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Die Macht des Menuetts

Das Menuett und seine Bedeutung für die klassische Komposition und Konzeption

Title: Die Macht des Menuetts

Term Paper (Advanced seminar) , 2008 , 13 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Nathaniel Mandal (Author)

Musicology - Miscellaneous
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Summary Excerpt Details

Am Anfang war das Wort, und das Menuett. Diese ein wenig kecke Konjunktion soll am Beginn vorliegender Arbeit stehen. Sie verdeutlicht Vorhaben und Bestrebung derselben- nämlich die Besonderheit des Menuetts für die Kompositionsgeschichte und insbesondere für das Komponieren an sich aufzuzeigen. Im Laufe der Arbeit wird deutlich werden, welch enormen Stellenwert dem Menuett für die 'klassische Konzeption' zukommt. Grundthese dieser Arbeit ist somit, dass im Menuett am Reinsten, Knappsten und Direktesten die Grundzüge und die Wesensart des klassischen Komponierens zum Ausdruck kommt.
Zur Behandlung und Diskutierung dieser These will ich die großen Kompositionslehren des 18. Jahrhunderts zugrunde legen- namentlich die von Johann Mattheson , Heinrich Christoph Koch und Joseph Riepel. Diese drei Werke habe ich mir insbesondere aus dem Grunde ausgewählt, da ich glaube, dass sie die „fundamentale Bedeutung“ des Menuetts in besonders prononcierter Weise zum Ausdruck bringen.
Die Gliederung meiner Arbeit verhält sich wie folgt: 1) Ich will zunächst in einer kurzen historischen Darstellung die Entstehungs,- und Entwicklungsgeschichte des Menuetts erläutern. Dies soll uns gewissermaßen als Einleitung und „Vorspiel“ in die Thematik dienen.
In einem darauffolgenden Abschnitt 2) werde ich die wesentlichen inhaltlichen Bestimmungen der erwähnten Kompositionswerke in Bezug auf das Menuett vorstellen, um dann auf dieser Grundlage in einem letzten zusammenfassenden Teil 3) meine anfangs in den Raum gestellte These zu begründen.

1.Die Entstehungs,- und Entwicklungsgeschichte des Menuetts

„Il n'y a rien qui soit si nécessaire aux hommes que la danse“ schreibt Jean-Baptiste Molière in seiner berühmten Komödie „Le Bourgeois Gentilhomme“- der bürgerliche Edelmann, und verdeutlicht damit pathetisch die Bedeutsamkeit des Tanzes für den Menschen. In keinem anderen Zeitalter wurde dieser Ausspruch so ernst genommen und in die Tat umgesetzt, wie im Barock. Karl Heinz Taubert spricht in seinem Buch „Das Menuett- Geschichte und Choreographie“ gar von dem Tanz als „barocke Lebensform.“
Verschiedene im 15. und 16. Jahrhundert entstandene Tanzformen, welche unter dem Namen 'Branle' bekannt sind, gelten als Vorläufer des Menuetts. Die beiden Branle-Arten 'Branle Poitou' und 'Amener' sollen in besonders bedeutungsvollem Maße „bei der Taufe des Menuetts Pate gestanden“ haben...

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Die Entstehungs,- und Entwicklungsgeschichte des Menuetts

2. Das Menuett im Schrifttum (Kompositionslehren) des 18. Jahrhundert -Johann Mattheson, Heinrich Christoph Koch, Joseph Riepel

3. Die Bedeutung des Menuetts für die klassische Komposition und Konzeption

Zielsetzung und thematische Schwerpunkte

Das primäre Ziel dieser Arbeit besteht darin, die zentrale Bedeutung des Menuetts für die Kompositionsgeschichte und das klassische Komponieren aufzuzeigen. Dabei wird die These untersucht, dass das Menuett die elementaren Grundzüge des klassischen Komponierens in seiner reinsten und direktesten Form verkörpert und als Modell für musikalische Syntax und Struktur diente.

  • Historische Entwicklung des Menuetts vom Tanz zum instrumentalen Gattungstyp.
  • Analyse der Kompositionslehren von Johann Mattheson, Heinrich Christoph Koch und Joseph Riepel.
  • Untersuchung der periodischen Taktordnung und der interpunktischen Formen in der Musik.
  • Die Rolle des Menuetts als "Form gewordene Norm" für die Wiener Klassik.
  • Vergleich der strukturellen Prinzipien von Menuett und Sprache (Klang-Rede).

