beherrschungs- und Hilflosigkeitskonzept (nach Dweck) sowie die Messung schulischer Leistungsangst.

Was ist das primäre Forschungsziel?

Das Ziel ist es, zu klären, ob beobachtete Unterschiede in der Leistungsangst zwischen Mädchen und Jungen oder zwischen Schultypen von echter praktischer Bedeutung sind oder lediglich statistische Artefakte darstellen.

Welche methodischen Ansätze kommen zur Anwendung?

Neben statistischen Standardverfahren wie Varianzanalysen nutzen die Autoren die "Effektgröße", um die praktische Relevanz ihrer Ergebnisse zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Untersuchung behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Operationalisierung der Motivationsgruppen, der methodischen Durchführung der Testungen (AEM 5-7, KFS-I) und der Auswertung der erhobenen Daten.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die wichtigsten Schlagworte sind Leistungsangst, Attribution, Effektgröße, Erfolgsmotivation und Misserfolgsmotivation.

Warum spielt die Effektgröße eine so zentrale Rolle in dieser Arbeit?

Die Effektgröße hilft, den Nachteil klassischer Signifikanztests zu überwinden, bei denen in sehr großen Stichproben auch kleinste, praktisch irrelevante Unterschiede statistisch signifikant werden.

Was bedeutet das "Beherrschungs- und Hilflosigkeitskonzept" nach Dweck im schulischen Kontext?

Es beschreibt, wie Schüler Erfolge und Misserfolge begründen. "Hilflose" Schüler führen Misserfolge häufig auf mangelnde Fähigkeiten zurück, was zu einer Abnahme der Motivation und Leistungsangst führt.

Welche Erkenntnis ziehen die Autoren aus dem Vergleich der Schultypen?

Es zeigt sich, dass Hauptschüler tendenziell eher Misserfolg auf mangelnde Begabung attribuieren als Gymnasiasten, wenngleich die praktische Varianzaufklärung oft gering ausfällt.

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Details

Title
Schulische Leistungsangst, Attribution & Leistung
College
University of Innsbruck  (Institut für Psychologie)
Course
Seminar Neuere Fachliteratur
Grade
1,1
Author
Mag. Arno Krause (Author)
Publication Year
2002
Pages
25
Catalog Number
V147805
ISBN (eBook)
9783640596270
ISBN (Book)
9783640596126
Language
German
Tags
anxiety of performance attribution concept of worry and emotionality effective strength motivation of failure motivation of success performance AEM 5-7 Attribution Behrrschungs- und Hilflosigkeitskonzept Effektgröße Erfolgsmotivation KFS-I Leistung Leistungsangst Mißerfolgsmotivation
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Mag. Arno Krause (Author), 2002, Schulische Leistungsangst, Attribution & Leistung, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147805
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