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Ottonische Klöster als königliche Herrschaftszentren

Título: Ottonische Klöster als königliche Herrschaftszentren

Trabajo Escrito , 2007 , 15 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: Malte Schröder (Autor)

Historia de Europa - Edad Media, Edad Moderna
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In meiner Hausarbeit zu dem Thema „Ottonische Klöster als königliche Herrschaftszentren“ möchte ich auf einige Punkte eingehen, welche die im Thema formulierte These untermauern. Dazu sollen vor allem die Motive für die Gründung von sogenannten Hausklöstern, sowie deren Funktion und Bedeutung untersucht werden. Auf Grund der Tatsache, dass die beiden Frauenklöster und –Stifte Gandersheim und Quedlinburg unter den Ottonen eine besondere Rolle gespielt haben, möchte ich meine Aussagen am Beispiel dieser Klöster ausführen. Eine zentrale Frage im Zusammenhang mit den Klöstern ist für mich, welche Rolle das Gebetsdenken für die adligen Familien und Königsfamilien gespielt hatte. Wichtige Informationen zu diesem Thema geben die Quellen Widukind von Corvey und Thietmar von Merseburg, besonders dann, wenn es um Geschehnisse im Zusammenhang mit bestimmten Personen geht. Zum Beispiel stützt Widukind von Corvey die These, dass Heinrich I. sich in Quedlinburg hat begraben lassen.
„Translatum est autem corpus eius a filiis suis in civitatem quae dicitur Quidilingaburg et sepultum in basilica sancti Petri ante altare cum planctu et lacrimis plurimarum gentium.“
Als Quelle ist Widukinds Sachsengeschichte insofern interessant, als dass Widukind sie in zeitlicher Nähe zum Tod Heinrichs I. 936 verfasst hat und sogar Mathilde, der Tochter von Otto I., gewidmet hatte. Aber nicht nur die erzählenden Quellen geben Aufschluss über mittelalterliche Klöster und deren Gemeinschaften, sondern auch die Urkunden, welche häufig in den Klöstern ausgestellt wurden. Von mehr als zwei Dritteln der Herrschaftsaufenthalte in Reichsabteien erfährt man durch Urkundenausstellungen. Dadurch entsteht der Eindruck, dass die Aufenthalte der Könige und Kaiser in Reichsklöstern überwiegend dem Zweck der Rechtsgeschäfte und der Ausstellung von Urkunden dienten. Jedoch hatten die Klöster und Abteien neben politischen Funktionen auch kirchliche Funktionen, wie etwa Gebetsverbrüderung, Königskanonikat oder Memorialstiftungen. Neben den Urkunden gibt es auch weitere Zeugnisse von Herrscheraufenthalten, etwa Münzen oder Inschriften.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Funktion königlicher- und adliger Hausklöster

3. Gandersheim und Quedlinburg, ottonische Herrschaftszentren?

4. Zusammenfassung

Zielsetzung & Themen

Diese Hausarbeit untersucht die Rolle ottonischer Klöster, insbesondere Gandersheim und Quedlinburg, als zentrale Herrschafts- und Repräsentationsorte der ottonischen Dynastie, wobei die Funktion dieser Stifte für das Gebetsdenken, die politische Urkundenausstellung und die dynastische Selbstdarstellung im Fokus steht.

  • Motive und Funktionen der Gründung von Hausklöstern
  • Bedeutung von Memorialüberlieferung und Gebetsverpflichtungen
  • Klöster als Zentren der Macht, Rechtsprechung und Herrschaftsrepräsentation
  • Die Rolle von Gandersheim und Quedlinburg als ottonische Herrschaftszentren
  • Einfluss der ottonischen Herrscher auf die Äbtissinnenwahl

Auszug aus dem Buch

Gandersheim und Quedlinburg, ottonische Herrschaftszentren?

Wie bereits erwähnt, besaßen die beiden Frauenklöster und Stifte Gandersheim und Quedlinburg eine besondere Stellung unter der Herrschaft der Ottonen. Wie kam es zu dieser Vormachtstellung und welche Bedeutung hatte die geographische Lage dieser beiden Klöster?

Das Kanonissenstift Gandersheim entstand 856 durch den sächsischen Grafen Liudolf im südlichen Niedersachsen und war eine der ersten klösterlichen Gründungen des sächsischen Adels überhaupt. Die Lage in Sachsen erklärt sich zunächst damit, dass wir bei Liudolf noch nicht von einem König sprechen, sondern vom „Herzog der Ostsachsen“.

