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Erzfeinde, Freiheitskämpfer, Bürger Roms. Der Wandel des Gallierbildes von Caesar zu Tacitus

Title: Erzfeinde, Freiheitskämpfer, Bürger Roms. Der Wandel des Gallierbildes von Caesar zu Tacitus

Term Paper , 2021 , 21 Pages , Grade: 2,7

Autor:in: Oliver Kamm (Author)

World History - Early and Ancient History
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Summary Excerpt Details

Die vorliegende Seminararbeit befasst sich mit der Darstellung von Galliern in den Schriften Caesars und des Historikers Publius Cornelius Tacitus. Dafür werden Teile von Caesars Commentarii de bello Gallico sowie eine Auswahl aus den Annalen und Historien des Tacitus untersucht. Die Kulturkontakte der Römer im Rahmen ihrer Expansionspolitik werden in zahlreichen wissenschaftlichen Arbeiten thematisiert, die für diese Arbeit als Sekundärliteratur verwendet wurden.
Unter Reflexion der historischen Ereignisse und der Art ihrer Beschreibung in den Schriften sowie durch den direkten Vergleich sollen am Ende dieser Arbeit etwaige Entwicklungen in der Auffassungsweise gegenüber Galliern auf römischer Seite deutlich werden. Es ist nicht das Ziel dieser Arbeit die Schriften auf ihre historische Korrektheit zu überprüfen.

Im ersten Kapitel des Hauptteils „Römisch-gallisch und gallo-römisch“ wird ein knapper Überblick über die römisch-gallische Geschichte gegeben.
Das zweite Kapitel „Caesar – Commentarii de Bello Gallico“ enthält die für diese Arbeit relevanten Informationen über die historische Persönlichkeit Gaius Iulius Caesar. Anschließend folgt eine knappe Zusammenfassung der hier untersuchten Bücher des Berichts.
Das darauffolgende Kapitel „Tacitus – Annales und Historiae“ enthält eine kurze Übersicht über das Leben des Publius Cornelius Tacitus und über den Inhalt der hier behandelten Werke.
Die Herausarbeitung der Behandlung der gallischen Völker und der Vergleich der in den Schriften der beiden Autoren enthaltenen Darstellungen erfolgt im letzten Kapitel „Fremdes Gallien und Gallische Römer – Die Schriften im Vergleich“.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erzfeinde, Freiheitskämpfer, Bürger Roms – Der Wandel des Gallierbildes von Caesar zu Tacitus

2.1 Römisch-gallisch und gallo-römisch

2.2 Caesar – Commentarii de Bello Gallico

2.3 Tacitus – Annales und Historiae

2.4 Fremdes Gallien und Gallische Römer – Die Schriften im Vergleich

3. Schluss

4. Literatur- und Quellenverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Seminararbeit untersucht den Wandel in der römischen Wahrnehmung und Darstellung gallischer Völker, basierend auf einem direkten Vergleich zwischen den Commentarii de bello Gallico von Gaius Iulius Caesar sowie den Annalen und Historien des Tacitus. Das primäre Ziel ist es, unter Reflexion der historischen Ereignisse aufzuzeigen, wie sich das Bild des Galliers vom „Erzfeind“ und „Barbaren“ hin zum integrierten Bewohner des Römischen Reiches entwickelte.

  • Analyse der gallischen Darstellung in Caesars Commentarii de bello Gallico.
  • Untersuchung der Perspektive des Tacitus in den Werken Annales und Historiae.
  • Vergleichende Betrachtung der Integrationsbemühungen und des Freiheitsbegriffes.
  • Beurteilung der Entwicklung des römischen Verständnisses von Gallien.
  • Reflexion über die Verwendung von Stereotypen in der römischen Geschichtsschreibung.

