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Leistungsbewertung als Element einer neuen Lernkultur - Sportunterricht im Spannungsfeld von Tradition und Innovation

Title: Leistungsbewertung als Element einer neuen Lernkultur - Sportunterricht im Spannungsfeld  von Tradition und Innovation

Bachelor Thesis , 2008 , 60 Pages , Grade: 1,0

Autor:in: Katrin Bekermann (Author)

Didactics - Sport, Sport Pedagogy
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Bewerten und Zensieren sind ein viel diskutiertes Thema in der Sportpädagogik und in der Schule seit es Sportunterricht gibt. Mit der Veränderung und Entwicklungen von Gesellschaft, Schule und Schulsport ergeben sich neue Fragen zum Umgang mit der Leistungsbewertung im Sportunterricht. So entwirft Felix Winter ein Konzept der Leistungsbewertung, die einer neuen Lernkultur angemessen ist. Seine allgemeindidaktischen Hinweise stehen im Zentrum der folgenden Ausführungen.
Nachdem ich die zwei thematischen Bereiche dieser Arbeit, zum einen das Spannungsfeld von Tradition und Innovation, von dem Schule, Sportunterricht und Sportpädagogik betroffen sind, zum anderen die Möglichkeiten der Leistungsbewertung im Sportun-terricht, die in der sportdidaktischen Literatur erörtert werden, erläutert habe, werden die Ideen Winters ausführlich dargestellt. Sein Konzept wird im Anschluss daran auf den Sportunterricht übertragen. An ausgewählten Aspekten werden der Bedarf und die Möglichkeiten einer Reform der Leistungsbewertung, wie sie Winter vorsieht, diskutiert, um schließlich ein Fazit ziehen zu können.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Problemstellung und Ausgangslage

2.1 Das Spannungsfeld von Tradition und Innovation

2.1.1 Veränderungen von Gesellschaft und Sport

2.1.2 Entwicklungen der Sportdidaktik und des Schulsports

2.2 Möglichkeiten der Leistungsbewertung

2.2.1 Grundpositionen zur Leistungsbewertung

2.2.2 Bestandteile der Sportzensur

2.2.3 Innovationen zur Verbesserungen der Bewertungspraxis

2.3 Zwischenfazit

3 Deskriptive Beschreibung der Vorschläge von Felix Winter

3.1 Die neue Lernkultur und Perspektiven für die Leistungsbewertung

3.1.1 Merkmale der neuen Lernkultur

3.1.2 Die Problematik der traditionellen Leistungsbeurteilung

3.1.3 Perspektiven und Merkmale einer reformierten Leistungsbewertung

3.2 Aufgaben der Reform der Leistungsbewertung

3.2.1 Pädagogische Diagnose

3.2.2 Integration der Bewertung in den Lernprozess

3.2.3 Rechenschaftslegung, Öffentlichkeit und beauftragte Beurteilung

3.2.4 Neue Wege zu Leistungsnormen

3.2.5 Ein erweitertes Leistungsverständnis

3.3 Neue Methoden der Leistungsbewertung

4 Diskussion der Vorschläge von Felix Winter

4.1 Übertragung der Ideen auf den Sportunterricht

4.2 Bedarf an Reformen

4.3 Möglichkeiten einer Reform der Leistungsbewertung

4.3.1 Ministeriale Vorgaben

4.3.2 Rituale der Leistungsbeurteilung

4.3.3 Offene Unterrichtsformen als Perspektive

5 Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht das Spannungsfeld zwischen Tradition und Innovation im Sportunterricht mit Fokus auf eine zukunftsorientierte Leistungsbewertung. Dabei wird analysiert, wie das von Felix Winter entworfene Konzept einer neuen Lernkultur und die damit verbundene Reform der Leistungsbewertung auf den Schulsport übertragen und methodisch umgesetzt werden können, um eine pädagogisch fundierte Feedback-Kultur zu etablieren.

  • Gesellschaftlicher Wandel und seine Auswirkungen auf Sport und Schulsport.
  • Kritik an traditionellen Leistungsbeurteilungsformen und Notengebung.
  • Konzeptuelle Grundlagen von Felix Winter zur neuen Lernkultur.
  • Innovative Methoden wie Portfolioarbeit, Lernkontrakte und Prozessbeobachtung.
  • Herausforderungen und Perspektiven der Reform im schulischen Sportunterricht.

Auszug aus dem Buch

3.1.1 Merkmale der neuen Lernkultur

Ein erstes Merkmal ist die höhere Selbstständigkeit und Eigenverantwortung des Handelns der Lernenden. Aus vielen Gründen wird der Fähigkeit des selbstständigen Lernens eine sehr große Relevanz für die individuelle und gesellschaftliche Zukunftsbewältigung zugestanden. In jüngerer Zeit sind besonders Ansätze einflussreich, die Selbstständigkeit als Selbststeuerung im Lernprozess verstehen, wobei es um das „Lernen des Lernens“ geht (vgl. Weinert, 2001, zitiert nach Winter, 2006, S. 7). Lernen mit einem hohen Maß an Selbstständigkeit und Eigenverantwortung, das auch eine Individualisierung des Unterrichts impliziert und das es heute praktisch an allen Schulen gibt, ist Merkmal von Konzepten wie offener Unterricht, Arbeit in Projekten und problemorientiertes Lernen. Zweifelhaft ist jedoch, ob es in der Praxis zu einer tief greifenden Veränderung gekommen ist (vgl. Winter, 2006, S. 6 ff.).

