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Synergetik und Selbstorganisation als Schlüssel zum Verständnis neuer Lernprinzipien

„Üben ist ein Wiederholen ohne zu wiederholen“

Título: Synergetik und Selbstorganisation  als Schlüssel zum Verständnis  neuer Lernprinzipien

Trabajo Escrito , 2006 , 23 Páginas , Calificación: 1,3

Autor:in: Katrin Bekermann (Autor)

Deporte - Quinesiología y teoría del entrenamiento
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Aus heutiger Sicht der Bewegungswissenschaft erscheinen Theorien, die unter den so genannten Motor Approach fallen, wie z.B. der Informationsverarbeitungs- oder kognitive Ansatz, in vielen Aspekten überholt und veraltet. So stoßen diese an ihre Grenzen, wenn es darum geht, Phänomene wie Flexibilität, d.h. die schnelle und adäquate Anpassung der Bewegung an sich verändernde Situationen, oder Variabilität zu erklären. Wie kommt es auch nach zahlreichen Wiederholungen zu Variabilität und Schwankungen in der Bewegungsausführung? Variabilität ist dabei ein unvermeidbares und notwendiges Phänomen, das sich selbst bei vielfach geübten Bewegungsabläufen beobachten lässt.
Entgegen der Computeranalogie soll der Mensch als komplexes, offenes biophysikalisches System betrachtet werden, das sich im Austausch mit der Umwelt befindet. Menschliches Verhalten und Handeln basieren auf der vielseitigen Interaktion zahlreicher Systemkomponenten. Stadler et al. sehen folgende zu klärende Problematik: „Die Komplexität biologischer Bewegungsabläufe steht in deutlichem Kontrast zu der erlebnismäßigen Leichtigkeit der Bewegungsausführung.“ Wie kann es gelingen, trotz dieser Komplexität Bewegungen zu koordinieren? Welche Konsequenzen für das Lehren und Lernen von Bewegungen ergeben sich?

Extracto


Inhaltsverzeichnis

2 Einleitung

2.1 Problemstellung

2.2 Inhaltsüberblick

3 Der Action Approach

3.1 Bernstein als Wegbereiter

3.1.1 Das Problem der Freiheitsgrade

3.1.2 Die Nichteindeutigkeit zwischen motorischem Zentrum und Peripherie

3.1.3 Die Bernsteinsche Koordinationshypothese: From freezing to freeing

3.2 Der systemdynamische Ansatz

3.3 Der ökologische Ansatz

4 Bewegungskoordination

4.1 Interpolation und Extrapolation

4.2 Selbstorganisation

4.3 Koordinative Strukturen

4.4 Affordanzen

5 Methodisch-didaktische Konsequenzen für das motorische Lernen

5.1 Das differenzielle Lernen und Lehren nach Schöllhorn

5.1.1 Variationsmöglichkeiten

5.1.2 Kritik an den klassischen Lerntheorien und -strategien

5.1.3 Alternative und klassische Konzepte variablen Übens

5.2 Das heuristische Lernen nach Pesce

5.3 Ergänzende Überlegungen

5.3.1 Variables Üben aus ökologischer Sichtweise

5.3.2 Neue Bewegungsformen und Spitzenleistungen

5.3.3 Variabilität und Stabilität

6 Abschließende Überlegungen

6.1 Kritikpunkte und Problembereiche des systemdynamischen Ansatzes

6.2 Ergebnis

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht den systemdynamischen Ansatz in der Bewegungswissenschaft und analysiert, wie dieser den traditionellen Motor Approach herausfordert. Das primäre Ziel ist es, die Konzepte der Bewegungskoordination, Selbstorganisation und Variabilität zu beleuchten sowie deren methodisch-didaktische Konsequenzen für das Lehren und Lernen in der Sportpraxis kritisch zu erörtern.

  • Grundlagen des Action Approach und Bernsteins Theorie der Freiheitsgrade
  • Systemdynamische und ökologische Ansätze zur Bewegungsorganisation
  • Das Konzept des differenziellen Lernens nach Schöllhorn
  • Methodik des heuristischen Lernens und die Bedeutung von Fehlern
  • Bedeutung von Variabilität und Stabilität für das motorische Lernen

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Das Problem der Freiheitsgrade

Die Freiheitsgrade eines dynamischen Systems entsprechen „der Gesamtzahl der alternativen Zustände, die die einzelnen Systemteile im Rahmen des Gesamtsystems prinzipiell einnehmen können.“ Allgemein sind Freiheitsgrade die Vielzahl von Entfaltungsmöglichkeiten eines Systems, wobei kinematische (abhängig von der Vielgliedrigkeit der kinematischen Ketten) und elastische Freiheitsgrade (bedingt durch die Muskelelastizität) zu unterscheiden sind.

Laut Kelso ist der menschliche Körper ein komplexes System mit 10^2 Gelenken, 10^3 Muskeln, 10^3 Zelltypen und 10^14 Neuronen und neuronalen Verbindungen. Nach Schätzungen von Stelmach und Diggles hat das menschliche Motoriksystem 2127 Kombinationsmöglichkeiten. Gröben geht davon aus, dass „792 Freiheitsgrade der kinematischen Endglieder eines zwischen aktiven und passiven Kräften wechselwirkenden Bewegungsapparates“ koordiniert werden müssen.

