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Der Vorname Kevin. Einblicke in die Popularitätsentwicklung und den Ansehensverlust des Vornamens

Titre: Der Vorname Kevin. Einblicke in die Popularitätsentwicklung und den Ansehensverlust des Vornamens

Exposé Écrit pour un Séminaire / Cours , 2023 , 18 Pages , Note: 2,3

Autor:in: Greta Gamba (Auteur)

Onomastique, Science des noms
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Résumé Extrait Résumé des informations

Die vorliegende Seminararbeit untersucht die Entstehung und den Rückgang der Popularität des männlichen Vornamens Kevin in Deutschland. Der Fokus liegt dabei zunächst auf der Struktur des Namens Kevin und dem Vergleich mit anderen beliebten männlichen Vornamen in den 1990er-Jahren bis in die 2010er-Jahre. Im Anschluss wird auf Namenmoden eingegangen und die vier Phasen nach Debus, die Vornamen durchlaufen können, erläutert. Zudem werden kulturelle und soziale Einflüsse untersucht, die eine Rolle bei der Beliebtheit und dem anschließenden Popularitätsverlust des Namens Kevin gespielt haben könnten. Außerdem wird der Ausdruck Kevinismus in die Analyse mit einbezogen. Abschließend erfolgt eine zusammenfassende Darstellung des Aufstiegs und Falls des Vornamens Kevin. Durch diese umfassende Analyse wird ein detailliertes Verständnis für die Entwicklung und Veränderung der Beliebtheit dieses Vornamens geschaffen.

„Vornamen verleihen Identität, ein Leben lang“ (Reviol 2012). Meist sind sie das Erste, was man von jemand anderem erfährt. Sie prägen häufig den initialen Eindruck einer Person und können bestimmte Assoziationen hervorrufen (Oelkers 2003). Der Vorname Kevin ruft gegenwärtig häufig eine negative Assoziation hervor. Diese aktuelle negative Konnotation steht im Gegensatz zu seiner früheren Beliebtheit. Während der Vergangenheit, insbesondere in den 1990er-Jahren, genoss der Name Kevin einen Trendstatus und erfreute sich großer Beliebtheit. Die Diskrepanz zwischen seiner einstigen Popularität und dem heutigen negativen Image des Namens Kevin stellt ein interessantes Phänomen dar, dem sich diese Seminararbeit widmet.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Vornamenstrukturen

3. Namenmoden

3.1 Vier-Phasen-Modell

4. Kulturelle und Soziale Einflüsse auf Vornamen

4.1 Beliebtheit des Namens Kevin

4.2 Ansehensverlust des Namens Kevin

4.3 Kevinismus

5. Fazit

6. Quellen- und Literaturverzeichnis

6.1 Quellenverzeichnis

6.2 Literaturverzeichnis

7. Tabellen- und Abbildungsverzeichnis

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und den anschließenden Popularitätsrückgang des männlichen Vornamens Kevin in Deutschland, wobei der Fokus auf kulturellen Einflüssen, sozioonomastischen Aspekten und der medialen sowie gesellschaftlichen Wahrnehmung des Namens liegt.

  • Strukturelle Analyse des Namens Kevin im Kontext von Vornamen-Hitlisten.
  • Erläuterung des Vier-Phasen-Modells nach Debus als theoretischer Rahmen für Namenmoden.
  • Untersuchung kultureller und sozialer Einflüsse, die zur hohen Beliebtheit in den 1990er-Jahren führten.
  • Analyse der negativen Konnotationen und des Phänomens "Kevinismus" als Ursachen für den Ansehensverlust.
  • Reflexion über den Zusammenhang zwischen Namensgebung und sozialer Herkunft bzw. Bildungsniveau.

Auszug aus dem Buch

4.3 Kevinismus

Kevinismus ist ein Ausdruck, der in Diskussionen über die Auswirkungen von Vornamen immer häufiger auftritt und auf den männlichen Vornamen Kevin zurückzuführen ist. Die satirische Seite de.uncyclopedia.org (2012) definiert Kevinismus als:

krankhafte Unfähigkeit, menschlichem Nachwuchs menschliche Namen zu geben. Kevinismus führt bei den Erkrankten und vor allem bei deren Nachwuchs zur sozialen Isolation. Die Betroffenen entwickeln eine Psychose gegen gesunde Menschen und verkehren nur mit Personen, die ebenfalls an Kevinismus leiden.

Aber auch renommierte Magazine wie Die Welt, Die Zeit oder Die Süddeutsche diskutieren in einigen Beiträgen dieses Phänomen. Es wird argumentiert, dass gewisse Namen als Indikatoren für problematische Hintergründe oder auffällige Kinder angesehen werden. So schreibt Katrin Pribyl (2008) Mandy, Peggy, Justin, Kevin – alles klar, die Kinder kommen aus der Unterschicht.

Studien und Untersuchungen haben gezeigt, dass der Name Kevin negative soziale Stereotypen und Assoziationen hervorrufen kann. Insbesondere wurde argumentiert, dass der Name Kevin im populären Diskurs häufig mit bildungsfernen oder sozial benachteiligten Schichten assoziiert wird (Utech 2011: 91, 101, 106, 109). Die Masterarbeit von Julia Kube (2009) untersuchte beispielsweise den Einfluss von Vornamen auf die Chancengleichheit in der frühen Bildungsbiographie. Dabei gaben 54,4% der befragten Lehrkräfte an, den Namen Kevin mit Verhaltensauffälligkeiten in Verbindung zu bringen. Darüber hinaus wurde der Name Kevin eher mit Leistungsschwäche und frech sein assoziiert (Kube 2009: 85–87). Diese negativen Assoziationen und Stereotypen könnten dazu beigetragen haben, dass der Name Kevin in der Wahrnehmung vieler Menschen mit ungünstigen Merkmalen oder problematischen Hintergründen in Verbindung gebracht wird. Diese Studien könnten somit zu einem Ansehensverlust des Namens Kevin beigetragen haben, da Eltern möglicherweise den Wunsch haben, ihren Kindern einen Namen zu geben, der nicht mit negativen Vorurteilen oder sozialen Stereotypen assoziiert wird.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Problematik der Diskrepanz zwischen der einstigen Popularität und dem aktuellen negativen Image des Vornamens Kevin in Deutschland ein.

