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Die Liebe der Frau - und wie sie durch den Mann geformt wird

Eine Analyse anhand von Simone de Beauvoirs “Das andere Geschlecht“

Título: Die Liebe der Frau - und wie sie durch den Mann geformt wird

Trabajo de Seminario , 2009 , 13 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anna Buder (Autor)

Filosofía - Práctica (etica, estética, cultura, naturaleza, derecho, etc.)
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Simone Lucie-Ernestine-Marie-Bertrand de Beauvoir wurde am 9. Januar 1908 als ältere von 2 Schwestern in Paris geboren. Dort wuchs sie, katholisch geprägt durch ihre Mutter auf. Aufgrund der Verarmung in Folge des Ersten Weltkrieges der Familie konnte Simone de Beauvoir nicht, wie in dieser Zeit in Frankreich üblich, vermählt werden, da ihre Eltern nicht über die übliche Mitgift verfügten, sondern musste sich ihren Lebensunterhalt selbst verdienen. So studierte sie Philosophie, gemeinsam mit Jean Paul Sartre, den sie während des Studiums kennenlernte, an der Universität Sorbonne in Paris und wurde anschließend eine der ersten Philosophielehrerinnen Frankreichs. Nachdem sie einige Jahre als Lehrerin in Marseille und Rouen gearbeitet hatte, lehrte sie, so wie auch Sartre, mit dem sei eine lebenslange Freundschaft und Liebesbeziehung führte, ab 1936 in Paris. Dort entstanden auch ihre Romane, sowie ihr 1949 geschriebenes und wohl bekanntestes Werk Das andere Geschlecht (im Original: Le Deuxiéme Sexe), in welchem sie die These vertritt, die Unterdrückung der Frau sei gesellschaftlich bedingt, sie basiere nicht auf naturgegebenen Gründen. Die Männer hätten, so Beauvoir, die Frauen zum „anderen Geschlecht“ degradiert, da der Mann sich als das Absolute, als Subjekt setzt und die Frau die Rolle des Objektes zugewiesen bekomme. Ein Wesen der Frau, gebe es nicht, es sei ein von dem Mann erfundener Entwurf.
In dieser Arbeit soll der Fokus auf dem Kapitel Die Liebende von Simone de Beauvoirs Werk liegen, es soll dargelegt werden, wie die Liebende sich in ihrer Liebe und durch den Mann zu realisieren versucht und inwiefern dieser Versuch der Realisation problematisch ist. Zu diesem Zweck soll zuerst die Liebe des Mannes charakterisiert werden, in der die Frau als Objekt nur eine Beschäftigung darstellt, da dies für Position der Frau von großer Bedeutung ist. Anschließend soll dargestellt werden, wie die Frau sich innerhalb der Liebe zu realisieren versucht und wie sie sich durch diese Realisation bemüht, sich aus ihrer, durch ihre Erziehung bedingte Immanenz zu befreien.
Am Ende der Arbeit soll aufgezeigt werden, wie für Simone de Beauvoir eine gleichberechtigte Liebe möglich sein könnte und welche Voraussetzungen hierfür notwendig wären.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. EINLEITUNG

2.1 DIE LIEBE DES MANNES

3. DIE LIEBE DER FRAU

3.1 WIE DIE FRAU LIEBT

3.2 WARUM DIE FRAU SO LIEBT, WIE SIE ES TUT

4. WIE EINE GLEICHBERECHTIGTE LIEBE MÖGLICH IST

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert das Kapitel "Die Liebende" aus Simone de Beauvoirs Werk "Das andere Geschlecht", um zu untersuchen, wie die Frau durch ihre Liebe versucht, sich aus ihrer immanenten, durch Erziehung und Sozialisation bedingten Rolle zu befreien, und warum dieser Versuch innerhalb der bestehenden patriarchalen Strukturen problematisch bleibt.

  • Charakterisierung der männlichen Subjektivität und deren Auswirkung auf die Liebe.
  • Untersuchung der weiblichen Selbstaufgabe als Versuch der Transzendenz.
  • Der Einfluss von Sozialisation und Erziehung auf das weibliche Rollenverständnis.
  • Voraussetzungen für eine authentische und gleichberechtigte Liebe.
  • Die Bedeutung ökonomischer Unabhängigkeit für die weibliche Subjektwerdung.

Auszug aus dem Buch

3.1 Wie die Frau liebt

Die Liebe der Frau ist vornehmlich geprägt durch den Versuch ihrer völligen Selbstaufgabe, so ist sie bereit, ihre Existenz in die des Mannes einzugliedern, sich dieser unterzuordnen. Liebe ist für die Liebende, so Simone de Beauvoir “das Leben selbst, totale Selbstaufgabe im Namen des Herrn.” Sie ist bestrebt, ihr Leben ganz im vermeintlichen Sinn des Geliebten zu leben, auch wenn das bedeutet, dass sie ihre eigene Existenz zurückstellt. Innerhalb ihrer Liebe ist sie bereit, fast jedwede Form der Selbsterniedrigung und Selbstaufgabe zu erbringen, die der Mann direkt oder auch nur vermeintlich von ihr fordert. In dem bereits dargebrachten Zitat wird die Selbstaufgabe der Frau „im Namen des Herrn“ angesprochen. Hier lässt sich eine klare Andeutung von Beauvoir bezüglich einer möglichen religiösen Rolle des Mannes im Sinne des Geliebten für die Liebende sehen. Tatsächlich, so Simone de Beauvoir, kommt die Liebende innerhalb ihres Handelns einer Gläubigen nahe, sie „preist […] den Geliebten rückhaltlos […] vernichtet sich vor ihm. Die Liebe wird für sie Religion.“ Dies tut sie aus der Hoffnung heraus, dass der Geliebte ihr durch die Annahme ihrer Opfer sowie ihrer Liebe, zu der Transzendenz verhelfen kann, zu der er ohne fremde Hilfe fähig ist. Sie hofft, dieser „werde sie sowohl in den Besitz ihrer selbst als auch in den des durch ihn verkörperten Universums bringen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. EINLEITUNG: Die Einleitung stellt Simone de Beauvoirs These vor, dass die Unterdrückung der Frau gesellschaftlich bedingt ist, und erläutert den Fokus auf die Problematik des Realisierungsversuchs der Liebenden.

