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Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus

Passive oder aktive Rolle?

Title: Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus

Term Paper (Advanced seminar) , 2023 , 16 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Greta Gamba (Author)

History of Germany - National Socialism, World War II
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Die Seminararbeit befasst sich mit der Rolle der Frau im Nationalsozialismus und betrachtet diese aus zwei Perspektiven: Die von den Nationalsozialisten konstruierte Frau als Mutter und Ehefrau, wie im Zitat Hitlers beschrieben. Auf der anderen Seite soll die Realität der Frauenrolle untersucht werden. Es wird der Frage nachgegangen, ob die Frau im NSDeutschland eine aktive oder passive Rolle übernahm. Die Arbeit richtet ihren Fokus auf durchschnittliche deutsche Frauen in den Jahren 1933 bis 1945. Es ist anzumerken, dass es nicht eine Geschichte der Frau gibt und sich diese Arbeit, um einen Einblick in dieses vielseitige Thema zu geben, versucht auf die durchschnittliche Frau zu beschränken. Jedoch gibt es bei Frauen sowie Männern große Unterschiede der Handlungsreiche in der NS-Zeit. Sie konnten Täter*innen, Opfer, Mitläufer*innen und Widerstandskämpfer*innen sein.

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Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Perspektivenwechsel in der Forschung

3. Frauen und NS-Politik

4. Die deutsche Frau als Mutter

5. Die deutsche Frau in der NS-Arbeitswelt

5.1 Ärztinnen im nationalsozialistischen Deutschland

5.2 Deutsche Frauen im Kriegsgeschehen

6. Fazit

7. Bibliographische Angaben

7.1. Quellenverzeichnis

7.2 Literaturverzeichnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Rolle der Frau im Nationalsozialismus und hinterfragt das gängige Bild der als passiv konstruierten Frau in der NS-Ideologie, um zu ergründen, ob Frauen tatsächlich eine aktive Rolle in diesem System ausführten.

  • Zwischen Rolle als Mutter/Ehefrau und Realität der NS-Frauenrolle
  • Analyse der aktiven versus passiven Teilhabe an der NS-Ideologie
  • Frauen in der NS-Wirtschaft und ihre Beteiligung am System
  • Die Beteiligung von Ärztinnen und Frauen im Kriegsgeschehen
  • Forschungskontroversen zum Opfer-Täterinnen-Dualismus

Auszug aus dem Buch

4. Die deutsche Frau als Mutter

Die nationalsozialistische Ideologie beruht auf einer strikten Geschlechterdichotomie, die Frauen und Männern angesichts biologischer Merkmale bestimmte Charaktereigenschaften sowie gesellschaftliche Positionen zuschrieb. So wurde der Mann als das stärkere, aktive und aggressive Geschlecht wahrgenommen. Die Frau hingegen galt als dem Mann untergeordnet, als passiv und friedlich, was ihre Stellung als Hausfrau, Mutter und Ehefrau in der Gesellschaft rechtfertigte. Die idelae NS-Frau war demnach Mutter von vielen erbgesunden Kindern, die zurückhaltend und sparsam den Haushalt führte.

Das Kinderbekommen wurde u.a. juristisch geregelt. Zum einem durch das Sterilisationsgesetz von 1933, das bestimmte, dass nur reines Erbgut weitergeben zu sei. Sterilisiert wurden in den darauffolgenden Jahren vor allem psychisch und geistig Behinderte sowie zu einem kleineren Anteil auch körperlich Behinderte sowie alle, die nicht der arischen Rasse entsprachen. Hierbei handelt es sich um „einen Eckpfeiler der Rassenhygiene.“ Dieses Vorgehen stützte sich auf die Annahme, dass die „Bestimmung der Grenzen zwischen dem Politischen und dem Nicht-Politischen selbst eine politische Angelegenheit sei.“ Zum anderen 1935 durch das Gesetz zum Schutz des deutschen Blutes und der deutschen Ehe. Welches zum einem den Begriff Staatsangehörigkeit definiert: „Staatsangehöriger ist, wer dem Schutzverband des Deutschen Reiches angehört und ihn dafür besonders verpflichtet ist“ und verbietet die Eheschließung zwischen Juden und Staatsangehörigen. Sowie das Gesetz zum Schutz der Erbgesundheit des deutschen Volkes, welches ein heiratswilliges Paar dazu verpflichtete ein Ehetauglichkeitszeugnis zu beantragen, das sicherstellen soll, dass die Nachkommen gesundes Erbgut weitergaben.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die ideologische Konstruktion der Frau durch die Nationalsozialisten und stellt die Forschungsfrage nach der aktiven oder passiven Rolle der Frau im NS-Regime.

