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Devianz und Delinquenz im Kindes- und Jugendalter. Schutzfaktoren und Risiken

Title: Devianz und Delinquenz im Kindes- und Jugendalter. Schutzfaktoren und Risiken

Term Paper , 2023 , 30 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Anonym (Author)

Social Work
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Thema der vorliegenden Studienarbeit ist die Auseinandersetzung mit Devianz und Delinquenz im Kindes- und Jugendalter. Den Autor interessiert dabei vordergründig die Frage, welche Bedingungen der Umwelt dazu beitragen, die Entstehung von Devianz und Delinquenz von Kindern und Jugendlichen zu begünstigen. Dabei ist primär von Interesse, unter welchen familialen Bedingungen die Kinder und Jugendlichen aufwachsen und wie sich ihre Peergroups strukturieren.

Zunächst schafft der Autor eine Zusammenfassung über den Stand der gegenwärtigen Forschung im Hinblick auf Kriminalität im Kindes- und Jugendalter. Des Weiteren werden zentrale Begriffe des Forschungsgegenstandes definiert und relevante Erklärungsmodelle für deviantes Verhalten und Kriminalität erörtert und gegenübergestellt. Im Anschluss analysiert der Autor die beiden Studien „Abweichendes Verhalten im Jugendalter“ (vgl. Baier, 2005) sowie „Die Entstehung und Entwicklung
devianten und delinquenten Verhaltens im Lebensverlauf und ihre Bedeutung für soziale Ungleichheitsprozesse“ (vgl. Reinecke, Stemmler & Wittenberg, 2016), um Anhaltspunkte für Schutzfaktoren zu erhalten, die dazu beitragen, deviantes und delinquentes Verhalten von Kindern und Jugendlichen zu vermeiden. Abschließend soll die eingangs gestellte Frage beantwortet werden, welche Faktoren begünstigen, dass Tim eine Straftat begeht und welche dazu beitragen, dass er es
nicht tut. Die in dieser Studienarbeit betrachteten Studien sollen Antworten darauf geben, unter welchen Umständen die Wahrscheinlichkeit größer ist, dass Tim sich an dem Diebstahl beteiligen wird.

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Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Begriffsbestimmungen

2.1 Devianz und Delinquenz

2.2 Jugendkriminalität

2.3 Erklärungsmodelle für deviantes Verhalten

3 Studie 1: Entstehung und Entwicklung devianten und delinquenten Verhaltens im Lebensverlauf

3.1 Devianz und Delinquenz im Kindes- und Jugendalter

3.2 Delinquenz und Familie

4 Studie 2: Ein empirischer Vergleich verschiedener Erklärungsmodelle von Devianz

5 Schutzfaktoren gegen Devianz und Delinquenz

5.1 Faktoren innerhalb der Familie

5.2 Faktoren der Peergroup

6 Schlussbemerkungen

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Bedingungen, unter denen deviantes und delinquentes Verhalten bei Kindern und Jugendlichen entstehen kann, und identifiziert Schutzfaktoren aus dem familiären Umfeld sowie der Peergroup. Basierend auf einem fiktiven Fallbeispiel werden theoretische Erklärungsmodelle analysiert und empirisch durch Studien untermauert, um Handlungsempfehlungen für die Soziale Arbeit abzuleiten.

  • Analyse der Entstehung von Devianz und Delinquenz durch soziologische und pädagogische Erklärungsansätze.
  • Untersuchung des Einflusses familiärer Erziehungsstile und Strukturmerkmale auf das Sozialverhalten von Jugendlichen.
  • Evaluation der Bedeutung der Peergroup als Sozialisationsinstanz und deren Rolle bei delinquenten Handlungen.
  • Ableitung von präventiven Schutzfaktoren zur Förderung normkonformen Verhaltens im Kindes- und Jugendalter.

Auszug aus dem Buch

3.1 Devianz und Delinquenz im Kindes- und Jugendalter

Die im Folgenden dargestellte Schülerbefragung in Dortmund und Nürnberg stützt sich auf die 1972 vom Kriminologen Friedrich Lösel entwickelte Delinquenzbelastungsskala (DBS), die zur Erfassung von Delinquenz von Jugendlichen entwickelt wurde und für jede Verhaltensweise dichotom abfragt, ob die jeweilige Tat schon einmal begangen wurde (Lebensprävalenz). Wenn dies bejaht wird, folgte eine Nachfrage, wie oft dies im vergangenen Jahr der Fall war. Somit lassen sich sowohl eine Jahresprävalenz als auch die Delikthäufigkeit ablesen. Die Nutzung der drei Subskalen Eigentumsdelinquenz (Diebstahl, Schwarzfahren), Aggressionsdelinquenz (Schlägereien, Raub) und Rückzugsdelinquenz (Drogenkonsum, Schulschwänzen) ist darüberhinaus ebenfalls möglich. In den Städten Nürnberg und Dortmund wurden bei Schülern von fünften und neunten Klassen 14 deviante Verhaltensweisen abgefragt, die sich unter folgenden Gesichtspunkten bündeln lassen: 1. Handlungen, deren Gemeinsamkeit ist, dass Kinder und Jugendliche sich der Aufsicht von Erwachsenen entziehen, 2. Verstöße gegen Eigentumsnormen bzw. betrügerisches Verhalten und 3. Substanzkonsum (Alkohol, Tabak, illegale Drogen) (vgl. Wittenberg & Wallner, 2016, S. 32).

