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Alteritätserfahrungen durch Literatur. Lois Lowrys „The Giver“ (Englischunterricht Klasse 9)

Titel: Alteritätserfahrungen durch Literatur. Lois Lowrys „The Giver“ (Englischunterricht Klasse 9)

Bachelorarbeit , 2024 , 42 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Ricarda Lange (Autor:in)

Didaktik - Englisch
Leseprobe & Details   Blick ins Buch
Zusammenfassung Leseprobe Details

In dieser Bachelorarbeit wird anhand von einer Schüler*innen Befragung untersucht, in wie weit sich das Buch "The Giver" von Lois Lowry für Alteritätserfahrungen eignet und welche Möglichkeiten bzw. Herausforderungen sich aus diesen ergeben. Die Begegnung mit dem Anderen bzw. der Andersheit ist „in unserer Welt“ alltäglich und gehört zu den Grunderfahrungen des Menschen. Anders kann dabei vieles sein: der Dialekt, der Charakter, das Verhalten, der Kleidungsstil, die Meinung, die Kultur oder das Aussehen des jeweils anderen. Durch moderne Medien und Kommunikationsmittel, eine globale Wirtschaft,
sowie private und berufliche Mobilität werden Alteritätserfahrungen – Begegnungen mit dem Anderssein – stetig interkultureller und internationaler. So ist die Gesellschaft des 21. Jahrhunderts „in kultureller Hinsicht komplex und pluralistisch und weder in sprachlicher noch in nationaler oder ethnischer Beziehung homogen“. Auch wenn Andersartigkeit schon immer der Normalfall war, wird der Umgang damit immer reflektierter und differenzierter (THOMAS, 2021, S.180-184). In einer Welt, die von Vielfalt und Differenz geprägt ist, gewinnt das Verständnis und die Wertschätzung für das Andere eine immer größere Bedeutung.
Dies gilt auch in der Schule, in der es darum geht, junge Menschen zu weltoffenen und empathischen Individuen zu erziehen. Denn auch hier spielt Andersheit eine wesentliche Rolle. Nicht nur, weil Schulklassen kulturell immer heterogener werden, sondern auch weil das Erlernen einer fremden Sprache, die Konfrontation mit anderen Perspektiven oder die Auseinandersetzung mit unbekannten historischen Kontexten etc. zum Phänomen der Alterität gehören.
Da „das Erkennen von Alterität […] die Grundvoraussetzung für soziale Kompetenz“ ist, stellt sich die Frage, wie man den Dialog zwischen Eigenem und Anderem fördern bzw. lehren kann, um ein wertschätzendes Miteinander zu erzielen. Insbesondere der
Englischunterricht steht vor der Herausforderung, nicht nur sprachliche Kompetenzen zu vermitteln, sondern die Schüler*innen auch zu befähigen, alternative Perspektiven zu verstehen und andere Kulturen wertschätzend kennenzulernen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

