Marktübersicht über Business Intelligence-Anbieter, die sich für kleine und mittelständische Unternehmen eignen


Referat (Ausarbeitung), 2009
12 Seiten, Note: 2,7

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung
1.1 Methodi sches Vorgehen
1.2 Ziel der Arbeit

2. Business Intelligence
2.1 Begriffsdefinition
2.2 Ziele von Business Intelligence

3. Business Intelligence-Anbieter fur kleine und mittelstandische Unternehmen
3.1 Marktentwi cklung
3.2 Anbieter
3.2.1 Microsoft
3.2.2 SAP
3.2.3 Oracle
3.2.4 IBM
3.2.5 SAS
3.2.6 Open-Source-Anbieter

4. Zusammenfassung

Abbildungsverzeichnis

Quellenverzeichnis

1. Einleitung

Wahrend der Bedarf nach schneller Informationsgewinnung in Unternehmen seit jeher vor- handen ist, beschrankte sich diese zunachst auf statische Berichte, die aus operativen Syste- men gewonnen wurden. Die Aufbereitung und Analyse solcher Daten war sehr zeitintensiv und uneffektiv. Als folge dieser negativen Konsequenzen, wurde die Entwicklung von funkti- onsorientierten, zentralen Datenbanken forciert. Die damit verbundene Reduzierung der ho- hen Kosten des statischen Berichtswesens, macht Business Intelligence-Losungen auch fur kleine und mittelstandische Unternehmen zunehmend attraktiv.[1]

1.1 Methodisches Vorgehen

Im Rahmen des Moduls BIN01 „Business Intelligence“ ist von den Studierenden ein Referat anzufertigen. Der Verfasser der vorliegenden Arbeit hat die Aufgabe gewahlt, eine Markt- ubersicht uber Business Intelligence-Anbieter zu erarbeiten, die sich fur kleine und mittels- tandische Unternehmen eignen.

Nach der Einleitung werden im zweiten Kapitel zunachst theoretische Grundlagen im Zu- sammenhang mit dem Thema Business Intelligence erklart und dann im dritten Kapitel eine Marktubersicht erstellt. Die Arbeit schlieBt im vierten Kapitel mit einer kurzen Zusammenfas- sung.

1.2 Ziel der Arbeit

Ziel der Arbeit ist es, einen Marktuberblick uber Anbieter von Business Intelligence- Losungen, die sich fur kleine und mittelstandische Unternehmen eignen, zu erarbeiten und die Ergebnisse am Ende der Arbeit zusammenzufassen.

2. Business Intelligence (BI)

2.1 Begriffsdefinition

Der Begriff Business Intelligence ist seit Jahren am Markt etabliert und trotzdem gehen die Vorstellungen uber entsprechende Inhalte weit auseinander. Auch unter Experten gibt es kei- ne einheitliche Aussage zum diesem Begriff. Die Begriffsdefinition kann aber etwas verein- facht werden, wenn man die wesentlichen Aspekte des Business Intelligence betrachtet:[2]

- Entscheidungsorientierung,
- Datensammlung,
- Datenaufbereitung,
- Informationsdarstellung,
- geschaftsrelevante Informationen.

Business Intelligence kann daher als „die entscheidungsorientierte Sammlung, Aufbereitung und Darstellung geschaftsrelevanter Informationen“[3] definiert werden.

Business Intelligence-Losungen lassen sich nur unternehmensindividuell konkretisieren. Trotzdem konnte sich eine Modellarchitektur bzw. eine Framework etablieren, auf Basis des- sen unternehmensspezifische Architekturen abgeleitet werden konnen. Das Framework be- steht aus folgenden Ebenen: [4]

- Datenbereitstellung,
- Datenmodellierung,
- Informationsgenerierung und -zugriff.

2.2 Ziele von Business Intelligence

Als ubergeordnetes Ziel von Business Intelligence kann die effiziente Gestaltung von Ar- beitsprozessen und die Vorbereitung fundierter Entscheidungen definiert werden. Damit ein- her gehen eine qualitative Verbesserung der Arbeitsergebnisse im operativen und strategi- schen Management.[5] Die Feinziele von BI-Losungen sind hingegen unternehmensindividuell.

BI-Losungen, als Produktionsfaktor genutzt, mussen daruber hinaus auch Kriterien der Wirt- schaftlichkeit erfullen. Da sich bei Business Intelligence-Systemen hauptsachlich qualitative Nutzeneffekte finden, gestaltet sich die Beurteilung der Wirtschaftlichkeit hier schwierig. Um brauchbare Aussagen uber die Wirtschaftlichkeit treffen zu konnen, sollten daher Verfahren angewendet werden, die eine Abschatzung sowohl der quantitativen, als auch der qualitativen Effekte vornehmen konnen.[6]

3. Business Intelligence-Anbieter fur kleine und mittelstandische Unternehmen

3.1 Marktentwicklung

Wie bereits in der Einleitung erwahnt, werden Business Intelligence-Losungen zunehmend auch fur kleine und mittelstandische Unternehmen attraktiv. Hiervon profitieren im Umkehr- schluss auch die entsprechenden Software-Anbieter.

