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Souveränität und Staat

Über die Bedeutung der Souveränität für die Entstehung des modernen Staates

Titre: Souveränität und Staat

Dossier / Travail , 2009 , 10 Pages , Note: 1,7

Autor:in: Stephan Jung (Auteur)

Politique - Théorie politique et Histoire des idées politiques
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Der Begriff der Souveränität ist unverzichtbar, wenn von der Entstehung des modernen Staates gesprochen wird. Daher gilt es diesen Begriff zu untersuchen, will man die Geschichte des modernen Staates verstehen. Sowohl die historische Entwicklung soll untersucht werden, als auch die sozio-kulturellen Gesichtspunkte, die den Prozess hin zu einem souveränen Staat gefördert haben. Diese historische Entwicklung ist so eng verwoben mit der Geschichte der Macht, dass Gunnar Folke Schuppert von der „Geschichte des modernen Staates als Geschichte der Macht“ (Schuppert 2003:55f.) spricht. Somit muss auch der Begriff der Macht berücksichtigt werden und als elementarer Bestandteil der Souveränität herausgearbeitet werden. Und weiter bezeichnet Gunnar Folke Schuppert die „Geschichte des modernen Staats als eine Geschichte des Rechts“ (ebd.). Es gilt also eine Vielzahl an Parametern zu untersuchen, die den Begriff der Souveränität geschichtlich geprägt haben. Bei diesen Untersuchungen ist es unausweichlich von Jean Bodin zu sprechen und sich mit seiner revolutionären Souveränitätslehre zu beschäftigen, die sich bis heute als meist zitiert erwiesen hat. Aufbauend auf dieses Grundverständnis von Souveränität sollen die Funktionen des Souveränitätskonzepts herausgearbeitet und seine Besonderheiten verdeutlicht und schließlich soll die ihr attestierte Modernisierungsleistung beleuchtet werden. Diese Untersuchungen werden sich größtenteils auf die begriffsprägenden Ausführungen Jean Bodins beziehen, aber auch versuchen, ein heutiges Staatsverständnis mit einzubeziehen und die Frage zu klären, welchen Bedeutung der Begriff der Souveränität in der heutigen Zeit noch hat.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Jean Bodins Souveränitätstheorie

3. Funktionen des Souveränitätskonzepts

4. Der Modernisierungsfaktor des Souveränitätskonzepts

5. Fazit

6. Bibliografie

Zielsetzung und Themen

Diese Arbeit untersucht die Entstehung und Bedeutung des Souveränitätsbegriffs im Kontext der Herausbildung des modernen Staates. Dabei liegt der Fokus primär auf der revolutionären Lehre Jean Bodins und deren Beitrag zur Säkularisierung, Friedenssicherung sowie zur Transformation des Rechtsverständnisses.

  • Historische Entwicklung des Souveränitätskonzepts bei Jean Bodin
  • Die Rolle von Machtkonzentration und Säkularisierungsprozessen
  • Das Souveränitätskonzept als Instrument der Friedenssicherung
  • Der Übergang vom Naturrecht zum positiven, staatlich gestalteten Recht
  • Modernisierungsleistung und Einfluss auf heutige Staatsverständnisse

Auszug aus dem Buch

2. Jean Bodins Souveränitätstheorie

Jean Bodin gehörte zu einer politischen Gruppierung, les Politiques, die sich für einen Ausgleich zwischen Katholizismus und Protestantismus einsetzte (vgl. Münkler 1987:122f.). Die etlichen Religionskriege in Frankreich und dem Rest Europas, die im 16. Jahrhundert wüteten, wurden von ihnen, allen voran von Jean Bodin, innerhalb des bestehenden Systems als unüberwindbar angesehen. Die Wahrheit über die richtige Religion konnte nicht von einem Monarch und der Kirche selbst geklärt werden, da sie selbst Bestandteil der Auseinandersetzung waren. Dieser Ausgangspunkt veranlasste Jean Bodin ein neues Konzept zu denken, in dem ein Aussenstehender für Frieden und Ordnung sorgen sollte und die Religionskriege schlichten sollte. Diese Aufgabe sollte einer übergeordneten Instanz, dem Souverän zugeschrieben werden, der über komplette Gesetzgebungsgewalt verfügt.

