Hier liegt eine Rezension des Buches "Orientierung Erziehungswissenschaft. Was sie kann, was sie will" von Dieter Lenzen auf sechs Seiten vor.
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung
1.1 Einleitung
1.2 Normative Pädagogik
1.3 Dimensionen des Unterrichts
2. Studium der Erziehungswissenschaften
2.1 Allgemeine Leistungsdispositionen
2.2 Spezielle Voraussetzungen
2.3 Spezielle Entscheidungen
2.4 Strukturen der Erziehungswissenschaft
3. Fachrichtungen und pädagogische Berufe
3.1 Allgemeine und Systematische Pädagogik
3.2 Vergleichende Erziehungswissenschaft
3.3 Sozialpädagogik
3.4 Erwachsenenpädagogik und –bildung
3.5 Schulpädagogik
3.6 Berufs- und Wirtschaftspädagogik
4. Erziehungswissenschaftliche Konzeptionen
4.1 Geisteswissenschaftliche Pädagogik
4.2 Empirische Erziehungswirklichkeit
4.3 Prinzipienwissenschaftliche Pädagogik
4.4 Kritische Erziehungswissenschaft
4.5 Strukturalistische und Poststrukturalistische Erziehungswissenschaft
4.6 Systemtheoretische und Konstruktivistische Erziehungswissenschaft
4.7 Reflexive Erziehungswissenschaft
5. Pädagogische Grundvorgänge
5.1 Erziehung
5.2 Bildung
5.3 Sozialisation
5.4 Unterricht
5.5 Hilfe Beratung und mehr
6. Zukünftige und geschichtliche Entwicklung
Zielsetzung & Themen
Das Werk dient als strukturierter Orientierungsleitfaden für Schüler und Studenten, um ein grundlegendes Verständnis für das Studium der Erziehungswissenschaft sowie die damit verbundenen pädagogischen Berufsfelder und Disziplinen zu entwickeln.
- Strukturierung des Erziehungswissenschaftsstudiums und Entscheidungshilfen
- Systematische Einordnung erziehungswissenschaftlicher Fachrichtungen
- Analyse pädagogischer Grundvorgänge wie Bildung, Erziehung und Sozialisation
- Diskussion theoretischer Konzeptionen der Erziehungswissenschaft
- Reflexion der geschichtlichen und zukünftigen Entwicklung des Fachbereichs
Auszug aus dem Buch
Erziehungswissenschaftliche Konzeptionen
Er beginnt dabei im vierten Kapitel mit den Erziehungswissenschaftlichen Konzeptionen, die jeweils definiert werden, beginnend mit der Geisteswissenschaftlichen Pädagogik, indem er den Vorgang des Verstehens und des Gewinnens an Erfahrung übersichtlich erklärt.(4.1) Dabei differenziert er zwischen Geisteswissenschaften und den Naturwissenschaften. Die Geisteswissenschaftliche Pädagogik hilft dabei, die Erziehungswirklichkeit zu verstehen. Die folgende Empirische Erziehungswirklichkeit unterzieht Hypothesen und Aussagen einer rationalen Kritik und mit den gewonnenen Erkenntnissen die Erziehungswirklichkeit zu erklären.(4.2) Im Gegensatz zu den vorherigen Konzeptionen versucht die Prinzipienwissenschaftliche Pädagogik Axiome zu entwickeln, die Normen, Einsichten und Ziele verallgemeinern und dadurch helfen sollen, orientiert und zielgerichtet zu Handeln.(4.3)
Dabei stellt die Kritische Erziehungswissenschaft den Versuch dar, theoretische Grundannahmen auf Erziehung und Bildung anzuwenden und kritisch zu betrachten.(4.4) Da aber in dieser Konzeption nur oberflächliche Strukturen der Gesellschaft betrachtet wurden, fing die Strukturalistische und Poststrukturalistische Erziehungswissenschaft an, Tiefenstrukturen der Gesellschaft zu betrachten um genauere Überlegungen möglich zu machen.(4.5) Die Systemtheoretische und Konstruktivistische Erziehungswissenschaft beschäftigt sich im Gegensatz dazu mit der Struktur der Teilsysteme der Erziehungswissenschaft. Dadurch steht nicht mehr das Individuum im Vordergrund, sondern die Strukturen und Mechanismen der einzelnen Systeme.(4.6) Am Ende der Konzeptionen steht die Reflexive Erziehungswissenschaft. Sie baut auf alle vorangegangenen Konzeptionen auf und betrachtet sie reflexiv, wodurch man begreift, dass viele Konzeptionen nur die Antworten und Ablösungen vorangegangener sind.(4.7)
Zusammenfassung der Kapitel
1. Einleitung: Das Kapitel führt in den Lehrerberuf ein, erläutert philosophische Einflüsse und definiert zentrale Begriffe wie die normative Pädagogik sowie die Dimensionen des Unterrichts.