Dieser Titel ist aber auch nicht wortwörtlich zu nehmen, denn wahrscheinlich hatte Liudolf zu Friedenszeiten keine wirkliche Herrschaft über Sachsen. Die Herrschaftsrechte in Sachsen übte vermutlich Ludwig der Deutsche aus. Was aber entscheidend ist: Liudolf besaß einige Ländereien, darunter auch Gandersheim. Somit findet sich für die Lage Gandersheims eine praktische Erklärung. Die Auswirkungen dieser Gründung waren dennoch entscheidend: „Der Eintritt der Liudolfinger, wie wir die Vorfahren der Ottonen gewöhnlich nennen, in die Geschichte wird vor allem fassbar durch ihre Aktivitäten zur Gründung eines Frauenklosters: Gandersheim.“

Die Klostergründung wertet Gerd Althoff als wichtiges Indiz für die Einordnung der Liudolfinger in die politischen und herrschaftlichen Kräfteverhältnisse Sachsens im 9. Jahrhundert. Vorraussetzung für die Gründung eines Klosters war, dass die herrschaftliche Stellung des Gründers bereits hinreichend gefestigt war. Deshalb hat man hier bei den Liudolfingern Nachforschungen angestellt und herausgefunden, dass schon der Vater und Urgroßvater des Grafen Liudolf über Besitz und Herrschaftsrechte in der Mark Gandersheim verfügt haben. Das die Geschichte der Liudolfinger mit dem „Stammvater“ Liudolf beginnt, darauf weist Althoff zwar hin, er kann sich offenbar aber auch nicht erklären, warum die Vorfahren in der Geschichte des liudolfingischen- ottonischen Geschlechts nicht auftauchen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Themenstellung der Hausarbeit und stellt die zentrale Forschungsfrage nach der Rolle von Klöstern als Herrschaftszentren und Orte der Memoria anhand der Beispiele Gandersheim und Quedlinburg vor.

2. Funktion königlicher- und adliger Hausklöster: Dieses Kapitel behandelt die sozio-ökonomischen und religiösen Motive hinter der Gründung von Hausklöstern, insbesondere deren Bedeutung für das Ansehen und die Familienpolitik des Adels.

3. Gandersheim und Quedlinburg, ottonische Herrschaftszentren?: Hier wird die historische und politische Sonderstellung dieser beiden Klöster analysiert, wobei der Fokus auf Äbtissinnenwahlen, dynastischer Repräsentation und der Bedeutung von Osterfeierlichkeiten liegt.

4. Zusammenfassung: Die Zusammenfassung resümiert, dass ottonische Klöster weit mehr als religiöse Stätten waren, sondern als politische Knotenpunkte fungierten, die wesentlich zur Festigung und Dokumentation ottonischer Macht beitrugen.

Schlüsselwörter

Ottonen, Gandersheim, Quedlinburg, Hausklöster, Memoria, Herrschaftsrepräsentation, Äbtissin, Gebetsdenken, Liudolfinger, Urkundenwesen, Osterfeier, Adelsfamilien, Herrschaftszentrum, Rechtsgeschäfte, Memorialüberlieferung

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit?

Die Arbeit untersucht, wie ottonische Klöster als machtpolitische und repräsentative Zentren der herrschenden Familie fungierten und über ihre religiöse Bestimmung hinausgingen.

Welche Themenfelder stehen im Zentrum?

Die Untersuchung konzentriert sich auf die Gründungsmotive von Hausklöstern, die politische Rolle von Äbtissinnen sowie die Funktion von Klöstern als Orte der Memoria und Rechtsgeschäfte.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Ziel ist es, die These zu untermauern, dass Klöster wie Gandersheim und Quedlinburg durch ihre enge Bindung an das ottonische Herrscherhaus als wesentliche Herrschaftszentren dienten.

Welche methodischen Ansätze werden gewählt?

Die Arbeit basiert auf der Analyse zeitgenössischer erzählender Quellen wie der Sachsengeschichte Widukinds sowie auf Urkunden, Necrologien und einschlägiger moderner Forschungsliteratur.

Welche Aspekte werden im Hauptteil beleuchtet?

Der Hauptteil analysiert die soziale und politische Funktion der Klöster für den Adel, die spezifische Vormachtstellung von Gandersheim und Quedlinburg sowie den Einfluss der Herrscher auf deren Nachfolgeregelungen.

Was charakterisiert diese Arbeit inhaltlich?

Die Arbeit zeichnet sich durch die Verbindung von historischer Quellenarbeit mit modernen geschichtswissenschaftlichen Konzepten der Herrschaftsrepräsentation aus.

Warum war das Osterfest in Quedlinburg politisch so bedeutsam?

Quedlinburg diente als ottonische Osterpfalz, an der sich der Hochadel versammelte, wodurch das Fest zu einem Höhepunkt ottonischer Herrschaftsausübung und Selbstdarstellung wurde.

Welche Rolle spielte Mathilde für Quedlinburg?

Mathilde, die Tochter Ottos I., sicherte als Äbtissin nicht nur die Kontinuität der familiären Memoria, sondern fungierte auch als wichtige Stellvertreterin des Königs und repräsentatives Bindeglied in der Reichspolitik.

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Detalles

Título
Ottonische Klöster als königliche Herrschaftszentren
Universidad
University of Rostock  (Historisches Institut)
Curso
Einführung in das Studium mittelalterlicher Geschichte: Königliche Herrschaft ohne Staat – die Ottonen
Calificación
2,0
Autor
Malte Schröder (Autor)
Año de publicación
2007
Páginas
15
No. de catálogo
V147951
ISBN (Ebook)
9783640591756
ISBN (Libro)
9783640591978
Idioma
Alemán
Etiqueta
Ottonische Klöster Herrschaftszentren
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Malte Schröder (Autor), 2007, Ottonische Klöster als königliche Herrschaftszentren, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147951
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