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Der gerechte Krieg von Thomas von Aquin. Eine Anwendung auf den Russland-Ukraine-Konflikt

Titel: Der gerechte Krieg von Thomas von Aquin. Eine Anwendung auf den Russland-Ukraine-Konflikt

Hausarbeit , 2023 , 16 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Anonym (Autor:in)

Philosophie - Philosophie des Mittelalters (ca. 500-1300)
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Arbeit analysiert den Russland-Ukraine-Konflikt im Bezug auf die Frage, welcher der beiden Konfliktpartner nach den Kriterien Thomas von Aquins einen gerechten Krieg führt. Dabei sollen insbesondere die Bedingungen erläutert werden, die ein Krieg erfüllen muss, um als gerechtfertigt zu gelten. Zusätzlich werden die Argumente für und gegen den Krieg analysiert. Hierbei geht es um Fragen wie die Rolle der Autorität, das Ziel des Krieges und die Rechtfertigung für einen militärischen Einsatz. Insgesamt soll diese Hausarbeit dazu beitragen, das Konzept des gerechten Krieges von Thomas von Aquin zu verstehen und anhand eines konkreten Beispiels auf seine Relevanz in der heutigen Welt zu überprüfen. Dabei sollen nicht nur historische Fakten, sondern auch moralische und ethische Aspekte berücksichtigt werden, um zu einem umfassenden Verständnis des Themas zu gelangen.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Der Gerechte Krieg

2.1 Argumente gegen den Krieg

2.2 Bedingungen für einen gerechten Krieg

2.3 Auseinandersetzung mit Argumenten für Krieg

2.4 Zwischenfazit: Prüfung der Möglichkeit auf den gerechten Krieg

3 Prüfung des Verhaltens Russlands auf das Einhalten der Konditionen

3.1 Kondition 1

3.2 Kondition 2

3.3 Kondition 3

4 Prüfung des Verhaltens der Ukraine auf das Einhalten der Konditionen

4.1 Kondition 1

4.2 Kondition 2

4.3 Kondition 3

5 Fazit

Zielsetzung und Themen

Die Hausarbeit setzt sich zum Ziel, das theoretische Konzept des „Gerechten Krieges“ nach Thomas von Aquin kritisch zu erläutern und dessen Anwendbarkeit durch eine Analyse des Russland-Ukraine-Konflikts in der heutigen Zeit zu überprüfen.

  • Historische und theologische Herleitung der Kriegsethik von Thomas von Aquin
  • Systematische Prüfung der drei klassischen Konditionen für einen gerechten Krieg
  • Gegenüberstellung und Analyse der Handlungen Russlands und der Ukraine
  • Ethische Bewertung der militärischen Auseinandersetzung anhand philosophischer Kriterien
  • Diskussion über die Relevanz klassischer Kriegstheorien in der modernen Sicherheitspolitik

Auszug aus dem Buch

2.2 Bedingungen für einen gerechten Krieg

Aquin stellt drei Bedingungen für einen gerechten Krieg auf. Sind all diese Bedingungen erfüllt, ist es legitim einen Krieg zu führen.

Die erste Bedingung stellt fest, wer einen Krieg mit welchem Motiv führen darf. Es wird zwischen Privatpersonen und öffentlichen Amtsträgern unterschieden. Im Sinne der Aktualität lassen sich hier Amtsträger mit staatlichen und befähigten Institutionen zusammenführen. Wird einer Privatperson Unrecht zugeführt, kann diese ihre Rechte an einem Gericht einklagen. Ihr stehen verfassungskonforme Mittel zur Verfügung. Ein Amtsträger, dem der Schutz des Gemeinwohls zugetragen ist, muss dieses gegen innere und äußere Angriffe verteidigen. Die inneren Angriffe sind laut Röm. 13,4 mit den verfassungskonformen Organen zu schützen. Liegt nun aber ein äußerer Angriff vor, welcher nicht mit einem höheren Gericht abzuwehren ist, ist es laut Augustinus die Pflicht der Amtsträger den Frieden mithilfe des Krieges zu sichern. Dies bedeutet aber auch, dass das Motiv des Krieges nur staatlicher Natur sein darf. Ein Amtsträger darf seine Mittel nicht für private Interessen einsetzen. (vgl. Thomas von Aquin 1954: 188)

Die zweite Kondition definiert die Ursache des gerechten Krieges. Kriege dürfen nur geführt werden, wenn die zu bekriegende Partei entsprechende Schuld aufweist. Eine solche Schuld kann laut Augustinus dann entstehen, wenn ein Staat sein Volk unrechtmäßig behandelt oder aber Besitztümer unrechtmäßig entwendet hat. (vgl. Thomas von Aquin 1954: 188)

Die dritte Kondition legt fest, dass Krieg immer den Frieden als Ziel haben muss. Durch einen Krieg muss Unheil gelindert werden und mehr Gutes entstehen. Des Weiteren etabliert Aquin Richtlinien, welche die Legitimität von Kriegshandlungen beurteilen. So sind Kriegshandlungen welche mit unangebrachter Grausamkeit, Geiz oder Herrschsucht verrichtet werden, illegitim. Ein Krieg, welcher konform mit der ersten und zweiten Kondition ist, aber mit diesen Richtlinien bricht, ist ein unrechtmäßiger Krieg.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Einführung in die Relevanz der Kriegsmoralität und Vorstellung des methodischen Vorgehens anhand der Anwendung auf den Russland-Ukraine-Konflikt.