Der Gesamtmarkt fur BI-Losungen zeigt, gegen den allgemeinen Trend der Software- Branche, ein gesundes Wachstum. Laut „Lunendonk-Studie“ sahen bereits im Jahre 2005 84 Prozent der Anbieter den Wachstumspfad des BI-Software-Marktes im Bereich zwischen 5 bis 20 Prozent jahrlich bis 2010, wobei der Schwerpunkt der Abnehmer mit 47,5 Prozent in den Marktsektoren Industrie sowie Banken und Versicherungen lag.[7]

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Wachstumsraten

Abb. 1: Umsatzprognosen der fiihrenden Anbieter von Bi-Standard-Software fur die Jahre 2005-2010.[8]

3.2 Anbieter

Obwohl Business Intelligence-Losungen als groBere Investitionen fur groBe Unternehmen gelten, drangen seit mehreren Jahren immer mehr Anbieter fur kleine und mittelstandische Unternehmen auf den Markt.[9] Im Folgenden werden die Losungen der groBeren Anbieter vorgestellt.

3.2.1 Microsoft

Mit „Microsoft Reporting und Analysis Services“ bietet Microsoft eine Business Intelligence Losung fur den Mittelstand. Die Losung bietet Datenprasentation und Reporting, umfassende Analyse-Funktionen, schnellen Zugriff auf groBe Datenmengen sowie umfangreiche Funktio- nalitaten in der Microsoft Standard-Software.[10]

3.2.2 SAP

Mit „SAP BusinessObjects Edge“ bietet SAP eine umfassende und leistungsstarke Business Intelligence-Losung fur den Mittelstand. Das Produkt enthalt Funktionen fur unterschiedliche BI-Anforderungen: flexible Ad-hoc-Abfragen und -Analysen, Dashboards und Visualisierun- gen, Datenintegration sowie vorkonfigurierte Data Mart-Losungen. Zur Auswahl stehen SAP BusinessObjects Edge Standard, SAP BusinessObjects Edge mit Datenintegration sowie SAP BusinessObjects Edge mit Datenmanagement.[11]

3.2.3 Oracle

Das BI-System „Business Intelligence Standard Edition One“ von Oracle ist auf die Bedurf- nisse mittelstandischer Unternehmen ausgerichtet. Als Komplettlosung ist dies fur funf bis funfzig Anwender konzipiert. Umfassende Funktionen wie interaktive Dashboards, Ad-hoch Analysen, proaktive Intelligenz und Hinweise sowie erweitertes Reporting und Publishing, mobile und pradiktive Analysen sind in der Losung enthalten.[12]

3.2.4 IBM

Die Cognos-Produkte von IBM bieten Business Intelligence-Losungen sowohl fur groBere, als auch fur kleine und mittelstandische Unternehmen. In den Produkten fur mittelstandische Unternehmen sind die Funktionen Reporting, Analysis, Planning, Budgeting und Foercasting sowie Dashboards und Scorecards enthalten.[13]

3.2.5 SAS

Mit dem Produkt „SAS Business Intelligence - Edition M“ hat SAS eine maBgeschneiderte BI-Losung fur den Mittelstand auf den Markt gebracht. Die Losung ist Modular aufgebaut und kann daher bei wachsenden Anforderungen erweitert werden. Die Edition M besteht aus einer Datenintegrationskomponente, einem Add-in zur Integration in Microsoft-Office- Produkte, einer dynamischen Desktopoberflache und einem Web Report Studio. [14]

3.2.6 Open Source-Anbieter

Neben den kommerziellen Anbietern, haben sich auch einige OpenSource-Anbieter, wie bei- spielsweise Pentaho, JasperSoft, BEE, Openi und SpagoBI am Markt etabliert, die Losungen fur kleine und mittelstandische Unternehmen anbieten.[15]

4. Zusammenfassung

Business Intelligence ist im Mittelstand angekommen, denn das Problem schlechter Informa- tionsversorgung existiert in Unternehmen aller GroBen. Eine Marktforschungsstudie uber Bu­siness Intelligence im Mittelstand zeigt, dass 49 Prozent der befragten Unternehmen eine ent- sprechende Software einsetzen und weitere 40 Prozent die Anschaffung von Bi-Software planen.[16] Die Abkehr von der Erstellung statischer Berichte aus operativen Systemen und die damit verbundene Konzentration auf funktionsorientierte, zentrale Datenbanken ebneten den Weg der BI-Anwendungen fur den Mittelstand. Kommerzielle Anbieter wie SAP, Microsoft oder Oracle, haben sich genauso im Markt etab- liert, wie einige OpenSource-Anbieter.

