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Mobbing - Ein Einblick in das Mobbing in der Schule

Title: Mobbing - Ein Einblick in das Mobbing in der Schule

Term Paper (Advanced seminar) , 2006 , 19 Pages , Grade: 2,0

Autor:in: Kristina Abel (Author)

Psychology - General
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Man könnte denken- es geht uns doch so gut, wir sind eines der reichsten Länder der Erde, die schlimmsten Kinderkrankheiten sind beseitigt, Eltern haben neue Erziehungsstile verinnerlicht- die Kinder können ruhig und zufrieden ins Leben und in die Schule gehen. Natürlich genießen die Kinder und Jugendlichen die Vorzüge der modernen industrialisierten Zeiten, haben neue Möglichkeiten und Chancen, aber damit einhergehen auch die neuen sozialen Unsicherheiten und psychischen Wirrungen. Man kann davon ausgehen, dass 10 bis12% der Kinder im Schulalter an psychischen Störungen im Bereich Leistung, Emotion und Sozialkontakt leiden. (Hurrelmann, Rixius, Schirp - Gegen Gewalt in der Schule, S. 11)
Aggressivität und Gewalt in der Schule beinhalten Tätigkeiten, die physische und psychische Verletzungen bei Schülern und Lehrern innerhalb und außerhalb des Unt errichts zur Folge haben. (vgl. ebd., S. 12)
Gewalt und damit verbundenes Mobbing in der Schule, ist jedoch eine Krankheit unserer neuen Gesellschaft und kann nicht nur auf die Institution Schule zurückgeführt werden. Die Schule spiegelt nur die gesellschaftlichen Struktur- und Chancenbedingungen wider, die sie aber selbst nicht wirklich beeinflussen kann. Gewalttätige Jugendliche werden nicht als diese geboren, sondern im Laufe ihrer Sozialisation zu solchen gemacht. Viele Familien erziehen psychisch gestörte, irritierte oder sogar misshandelte Kinder, weil sie es selbst nicht anders wissen, oder in schlimme soziale Lagen geraten sind, wo kein Platz und keine Muße für gut ausgewogene Kindererziehung ist. Die Kinder werden dann oft in der Schule aggressiv, weil ihnen das Einhalten sozialer Verhaltensregeln abgeht oder weil die schulischen Anforderungen ihre Leistungsfähigkeit überfordern.
Es ist ja auch einiges zu leisten in unserer Gesellschaft- mindestens ein mittlerer Abschluss, am besten Abitur, ansonsten hat man ja keine Möglichkeit einen guten Beruf auszuüben, der halbwegs den eigenen Interessen entspricht. Wir leben eben in einer Wettbewerbsgesellschaft. Besonders schwer ist es für ausländische Kinder oder Kinder aus sozial schwachen Familien, sie fühlen sich als Verlierer dieser Gesellschaft und reagieren mit Aggression und Gewalt. Wenn sie dann noch als „leistungsschwach“ beurteilt werden, schwindet das Selbstwertgefühl noch mehr, dann setzen die primitiven Verteidigungsmechanismen ein gegen diese Verunsicherungen.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Begriffserklärung Mobbing

2.1. Mobbing in der Schule

3. Psychologische Aspekte-

3. 1. Alter, Eltern, Mitschüler

3.2. Aggression

4. Mobbing von Schülern

4.1. Warum werden Schüler gewalttätig?

4.2. Die Wahrnehmung der Lehrkräfte

4.3. Die Häufigkeit des Mobbings

5. Die „Angst“ und Krankheitsbilder

5.1 Gewalt an Schulen

5.1.1 Mobbing von Schülern

5.1.2 Mobbing von Lehrern

5.2 Auswirkungen und Krankheitsbilder

6. Schluss: Hilfe, Strategien

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit untersucht die komplexen Ursachen und psychosozialen Hintergründe von Mobbing an Schulen. Ziel ist es, den dynamischen Prozess der Gewaltentstehung zu analysieren, die Auswirkungen auf die psychische und physische Gesundheit der Betroffenen zu beleuchten und effektive Präventionsstrategien für den Schulalltag abzuleiten.

  • Gesellschaftliche Rahmenbedingungen und familiäre Einflüsse auf aggressives Verhalten bei Kindern.
  • Die psychologische Dimension von Mobbing, einschließlich Täter-Opfer-Dynamiken.
  • Formen und Erscheinungsbilder von Mobbing, wie verbales, physisches und stummes Mobbing.
  • Präventionsansätze und Interventionsmöglichkeiten für Lehrkräfte, Eltern und die Institution Schule.

Auszug aus dem Buch

2. Begriffserklärung Mobbing

„To mob“ meint soviel wie anpöbeln, schikanieren, attackieren, angreifen, drangsalieren. Die ursprüngliche plurale Bedeutung von lat. Mob. hat bereits im anglo-amerikanischen Sprachgebrauch dem singularen Gebrauch Platz gemacht, dass wir auch im Deutschen die Gewalttätigkeit eines Einzelnen mit Mobben bezeichnen können.