2 Der Gerechte Krieg: Theoretische Untersuchung der Schrift „De Bello“ von Thomas von Aquin unter Einbeziehung der Argumente gegen den Krieg und Definition der drei notwendigen Konditionen.

3 Prüfung des Verhaltens Russlands auf das Einhalten der Konditionen: Analyse der russischen Kriegsbegründungen und Überprüfung dieser anhand der drei aquinischen Kriterien für einen gerechten Krieg.

4 Prüfung des Verhaltens der Ukraine auf das Einhalten der Konditionen: Untersuchung der ukrainischen Verteidigungsstrategie unter Anwendung der Bedingungen für einen gerechten Krieg.

5 Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse, welche Russland die Erfüllung der Kriterien abspricht, während die Ukraine als legitim handelnde Partei im Sinne Aquins eingestuft wird.

Schlüsselwörter

Gerechter Krieg, Thomas von Aquin, Russland-Ukraine-Konflikt, Kriegsethik, Summa Theologica, Angriffskrieg, Verteidigungsrecht, Gemeinwohl, Völkerrecht, Moralität, Souveränität, Kriegsverbrechen, Pazifismus, Internationale Sicherheit, Friedensethik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit untersucht das klassische philosophische Konzept des „Gerechten Krieges“ nach Thomas von Aquin und wendet diese Kriterien auf den aktuellen militärischen Konflikt zwischen Russland und der Ukraine an.

Was sind die zentralen Themenfelder der Untersuchung?

Zentrale Themen sind die historische christliche Kriegsethik, die philosophische Definition von Kriegsvoraussetzungen und die ethische Einordnung moderner geopolitischer Gewaltanwendung.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Arbeit geht der Frage nach, ob das Konzept „De Bello“ von Thomas von Aquin dazu beitragen kann, den Konflikt zwischen Russland und der Ukraine moralisch zu bewerten und Lösungsansätze zu identifizieren.

Welche wissenschaftliche Methode wird in dieser Arbeit verwendet?

Es wird eine kriterienorientierte Analyse durchgeführt, bei der die theoretischen Bedingungen Aquins als Maßstab dienen, um das tatsächliche Handeln der Konfliktparteien zu hinterfragen.

Was wird im Hauptteil der Arbeit detailliert behandelt?

Im Hauptteil werden sowohl für Russland als auch für die Ukraine die drei Konditionen – Autorität, gerechte Ursache und Friedensziel – einzeln geprüft und auf ihre faktische Einhaltung hin untersucht.

Welche Schlagworte definieren diese Arbeit?

Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie „Gerechter Krieg“, „Russland-Ukraine-Konflikt“, „Souveränität“ und „Kriegsethik“ geprägt.

Wie bewertet die Arbeit die russische Rechtfertigung des Krieges?

Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass die russischen Argumente, etwa bezüglich der NATO oder der „Entnazifizierung“, nicht als gerechte Ursache nach Aquin gelten und die Handlungen eher als illegitime Propaganda einzustufen sind.

Warum wird die Ukraine im Kontext des Modells als „gerecht“ handelnd eingestuft?

Da die Ukraine als souveräner Staat auf einen unrechtmäßigen Angriff von außen reagiert, erfüllt sie laut Analyse das primäre Recht auf Selbstverteidigung und den Schutz des eigenen Volkes und Territoriums.

Welche Rolle spielt die militärische Unterstützung der Ukraine laut Fazit?

Das Fazit betont, dass militärische Unterstützung für die Ukraine notwendig ist, um ihre Verhandlungsposition zu stärken und langfristig eine Wiederherstellung ihrer Souveränität zu ermöglichen.

Ende der Leseprobe aus 16 Seiten  - nach oben

Details

Titel
Der gerechte Krieg von Thomas von Aquin. Eine Anwendung auf den Russland-Ukraine-Konflikt
Hochschule
Eberhard-Karls-Universität Tübingen
Veranstaltung
Einführung in die Mittelalterliche Philosophie
Note
1,0
Autor
Anonym (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2023
Seiten
16
Katalognummer
V1482178
ISBN (PDF)
9783389033685
ISBN (Buch)
9783389033692
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Thomas von Aquin Russland Ukraine Der gerechte Krieg Russland-Ukraine-Konflikt NATO Putin De bello
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Anonym (Autor:in), 2023, Der gerechte Krieg von Thomas von Aquin. Eine Anwendung auf den Russland-Ukraine-Konflikt, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1482178
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