Die DBS wurde um vier Fragen zu Devianz im Internet (Gerüchte verbreiten, Privatsphäre verletzen, Beleidigungen, Raubkopieren) erweitert. Neben der modifizierten DBS-Skala wurde Delinquenz in einem Format erhoben, das aus der CRIMOC-Studie hervorgegangen ist und sich stark an Operationalisierungsvorschlägen orientiert, die das Kriminologische Forschungsinstitut Niedersachsen (KFN) in zahlreichen Dunkelfeldbefragungen etabliert hat (vgl. Meinert, Kaiser, & Guzy, 2014). Von den abgefragten Verhaltensweisen ist unabhängig von Stadt und Jahrgang das Schwarzfahren die häufigste deviante Handlung, die von den Schülern berichtet wird. In der fünften Klasse berichten 22 % bzw. 37 % davon, in der neunten Klasse 57 % bzw. 72 %. Mehrtägiges Schulschwänzen kommt in höherem Alter auch häufiger vor als in den fünften Klassen.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Das Kapitel stellt ein fiktives Fallbeispiel eines 15-jährigen Jugendlichen vor und leitet daraus die Forschungsfrage zur Entstehung von Devianz und Delinquenz sowie die Bedeutung präventiver Faktoren ab.

2 Begriffsbestimmungen: Hier werden grundlegende Termini wie Devianz und Delinquenz definiert und ins Verhältnis zu kriminalpolitischen Rahmenbedingungen sowie der Sozialen Arbeit gesetzt, ergänzt um verschiedene theoretische Erklärungsmodelle.

3 Studie 1: Entstehung und Entwicklung devianten und delinquenten Verhaltens im Lebensverlauf: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse einer großflächigen Schülerbefragung in Dortmund und Nürnberg, analysiert die Prävalenz verschiedener Delikte und beleuchtet den Einfluss der Familie auf das delinquente Verhalten.

4 Studie 2: Ein empirischer Vergleich verschiedener Erklärungsmodelle von Devianz: Anhand einer Berliner Studie werden verschiedene soziologische Thesen – wie Anomie, Deprivation und Sozialisation – mittels Clusteranalysen und Regressionsmodellen auf ihren Erklärungswert für deviantes Verhalten geprüft.

5 Schutzfaktoren gegen Devianz und Delinquenz: Basierend auf den bisherigen Erkenntnissen werden konkrete Schutzfaktoren für die Bereiche Familie (z.B. konsistente Erziehung) und Peergroup abgeleitet, die das Risiko für delinquente Entwicklungen minimieren können.

6 Schlussbemerkungen: Das Kapitel führt zum Fallbeispiel aus der Einleitung zurück und bewertet die Anwendungsmöglichkeiten der identifizierten Schutzfaktoren durch sozialpädagogische Maßnahmen.

Schlüsselwörter

Devianz, Delinquenz, Jugendkriminalität, Soziale Arbeit, Familiensozialisation, Peergroup, Schutzfaktoren, Anomie, Deprivation, Erziehungsstile, Prävention, Selbstkontrolle, Sozialisation, Deliktbelastung, Lebensverlauf.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht die Hintergründe und Bedingungen, die die Entstehung von deviantem und delinquentem Verhalten bei Kindern und Jugendlichen begünstigen oder verhindern.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Schwerpunkte liegen auf der Wirkung familiärer Sozialisation, der Struktur von Peergroups und der empirischen Überprüfung soziologischer Erklärungsansätze für Abweichungen von Gesellschaftsnormen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, aus empirischen Daten Schutzfaktoren abzuleiten, die für die Praxis der Sozialen Arbeit genutzt werden können, um das Risiko für delinquentes Verhalten bei Jugendlichen zu senken.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet der Autor?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Auswertung empirischer Längsschnittstudien (Täterbefragungen) und multivariater Regressionsanalysen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Devianzbegriffen und die detaillierte Präsentation und Diskussion zweier empirischer Studien zur Delinquenz im Jugendalter.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit charakterisieren?

Die zentralen Begriffe umfassen Devianz, Delinquenz, Jugendsozialisation, pädagogische Schutzfaktoren und Erziehungsverhalten.

Welche Rolle spielt die Familie im untersuchten Modell?

Die Familie fungiert als primärer Sozialisationsort; insbesondere ein Mangel an Kontrolle und inkonsistente Erziehung zeigen signifikante Zusammenhänge mit einem erhöhten Delinquenzrisiko.

Warum wird das Fallbeispiel des 15-jährigen "Tim" angeführt?

Das fiktive Beispiel dient als praxisnahe Anwendung, um die theoretisch gewonnenen Erkenntnisse über Schutzfaktoren auf eine konkrete Lebenswelt zu übertragen und Möglichkeiten der sozialpädagogischen Intervention aufzuzeigen.

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Details

Title
Devianz und Delinquenz im Kindes- und Jugendalter. Schutzfaktoren und Risiken
College
University of Cooperative Education Eisenach  (Soziale Arbeit)
Course
Arbeitsfeldseminar
Grade
1,0
Author
Anonym (Author)
Publication Year
2023
Pages
30
Catalog Number
V1478700
ISBN (PDF)
9783389029688
ISBN (Book)
9783389029695
Language
German
Tags
Soziale Arbeit Jugendhilfe Devianz Delinquenz
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Anonym (Author), 2023, Devianz und Delinquenz im Kindes- und Jugendalter. Schutzfaktoren und Risiken, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1478700
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