2. Studium der Erziehungswissenschaften: Hier werden Anforderungen an Studierende, allgemeine Leistungsdispositionen sowie praktische Hilfestellungen und Strukturen für den Studienbeginn thematisiert.
3. Fachrichtungen und pädagogische Berufe: Es erfolgt eine detaillierte Erläuterung verschiedener Fachdisziplinen wie Sozialpädagogik, Schulpädagogik und Berufs- und Wirtschaftspädagogik.
4. Erziehungswissenschaftliche Konzeptionen: Dieses Kapitel definiert wissenschaftliche Strömungen von der Geisteswissenschaftlichen bis zur Reflexiven Erziehungswissenschaft.
5. Pädagogische Grundvorgänge: Der Fokus liegt auf der Definition zentraler Grundbegriffe wie Erziehung, Bildung, Sozialisation und Unterricht.
6. Zukünftige und geschichtliche Entwicklung: Das Abschlusskapitel beleuchtet den historischen Kontext und den aktuellen Umbruch innerhalb der Erziehungswissenschaft.
Schlüsselwörter
Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Lehramt, Studium, Bildungstheorie, Sozialisation, Fachrichtungen, Didaktik, Geisteswissenschaftliche Pädagogik, Bildungsforschung, Berufsorientierung, Systemtheorie, Sozialpädagogik, Empirie, Erziehungsziele
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch bietet einen umfassenden Überblick über das Studium der Erziehungswissenschaft, gliedert sich in verschiedene Fachrichtungen und führt in zentrale pädagogische Theorien sowie Grundvorgänge ein.
Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?
Die zentralen Felder umfassen die Struktur des Studiums, die Definition pädagogischer Grundbegriffe, die Darstellung verschiedener wissenschaftlicher Konzeptionen und die Analyse pädagogischer Berufsfelder.
Was ist das primäre Ziel des Werkes?
Das Ziel ist es, Schülern und angehenden Studenten eine Orientierungshilfe für das Studium der Erziehungswissenschaften und den damit verbundenen Lehrerberuf zu geben.
Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?
Es handelt sich um eine fachwissenschaftliche Einführung, die Konzepte, Theorien und empirische Ansätze der Erziehungswissenschaft systematisch ordnet und erläutert.
Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?
Im Hauptteil werden sowohl studienorganisatorische Aspekte als auch theoretische Grundlagen wie Konzeptionen der Pädagogik und Begriffe wie Sozialisation und Bildung vertieft.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
Besonders prägend sind Begriffe wie Erziehungswissenschaft, Pädagogik, Studium, Fachrichtungen, Berufsorientierung und pädagogische Grundvorgänge.
Wie bewertet der Rezensent die Zweiteilung des Buches?
Der Rezensent sieht die Zweiteilung kritisch, da sie für den jeweiligen Zielleser zu wenig Tiefe bietet und die hohen Anforderungen an den Lehrerberuf eher demotivierend auf Studieninteressierte wirken könnten.
Warum wird die Aktualität des Werkes in der Rezension hinterfragt?
Die Kritik basiert darauf, dass trotz der Neuauflage von 2007 der inhaltliche Kern auf Daten von 1999 beruht und aktuelle Entwicklungen wie der Bologna-Prozess nicht ausreichend berücksichtigt wurden.
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- Tim Bandow (Author), 2009, Rezension des Buches von Dieter Lenzen: "Orientierung Erziehungswissenschaft. Was sie kann, was sie will.", Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147819