Einleitung

Teil 1: Theoretische Grundlagen

1. Das Konzept von Alterität und Alteritätserfahrungen

1.1 Alterität in Abgrenzung zu Differenz und Heterogenität

1.2 Alterität in Abgrenzung zu Alienität (Fremdheit)

1.3 Alteritätserfahrungen, Fremdverstehen und interkulturelles Lernen

1.4 Arbeitsdefinition von Alteritätserfahrungen für die weitere Analyse

2. Literatur im Englischunterricht

2.1 Möglichkeiten beim Einsatz von Literatur im Englischunterricht

2.2 Herausforderungen beim Einsatz von Literatur im Englischunterricht

3. Alteritätserfahrungen durch Literatur

3.1 Alteritätserfahrungen durch Literatur im Fremdsprachenunterricht

3.2 Herausforderungen und Grenzen von Alteritätserfahrungen durch Literatur

4. Die Lebens- bzw. Entwicklungsphase der 14–16-Jährigen

5. Die Untersuchungsgegenstände im Bildungsplan der 9. Klasse

Teil 2 – Beispielhafte Analyse

1. Lois Lowrys „The Giver“

2. Relevanz von „The Giver“ für Schüler*innen der 9. Klasse Realschule

3. Vergleichende Untersuchung von Alteritätserfahrungen durch „The Giver“

3.1 Schlussbetrachtung und Bewertung der Ergebnisse

3.2 Überlegungen für die praktische Umsetzung

3.3 Umgang mit kontroversen Themen des Buches

4. Fazit

Anhang

1. Literatur

3. Hintergrundinformationen der Schüler*innen

4. Rahmenbedingungen der Befragung

Zielsetzung & Themen

Diese Bachelorarbeit untersucht, inwiefern der Einsatz des dystopischen Romans „The Giver“ von Lois Lowry im Englischunterricht der 9. Klasse (Realschule) dazu beitragen kann, Alteritätserfahrungen bei Jugendlichen zu initiieren und damit gezielt interkulturelle sowie soziale Kompetenzen zu fördern.

  • Grundlagen von Alterität, Fremdverstehen und interkulturellem Lernen
  • Möglichkeiten und Herausforderungen fremdsprachlicher Literaturdidaktik
  • Die Entwicklungsphase der 14- bis 16-Jährigen und deren Bedeutung für Identitätsfindung
  • Analyse von „The Giver“ als Medium zur Reflexion über Individualität und Gesellschaft
  • Empirische Vergleichsbefragung zur Wahrnehmung von Alterität durch das Werk

Auszug aus dem Buch

1. Das Konzept von Alterität und Alteritätserfahrungen

Der Begriff „Alterität“ wird seit dem 18. Jahrhundert in der Philosophie zur Identitätsforschung (z.B. LÉVINAS) gebraucht und spielt inzwischen in verschiedenen (Forschungs-) Feldern eine zentrale Rolle. Sowohl in Geistes- und Kulturwissenschaften als auch in Geschichts- und Sozialwissenschaften wird Alterität untersucht und kritisch diskutiert (HALLAMA & MOSER, 2016, S. 1; NAGELE & GREINER, 2020, S. 294).

Aber nicht nur Alterität ist in aktuellen politischen, gesellschaftlichen und pädagogischen Diskussionen ein Thema. Auch andere Begriffe, deren Bedeutung auf den ersten Blick sehr ähnlich scheinen, fallen häufig. Differenz (Verschiedenheit/Ungleichheit), Heterogenität (Vielfalt) und Alienität (Fremdheit), sowie Fremdverstehen und interkulturelles Lernen. Trotz häufiger synonymer Verwendungen dieser Termini (BÜKER & KAMMLER, 2003, S. 9; HALLER & MARTIN, 2019; PRANKL, 2018, S. 30; SCHUBERT, 2013, S. 16), wird im Folgenden versucht die spezifischen Bedeutungen im Vergleich zu Alterität bzw. Alteritätserfahrungen herauszufiltern und die Unterschiede zu verdeutlichen.

Im Unterschied zum Heterogenitätsbegriff orientiert sich Alterität an der spezifischen „Andersheit des Anderen jenseits kategorialer Vergleiche“ (NAGELE & GREINER, 2020, S. 293). Hierbei wird die Beobachterperspektive von einer dritten (neutralen) Instanz auf die Perspektive einer zweiten Person, die der ersten Person begegnet verschoben. Heterogenität und Alterität bezeichnen folglich verschiedene Herangehensweisen, um Differenz wahrzunehmen bzw. zu konstruieren (NAGELE & GREINER, 2020, S. 296).

Zusammenfassung der Kapitel

Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz von Alteritätserfahrungen in einer pluralistischen Gesellschaft und stellt die Forschungsfrage nach den Möglichkeiten und Herausforderungen von literaturgestütztem Englischunterricht in der 9. Klasse.

Teil 1: Theoretische Grundlagen: Dieser Teil erarbeitet die konzeptionellen Abgrenzungen zwischen Alterität, Differenz, Heterogenität und Alienität und erörtert die didaktische Bedeutung von Literatur sowie die Besonderheiten der Adoleszenz im Bildungsplan.

