Die Einwanderungspolitik Peróns und der Mythos der ODESSA


Bachelorarbeit, 2009

69 Seiten, Note: 1,3


Leseprobe

INHALTSVERZEICHNIS

1 EINLEITUNG

2 DEUTSCHE AUSWANDERUNG AN DEN RIO DE LA PLATA - EIN ÜBERBLICK
2.1 Entwicklung der deutschen Immigration (1853-1933)
2.2 Die Deutsche Einwanderung während des Deutschen Reiches

3 DIE ÄRA PERON
3.1 Abriss seiner politischen Karriere
3.2 Die Doktrin des Justizialismus

4 PERONS EINWANDERUNGSPOLITIK IN DER NACHKRIEGSZEIT: DEUTSCHER WISSENSCHAFTLEREXODUS
4.1 Die Anwerbung deutscher Akademiker
4.2 Das Kontrollgesetz Nr. 25 und die Industrialisierung dank deutscher Fachkräfte

5 DER MYTHOS DER ODESSA
5.1 Legale Ausreise: Military Exit Permit
5.2 Illegale Ausreise: Fluchtrouten
5.2.1 Der nordische Weg
5.2.2 Der italienische Weg
5.2.3 Atlantiküberquerung
5.3 Unfreiwillige Helfer der Dokumentenfälschung
5.4 Die Rolle des Vatikans
5.5 Perons ,ODESSA’
5.5.2 Institutionen
5.5.3 Nazis in Argentinien - zwischen Legende und Realität

6 ZUSAMMENFASSUNG UND AUSBLICK

I ABKÜRZUNGSVERZEICHNIS

II BIBLIOGRAPHIE

III ABBILDUNGSVERZEICHNIS

IV ANMERKUNGEN

1 Einleitung

Mit der Verkündung des Rechtsspruchs im Hauptkriegsverbrecherprozess wurden am 01.10.1946 in Nürnberg zwölf Protagonisten des Holocausts zum Tode durch den Strang verurteilt. Es folgten weitere, wenn auch kleinere Prozesse, in denen diverse Täter ihre ‚gerechte’ Strafe erhielten. Doch das Chaos in der Nachkriegszeit eröffnete Fluchtwilligen die Möglichkeit unterzutauchen und ein neues Leben in Übersee aufzubauen. Schnell verbreitete sich das Gerücht, die ‚alten Kameraden’ hätten eine Untergrundorganisation gegründet, mit Hilfe derer tausende Nazis aus Deutschland gerettet werden sollten. Namen wie ‚Die Spinne’, ‚Stille Hilfe’ oder ‚ODESSA’1 wurden zu Synonymen der Fluchthilfe und suggerierten verschwörerische Machenschaften. Bald rankten sich sagenumwobene Legenden um die Flucht der einzelnen Nazi-Größen und um den Verbleib des so genannten Nazi-Goldes. Lateinamerika, hierbei insbesondere Argentinien, avancierte Jahre später in Presse und Romanen zum Paradies für Kriegsverbrecher. Im Zentrum der argentinischen Fluchthilfe wurde der hiesige Präsident und Nazi-Sympathisant Juan Domingo Perón verortet. Hierfür konnten jedoch bisher keine stichhaltigen Beweise erbracht werden, da die einschlägigen Archive unter Verschluss gehalten beziehungsweise vernichtet worden waren.

So lebt der Mythos weiter: die Existenz einer weltumspannenden Geheimorganisation mit Verstrickungen zwischen ehemaligen Nazi-Schergen, dem Vatikan, dem Internationalen Roten Kreuz, Geheimdiensten und Regierungsvertretern. Um der NaziVergangenheit weiter auf den Grund zu gehen, wurde 1997 die Comisión para el Esclarecimiento de las Actividades del Nazismo en la Argentina (CEANA) gegründet. 1999 folgte schließlich die Veröffentlichung deren Schlussberichts.2 Dennoch sind viele Fragen unbeantwortet geblieben, was auch an der Komplexität dieser Thematik liegt. Weitere Faktoren sind der immer noch präsente Peronismus in Argentinien, mit dem die Glorifizierung des ehemaligen Präsidenten einhergeht, sowie der Beweismangel in Bezug auf aktive Involvierung diverser Institutionen in den Fluchtapparat. So stoßen die Wissenschaftler immer wieder an ihre Grenzen und müssen Spekulationen ihren Raum lassen.

In der vorliegenden Bachelorarbeit wird zunächst die Entwicklung der deutschen Einwanderung in Argentinien skizziert. Es folgt ein politischer Abriss der Ära Peróns um schließlich den Mythos der ODESSA, der Organisation der ehemaligen SSAngehörigen, auf seinen Wahrheitsgehalt zu untersuchen. Dabei möchte ich durch die Analyse der Realien, auf die sich diese Verschwörungstheorie begründet, d.h. Typus der Auswanderer, Fluchtrouten und Helfer, zur Entkräftung beziehungsweise Bejahung einer derartigen Geheimorganisation kommen. Wird die ODESSA als eine Organisation deklariert, in der Nazis die Federführung zur Fluchthilfe übernahmen, möchte ich in der vorliegenden Arbeit den Fokus auf die Zusammenarbeit einer derartigen Vereinigung mit dem damaligen argentinischen Präsidenten Peron legen.

