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Die Auffassung Quines über die Existenz von Universalien

Title: Die Auffassung Quines über die Existenz  von Universalien

Essay , 2008 , 4 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Bekermann (Author)

Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)
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In seinem Aufsatz „Was es gibt“, als einer der neun logisch-philosophischen Essays in dem Buch „Von einem logischen Standpunkt“, greift Willard Van Orman Quine das Problem der Ontologie auf und stellt die Möglichkeit verschiedener Auffassungen durch eine Diskussion zwischen ihm und den fiktiven Charakteren Ixhausen und Ypsiloner ein, die er als Vertreter bestimmter philosophischer Positionen hinstellt.
Nachdem Quine mit Hilfe der Kennzeichnungstheorie Russells dafür argumentiert hat, dass man Singulärterme in Sätzen signifikant gebrauchen kann, ohne das Sein der vorgeblich benannten Entitäten vorauszusetzen, widmet er sich „dem ontologischen Problem der Universalien […] d.h. der Frage, ob es Entitäten wie Attribute, Relationen, Klassen, Zahlen, Funktionen gibt“ . Damit begibt er sich in den Jahrtausende alten Streit um die Frage nach der Seinsweise der Universalien .
Mittels der Darstellung der von Quine fingierten Auseinandersetzung zwischen Ixhausen und ihm selbst werden im Folgenden deren Positionen zur Existenz von Universalien deutlich. Dabei geht es zunächst um die Möglichkeit, Prädikate als abstrakte Entitäten anzusehen, anschließend um die Frage, ob Bedeutungen Universalien sind.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Die Diskussion um die Existenz von Universalien

3. Schluss

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die Arbeit untersucht die ontologische Position von Willard Van Orman Quine im Hinblick auf das Problem der Universalien, insbesondere basierend auf seinem Aufsatz „Was es gibt“. Dabei steht die zentrale Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob zur sinnvollen Verwendung sprachlicher Ausdrücke die Annahme abstrakter Entitäten wie Attribute oder Klassen zwingend erforderlich ist oder ob sich diese ontologische Verpflichtung vermeiden lässt.

  • Ontologische Probleme der Universalien
  • Differenzierung zwischen Bedeutung und Benennung
  • Kritik an der Annahme abstrakter Entitäten
  • Einsatz der Kennzeichnungstheorie von Russell
  • Die Rolle gebundener Variablen zur ontologischen Festlegung

Auszug aus dem Buch

Die Diskussion um die Existenz von Universalien

Zunächst legt Quine die Meinung Ixhausens zur Existenz von Universalien dar. Für diesen ist das Bestehen von Attributen offensichtlich und trivial, was er an dem Beispiel verdeutlicht, dass es rote Häuser, rote Rosen, rote Sonnenuntergänge gibt und dass diese Häuser, Rosen und Sonnenuntergänge etwas gemeinsam haben, nämlich Röte.

Mit der Argumentation Ixhausens verweist Quine auf ein Charakteristikum der Ontologie, das darin besteht, dass „Ontologische Aussagen […] direkt aus jeder Art beiläufiger Aussage über alltägliche Tatsachen“ folgen und innerhalb eines bestimmten Begriffsschemas beurteilt werden.

Nach Quine kann dann eine ontologische Aussage, die für Ixhausen axiomatisch ist, auf der Grundlage eines anderen Begriffsschemas ebenso trivial als falsch beurteilt werden. So gibt der Autor zwar zu, dass es rote Häuser, rote Rosen und rote Sonnenuntergänge gibt, bestreitet aber, dass diese irgendetwas gemeinsam haben: „doch gibt es nicht noch zusätzlich irgendeine individuelle oder andere Art Entität, die durch das Wort ,Röte’ benannt wird bzw. durch das Wort ,Hausheit’, ,Rosenheit’ oder ,Sonnenuntergangheit’. Daß die Häuser und Rosen und Sonnenuntergänge allesamt rot sind, mag als endgültig und nicht weiter reduzierbar angesehen werden“

Quine spricht damit der Gruppe von Entitäten, die durch derartige Attribute vorgeblich benannt werden, jegliches Sein ab und wertet Ixhausens gegenteilige Meinung durch die Bezeichnung „okkulte Entitäten“ ab.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel führt in den Aufsatz „Was es gibt“ von Quine ein und definiert das ontologische Problem der Universalien als zentrales Thema der Untersuchung.

2. Die Diskussion um die Existenz von Universalien: Hier wird die argumentative Auseinandersetzung zwischen Quine und dem fiktiven Charakter Ixhausen dargestellt, wobei insbesondere die Begriffe Bedeutung und Benennung analysiert werden.

3. Schluss: Dieses Kapitel resümiert Quines systematische Argumentation gegen die Notwendigkeit von Universalien und verweist auf die Rolle gebundener Variablen für die ontologische Festlegung.

Schlüsselwörter

Ontologie, Universalien, Willard Van Orman Quine, Abstrakt, Attribut, Bedeutung, Benennung, Kennzeichnungstheorie, Sprachphilosophie, Gebundene Variablen, Singulärterme, Prädikate, Signifikanz, Synonymie, Existenz

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der vorliegenden Arbeit im Kern?

Die Arbeit analysiert Quines philosophische Position zur Existenz von Universalien, wie er sie in seinem Essay „Was es gibt“ formuliert hat.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Arbeit deckt die Bereiche Ontologie, Sprachphilosophie und Semantik ab, wobei die Frage nach der Existenz abstrakter Entitäten den Fokus bildet.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Das Ziel ist es, Quines Argumentation darzulegen, die zeigt, dass man zur sinnvollen sprachlichen Kommunikation keine abstrakten Universalien annehmen muss.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt die textanalytische Methode, um Quines Argumentationsschritte – gestützt durch die Kennzeichnungstheorie von Russell – systematisch aufzuarbeiten.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil konzentriert sich auf die Auseinandersetzung zwischen Quine und dem fiktiven Ixhausen über die Natur von Attributen, Bedeutungen und die ontologische Bedeutung von Prädikaten.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren die Arbeit?

Ontologie, Universalien, Quine, Bedeutung, Benennung und gebundene Variablen sind die tragenden Begriffe der Analyse.

Wie unterscheidet Quine laut dem Text zwischen Bedeutung und Benennung?

Quine trennt strikt zwischen dem bloßen Vorhandensein einer Bedeutung einer Äußerung (Synonymie) und der Annahme, dass diese Bedeutungen als Namen für reale, abstrakte Entitäten fungieren.

Welche Funktion haben „gebundene Variablen“ bei Quine?

Gebundene Variablen dienen Quine als Instrument zur ontologischen Festlegung; sie erlauben es, Aussagen über Gruppen von Dingen zu treffen, ohne die zugrunde liegenden Universalien als eigenständige Entitäten anerkennen zu müssen.

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Details

Title
Die Auffassung Quines über die Existenz von Universalien
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,0
Author
Katrin Bekermann (Author)
Publication Year
2008
Pages
4
Catalog Number
V147974
ISBN (eBook)
9783640599035
ISBN (Book)
9783640598908
Language
German
Tags
Quine; Universalien;
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Bekermann (Author), 2008, Die Auffassung Quines über die Existenz von Universalien, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147974
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