Selbstständiges und eigenverantwortliches Lernen muss eigene Entscheidungs- und Urteilsprozesse einbeziehen. Selbstbildung erfordert in diesem Sinne eine Kultivierung von Reflexions- und Bewertungsprozessen, womit zugleich ein Spannungsverhältnis zwischen dem Selbstständigkeitsmerkmal der neuen Lernkultur und der traditionellen Leistungsbeurteilung aufgezeigt ist. Leistung kann nicht länger „Objekt fremder Beurteilung anhand übergreifender (angeblich objektiver) Maßstäbe sein“ (Winter, 2006, S. 9). Stattdessen ergibt sich die Chance, Schüler im Sinne einer gemeinsamen Qualitätsentwicklung und –sicherung an der Leistungsbewertung zu beteiligen und Leistungen an gemeinsam erarbeiteten Bildungsideen zu orientieren. Schule würde damit zu einem Ort des Aushandelns von Lern- und Bildungsprozessen, wobei aber die Frage nach den Normen bzw. Standards neu gelöst werden müsste (vgl. ebd., S. 9 ff.).

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit einer reformierten Leistungsbewertung im Sportunterricht, motiviert durch die Beobachtung der Diskrepanz zwischen traditionellen Notensystemen und modernen Anforderungen an die Schülerpersönlichkeit.

2 Problemstellung und Ausgangslage: Dieses Kapitel beleuchtet den gesellschaftlichen Wandel und dessen Einfluss auf den Sportdidaktik-Kontext sowie die bestehenden fachdidaktischen Positionen zur Leistungsbewertung.

3 Deskriptive Beschreibung der Vorschläge von Felix Winter: Hier werden die Kernthesen von Felix Winter vorgestellt, insbesondere die Merkmale einer neuen Lernkultur sowie die Notwendigkeit, Leistungsbewertung als integralen Bildungsbestandteil zu begreifen.

4 Diskussion der Vorschläge von Felix Winter: Der Autor diskutiert die Übertragbarkeit der Winterschen Konzepte auf den Schulsport, beleuchtet den Reformbedarf und analysiert hinderliche sowie förderliche Rahmenbedingungen.

5 Fazit: Das Fazit zieht eine Bilanz der Möglichkeiten und Grenzen einer umfassenden Reform der Leistungsbewertung im Sportunterricht und betont den notwendigen langen Prozess der schulinternen Umgestaltung.

Schlüsselwörter

Leistungsbewertung, Sportunterricht, neue Lernkultur, Felix Winter, Schulsport, Leistungsbeurteilung, Pädagogische Diagnose, Portfolioarbeit, Lernkontrakte, Feedback-Kultur, Selbstständigkeit, Eigenverantwortung, Bildungsreform, Kompetenzorientierung, Schülerpartizipation.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie eine zeitgemäße, an einer neuen Lernkultur ausgerichtete Leistungsbewertung im Fach Sport gestaltet werden kann, um den starren, auf Zensuren basierenden Traditionen entgegenzuwirken.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Im Zentrum stehen die Konzepte von Felix Winter, die Verbindung von Sportdidaktik und Leistungsbewertung sowie die Herausforderungen bei der praktischen Umsetzung reformpädagogischer Ansätze.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, den Reformbedarf im Schulsport aufzuzeigen und zu prüfen, wie die Vorschläge von Felix Winter zu einer diagnostisch-fördernden und dialogischen Leistungsbewertung in der Praxis des Sportunterrichts implementiert werden können.

Welche wissenschaftliche Methode wurde verwendet?

Es handelt sich um eine theoretische Auseinandersetzung mit der Fachliteratur und den bildungstheoretischen Ansätzen von Felix Winter, die kritisch auf die sportdidaktische Praxis und aktuelle ministerielle Vorgaben reflektiert wird.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die deskriptive Darstellung der Winterschen Thesen, deren Diskussion im Hinblick auf den Sportunterricht sowie eine kritische Analyse von Hemmnissen wie Ritualen oder ministerialen Vorgaben.

Welche Begriffe charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird durch Begriffe wie Lernkultur, Leistungsdiagnose, dialogische Bewertung, Portfolio, Prozessorientierung und Partizipation charakterisiert.

Warum ist die traditionelle Benotung im Sportunterricht laut Autor problematisch?

Traditionelle Noten reduzieren komplexe Lernprozesse auf rein quantitative Daten und vernachlässigen individuelle Lernzuwächse, soziale Kompetenzen und den pädagogischen Dialog zwischen Lehrkraft und Schüler.

Welche Rolle spielt das Portfoliokonzept bei der Reform?

Portfolios dienen als Instrument, um Leistungen prozessorientiert zu dokumentieren, Selbstreflexion der Schüler zu fördern und eine Alternative zu punktuellen Leistungsüberprüfungen oder Notenzeugnissen anzubieten.

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Details

Title
Leistungsbewertung als Element einer neuen Lernkultur - Sportunterricht im Spannungsfeld von Tradition und Innovation
College
Carl von Ossietzky University of Oldenburg
Grade
1,0
Author
Katrin Bekermann (Author)
Publication Year
2008
Pages
60
Catalog Number
V147995
ISBN (eBook)
9783640589401
ISBN (Book)
9783640589630
Language
German
Tags
Leistungsbewertung; neue Lernkultur; Zensieren im Sportunterricht; Benoten
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Katrin Bekermann (Author), 2008, Leistungsbewertung als Element einer neuen Lernkultur - Sportunterricht im Spannungsfeld von Tradition und Innovation, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/147995
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