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Die Sprache des Speziesismus. Vorstellung integrativer Lernaufgaben zum Verhältnis von Mensch und Tier

Titel: Die Sprache des Speziesismus. Vorstellung integrativer Lernaufgaben zum Verhältnis von Mensch und Tier

Hausarbeit , 2023 , 30 Seiten , Note: 1,3

Autor:in: Anna Keyn (Autor:in)

Didaktik für das Fach Deutsch - Grammatik, Stil, Arbeitstechnik
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Ziel dieser Arbeit ist es, zwei komplexe Lernaufgaben vorzustellen, die unseren alltäglichen (sprachlichen) Umgang mit den sogenannten Nutztieren kritisch hinterfragen. Dabei sollen die Fächer Deutsch und Ethik integrativ miteinander verbunden werden. Die erste Aufgabe setzt einen überwiegenden sprachlichen Fokus, während die zweite Aufgabe überwiegend das ethisch-reflektierte Denken schulen soll.

Krieg und Frieden, Umweltschutz, Klimawandel, Diversität in unserer Gesellschaft, Gerechtigkeit, Humanität, die Finanz -und Arbeitswelt, Verkehr, Digitalisierung, neue Technologien, KI, ...

Bereits diese überschaubare Übersicht lässt ein Vorhaben, welches ein Thema jeweils einem Unterrichtsfach zuordnen möchte, absurd erscheinen. Schließlich ist unsere Welt viel zu komplex, um ihre Themen in einzelne Schubladen, in einzelne Fächer zu stecken. Demzufolge muss die Separierung der Fächer mit der Kritik auskommen, dass "nicht sinnvolle Lernzusammenhänge zustande kommen können" und die Schule einen Integrationsbedarf benötigt, "dem sie in ihrer gegenwärtigen Organisationsstruktur nur ansatzweise entsprechen kann."

Neben den bereits genannten Themen ist die Frage nach dem richtigen Umgang mit Tieren, ein zentrales Thema unserer Zeit geworden. Antibiotikaresistenzen, Ausbrüche von Pandemien, Abholzung, Ammoniak -und Nitratverschmutzung, hohe Treibhausgasemissionen, immenses Tierleid, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, psychische Probleme bei Arbeitenden der Fleischindustrie und andere hoch problematische Folgen der modernen Massentierhaltung lassen Stimmen, welchen einen respektvollen Umgang mit unseren Mitgeschöpfen einfordern, immer lauter werden.

Jedoch hören heutzutage die Fragen nach einem anti-diskriminierenden Miteinander beim praktischen Handeln nicht auf. Die Diskussionen um gerechte Sprache ziehen sich durch unsere Gesellschaft. Dabei geht es allerdings in den meisten Fällen nur um rassistische und sexistische Sprachmuster. Dass auch Tiere allein schon durch unser Reden herabgewürdigt werden können, ist im breiten Bewusstsein noch nicht angekommen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Integrativer Deutschunterricht

3. Beschreibung und Reflexion der Lernaufgaben

3.1 Lernkontext Schule

3.2.1 Lernaufgabe 1: Textarbeit zu ´The Butcher´s Tale- Die Saga beginnt´

Erwartungsbild 1´

3.2.2 Lernziele

3.2.3 (Fach)didaktische Überlegungen

3.2.4 Reflexion der Aufgabe als Ganzes

3.3.1 Lernaufgabe 2: Erörterung der Fragestellung

„Ist es moralisch vertretbar, Tiere für die Ernährung zu nutzen?“

Erwartungsbild 2

3.3.2 Lernziele

3.3.3 (Fach)didaktische Überlegungen

3.3.4 Reflexion der Aufgabe als Ganzes

Zielsetzung & Themen

Die Projektarbeit zielt darauf ab, zwei komplexe Lernaufgaben für den Deutsch- und Ethikunterricht zu entwickeln, die den alltäglichen, speziesistischen Sprachgebrauch im Zusammenhang mit Nutztieren kritisch hinterfragen und das Bewusstsein für ein reflektiertes, anti-diskriminierendes Miteinander fördern.

  • Integrativer Unterrichtsaufbau in den Fächern Deutsch und Ethik
  • Kritische Analyse von speziesistischer Sprache in Werbetexten
  • Einsatz von Euphemismen als Verschleierungstechnik in der Fleischindustrie
  • Dialektische Erörterung ethischer Fragen und moralischer Verantwortung

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Krieg und Frieden, Umweltschutz, Klimawandel, Diversität in unserer Gesellschaft, Gerechtigkeit, Humanität, die Finanz -und Arbeitswelt, Verkehr, Digitalisierung, neue Technologien, KI, Chat GPT…