Teil 2 – Beispielhafte Analyse: In diesem praktischen Teil erfolgt eine detaillierte Auseinandersetzung mit „The Giver“, inklusive einer qualitativen Analyse von Alteritätserfahrungen basierend auf einer Schülerbefragung sowie methodischer Überlegungen für den Unterricht.

Fazit: Das Fazit fasst zusammen, dass „The Giver“ aufgrund seiner dystopischen Struktur besonders geeignet ist, um auf neutraler Ebene soziale und persönliche Reflexionsprozesse bei Jugendlichen anzustoßen.

Schlüsselwörter

Alterität, Alteritätserfahrungen, Fremdverstehen, interkulturelles Lernen, Literaturunterricht, Englischunterricht, The Giver, Adoleszenz, Identitätsfindung, Perspektivenwechsel, Heterogenität, Bildungsplan, Euphemismen, Sozialkompetenz, dystopische Literatur.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Bachelorarbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht, wie literarische Texte – konkret Lois Lowrys „The Giver“ – im Englischunterricht dazu genutzt werden können, Schülern der 9. Klasse Perspektivenwechsel aufzuzeigen und so die Entwicklung interkultureller Kompetenz zu fördern.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Zu den zentralen Themen gehören das theoretische Verständnis von Alterität im Vergleich zu Differenz und Fremdheit, die didaktische Rolle von Jugendliteratur und die entwicklungspsychologischen Besonderheiten der Altersgruppe der 14- bis 16-Jährigen.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage der Arbeit?

Es soll geklärt werden, ob und inwiefern der Einsatz von Literatur im Sinne von Alteritätserfahrungen in der 9. Realschulklasse machbar ist und welche Chancen sowie Herausforderungen bei der Umsetzung dieses didaktischen Ziels entstehen.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Verfasserin nutzt eine theoretische Aufbereitung der Begriffe und eine qualitative, nicht repräsentative Befragung von Schülern, um die praktische Wirkung der Lektüre auf die Wahrnehmung von Alterität zu evaluieren.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Einbettung der Begriffe, die curriculare Verankerung sowie eine detaillierte Fallanalyse, in der Schülerreaktionen zu Themen wie staatlicher Kontrolle, Euphemismen und Persönlichkeitsrechten ausgewertet werden.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Alterität, Identitätsfindung, Perspektivenwechsel, interkulturelles Lernen und Fremdverstehen, die im Kontext des Englischunterrichts und der Arbeit mit dem Roman „The Giver“ stehen.

Wie unterscheidet die Arbeit zwischen „Alterität“ und „Alienität“?

Während Alterität auf der Annahme von Gemeinsamkeiten und einer neutralen Einzigartigkeit des Anderen basiert, geht Alienität von einer maximalen Differenz aus, die oft als Bedrohung oder irritierende Fremdheit wahrgenommen wird.

Welche Rolle spielen kontroverse Themen wie „Release“ oder Sterbehilfe?

Die Autorin hebt hervor, dass die Konfrontation mit diesen ethisch schwierigen Themen im Roman essenziell ist, um kritisches Denken und Meinungsbildung zu fördern, sofern der Unterricht einen angstfreien Raum zur Reflexion bietet.

Ende der Leseprobe aus 42 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Alteritätserfahrungen durch Literatur. Lois Lowrys „The Giver“ (Englischunterricht Klasse 9)
Hochschule
Pädagogische Hochschule Weingarten
Note
1,0
Autor
Ricarda Lange (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
42
Katalognummer
V1482024
ISBN (PDF)
9783389038529
ISBN (Buch)
9783389038536
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Literatur Englischunterricht Lois Lowrys "The Giver" Alteritätserfahrungen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Ricarda Lange (Autor:in), 2024, Alteritätserfahrungen durch Literatur. Lois Lowrys „The Giver“ (Englischunterricht Klasse 9), München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1482024
Blick ins Buch
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Leseprobe aus  42  Seiten
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