2. Perspektivenwechsel in der Forschung: Dieses Kapitel zeichnet die wissenschaftliche Debatte nach, die sich von der Opferrolle der Frau hin zur kritischen Erforschung der Täterinnenschaft entwickelt hat.

3. Frauen und NS-Politik: Hier wird untersucht, wie Frauen trotz des Ausschlusses von höheren politischen Ämtern in Organisationen eine Rolle spielten und wie die NSDAP als männlich dominierte Partei agierte.

4. Die deutsche Frau als Mutter: Das Kapitel analysiert die gesetzlichen Regelungen der Rassenpolitik und wie Mutterschaft im NS-Staat instrumentalisiert wurde.

5. Die deutsche Frau in der NS-Arbeitswelt: Die Arbeit beleuchtet die Rolle von Frauen in der Wirtschaft, insbesondere Ärztinnen und Frauen während des Zweiten Weltkrieges.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und widerlegt die Annahme einer rein passiven Rolle der Frau im Nationalsozialismus.

7. Bibliographische Angaben: Auflistung der verwendeten Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Nationalsozialismus, Frauenrolle, NS-Politik, Rassenhygiene, Täterinnenschaft, Geschlechtergeschichte, Mutterschaft, Pflichtjahr, NS-Wirtschaft, Sterilisationsgesetz, Historikerinnenstreit, Zweiter Weltkrieg, Antisemitismus, Partizipation, Faschismus.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Seminararbeit analysiert die Rolle der Frau zwischen 1933 und 1945 und hinterfragt kritisch, ob Frauen im Nationalsozialismus primär als passive Opfer oder als aktive Akteurinnen des Systems agierten.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zentral sind die Untersuchung von Geschlechterrollen, die NS-Rassenpolitik, der Zugang zum Arbeitsmarkt sowie die politische Einbindung von Frauen in nationalsozialistische Organisationen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Forschungsfrage zielt darauf ab, zu klären, ob die Frau im NS-Deutschland eine aktive oder passive Rolle im System einnahm und wie diese Rolle wissenschaftlich perspektiviert wurde.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es wird eine politikwissenschaftliche und sozialgeschichtliche Analyse auf Basis der Literatur der 1990er Jahre vorgenommen, um den aktuellen Forschungsstand zu reflektieren.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil behandelt den theoretischen Perspektivenwechsel der Forschung, die Rolle der Mutter als ideologisches Konstrukt, die Arbeit von Frauen im NS-System sowie spezifische Tätigkeitsfelder von Frauen, etwa als Ärztinnen oder im Kriegsdienst.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Nationalsozialismus, Rassenhygiene, Täterinnenschaft, Geschlechtergeschichte und die kritische Auseinandersetzung mit historisch gewachsenen Frauenbildern.

Inwiefern hat sich die wissenschaftliche Sicht auf Frauen im Nationalsozialismus gewandelt?

Die Forschung wandelte sich in den 1970er bis 1990er Jahren von einer Betrachtung der Frau als reinem Opfer hin zur Differenzierung und Anerkennung als aktive Täterinnen oder Mitläuferinnen innerhalb des NS-Apparats.

Welche Rolle spielten Gesetze wie das Sterilisationsgesetz für das Frauenbild?

Diese Gesetze dienten nicht primär der Idealisierung von Mutterschaft, sondern unterstellten das Private – wie Liebe und Fortpflanzung – der staatlichen Rassenpolitik und Selektion.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin bezüglich der passiven Rolle der Frau?

Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass von einer rein passiven Rolle keineswegs ausgegangen werden kann, da Frauen das NS-System aktiv stützten und ihre Handlungen denjenigen der Männer qualitativ nahestanden.

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Details

Title
Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus
Subtitle
Passive oder aktive Rolle?
College
University of Graz  (Institut für Geschichte, Allg. Geschichte der Neuzeit)
Course
PS: Einführung in das Studium der Zeitgeschichte
Grade
1,0
Author
Greta Gamba (Author)
Publication Year
2023
Pages
16
Catalog Number
V1478381
ISBN (PDF)
9783389032381
Language
German
Tags
Frauenrolle Nationalsozialismus Zeitgeschichte
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Greta Gamba (Author), 2023, Die Rolle der Frau im Nationalsozialismus, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478381
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