In der vorliegenden Arbeit wird der der Zusammenhang zwischen Sozialisation und Märchen erklärt. Zu Beginn wird auf das theoretische Konstrukt der Lesesozialisation eingegangen, es wird versucht eine Definition dieses weitläufigen Begriffes zu geben. In diesem Zusammenhang wird auch der Begriff des Märchens definiert und die Bedeutung des Lesens über die gesamte Lebensspanne erläutert.
Die familiären Einflussfaktoren auf die Leseentwicklung dürfen keinesfalls unterschätzt werden, hierbei spielt nicht nur die Leseerziehung sondern vor allem auch das Lesevorbild der Eltern eine bedeutende Rolle.
Literatur ist ein Wegbegleiter, eine Hilfe bei der Suche nach der eigenen Identität und gerade die kindlichen Erinnerungen an Worte, Sätze, Gedichte, Erzählungen sind oft ein ganzes Leben lang gegenwärtig. Auch wenn Kinder einige Formulierungen und so manche Symbolik nicht oder nur intuitiv verstehen, bleibt die Lektüre als Erfahrung in der eigenen Biografie bestehen.
Inhaltsverzeichnis
- 1. Einleitung
- 2. Grundlagen
- 2.1. Definition Lesesozialisation
- 2.2. Definition Märchen
- 3. Vorschulische Lesesozialisation & Märchen
- 3.1. Vorstufen der Leseentwicklung
- 3.2. Leseressourcen im Elternhaus
- 3.3. Das Vorlesen
- 3.4. Prä- und paraliterarische Kommunikation
- 3.5. Sozialisation und Märchen philosophisch betrachtet
- 3.6. Sozialisation und Märchen psychologisch betrachtet
- 3.7. Realitätsbezüge im Märchen
- 4. Fazit
- 5. Diskussionsfragen im Rahmen des Plenums
- 5.1. Gibt's es eigentlich auch „neue“ Märchen?
- 5.2. Was fasziniert Kinder am „Bösen“ des Märchens?
- 6. Literatur
Zielsetzung und Themenschwerpunkte
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen Sozialisation und Märchen. Sie beleuchtet die Bedeutung der Lesesozialisation, insbesondere im Kontext der frühen Kindheit, und analysiert die Rolle von Märchen in diesem Prozess. Die Arbeit befasst sich mit der Definition von Lesesozialisation und Märchen, untersucht die Einflussfaktoren der Lesesozialisation im Elternhaus und analysiert die Bedeutung des Vorlesens und der prä- und paraliterarischen Kommunikation. Darüber hinaus werden philosophische und psychologische Perspektiven auf die Sozialisationsfunktion von Märchen betrachtet.
- Definition und Bedeutung der Lesesozialisation
- Die Rolle von Märchen in der Lesesozialisation
- Einflussfaktoren der Lesesozialisation im Elternhaus
- Philosophische und psychologische Perspektiven auf die Sozialisationsfunktion von Märchen
- Realitätsbezüge im Märchen
Zusammenfassung der Kapitel
Die Einleitung führt in das Thema der Arbeit ein und erläutert die Zielsetzung und den Aufbau. Sie definiert die Begriffe Lesesozialisation und Märchen und betont die Bedeutung des Lesens über die gesamte Lebensspanne.
Das Kapitel „Grundlagen“ befasst sich mit der Definition von Lesesozialisation und Märchen. Es werden verschiedene Definitionen von Lesesozialisation vorgestellt und die Bedeutung des Lesens in der frühen Kindheit hervorgehoben. Außerdem wird die Struktur und Funktion von Märchen erläutert.
Das Kapitel „Vorschulische Lesesozialisation & Märchen“ analysiert die Bedeutung von Märchen in der frühen Lesesozialisation. Es werden die Vorstufen der Leseentwicklung, die Leseressourcen im Elternhaus, die Bedeutung des Vorlesens und die Rolle der prä- und paraliterarischen Kommunikation untersucht. Darüber hinaus werden philosophische und psychologische Perspektiven auf die Sozialisationsfunktion von Märchen betrachtet.
Schlüsselwörter
Die Schlüsselwörter und Schwerpunktthemen des Textes umfassen Lesesozialisation, Märchen, Sozialisation, frühe Kindheit, Elternhaus, Vorlesen, prä- und paraliterarische Kommunikation, philosophische und psychologische Perspektiven, Realitätsbezüge.
Häufig gestellte Fragen
Welcher Zusammenhang wird in dieser Arbeit untersucht?
Die Arbeit erklärt den Zusammenhang zwischen der Sozialisation von Kindern und der Rolle von Märchen, insbesondere im Kontext der frühen Leseentwicklung.
Was versteht man unter dem Begriff Lesesozialisation?
Lesesozialisation beschreibt den Prozess des Erwerbs der Lesekompetenz und der Entwicklung einer Leseidentität über die gesamte Lebensspanne hinweg, beginnend in der frühen Kindheit.
Wie beeinflusst das Elternhaus die Leseentwicklung?
Das Elternhaus spielt eine entscheidende Rolle durch die familiäre Leseerziehung, die Bereitstellung von Leseressourcen und vor allem durch die Funktion der Eltern als Lesevorbilder.
Welche wissenschaftlichen Perspektiven auf Märchen werden beleuchtet?
Die Arbeit betrachtet Märchen sowohl aus philosophischer als auch aus psychologischer Sicht, um deren Funktion im Sozialisationsprozess zu verstehen.
Was fasziniert Kinder am „Bösen“ in Märchen?
Dies ist eine der zentralen Diskussionsfragen der Arbeit, die untersucht, wie Kinder durch die Symbolik und die Darstellung des Bösen im Märchen moralische und emotionale Erfahrungen verarbeiten.
Bleiben Kindheitserinnerungen an Märchen langfristig erhalten?
Ja, laut der Arbeit sind kindliche Erinnerungen an Worte, Sätze und Erzählungen oft ein Leben lang gegenwärtig und prägen die eigene Biografie, auch wenn Symboliken erst später voll verstanden werden.
- Citar trabajo
- Edith Reinisch (Autor), 2009, Märchen und Sozialisation, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148127