Das bis heute nicht vollständig geklärte, als zentrales Problem der Bewegungskoordination geltende Degrees-of-Freedom-Problem, auch als Redundanz- oder Bernstein-Problem bekannt, bezeichnet die Schwierigkeit der Kontrolle bzw. Überwindung überflüssiger Freiheitsgrade. Bernstein erkannte, dass der menschliche Bewegungsapparat über mehr Körpergelenke und Muskeln verfügt, als für die Lösung einer speziellen motorischen Aufgabe notwendig sind.

Zusammenfassung der Kapitel

2 Einleitung: Beschreibt die Grenzen des klassischen Motor Approach und definiert das Problem der Komplexität sowie der Variabilität in menschlichen Bewegungsabläufen.

3 Der Action Approach: Erläutert die theoretischen Grundlagen durch Bernstein, den systemdynamischen Ansatz und den ökologischen Ansatz als Basis für die Bewegungskoordination.

4 Bewegungskoordination: Analysiert Mechanismen der Bewegung wie Interpolation, Selbstorganisation, koordinative Strukturen und die Bedeutung von Affordanzen.

5 Methodisch-didaktische Konsequenzen für das motorische Lernen: Diskutiert die praktische Anwendung des differenziellen Lernens und des heuristischen Lernens, einschließlich der Bedeutung von Variabilität im Training.

6 Abschließende Überlegungen: Reflektiert kritisch über den systemdynamischen Ansatz und fasst die Ergebnisse bezüglich eines möglichen Paradigmenwechsels in der Bewegungslehre zusammen.

Schlüsselwörter

Action Approach, Bernstein, Bewegungskoordination, Freiheitsgrade, Systemdynamik, Selbstorganisation, differenzielles Lernen, motorisches Lernen, Variabilität, heuristisches Lernen, Affordanzen, Bewegungsmuster, motorische Kontrolle, Trainingsmethodik, Synergetik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bewegungswissenschaft und analysiert den Übergang von klassischen, kognitiven Theorien (Motor Approach) hin zu systemdynamischen und ökologischen Ansätzen der Bewegungskontrolle.

Was sind die zentralen Themenfelder der Publikation?

Zentrale Themen sind die theoretische Fundierung der Bewegungskoordination, das Verständnis von Selbstorganisationsprozessen im Körper sowie die daraus ableitbaren Konsequenzen für das Training und das motorische Lernen.

Welches primäre Ziel verfolgt die Arbeit?

Ziel ist es aufzuzeigen, wie durch die Einbeziehung von Variabilität, Fehlern und individuellen Anpassungsprozessen neue, effektivere Lehr- und Lernmethoden für den Sport entwickelt werden können.

Welche wissenschaftlichen Methoden werden angewandt?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse und dem Vergleich existierender wissenschaftlicher Ansätze aus der Sportwissenschaft, der Synergetik und der Bewegungslehre.

Was wird im Hauptteil der Arbeit schwerpunktmäßig behandelt?

Der Hauptteil widmet sich der Bedeutung der Freiheitsgrade nach Bernstein, der Erklärung von Selbstorganisationsprozessen in der Bewegungskoordination sowie einer detaillierten Erörterung des differenziellen Lernens nach Schöllhorn.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit am besten?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie "Selbstorganisation", "Variabilität", "differenzielles Lernen" und den "systemdynamischen Ansatz" definiert.

Warum betrachtet der systemdynamische Ansatz "Fehler" anders als traditionelle Lerntheorien?

In der systemdynamischen Sichtweise werden Schwankungen und "Fehler" nicht als Abweichung von einer Soll-Vorgabe gesehen, sondern als notwendige Informationen für das System, um einen stabileren oder anpassungsfähigeren Bewegungszustand zu finden.

Welchen Nutzen bietet das differenzielle Lernen für das Gruppentraining?

Durch die hohe Anzahl an variablen Übungsformen werden mehr unterschiedliche Lerntypen angesprochen, was gleichzeitig die Motivation und Aufmerksamkeit durch eine größere Aufgabenvielfalt steigert.

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Detalles

Título
Synergetik und Selbstorganisation als Schlüssel zum Verständnis neuer Lernprinzipien
Subtítulo
„Üben ist ein Wiederholen ohne zu wiederholen“
Universidad
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Calificación
1,3
Autor
Katrin Bekermann (Autor)
Año de publicación
2006
Páginas
23
No. de catálogo
V147970
ISBN (Ebook)
9783640590698
ISBN (Libro)
9783640590919
Idioma
Alemán
Etiqueta
Synergetik; selbstorganisiertes Lernen; Systemdynamik; differenzielles Lernen
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
Katrin Bekermann (Autor), 2006, Synergetik und Selbstorganisation als Schlüssel zum Verständnis neuer Lernprinzipien, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147970
Leer eBook
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