Auszug aus dem Buch

2.4 Fremdes Gallien und gallische Römer – Die Schriften im Vergleich

Beim Lesen der Quellen und der genaueren Betrachtung wird deutlich, dass bei der Schilderung der Ereignisse immer wieder der Fokus auf das Volk der Gallier gesetzt wird. Beide Autoren schrieben über Handlungen, in welche gallische Stämme und Einzelpersonen verstrickt waren oder fügten in ihre Werke sogar systematische Beschreibungen des Volkes ein. Dies steht sinnbildlich für das besondere Verhältnis zwischen Römern und Galliern, das in der Geschichte einen besonderen Stellenwert einnimmt. Caesar und Tacitus gelten als bekannte Chronisten ihrer Zeit und da zwischen der Wirkungszeit Caesars und Tacitus mehr als ein Jahrhundert liegt, bietet es sich an, in den Werken der beiden Geschichtsschreiber einen genaueren Blick auf diese Entwicklung der römisch-gallischen Verhältnisse zu werfen.

Im siebten Buch des Bellum Gallicum fällt bei der Beschreibung der Schlacht von Alesia zugleich eine Darstellungsweise von Galliern auf, die sich an den jeweiligen Stellen zwar unterschiedlich stark zeigt, jedoch durch das komplette Werk Caesars und teilweise auch durch das des Tacitus zieht. Gallier werden als den Römern allgemein unterlegen dargestellt. So schreibt Caesar im 80. Kapitel des siebten Buches von brüllenden Galliern, die praktisch nur in der Schlacht eine Überlegenheit erreichen konnten und dies nur zahlenmäßig. Ansonsten seien sie den Römern auf dem Feld nicht gewachsen gewesen. Auch den Häduern sei bei Gergovia nichts anderes geblieben als sich zu ergeben und um ihre Leben zu bangen. Des Weiteren werden einzelne ihrer Stämme als unzuverlässig und schwach beschrieben. Diesem Zustand der Unterlegenheit habe Caesar teilweise entgegengewirkt, indem er seinen Verbündeten, wie den Häduern einst, zu einer besseren Stellung innerhalb Galliens und zu mehr Einfluss unter den Stämmen verholfen habe.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Thematik der Begegnung Roms mit gallischen Kulturen ein und definiert das Ziel der Arbeit, die Darstellung von Galliern bei Caesar und Tacitus zu vergleichen, ohne dabei die historische Korrektheit der Schriften zu prüfen.

2. Erzfeinde, Freiheitskämpfer, Bürger Roms – Der Wandel des Gallierbildes von Caesar zu Tacitus: Dieses Hauptkapitel analysiert das sich wandelnde Bild der Gallier über die Zeit hinweg.

2.1 Römisch-gallisch und gallo-römisch: Das Unterkapitel vermittelt einen historischen Überblick über die Eroberung Galliens durch Rom und die beginnende Akkulturation der gallischen Stämme unter römischer Herrschaft.

2.2 Caesar – Commentarii de Bello Gallico: Hier werden die biographischen Daten Gaius Iulius Caesars und der Inhalt seiner Commentarii für die Untersuchung der römischen Sichtweise aufbereitet.

2.3 Tacitus – Annales und Historiae: Dieses Kapitel liefert eine biografische Übersicht zu Publius Cornelius Tacitus sowie einen Einblick in die Struktur und Zielsetzung seiner historischen Werke.

2.4 Fremdes Gallien und gallische Römer – Die Schriften im Vergleich: Im letzten Hauptteil werden die Darstellungen beider Autoren direkt gegenübergestellt, um Entwicklungen in der Wahrnehmung der gallischen Identität und Integration zu verdeutlichen.

3. Schluss: Das Fazit fasst zusammen, dass die Autoren stark parteiisch aus einer römischen Perspektive schrieben, wobei die Schriften des Tacitus eine Tendenz zur Akzeptanz der Gallier als künftige Mitbürger andeuten.

4. Literatur- und Quellenverzeichnis: Dies ist ein systematisches Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Sekundärliteratur und der herangezogenen antiken Primärquellen.