[...]


[1] Vgl. Hanning, Uwe: Knowledge Management und Business Intelligence. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2002, Seite 281.

[2] Vgl. Schrodl, Holger: Business Intelligence - Mit Microsoft SQL-Server 2005. Carl Hanser Verlag, Munchen/Wien 2005, Seite 12-13.

[3] Aus: Schrodl, Holger: Business Intelligence - Mit Microsoft SQL-Server 2005. Carl Hanser Verlag, Munchen/Wien 2005, Seite 12.

[4] Vgl. Seufert, Andreas/Lehmann, Peter: Business Intelligence. Musterfallstudie: Wissensmanagement und Business Intelli­gence - Gestaltung und Einsatz in einem konkreten Fall. AKAD. Die Privathochschulen, o. O. 2006, Seite 17-18.

[5] Vgl. Gluchowski, Peter u. a.: Management Support Systeme und Business Intelligence - Computergestutzte Informations- systeme fur Fach- und Fuhrungskrafte, 2. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2008, Seite 351.

[6] Vgl. Gluchowski, Peter u. a.: Management Support Systeme und Business Intelligence - Computergestutzte Informations- systeme fur Fach- und Fuhrungskrafte, 2. Auflage. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg 2008, Seite 351-352.

[7] Vgl. o. V.: Gesunde Marktentwicklung im Bereich Business Intelligence, In: ISIS Medien, Nomina GmbH, Munchen 2005, Seite 1-2.

[8] Aus: o. V.: Gesunde Marktentwicklung im Bereich Business Intelligence, In: ISIS Medien, Nomina GmbH, Munchen 2005, Seite 2. Quelle: Lunendonk-Studie „Fuhrende Anbieter von Business Intelligence-Standard-Software in Deutschland“, 2005.

[9] Vgl. Schmidt-Thieme, Lars: Information Systems 1, Universitat Hildesheim, Hildesheim 2007, Chart 10.

[10] Vgl. www.sp-integration.de: Microsoft Reporting und Analysis Services. Abruf am 03.10.2009, 14:28 Uhr.

[11] Vgl. http://www.sap.com/germany/solutions/sapbusinessobjects/sme/edgeseries/index.epx, Abruf am 03.10.2009, 14:55 Uhr.

[12] Vgl. http://www.oracle.com/global/de/mittelstand/oracle_angebote/business_intelligence.html, Abruf am 03.10.2009, 15:15 Uhr.

[13] Vgl. http://www-01.ibm.com/software/data/cognos/solutions/small-medium-business/, Abruf am 03.10.09, 15:40 Uhr.

[14] Vgl. o.V.: SAS Business Intelligence - Edition M Fact Sheet, SAS Institute GmbH, Heidelberg 2008, Seite 1-2.

[15] Vgl. Schmidt-Thieme, Lars: Information Systems 1, Universitat Hildesheim, Hildesheim 2007, Chart 10.

[16] Vgl. o. V.: Business Intelligence etabliert sich im Mittelstand. In: BARC-Guide Business Intelligence o. O. 2007/2008, Seite 1.

Ende der Leseprobe aus 12 Seiten

Details

Titel
Marktübersicht über Business Intelligence-Anbieter, die sich für kleine und mittelständische Unternehmen eignen
Hochschule
AKAD-Fachhochschule Leipzig
Note
2,7
Autor
Jahr
2009
Seiten
12
Katalognummer
V148099
ISBN (eBook)
9783640599356
ISBN (Buch)
9783656926344
Dateigröße
464 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Referat im Rahmen des Aufbaustudiengangs Wirtschaftsinformatik an den AKAD-Hochschulen.
Schlagworte
Business Intelligence;, Management Support Systeme, Marktübersicht
Arbeit zitieren
B.A. Claas Michelsen (Autor), 2009, Marktübersicht über Business Intelligence-Anbieter, die sich für kleine und mittelständische Unternehmen eignen, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148099

Kommentare

  • Noch keine Kommentare.
Im eBook lesen
Titel: Marktübersicht über Business Intelligence-Anbieter, die sich für kleine und mittelständische Unternehmen eignen


Ihre Arbeit hochladen

Ihre Hausarbeit / Abschlussarbeit:

- Publikation als eBook und Buch
- Hohes Honorar auf die Verkäufe
- Für Sie komplett kostenlos – mit ISBN
- Es dauert nur 5 Minuten
- Jede Arbeit findet Leser

Kostenlos Autor werden