2.1 DIE LIEBE DES MANNES: Dieses Kapitel arbeitet heraus, dass der Mann durch seine bereits vorhandene Subjektivität nicht auf die Liebe der Frau angewiesen ist und sie primär als Objekt in seinem Leben integriert.

3. DIE LIEBE DER FRAU: Hier wird die Liebe der Frau als Versuch beschrieben, durch Selbstaufgabe und die Anerkennung des Mannes ihre eigene, durch Erziehung begrenzte Immanenz zu überwinden.

3.1 WIE DIE FRAU LIEBT: Die Autorin legt dar, dass die Liebende ihre Existenz der des Mannes unterordnet und ihre Liebe quasi-religiöse Züge annimmt, in der Hoffnung, durch den Mann zur Transzendenz zu gelangen.

3.2 WARUM DIE FRAU SO LIEBT, WIE SIE ES TUT: Dieses Kapitel beleuchtet den Einfluss der frühen Kindheit und Erziehung, die die Frau zur Passivität und zur Abhängigkeit vom Mann als "Gott" und Wertezuschreiber prägen.

4. WIE EINE GLEICHBERECHTIGTE LIEBE MÖGLICH IST: Das abschließende inhaltliche Kapitel fordert eine authentische Subjektivität beider Partner sowie ökonomische Unabhängigkeit der Frau als notwendige Basis für eine gleichberechtigte Beziehung.

Schlüsselwörter

Simone de Beauvoir, Das andere Geschlecht, Subjektivität, Objekt, Immanenz, Transzendenz, Selbstaufgabe, Emanzipation, Geschlechterrollen, Sozialisation, ökonomische Unabhängigkeit, authentische Liebe, Existenz, patriarchale Strukturen, Liebende.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundlegend?

Die Arbeit untersucht das Kapitel "Die Liebende" aus Simone de Beauvoirs philosophischem Hauptwerk "Das andere Geschlecht" und analysiert die Dynamik weiblicher Abhängigkeit in Liebesbeziehungen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die zentralen Themen sind die philosophische Unterscheidung zwischen Subjekt und Objekt, der Einfluss gesellschaftlicher Sozialisation auf das Frauenbild sowie die Bedingungen für existenzielle Freiheit.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage dieser Arbeit?

Das Ziel ist es, aufzuzeigen, wie die Frau versucht, durch Liebe zu einem Mann ihre eigene Subjektivität zu erlangen, und warum dieser Weg innerhalb der gegebenen gesellschaftlichen Strukturen problematisch bleibt.

Welche wissenschaftliche Methode wird in der Arbeit angewandt?

Die Arbeit nutzt eine philosophisch-soziologische Textanalyse der Primärquelle von Simone de Beauvoir, um die Theorie der Immanenz und Transzendenz auf die zwischenmenschliche Beziehung anzuwenden.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung der männlichen Subjektivität, die Analyse der weiblichen Selbstaufgabe sowie die Darlegung der notwendigen Voraussetzungen für eine gleichberechtigte Partnerschaft.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Begriffe wie Subjektivität, Immanenz, Transzendenz, Selbstaufgabe und ökonomische Unabhängigkeit prägen den theoretischen Rahmen der Untersuchung.

Warum kann laut der Autorin der Mann der Frau nicht zur Transzendenz verhelfen?

Da der Mann selbst bereits als Subjekt gesetzt ist, würde eine echte Freiheit der Frau bedeuten, dass sie kein "fremdes" Objekt mehr für ihn darstellt, was dem Ziel der männlichen Souveränität widerspricht.

Welche Rolle spielt die ökonomische Unabhängigkeit für Simone de Beauvoir?

Sie gilt als notwendige erste Stufe der Freiheit, da die Frau erst durch eine eigene Existenzgrundlage aufhören kann, den Mann als Mittler für ihre eigene Daseinsberechtigung zu benötigen.

Final del extracto de 13 páginas  - subir

Detalles

Título
Die Liebe der Frau - und wie sie durch den Mann geformt wird
Subtítulo
Eine Analyse anhand von Simone de Beauvoirs “Das andere Geschlecht“
Universidad
Free University of Berlin  (Institut für Philosophie)
Calificación
1,3
Autor
Anna Buder (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
13
No. de catálogo
V147865
ISBN (Ebook)
9783640585793
ISBN (Libro)
9783640586004
Idioma
Alemán
Etiqueta
Simone de Bauvoir Das andere Geschlecht Die Liebe der Frau feministische Literatur Frauenbewegung
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anna Buder (Autor), 2009, Die Liebe der Frau - und wie sie durch den Mann geformt wird, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147865
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