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Prozessmanagement im Hospiz

Title: Prozessmanagement im Hospiz

Term Paper , 2010 , 24 Pages , Grade: 1,3

Autor:in: Diplom-Betriebswirt (FH) Marco Reiss (Author)

Business economics - Business Management, Corporate Governance
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Prozessmanagement wird nicht selbstverständlich in Hospizen angewandt. Um Ideen des Prozessmanagements in Hospizen zu nutzen, bietet sich die Beschäftigung mit zwei vorhandenen nationalen Projekten zum Thema an.

A. Projekt „HOPE“ Die Hospiz-und Palliativ-Erfassung Standarddokumentation wurde durch den Gesetzgeber initiiert und war als umfassende Dokumentationslösung gedacht. Inzwischen wurde sie fortentwickelt, ist komplett IT-basiert, standardisiert und vernetzt, so dass die Anwender von „HOPE“ die Dokumentation auch zum Prozess-und Qualitätsmanagement sowie zum Benchmarking nutzen.

B. Projekt „Sorgsam“ Sorgsam ist ein vor allem von Hospizträgern geschaffenes Projekt, aus dem ein Qualitätsmanagement-Handbuch zur täglichen Nutzung in Hospizen hervorgegangen ist. Das Handbuch ist nicht IT-basiert, aber stark individualisierbar. Es kann zum Prozessmanagement in einem Hospiz für zwölf beschriebene Prozesse genutzt werden.

Beide Projekte haben Instrumente geschaffen, mit denen Prozessmanagement in Hospizen sinnvoll unterstützt werden kann. Es bietet sich an, die Instrumente von „HOPE“ und „Sorgsam“ zu kombinieren um damit ganzheitliches Prozessmanagement zu etablieren, das einen Mehrwert für Träger und Gäste bieten kann. Die kombinierte Anwendung sollte in der Praxis erprobt und bewertet werden.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Problemstellung

2. Zielsetzung

3. Terminologische Abgrenzung

4. Prozessmanagement im Hospiz mit „Hope“ und „Sorgsam“

4.1. Das Projekt „HOPE“

4.2. Das Projekt „Sorgsam“

4.3. Vergleichende Betrachtung

4.4. Aufnahmeprozess unter Integration von „HOPE“ und „Sorgsam“

5. Empfehlungen

6. Fazit

7. Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendbarkeit von Prozessmanagement in stationären Hospizen durch eine Analyse und kombinierte Nutzung der Projekte „HOPE“ und „Sorgsam“. Ziel ist es, ein Modell für eine ganzheitliche Prozesssteuerung zu illustrieren, das einerseits die Standardisierung zur Qualitätssicherung fördert und andererseits den hohen Stellenwert der individuellen, personenorientierten Begleitung Sterbender wahrt.

  • Grundlagen des Prozessmanagements in sozialen Einrichtungen
  • Analyse und Vergleich der Projekte „HOPE“ und „Sorgsam“
  • Konzept einer integrierten Anwendung beider Instrumente
  • Praxisbeispiel: Optimierung des Aufnahmeprozesses im Hospiz
  • Diskussion von Zielkonflikten zwischen Ökonomie und Ethik in der Sterbebegleitung

Auszug aus dem Buch

4. Prozessmanagement im Hospiz mit „HOPE“ und „Sorgsam“

Bevor versucht wird das Prozessmanagement auf konkrete Abläufe im Hospiz anzuwenden, müsste zunächst wissenschaftlich hinterfragt werden, ob und wie nach dem Hospizgedanken die Arbeit in einem Hospiz grundsätzlich prozessorientiert zu betrachten ist. Diese Frage allein ist schon so komplex und umfangreich zu beantworten, dass eigene Studien dazu nötig wären, die weit über den Rahmen dieser Arbeit hinausgehen. Weiterhin ist die Beantwortung dieser Frage insbesondere davon abhängig, welches Verständnis von Prozessmanagement zugrunde gelegt wird.

Würde man das Prozessmanagement eng fassen, z.B. als Etablierung von starren Normen, die dann systematisch nachgehalten werden, könnte man deren Anwendung in einem Hospiz durchaus sehr kritisch betrachten. „Normen sehen immer ab vom Besonderen. Ihre Befolgung bedeutet das Ende einer offenen Beziehung zum Anderen, auf die das Da-sein und Sorgen in der Begleitung Kranker und Sterbender zutiefst angewiesen ist.“ Im Gegensatz dazu wird ein offener, aber trotzdem auch mit dem Qualitätsbegriff verbundener Ansatz von Prozessmanagement selbst in der Krankenhausseelsorge als positiv und erwünscht erachtet.

Versteht man Prozessmanagement in dem Sinne wie unter 3. beschrieben, dann kann in jedem Fall von einer Anwendbarkeit ausgegangen werden, denn in jeder (auch sozialen) Einrichtung muss sichergestellt sein, dass unter der Prämisse des primären Interesses der Einrichtung gehandelt wird. Diese Einschätzung wird gestützt durch die Existenz der (auch) für Hospize entstandenen Projekte „HOPE“ und „Sorgsam“, die in den folgenden Abschnitten beschrieben werden.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Problemstellung: Die Arbeit identifiziert die Lücke zwischen der stark individualisierten Hospizarbeit und dem prozessorientierten Management und stellt die Relevanz der Projekte „HOPE“ und „Sorgsam“ heraus.

