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Apraxie und Spiegelneurone

Der Einfluss eines beschädigten Spiegelneuronensystems auf das Störungsbild der Apraxie

Título: Apraxie und Spiegelneurone

Trabajo Escrito , 2009 , 20 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Anonym (Autor)

Psicología - Psicología biológica
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In der aktuellen neuropsychologischen Forschung wird der Zusammenhang zwischen Apraxie, einer Störung der höheren motorischen Kognition, und den unlängst entdeckten Spiegelneuronen diskutiert. Die Spiegelneuronen zeigen sowohl bei der Ausführung von Bewegungen als auch bei der Beobachtung dieser gesteigerte Aktivität. Spiegelneurone, obwohl erstmals im Gehirn von Makaken entdeckt, sollen Entsprechungen im prämotorischen Cortex und im inferioren Parietallappen des Menschen haben, und sind als Kreislauf organisiert. Die ideomotorische Apraxie, als eine Unterform der Apraxie, ist mit Läsionen im sprachdominanten parietalen und frontalen Cortex assoziiert. Sie ist eine Störung der Bewegungsplanung, der räumlichen und zeitlichen Integration von transitiven und intransitiven Handlungen. Eben diese Integration ist eine der Aufgaben des Spiegelneuronensystems, es ermöglicht das Imitationslernen und die Zuschreibung von Intentionen. Trotz einiger Evidenzen ist bis dato nicht ausreichend geklärt, ob die Schädigung der am Spiegelneuronenkreislauf beteiligten Areale ausschlaggebend ist für die gestörte motorische Exekutive bei apraktischen Patienten, Anstoß zu zukünftiger Forschung sei gegeben.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Apraxie

2.1 Historischer Überblick

2.2 Konzepte der Apraxie

2.2.1 Ideatorische Apraxie

2.2.2 Ideomotorische Apraxie

2.3 Motorische Schemata

3. Das Spiegelneuronensystem

3.1 Das menschliche Spiegelneuronensystem und seine Lokalisation

3.2 Funktion der Spiegelneurone

4. Schädigung des Spiegelneuronensystems in der Apraxie

4.1 Neuroanatomische Korrelate

4.2 Studien mit apraktischen Probanden

4.2 Pro und Kontra

5. Diskussion

5.1 Klinische Implikationen

5.2 Ausblick

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen der Apraxie, einer Störung der höheren motorischen Kognition, und dem Spiegelneuronensystem. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob eine Schädigung der am Spiegelneuronenkreislauf beteiligten Hirnareale für die spezifischen Defizite in der motorischen Exekutive bei apraktischen Patienten verantwortlich gemacht werden kann.

  • Grundlagen der Apraxie und historische Konzepte
  • Funktionsweise und Lokalisation des Spiegelneuronensystems beim Menschen
  • Neuroanatomische Zusammenhänge zwischen Apraxie und Spiegelneuronen
  • Analyse klinischer Studien zum Imitationslernen und zur Handlungsplanung
  • Klinische Implikationen für Rehabilitation und zukünftige Forschung

Auszug aus dem Buch

3.1 Das menschliche Spiegelneuronensystem und seine Lokalisation

Eindeutige Belege dafür, dass Spiegelneurone im Menschen vorhanden sind, sind eher rar. Allerdings gibt es viele Evidenzen, die dafür sprechen, dass ein entsprechendes System auch im Menschen zu finden ist, vor allem aus Studien in denen neurophysiologischen und bildgebende Verfahren verwendet wurden. Bereits in den 1950er Jahren wurde in EEG Messungen beobachtet, dass der Motorcortex aktiviert wird, wenn Probanden Handlungen beobachten ohne selbst Bewegungen auszuführen (Rizzolatti & Craighero, 2004).

Durch transkranielle Magnetstimulation zeigte sich ein signifikanter Zuwachs von motorisch evozierten Potentialen (kurz: MEP), wenn Probanden bedeutungslose und bedeutungsvolle Handlungen beobachten, im Gegensatz zu einer Kontrollgruppe, in der keine menschlichen Bewegungen observiert wurden. Dabei waren genau jene Motorpotentiale erhöht, die auch bei der Ausführung der Bewegungen beteiligt gewesen wären (Fadiga, Fogassi, Pavesi & Rizzolatti, 1995). Auch wird nicht nur die Handlung im Ganzen kodiert, sondern jeder Bewegungsschritt, was beim Primaten nicht nachgewiesen werden konnte.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Störung der Apraxie ein und stellt die Hypothese auf, dass das Spiegelneuronensystem eine zentrale Rolle bei den motorischen Defiziten der Patienten spielt.

