Die Auffassung Quines über die Existenz von Universalien


Essay, 2008

4 Seiten, Note: 1,0


Leseprobe

1. Einleitung

In seinem Aufsatz „Was es gibt“, als einer der neun logisch-philosophischen Essays in dem Buch „Von einem logischen Standpunkt“, greift Willard Van Orman Quine das Problem der Ontologie auf und stellt die Möglichkeit verschiedener Auffassungen durch eine Diskussion zwischen ihm und den fiktiven Charakteren Ixhausen und Ypsiloner ein, die er als Vertreter bestimmter philosophischer Positionen hinstellt.

Nachdem Quine mit Hilfe der Kennzeichnungstheorie Russells dafür argumentiert hat, dass man Singulärterme in Sätzen signifikant gebrauchen kann, ohne das Sein der vorgeblich benannten Entitäten vorauszusetzen, widmet er sich „dem ontologischen Problem der Universalien […] d.h. der Frage, ob es Entitäten wie Attribute, Relationen, Klassen, Zahlen, Funktionen gibt“[1]. Damit begibt er sich in den Jahrtausende alten Streit um die Frage nach der Seinsweise der Universalien[2].

Mittels der Darstellung der von Quine fingierten Auseinandersetzung zwischen Ixhausen und ihm selbst werden im Folgenden deren Positionen zur Existenz von Universalien deutlich. Dabei geht es zunächst um die Möglichkeit, Prädikate als abstrakte Entitäten anzusehen, anschließend um die Frage, ob Bedeutungen Universalien sind.

2. Die Diskussion um die Existenz von Universalien

Zunächst legt Quine die Meinung Ixhausens zur Existenz von Universalien dar. Für diesen ist das Bestehen von Attributen offensichtlich und trivial, was er an dem Beispiel verdeutlicht, dass es rote Häuser, rote Rosen, rote Sonnenuntergänge gibt und dass diese Häuser, Rosen und Sonnenuntergänge etwas gemeinsam haben, nämlich Röte.[3]

Mit der Argumentation Ixhausens verweist Quine auf ein Charakteristikum der Ontologie, das darin besteht, dass „Ontologische Aussagen […] direkt aus jeder Art beiläufiger Aussage über alltägliche Tatsachen“[4] folgen und innerhalb eines bestimmten Begriffsschemas beurteilt werden.

Nach Quine kann dann eine ontologische Aussage, die für Ixhausen axiomatisch ist, auf der Grundlage eines anderen Begriffsschemas ebenso trivial als falsch beurteilt werden. So gibt der Autor zwar zu, dass es rote Häuser, rote Rosen und rote Sonnenuntergänge gibt, bestreitet aber, dass diese irgendetwas gemeinsam haben:

[...]


[1] Quine 1979, S. 16

[2] vgl. Hügli & Lübcke 2005, S. 638

[3] vgl. Quine 1979, S. 16 f.

[4] Quine 1979, S. 17

Ende der Leseprobe aus 4 Seiten

Details

Titel
Die Auffassung Quines über die Existenz von Universalien
Hochschule
Carl von Ossietzky Universität Oldenburg
Note
1,0
Autor
Jahr
2008
Seiten
4
Katalognummer
V147974
ISBN (eBook)
9783640599035
ISBN (Buch)
9783640598908
Dateigröße
416 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Quine;, Universalien;
Arbeit zitieren
Katrin Bekermann (Autor:in), 2008, Die Auffassung Quines über die Existenz von Universalien, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147974

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