Auszug aus dem Buch

Die Bedeutung des Menuetts für die klassische Komposition und Konzeption

Ich denke aus den Betrachtungen der drei großen Kompositionslehren des 18. Jahrhunderts ist bereits überaus deutlich geworden, welch enorm-essentiellen Stellenwert dem Menuett für die Kompositionsgeschichte und dem Komponieren an sich zukommt. Steinbeck spricht gar von einer „Vorherrschaft (des Menuetts) in den Kompositionslehren der Zeit“.57 Jene in selbigen vorzufindenden Betrachtungen, die wir in dem vorangegangenen Abschnitt kennengelernt haben, lassen diese Formulierung sicherlich plausibel und folgerichtig erscheinen. Denn wir haben erfahren, welche für die klassische Komposition wesentliche und wesensbestimmende Gestaltungsmerkmale im Menuett manifestiert sind, dass das Menuett jene Merkmale am reinsten, evidentesten und elementarsten realisiert, um erneut Steinbeck zu zitieren.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Die Entstehungs,- und Entwicklungsgeschichte des Menuetts: Dieses Kapitel erläutert den historischen Werdegang des Menuetts von seinen Ursprüngen als barocker Gesellschaftstanz bis zu seiner Etablierung als fester Bestandteil der Sinfonie und Sonate.

2. Das Menuett im Schrifttum (Kompositionslehren) des 18. Jahrhundert -Johann Mattheson, Heinrich Christoph Koch, Joseph Riepel: Dieser Abschnitt analysiert die musiktheoretischen Schriften des 18. Jahrhunderts, die das Menuett als exemplarisches Modell zur Vermittlung kompositorischer Grundprinzipien und periodischer Taktstrukturen nutzten.

3. Die Bedeutung des Menuetts für die klassische Komposition und Konzeption: Das abschließende Kapitel begründet die zentrale Rolle des Menuetts für die Wiener Klassik und fasst zusammen, wie das Menuett durch seine strukturelle Strenge und Klarheit zum essenziellen Fundament nachfolgender musikalischer Gattungen wurde.

Schlüsselwörter

Menuett, Kompositionslehre, Johann Mattheson, Heinrich Christoph Koch, Joseph Riepel, Wiener Klassik, Periodizität, Taktordnung, Musiktheorie, Klang-Rede, Interpunktion, Kompositionsgeschichte, Instrumentalmusik, Formkonzeption, Satztechnik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht den hohen Stellenwert und die fundamentale Bedeutung des Menuetts für die Entwicklung der klassischen Komposition im 18. Jahrhundert.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die zentralen Themen sind die historische Entwicklung des Menuetts, seine Rolle in den großen Kompositionslehren der Zeit und seine Funktion als strukturelles Vorbild für die Wiener Klassik.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist der Nachweis, dass das Menuett die elementaren Grundzüge des klassischen Komponierens am reinsten und direktesten zum Ausdruck bringt.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine quellenkundliche Analyse von drei bedeutenden Kompositionslehren des 18. Jahrhunderts, um die theoretische Bedeutung des Menuetts zu untermauern.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Im Hauptteil werden die Schriften von Mattheson, Koch und Riepel detailliert analysiert, insbesondere im Hinblick auf den Periodenbegriff und die Analogie zwischen Sprache und Musik.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Schlüsselwörter sind Menuett, Kompositionslehre, Periodizität, Wiener Klassik und musikalische Syntax.

Inwiefern beeinflussten die Kompositionslehren das Verständnis des Menuetts?

Die Lehren nutzten das Menuett als "Paradebeispiel", um Schülern komplexe kompositorische Regeln wie Takteinteilung, Symmetrie und Proportion verständlich zu machen.

Wie verhält sich das Menuett zur "Klang-Rede"?

Das Menuett dient als Modell für die "Klang-Rede", da es, ähnlich einer Sprache, in verständliche Sinneinheiten (Perioden) gegliedert ist, die eine geordnete musikalische Kommunikation ermöglichen.

Warum wurde das Menuett in der Romantik weniger bedeutsam?

Mit dem Aufkommen des Walzers und einer Veränderung der ästhetischen Anforderungen verlor das Menuett seine Rolle als dominanter Tanz- und Instrumentalform.

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Details

Title
Die Macht des Menuetts
Subtitle
Das Menuett und seine Bedeutung für die klassische Komposition und Konzeption
College
Free University of Berlin  (Musikwissenschaftliches Seminar der Freien Universität Berlin)
Grade
1,0
Author
Nathaniel Mandal (Author)
Publication Year
2008
Pages
13
Catalog Number
V147942
ISBN (eBook)
9783640589357
ISBN (Book)
9783640589609
Language
German
Tags
Menuett Tanz Musikwissenschaft
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Nathaniel Mandal (Author), 2008, Die Macht des Menuetts, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147942
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