Bereits diese überschaubare Übersicht lässt ein Vorhaben, welches ein Thema jeweils einem Unterrichtsfach zuordnen möchte, absurd erscheinen. Schließlich ist unsere Welt viel zu komplex, um ihre Themen in einzelne Schubladen, in einzelne Fächer zu stecken. Demzufolge muss die Separierung der Fächer mit der Kritik auskommen, dass „nicht sinnvolle Lernzusammenhänge zustande kommen können“ und die Schule einen Integrationsbedarf benötigt, „dem sie in ihrer gegenwärtigen Organisationsstruktur nur ansatzweise entsprechen kann.“

Auch Herbert Gudjons, Professor für Erziehungswissenschaften, kritisiert die von den Philosophen Jürgen Mittelstraß beschriebene Entwicklung, in welcher sich die wissenschaftlichen Kulturen immer weiter voneinander entfernen. Diese hochgradige Spezialisierung verhindere immer stärker das Bewusstsein einer gemeinsamen Kultur. Er fordert eine neue Interdisziplinarität, in welcher die Einstellung herrscht, dass auch Spezialist:innen Teil einer rationalen Gesamtkultur sind. Schließlich dient „ein solches- ganzzeitliches-Denken der Aufhebung der erkenntnisbegrenzenden Disziplinarität und zielt auf den Gesamtsinn und die Gesamtbedeutung von Wissen. In der Schule nennt man das Bildung- und es ist eben mehr und anderes als die Anhäufung von Fachwissen.“

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Notwendigkeit von Interdisziplinarität in der Schule angesichts einer komplexen, globalisierten Welt und führt das Thema Speziesismus als brisantes ethisches und sprachliches Problem ein.

2. Integrativer Deutschunterricht: Das Kapitel skizziert die theoretischen Grundlagen des integrativen Deutschunterrichts, die Bedeutung von Medienbildung und die Verknüpfung der Kompetenzbereiche Sprache, Sprechen, Lesen und Schreiben.

3. Beschreibung und Reflexion der Lernaufgaben: Dieses Kapitel erläutert den Lernkontext, stellt zwei spezifische Lernaufgaben zur Analyse von Euphemismen in der Fleischproduktion sowie zur dialektischen Erörterung vor und reflektiert deren didaktisches Potenzial.

Schlüsselwörter

Integrativer Deutschunterricht, Speziesismus, Euphemismus, Massentierhaltung, Ethik, Dialektische Erörterung, Sprachanalyse, Medienbildung, Diskriminierung, Nutztierhaltung, Bildungssprache, Werteorientierung, Fleischproduktion

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit beschäftigt sich mit der Verknüpfung von Deutsch- und Ethikunterricht, um den Einfluss von speziesistischer Sprache auf die Wahrnehmung von Tieren durch Lernende kritisch zu hinterfragen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zentrale Themen sind der integrative Deutschunterricht, die linguistische Analyse von Euphemismen, das ethische Spannungsfeld der Nutztierhaltung und die Förderung von Medienkompetenz.

Was ist das primäre Ziel der Projektarbeit?

Das Ziel ist die Bereitstellung praxisnaher Lernaufgaben, die Schüler dazu befähigen, diskriminierende Sprachmuster zu erkennen und ethische Fragestellungen fundiert zu erörtern.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf der Verknüpfung fachdidaktischer Theorien zum integrativen Deutschunterricht mit einer textanalytischen Auseinandersetzung anhand der "Sachfragen-Methode" und philosophischer Argumentationsmodelle.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Überlegungen zum Fachunterricht sowie die detaillierte Vorstellung und Reflexion zweier komplexer Lernaufgaben zu Texten der Fleischindustrie.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe sind Speziesismus, Integrativer Deutschunterricht, Euphemismus, Massentierhaltung und ethische Erörterung.

Welche Rolle spielt die fiktive Erzählung des Metzgerhandwerks?

Die Erzählung dient als Ausgangspunkt für eine kritische Textanalyse, um Schülern durch den Vergleich mit realistischen Quellen das Phänomen der sprachlichen Verschleierung (Euphemismen) in der Schlachtindustrie bewusst zu machen.

Warum wird die "dialektische Erörterung" als Lernform gewählt?

Diese Form ist für ethische Fragestellungen besonders geeignet, da sie Schüler dazu zwingt, unterschiedliche Perspektiven abzuwägen und philosophisch fundiert eine eigene Position zu entwickeln.

Ende der Leseprobe aus 30 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Die Sprache des Speziesismus. Vorstellung integrativer Lernaufgaben zum Verhältnis von Mensch und Tier
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Institut für Germanistik)
Veranstaltung
Integrativer Deutschunterricht
Note
1,3
Autor
Anna Keyn (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
30
Katalognummer
V1481661
ISBN (PDF)
9783389038833
ISBN (Buch)
9783389038840
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Integrativer Deutschunterricht Euphemismen Speziesismus Mensch Tier Ethik
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anna Keyn (Autor:in), 2023, Die Sprache des Speziesismus. Vorstellung integrativer Lernaufgaben zum Verhältnis von Mensch und Tier, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1481661
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Leseprobe aus  30  Seiten
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