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Mod - "Clean living under difficult circumstances"

Título: Mod - "Clean living under difficult circumstances"

Trabajo , 2009 , 24 Páginas , Calificación: 1,2

Autor:in: Daniel Jungblut (Autor)

Ciencias Culturales - Europa
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Die Mod-Kultur im England der 60er Jahre gilt gemeinhein als eine der wichtigsten Keimzellen moderner Jugendkultur. Das Mod-Phänomen ist Ausdruck und zugleich ein treibender Motor der umwälzenden Kräfte, die in jener Zeit das bröckelnde Empire erschüttern. "Clean Living under difficult circumstances" - dieser Ausspruch von Peter Meaden, dem früheren Manager von The Who, bringt den Lebensstil der Mods auf den Punkt. Die Arbeit beschäftigt sich deshalb nicht nur deskriptiv, sondern vor allem in kultur- und sozialwissenschaftlicher Analyse mit der Entstehung, den Eigenarten und nicht zuletzt der Musik dieser spannenden und immer noch nachwirkenden Szene.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die 60er Jahre: England und seine Jugend

2.1. Das Londoner East End

3. Mod

3.1. Vorspiel: Ed the Ted

3.2. Arbeiter-Dandys

3.3. Beat

3.4. Mods & Rockers

4. Exkurs: Adoleszenz und Jugendkultur

4.1. Jugendsubkultur und Klasse

5. Analyse

5.1. Klassenkonflikt und Generationskonflikt

5.2. Stil und die Einheit der Gegensätze

5.3. Eros und Narziss

6. Resümee

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Phänomen der Mod-Jugendkultur im England der 1960er Jahre als Ausdruck innerer und äußerer Lebensumstände von Jugendlichen in einer gesellschaftlichen Umbruchsphase.

  • Sozioökonomische Entwicklung des Londoner East End
  • Die Rolle von Stil, Mode und Musik als Identitätssymbole
  • Theorie der Adoleszenz im Kontext von Jugendsubkulturen
  • Konfliktlinien zwischen Mod- und Rocker-Kultur
  • Klassenidentität und soziale Distinktion

Auszug aus dem Buch

3.4. MODS & ROCKERS

Die oft zitierte Feindschaft zwischen Mods und Rockern ist in erster Linie eine Zuspitzung der Medien (Hebdige 1979a), jedoch mit einem wahren Kern. Die Unterschiede zwischen Mods und Rockers waren offensichtlich: Hier die stilvoll verzierten Motorroller, hochwertigen Anzüge und das arrogante, effeminierte Gebaren der Mods, dort die öligen Maschinen, hartledernen Arbeiteranzüge und lauten Auftritte der Rocker. Die einen feierten auf dem Jet Set des Westends, die anderen hingen auf den Schnellstraßen um London weiterhin den nostalgischen Werten der Arbeiterklassen an. Auch in der Musik unterschieden sie sich: während die Mods eher schwarze Musik wie Rhythm & Blues, Soul, Ska und später ihre eigene, davon inspirierte Musik favorisierten, lebten die Rocker den weißen Rock & Roll von Carl Perkins, Eddie Cochrane und Gene Vincent weiter. Pointiert gesagt: Die Mods lebten „upward“, die Rocker „downward“. (Ferchhoff 1997)

Bei all ihren Antagonismen waren die tatsächlichen Berührungspunkte jedoch gering. Zwar entstammten beide demselben sozialen Milieu10, ihre Freizeit fanden allerdings in unterschiedlichen Räumen statt: Die Rocker präferierten die caffs (Drive-In Cafés) der Schnellstraßen, in deren Werkstätten sie an ihre Maschinen bastelten, die Mods genossen die Welt der Diskotheken und Boutiquen in den besseren Vierteln. Man verhöhnte sich: „Die Mods machen sich über das grobe, traditionell maskuline Selbstbild der Rocker lustig und halten dieser Grobheit ihre eigene ‚coole‘ und verfeinerte Art entgegen; die Rockers beanstanden hauptsächlich die Effeminiertheit des Mod-Stils.“ (Clarke et al. 1979, S. 143)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Darstellung des Mod-Phänomens der 1960er Jahre als Ausdruck jugendlicher Lebenswelten im soziokulturellen Wandel.

2. Die 60er Jahre: England und seine Jugend: Analyse des sozialen Wandels und des Wohlstands Englands nach dem Zweiten Weltkrieg unter Berücksichtigung von Konsumverhalten und neuen Massenmedien.

2.1. Das Londoner East End: Untersuchung der historischen und ökonomischen Entwicklung des East Ends als spezifischer Arbeiterbezirk und Keimzelle des Mod-Phänomens.

3. Mod: Deskriptive Betrachtung der Entstehung der Mod-Kultur, ihrer ästhetischen Grundlagen und der musikalischen Einflüsse.