Schlüsselwörter

Gallien, Römische Geschichte, Gaius Iulius Caesar, Publius Cornelius Tacitus, Commentarii de bello Gallico, Annalen, Historien, Romanisierung, Integration, Freiheit, Vercingetorix, Identität, Antike, Kulturkonflikt, Imperialismus

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie römische Autoren – konkret Caesar und Tacitus – die gallischen Völker in ihren Werken darstellten und wie sich diese Wahrnehmung über den Zeitraum von über einem Jahrhundert veränderte.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Arbeit fokussiert auf die Themenbereiche Eroberungspolitik, römische Identität, Freiheitsbegriff der Gallier, Bestechlichkeit, Aberglauben und schließlich die Integration der einheimischen Bevölkerung in das römische Staatsgebilde.

Welches primäre Ziel verfolgt die Forschungsfrage?

Das Hauptziel ist es, einen Wandel im römischen Gallierbild aufzuzeigen: von der Darstellung des barbarischen Erzfeindes bei Caesar hin zu einer zunehmenden Integration und Akzeptanz als römische Staatsbürger bei Tacitus.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Es handelt sich um eine interpretatorische Literatur- und Quellenanalyse, bei der zentrale antike Primärtexte mit wissenschaftlicher Sekundärliteratur verknüpft und miteinander verglichen werden.

Was wird im Hauptteil der Seminararbeit behandelt?

Im Hauptteil werden zunächst der historische Rahmen und die Autorenbiographien vorgestellt. Danach erfolgt ein intensiver textbasierter Vergleich zwischen Caesar und Tacitus hinsichtlich der Charakterisierung von Galliern, deren Freiheitsbestrebungen und der Bewertung ihrer Integration ins Imperium Romanum.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit?

Die wesentlichen Begriffe sind Gallien, Römische Geschichte, Caesar, Tacitus, Romanisierung, Integration, Identität und Freiheit.

Wie unterscheidet sich Caesars Bild der Gallier von dem des Tacitus?

Während Caesar die Gallier primär im Kontext seiner militärischen Siege als oft „leichtgläubige“ und „unterlegene“ Feinde schildert, bietet Tacitus ein etwas differenzierteres Bild, das bereits die Debatte um die politische Integration gallischer Adliger in den Senat umfasst.

Welche Rolle spielen die „Gerüchte“ in der Darstellung beider Autoren?

Beide Autoren nutzen das Motiv der Leichtgläubigkeit, um zu erklären, wie schnell sich in Gallien Gerüchte verbreiteten, die zu Aufständen gegen Rom führten, wobei dies gleichzeitig dazu diente, die Notwendigkeit der römischen Kontrolle zu legitimieren.

Wie wird das Konzept der „Freiheit“ bei Vercingetorix bewertet?

Caesar erkennt den Freiheitswillen der Gallier zwar an, wertet diesen jedoch aus römischer Perspektive ab, da er eine Unterordnung unter römische Herrschaft als die einzig zivilisierte Lösung betrachtet.

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Details

Title
Erzfeinde, Freiheitskämpfer, Bürger Roms. Der Wandel des Gallierbildes von Caesar zu Tacitus
College
University of Würzburg  (Institut für Geschichte)
Course
Hauptseminar: Identitäts- und Kulturkonflikte im Römischen Reich im 1. Jh. n. Chr.
Grade
2,7
Author
Oliver Kamm (Author)
Publication Year
2021
Pages
21
Catalog Number
V1478315
ISBN (PDF)
9783389031209
ISBN (Book)
9783389031216
Language
German
Tags
Alte Geschichte, Römisches Reich, Identität, Gallische Stämme, Caesar, Tacitus
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Oliver Kamm (Author), 2021, Erzfeinde, Freiheitskämpfer, Bürger Roms. Der Wandel des Gallierbildes von Caesar zu Tacitus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478315
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