2. Vornamenstrukturen: Hier werden die linguistischen Merkmale des Namens Kevin analysiert und im Vergleich zu anderen beliebten Jungennamen als nicht ausreichend für den Beliebtheitsverlust bewertet.

3. Namenmoden: Das Kapitel bietet einen historischen Überblick über den Wandel der Namensgebung und erläutert das Vier-Phasen-Modell, um den typischen Lebenszyklus eines Vornamens zu erklären.

3.1 Vier-Phasen-Modell: Dieser Abschnitt beschreibt detailliert die vier Phasen (Innovation, Diffusion, Adaption, Restriktion) und wendet sie auf den Aufstieg und Fall des Namens Kevin an.

4. Kulturelle und Soziale Einflüsse auf Vornamen: Die Untersuchung befasst sich mit externen Faktoren wie Medien, Vorbildern und gesellschaftlichen Einflüssen, die die Namenswahl beeinflussen können.

4.1 Beliebtheit des Namens Kevin: Hier wird dargelegt, wie die internationale Popularität und die Medienpräsenz prominenter Namensträger Kevin zu einem Trendnamen der 1990er-Jahre machten.

4.2 Ansehensverlust des Namens Kevin: Dieses Kapitel thematisiert die negativen medialen Assoziationen sowie Studien, die eine Korrelation zwischen der Namenswahl und der sozialen Schicht der Eltern aufzeigen.

4.3 Kevinismus: Hier wird der diskursive Begriff "Kevinismus" sowie dessen soziologische und psychologische Implikationen im Umgang mit dem Namen Kevin kritisch beleuchtet.

5. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Zusammenfassung der Faktoren, die zur Popularitätsentwicklung von Vornamen beitragen, ohne jedoch eine einfache Kausalität für den aktuellen Stand des Namens Kevin zu behaupten.

Schlüsselwörter

Kevin, Vornamen, Namenmoden, Popularitätsentwicklung, Ansehensverlust, Kevinismus, Soziolinguistik, Namensgebung, soziale Schichten, Vornamenforschung, Stereotypen, Deutschland, kulturelle Einflüsse, Medienwirkung, Identität.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit analysiert die Entwicklung des Vornamens Kevin in Deutschland – von seinem Status als beliebter Trendname in den 1990er-Jahren bis hin zu seinem heutigen negativen Ansehen.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Schwerpunkte liegen auf linguistischen Vornamenstrukturen, Modetheorien in der Namensgebung, soziokulturellen Einflüssen auf die Namenswahl sowie der sozialen Stigmatisierung durch Vornamen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, ein Verständnis für die komplexen Prozesse der Popularitätsänderung dieses speziellen Vornamens und die Rolle von Vorurteilen innerhalb der Gesellschaft zu entwickeln.

Welche wissenschaftliche Methode kommt zum Einsatz?

Die Untersuchung erfolgt durch eine qualitative Analyse von Vornamen-Statistiken, Literaturrecherche zu soziolinguistischen Theorien und die Auswertung von Studien zum Einfluss von Vornamen auf die soziale Wahrnehmung.

Was deckt der Hauptteil ab?

Der Hauptteil behandelt die linguistische Struktur, die Theorie der Namenmoden, die Ursachen für den historischen Erfolg durch prominente Namensträger sowie die Faktoren für den späteren Bedeutungsverlust.

Welche Keywords prägen die Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Namen "Kevin" auch "Kevinismus", "Namensmode", "Soziolinguistik", "Stereotypenbildung" und "soziale Herkunft".

Was genau bedeutet der Begriff "Kevinismus"?

Im Text wird der Begriff als ein meist satirisch geprägter Ausdruck diskutiert, der heute oft im Zusammenhang mit der Annahme verwendet wird, dass Eltern aus sozial schwächeren Schichten dazu neigen, ihren Kindern aus Sicht der Mehrheitsgesellschaft "auffällige" Vornamen zu geben.

Welche Rolle spielen Lehrkräfte in den untersuchten Studien?

Studien wie die von Kube belegen, dass Lehrkräfte bei Kindern mit bestimmten Vornamen wie Kevin dazu neigen, eher Verhaltensauffälligkeiten oder Leistungsschwächen zu assoziieren, was die Chance auf eine neutrale Beurteilung beeinflussen kann.

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Résumé des informations

Titre
Der Vorname Kevin. Einblicke in die Popularitätsentwicklung und den Ansehensverlust des Vornamens
Université
Johannes Gutenberg University Mainz  (Deutsches Institut)
Cours
SHIS: Namenkunde
Note
2,3
Auteur
Greta Gamba (Auteur)
Année de publication
2023
Pages
18
N° de catalogue
V1478379
ISBN (PDF)
9783389031438
ISBN (Livre)
9783389031445
Langue
allemand
mots-clé
Kevin Vornamen Popularität
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Greta Gamba (Auteur), 2023, Der Vorname Kevin. Einblicke in die Popularitätsentwicklung und den Ansehensverlust des Vornamens, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478379
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Extrait de  18  pages
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