2. Apraxie: Dieses Kapitel erläutert die verschiedenen Konzepte und Unterformen der Apraxie sowie die historischen Grundlagen der Erforschung motorischer Störungen.

3. Das Spiegelneuronensystem: Hier werden die Entdeckung, die neuroanatomische Lokalisation sowie die funktionellen Aufgaben des Spiegelneuronensystems beschrieben.

4. Schädigung des Spiegelneuronensystems in der Apraxie: Dieser Teil verknüpft die beiden Hauptthemen durch die Analyse neuroanatomischer Korrelate und den Vergleich klinischer Studienergebnisse.

5. Diskussion: Die Diskussion fasst die Erkenntnisse zusammen, erörtert klinische Implikationen wie den Bezug zu Autismus und gibt einen Ausblick auf notwendige zukünftige Forschungen.

Schlüsselwörter

Apraxie, Spiegelneurone, Spiegelneuronensystem, ideomotorische Apraxie, ideatorische Apraxie, motorische Kognition, Handlungsplanung, Imitationslernen, parietaler Cortex, prämotorischer Cortex, Schlaganfall, Neuropsychologie, motorische Exekutive, Handlungsintention, Bewegungsformel

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der neuropsychologischen Störung Apraxie und untersucht, ob eine Dysfunktion des Spiegelneuronensystems für die typischen motorischen Defizite der Patienten verantwortlich ist.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Im Zentrum stehen die Konzepte der Apraxie, die neuroanatomischen Grundlagen und Funktionen von Spiegelneuronen sowie der Zusammenhang zwischen der Schädigung dieser neuronalen Kreisläufe und fehlerhaften Handlungsabläufen.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Ziel ist es zu klären, ob die neuronalen Strukturen, die für das Imitationslernen und die Handlungsplanung essenziell sind, mit jenen Arealen übereinstimmen, deren Schädigung zu apraktischen Störungen führt.

Welche wissenschaftliche Methode wurde für die Arbeit angewandt?

Es handelt sich um eine theoretische Arbeit, die auf der Analyse und Synthese aktueller neuropsychologischer Fachliteratur sowie klinischer Studien basiert.

Welche Inhalte werden im Hauptteil schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Apraxie-Konzepte, die Erläuterung des menschlichen Spiegelneuronensystems und die detaillierte Auswertung von Studien, die bei Apraxiepatienten Funktionsstörungen in diesen Arealen nachweisen.

Durch welche Schlüsselwörter lässt sich die Arbeit am besten charakterisieren?

Die Arbeit lässt sich am besten durch Begriffe wie Apraxie, Spiegelneuronensystem, Handlungsplanung, Imitationslernen und motorische Kognition beschreiben.

Warum spielt die Unterscheidung zwischen ideomotorischer und ideatorischer Apraxie eine wichtige Rolle?

Die Unterscheidung ist deshalb wichtig, da sich die beiden Formen durch unterschiedliche Fehlerarten (Planung vs. Konzept) und betroffene Hirnareale auszeichnen, was unterschiedliche Auswirkungen auf das Spiegelneuronensystem haben kann.

Welche Bedeutung hat das Spiegelneuronensystem für das Imitationslernen?

Das Spiegelneuronensystem ermöglicht es dem Beobachter, fremde Bewegungen in eigene motorische Programme zu übersetzen, was eine wesentliche Grundlage für das Imitationslernen und das Verständnis von Handlungsintentionen bildet.

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Detalles

Título
Apraxie und Spiegelneurone
Subtítulo
Der Einfluss eines beschädigten Spiegelneuronensystems auf das Störungsbild der Apraxie
Universidad
University of Cologne
Calificación
1,3
Autor
Anonym (Autor)
Año de publicación
2009
Páginas
20
No. de catálogo
V147966
ISBN (Ebook)
9783640599301
ISBN (Libro)
9783640599844
Idioma
Alemán
Etiqueta
Apraxie Spiegelneurone Einfluss Spiegelneuronensystems Störungsbild Apraxie
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Anonym (Autor), 2009, Apraxie und Spiegelneurone, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147966
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