Der Begriff wurde zuerst durch den schwedischen Arbeitspsychologen Heinz Leymann eingeführt, der dieses fiese Verhalten am Arbeitsplatz untersuchte. Generell ist Mobbing ein Symptom für gestörte Kommunikation

In der Schule wird gewalttätiges Mobben so definiert:, „Ein Schüler wird gemobbt, wenn er/sie wiederholt und über eine längere Zeit den negativen Handlungen eines oder mehrerer anderer Schüler/Schülerinnen ausgesetzt ist.“( Olweus 1991,S.22). Es liegt eine negative Handlung vor, wenn jemand absichtlich einem anderen Schmerz, Verletzung oder Unannehmlichkeiten zufügt oder es versucht .Negative Handlungen können durch körperlichen Angriff, mit Worten oder z.B. durch Grimassen oder gemeine Gestik, durch das Verbreiten von Gerüchten oder durch das Ausschließen aus einer Gruppe begangen werden.(vgl. ebd.)

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Diese Einleitung betrachtet Mobbing als gesamtgesellschaftliches Problem, das in der Schule durch soziale Unsicherheiten und Leistungsdruck zusätzlich verstärkt wird.

2. Begriffserklärung Mobbing: Das Kapitel definiert Mobbing als wiederholte negative Handlungen und erläutert die Dynamik des Täter-Opfer-Schemas in einem schulischen Kontext.

3. Psychologische Aspekte-: Hier werden die entwicklungspsychologischen Grundlagen, der Einfluss des sozialen Umfelds und die Entstehung von Aggression bei Kindern detailliert analysiert.

4. Mobbing von Schülern: Dieser Abschnitt beleuchtet die Ursachen für Schülergewalt und wie Lehrkräfte Mobbingvorgänge wahrnehmen und oft verharmlosen.

5. Die „Angst“ und Krankheitsbilder: Das Kapitel behandelt die verschiedenen Gewaltformen an Schulen, deren psychosomatische Folgen für die Opfer und die spezifische Problematik von Mobbing durch Lehrer.

6. Schluss: Hilfe, Strategien: Der abschließende Teil skizziert präventive Maßnahmen und Interventionsmöglichkeiten, wie etwa Streitschlichtungsprogramme und die aktive Einbeziehung aller Beteiligten.

Schlüsselwörter

Mobbing, Schule, Aggression, Gewaltprävention, Täter-Opfer-Dynamik, psychosomatische Folgen, Schulalltag, soziale Kompetenz, Streitschlichtung, psychische Belastung, Sozialisation, Lehrer-Schüler-Verhältnis, Bildungsanspruch, Mobbingtagebuch, Angst.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit befasst sich mit der Problematik von Mobbing im schulischen Umfeld und untersucht, wie dieses Phänomen entsteht und welche Folgen es für alle Beteiligten hat.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Feldern gehören die psychologischen Hintergründe, die verschiedenen Erscheinungsformen von Gewalt an Schulen sowie die Möglichkeiten der Prävention und Intervention.

Was ist das primäre Ziel der Arbeit?

Das Ziel ist es, ein besseres Verständnis für Mobbing-Dynamiken zu schaffen und konkrete Handlungsstrategien für Schulen und Elternhaus aufzuzeigen, um Gewalt aktiv entgegenzuwirken.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Auseinandersetzung mit entwicklungspsychologischen Ansätzen, soziologischen Theorien und empirischen Studien zur Gewalt an Schulen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil analysiert die Entstehung von Aggression, die Wahrnehmung durch Lehrkräfte, die Auswirkungen auf die psychische Gesundheit der Schüler sowie verschiedene Mobbingformen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit wird vor allem durch Begriffe wie Mobbing, soziale Kompetenz, Prävention, Schulalltag und psychische Gesundheit charakterisiert.

Was ist mit dem „stummen Mobbing“ gemeint?

Es handelt sich um eine subtile Form des Mobbings, die durch Ausgrenzung, Ignoranz und die Verweigerung von sozialer Teilhabe gekennzeichnet ist.

Wie können Lehrkräfte bei Mobbing effektiv intervenieren?

Durch Aufmerksamkeit für Warnsignale, die Einführung von Programmen wie Streitschlichtung und eine enge Zusammenarbeit mit Eltern und Beratungsstellen können Lehrkräfte wirksam gegensteuern.

Spielt das Alter bei Mobbing eine Rolle?

Ja, Mobbing tritt in allen Altersstufen auf, wobei die Ausprägung – wie etwa die Wahl zwischen physischer Gewalt oder subtilen Intrigen – je nach Alter und Geschlecht variieren kann.

Warum ist eine „Anti-Bullying-Strategie“ für Schulen sinnvoll?

Sie sorgt für klare Abläufe bei Mobbingvorfällen, erhöht das Problembewusstsein durch verpflichtende schriftliche Stellungnahmen und verhindert, dass Konflikte ignoriert oder verharmlost werden.

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Details

Title
Mobbing - Ein Einblick in das Mobbing in der Schule
College
University of Augsburg
Grade
2,0
Author
Kristina Abel (Author)
Publication Year
2006
Pages
19
Catalog Number
V148076
ISBN (eBook)
9783640580705
ISBN (Book)
9783640580804
Language
German
Tags
Mobbing Einblick Mobbing Schule
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Kristina Abel (Author), 2006, Mobbing - Ein Einblick in das Mobbing in der Schule, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148076
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