3.1. Vorspiel: Ed the Ted: Rückblick auf die Ursprünge des jugendlichen Stils in den 1950er Jahren durch die Teddy-Boys.

3.2. Arbeiter-Dandys: Charakterisierung der Mod-Ästhetik, ihrer Modeikonen und der bewussten Inszenierung von Identität.

3.3. Beat: Analyse der Bedeutung der Musikszene und der spezifischen Klangästhetik für die Identitätsbildung der Jugendlichen.

3.4. Mods & Rockers: Auseinandersetzung mit der medial inszenierten Rivalität und den tatsächlichen Differenzen zwischen beiden Subkulturen.

4. Exkurs: Adoleszenz und Jugendkultur: Theoretische Einordnung der Adoleszenz als Phase der Umbruchs, in der Jugendkulturen soziale Lösungsmodelle anbieten.

4.1. Jugendsubkultur und Klasse: Untersuchung des Verhältnisses von Klassenstrukturen und hegemonialen kulturellen Systemen innerhalb der Gesellschaft.

5. Analyse: Soziologische Betrachtung der Mod-Kultur unter Einbeziehung des historisch-materialistischen Ansatzes.

5.1. Klassenkonflikt und Generationskonflikt: Analyse der Zersetzung lokaler sozialer Netzwerke im East End nach dem Zweiten Weltkrieg.

5.2. Stil und die Einheit der Gegensätze: Untersuchung, wie die Mod-Kultur durch Stilbildung versucht, Klassenwidersprüche symbolisch zu verarbeiten.

5.3. Eros und Narziss: Psychologische Deutung der Mod-Kultur als Versuch der Identitätsfindung und Sexualisierung.

6. Resümee: Zusammenfassende Betrachtung der Mod-Kultur als Flucht nach vorne, die zwar die gesellschaftlichen Strukturen nicht ändern, aber individuelle Lebensräume schaffen konnte.

Schlüsselwörter

Mod-Phänomen, England, 1960er Jahre, Jugendkultur, Londoner East End, Arbeiterklasse, Identität, Adoleszenz, Klassenkonflikt, Subkultur, Mod, Rocker, Stilbildung, soziokultureller Wandel, Konsumgesellschaft.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert das Mod-Phänomen des Englands der 1960er Jahre und begreift diese Jugendkultur als Ausdruck innerer psychischer Reifungsprozesse sowie äußerer sozioökonomischer Umstände.

Was sind die zentralen Themenfelder der Arbeit?

Zu den Kernbereichen gehören die soziokulturelle Entwicklung des Londoner East Ends, die Bedeutung von Mode und Musik als Distinktionsmerkmale sowie die psychologische Theorie der Adoleszenz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es, den Mod-Stil nicht nur als bloßes Modephänomen zu verstehen, sondern als kollektive Antwort von Arbeiterjugendlichen auf ihre spezifische soziale und historische Situation.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit stützt sich auf eine deskriptive soziologische Analyse, den historisch-materialistischen Ansatz und die Einbindung psychologischer Theorien zur Adoleszenz.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die historische Einordnung des East Ends, die Beschreibung der Mod-Kultur (Musik, Stil, Kontrahenten), theoretische Exkurse zur Jugendkultur und eine soziologische Analyse der Identitätsbildung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Mod-Phänomen, Arbeiterklasse, Subkultur, Identitätsbildung und soziokultureller Wandel beschreiben.

Warum wird das East End als Ausgangspunkt der Analyse gewählt?

Das East End dient als Beispiel für den Strukturwandel der britischen Gesellschaft nach dem Zweiten Weltkrieg, welcher die Lebensumstände und den Status der dortigen Arbeiterjugend maßgeblich veränderte.

Wie bewertet der Autor den Konflikt zwischen Mods und Rockern?

Der Autor ordnet den Konflikt als eine stark mediale Inszenierung ein, weist jedoch darauf hin, dass er auf realen sozioökonomischen Unterschieden sowie abweichenden Identitätsentwürfen der Gruppen beruht.

Was bedeutet der Begriff „Flucht nach vorne“ im Resümee?

Damit ist gemeint, dass die Mods durch die Inszenierung ihres Stils versuchten, ihre durch den soziökonomischen Wandel eingeschränkten Lebensmöglichkeiten zu kompensieren und sich einen eigenen, ästhetisch kontrollierten Lebensbereich zu schaffen.

Final del extracto de 24 páginas  - subir

Detalles

Título
Mod - "Clean living under difficult circumstances"
Universidad
University of Münster  (Seminar für Volkskunde / Europäische Ethnologie)
Curso
Jugendszenen als Hort der Unruhe
Calificación
1,2
Autor
Daniel Jungblut (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
24
No. de catálogo
V147932
ISBN (Ebook)
9783640577408
ISBN (Libro)
9783640577217
Idioma
Alemán
Etiqueta
Subkultur Musik Szene England Mod Jugendkultur Sozialwissenschaft 60er Jahre Sechziger Jahre Kulturwissenschaft
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Daniel Jungblut (Autor), 2009, Mod - "Clean living under difficult circumstances", Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147932
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