Zum anderen wird die Hauptaufgabe des Staates, wie sie Thomas Hobbes schon beschrieben hat, hervorgehoben: Der Staat soll dem Volk Ordnung und Sicherheit bieten. Er soll die „Erhaltungsbedingungen des bürgerlichen Lebens“ (Böckenförde 1991:106) und die „Befriedigung der individuellen Lebensbedürfnisse durch die Bürger“ (ebd.) sichern. Dafür muss der Souverän mit allen neuzeitlichen Herrschaftskompetenzen ausgestattet sein. Jean Bodin brachte diese den Souverän kennzeichnenden Befugnisse auf eine Kurzformel, indem er den Souverän als höchstmögliche Konzentration von Macht beschreibt. Er führt weiter aus: „Le point principal de la maiesté souveraine, et puissance absolue, c´est principalement à donner loy [sic] aux subiects [sic] en general sans leur consentement“ (Bodin nach Schuppert 2003:160). Die gesamte öffentliche Gewalt wird also in der Person des Souveräns konzentriert.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung verortet den Souveränitätsbegriff im Kontext der modernen Staatsentstehung und definiert die Untersuchung der Lehre Jean Bodins als zentralen Analysegegenstand.

2. Jean Bodins Souveränitätstheorie: Dieses Kapitel erläutert, wie Bodin als Reaktion auf die Religionskriege die absolute Gesetzgebungsgewalt als Mittel zur Friedenssicherung und gesellschaftlichen Ordnung etablierte.

3. Funktionen des Souveränitätskonzepts: Der Text beleuchtet die Monopolisierung von Staatskompetenzen sowie die Notwendigkeit eines Beamtenapparats zur effektiven Ausübung souveräner Macht.

4. Der Modernisierungsfaktor des Souveränitätskonzepts: Hier wird die Rolle des Souveräns als Steuerungsinstrument sowie der grundlegende Wandel vom starren Naturrecht zum gestaltbaren positiven Recht analysiert.

5. Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass das Souveränitätskonzept einen Wendepunkt in der Rechts- und Staatsgeschichte darstellt, der das heutige politische System maßgeblich ermöglichte.

6. Bibliografie: Verzeichnis der verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Literatur.

Schlüsselwörter

Souveränität, Jean Bodin, Moderner Staat, Machtmonopol, Gesetzgebungskompetenz, Säkularisierung, Religionskriege, Territorialstaat, Positives Recht, Naturrecht, Friedenssicherung, Staatsräson, Institutionalisierung, Politische Philosophie, Rechtsgeschichte

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung und Funktion des modernen Souveränitätsbegriffs, basierend auf der revolutionären Theorie von Jean Bodin im Kontext der frühneuzeitlichen Staatsbildung.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die Säkularisierung der Politik, das Monopol der Staatsgewalt, die Transformation des Rechtsverständnisses und die Rolle des Souveräns bei der Friedenssicherung.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die Funktionsweise des Bodinschen Souveränitätskonzepts offenzulegen und aufzuzeigen, wie dieses zur Modernisierung des Staates und des Rechtssystems beigetragen hat.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit nutzt eine politikwissenschaftliche und rechtshistorische Analyse, basierend auf der Auswertung klassischer Souveränitätstheorien und deren Interpretation durch moderne Staatswissenschaftler wie Gunnar Folke Schuppert.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil befasst sich mit der Entstehung des Konzepts aus der Notwendigkeit der Konfliktschlichtung, der Bedeutung der Gesetzgebungskompetenz sowie dem Wandel von traditionellen zu modernen Rechtsstrukturen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die zentralen Begriffe umfassen Souveränität, Jean Bodin, Modernisierung, Machtmonopol, positives Recht und die doppelte Stoßrichtung des Staates nach innen und außen.

Wie definiert Bodin die Rolle des Souveräns im Vergleich zur Kirche?

Bodin entzieht dem Souverän die Verpflichtung zur konfessionellen Entscheidung, da er den Staat als weltliche, übergeordnete Instanz für Frieden und Ordnung positioniert, die außerhalb der religiösen Auseinandersetzungen steht.

Warum ist das moderne Rechtssystem eng mit dem Souveränitätskonzept verknüpft?

Durch die Souveränität wurde die Loslösung vom starren Naturrecht möglich, da der Souverän die Kompetenz erhielt, positives Recht zu setzen, das flexibel an gesellschaftliche Veränderungen angepasst werden kann.

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Résumé des informations

Titre
Souveränität und Staat
Sous-titre
Über die Bedeutung der Souveränität für die Entstehung des modernen Staates
Université
University of Leipzig  (Institut für Politikwissenschaft)
Cours
Staat und Säkularisierung
Note
1,7
Auteur
Stephan Jung (Auteur)
Année de publication
2009
Pages
10
N° de catalogue
V148181
ISBN (ebook)
9783640588145
ISBN (Livre)
9783640588039
Langue
allemand
mots-clé
Staat Souveränität Raison Politik Wissenschaft Politikwissenschaft Jean Bodin Souveränitätskonzept Souveränitätstheorie Popitz Hobbes Max Weber Weber
Sécurité des produits
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Citation du texte
Stephan Jung (Auteur), 2009, Souveränität und Staat, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148181
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