2. Zielsetzung: Das Ziel ist ein Überblick über die genannten Projekte sowie die Illustration einer kombinierten Anwendung anhand eines exemplarischen Prozesses in einem stationären Hospiz.

3. Terminologische Abgrenzung: Es werden die zentralen Begriffe Prozessmanagement, Qualitätsmanagement und Hospiz definiert und in einen betriebswirtschaftlichen sowie fachlichen Kontext gesetzt.

4. Prozessmanagement im Hospiz mit „Hope“ und „Sorgsam“: Dieser Hauptteil analysiert die beiden Projekte, vergleicht deren Ansätze und entwirft ein Integrationsmodell für den Aufnahmeprozess.

5. Empfehlungen: Der Autor rät zur praktischen Erprobung des kombinierten Einsatzes beider Projektinstrumente unter Einbeziehung einer fachübergreifenden Koordinierungsgruppe.

6. Fazit: Die Arbeit schließt mit dem Ergebnis, dass durch die Verbindung beider Ansätze Prozessmanagement und Individualität in der Sterbebegleitung erfolgreich in Einklang gebracht werden können.

7. Ausblick: Es wird auf die zunehmende demografische Relevanz von Hospizen verwiesen und ein Bedarf für verstärkte wissenschaftliche Forschung zu Prozessmodellen im Kontext wachsender ökonomischer Herausforderungen betont.

Schlüsselwörter

Prozessmanagement, Hospiz, HOPE, Sorgsam, Qualitätsmanagement, Sterbebegleitung, Palliativversorgung, Standardisierung, Individualität, Dokumentation, Benchmarking, Aufnahme, Gesundheitswesen, Pflegemanagement, Ressourcenoptimierung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Einführung und sinnvollen Anwendung von Prozessmanagement in der Hospizpraxis, wobei der Fokus auf der Vereinbarkeit von Standardisierung und dem ideellen Hospizgedanken liegt.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Die Arbeit thematisiert die Qualitätssicherung in Hospizen, die Dokumentation von Patientenverläufen sowie die professionelle Organisation von Abläufen in stationären Hospizeinrichtungen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Hauptziel ist es, die nationalen Projekte „HOPE“ und „Sorgsam“ als Instrumente für ein ganzheitliches Prozessmanagement vorzustellen und zu zeigen, wie deren Kombination die Abläufe im Hospiz verbessern kann.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt einen analytischen und vergleichenden Ansatz, indem sie Dokumentationskonzepte und Qualitätshandbücher auswertet und diese mittels eines exemplarischen Aufnahmeprozesses auf ihre praktische Umsetzbarkeit prüft.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der detaillierten Beschreibung der Projekte „HOPE“ und „Sorgsam“, führt einen systematischen Vergleich durch und skizziert anhand eines Schaubilds die Integration beider Systeme in den realen Aufnahmeprozess.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit am stärksten?

Besonders prägend sind die Begriffe Prozessmanagement, Hospizkultur, Standardisierung und die spezifischen Projektnamen „HOPE“ und „Sorgsam“.

Wie unterscheidet sich der Ansatz von „HOPE“ von dem des Projekts „Sorgsam“?

Während „HOPE“ primär ein IT-gestütztes Dokumentationssystem mit Fokus auf medizinisch-pflegerische Daten ist, verfolgt „Sorgsam“ einen qualitätsorientierten, ganzheitlichen Ansatz, der den Hospizgast und sein Umfeld in fünf verschiedenen Perspektiven betrachtet.

Warum ist die Integration beider Projekte für Hospize vorteilhaft?

Die Kombination ermöglicht eine Strukturierung der Arbeit (durch „Sorgsam“), während gleichzeitig eine fundierte, datenbasierte Qualitätssicherung und Dokumentation (durch „HOPE“) erfolgt, was Zielkonflikte zwischen Ökonomie und Ethik verringern kann.

Was bedeutet der „Aufnahmeprozess“ im Kontext der Integration?

Dies ist ein Praxisbeispiel, bei dem die Prozessbeschreibung von „Sorgsam“ als Rahmen dient, in den spezifische „HOPE“-Dokumentationsbögen eingefügt werden, um von Anfang an eine strukturierte und lückenlose Erfassung sicherzustellen.

Welchen Stellenwert hat die Individualität der Gäste?

Die Arbeit betont, dass Prozessmanagement nicht als starr, sondern als unterstützend verstanden werden muss, um gerade die individuelle Begleitung von Sterbenden in einem geordneten Rahmen zu ermöglichen und den Gast in den Mittelpunkt zu stellen.

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Details

Title
Prozessmanagement im Hospiz
College
Fachhochschule Koblenz - Standort RheinAhrCampus Remagen  (MBA Fernstudiengang)
Course
Qualitätsmanagement in GuS-Betrieben
Grade
1,3
Author
Diplom-Betriebswirt (FH) Marco Reiss (Author)
Publication Year
2010
Pages
24
Catalog Number
V147946
ISBN (eBook)
9783640589371
ISBN (Book)
9783640589661
Language
German
Tags
Hospiz Palliativ HOPE Sorgsam Prozessmanagement Qualitätsmanagement
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Diplom-Betriebswirt (FH) Marco Reiss (Author), 2010, Prozessmanagement im Hospiz, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147946
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