Ich bin mir bewusst, dass der Rahmen meiner Arbeit eine umfassende Analyse der Thematik nicht zulässt, so dass ich mich auf die gesetzten Schwerpunkte konzentriere und somit den Anspruch der Vollständigkeit von mir weise.

2 Deutsche Auswanderung an den Rio de la Plata - ein Überblick

2.1 Entwicklung der deutschen Immigration (1853-1933)

Als im Jahre 1853 die Republik Argentinien gegründet wurde, vers]prach deren Verfassung in Artikel 25 eine liberale Einwanderungspolitik für Europäer, damit diese das Land erschließen, die Industrialisierung vorantreiben und die Künste nach Argentinien bringen würden.3

Die kleine deutsche Gemeinde, die im Jahre 1852 auf 1.000 geschätzt wird,4 bekam schnell Zuwachs dank der neuen Gesetzgebung und dem argentinischen Wirtschaftsaufschwung in den 1880ern. In dieser Dekade trafen jährlich rund 1.400 deutsche Immigranten in der La-Plata-Republik ein,5 so dass Argentinien 1895 bereits circa 17.000 Deutschstämmige zählte6. Nach der argentinischen Wirtschaftsflaute in den 1890er Jahren und dem daraus resultierenden Abebben des Immigrantenstromes, erreichte die deutsche Einwanderung schließlich in den Jahren 1923/1924 (nachvollziehbar an der vorliegenden Tabelle) vor dem Hintergrund der Weltwirtschaftskrise und dem politischen Verdruss7 mit jährlich circa 13.000

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

Abb.1: Übersicht der argentinischen Einwanderer von 1857 bis 1956 laut dem Centro de Migratorios Latinoamericanos (CEMLA)

Immigranten seinen Höhepunkt8. Die Wahl Argentiniens als Zielland nach dem Ersten Weltkrieg wurde durch intensive Werbung von Auswanderervereinen in Deutschland forciert.9 Dabei gingen die Emigranten in den Zwanziger Jahren jedoch nicht von einer permanenten Auswanderung, sondern eher von einer temporären Arbeitsmigration aus.10 Die Auswanderungswelle Mitte der Zwanziger führte in der Zwischenkriegszeit zu einer vorübergehenden Gemeinde von 240.000 Deutschstämmigen.11

Der typisch deutsche Argentinien-Auswanderer war bis 1933 männlich, jung, ledig und siedelte sich dank seiner guten Ausbildung und den damit verbundenen Berufschancen vornehmlich in Städten an.12

Wuchs die deutsche Gemeinde zwischen 1857 und 1935 um rund 140.000 Mitglieder, so stellten dennoch die Italiener mit 2.931.000 beziehungsweise die Spanier mit 2.433.0 Immigranten im angegebenen Zeitraum die Protagonisten der größten Einwanderungswelle in Argentinien dar.13 Dies ist darauf zurückzuführen, dass letztere aufgrund der Zugehörigkeit zur selben Sprachfamilie und derselben Religion eine größere Chance auf Assimilierung in der argentinischen Gesellschaft erwarteten, während das klassische Auswanderungsland für Deutsche zu diesem Zeitpunkt mit circa 4.500.0 Immigranten im selben Zeitraum die Vereinigten Staaten waren.14

2.2 Die Deutsche Einwanderung während des Deutschen Reiches

Mit der Machtergreifung Hitlers am 30.01.1933 wurde das bisher dunkelste Kapitel der deutschen Geschichte eingeleitet. Die stetig zunehmenden Restriktionen für Bürger jüdischen Glaubens und die politische Verfolgung veranlassten zwischen 1933 und 1941 537.000 mitteleuropäische Juden ihrer Heimat den Rücken zuzukehren. Als Emigrationsziel favorisierten sie dabei das ,gelobte Land’ Palästina.15 Da jedoch ebenso wie die USA auch Großbritannien unter seiner Mandatsherrschaft 1936 die Einreise nach Palästina einschränkte, rückte Südamerika immer mehr in den Fokus der Flüchtlinge.16 Wird die Pro-Kopf-Bevölkerung der einzelnen Staaten mit der jeweils aufgenommen Flüchtlingszahl in Relation gesetzt, ist festzustellen, dass die La-Plata- Republik, abgesehen von Palästina, mit allein 45.000 deutschen Flüchtlingen in den Jahren 1933 bis 1939 weltweit den meisten Juden Schutz bot.17

Diese Zahl scheint jedoch nur darüber hinwegzutäuschen, dass Argentinien auch eines der ersten Länder war, das eine Einreisesperre für Juden erließ.18 Am 12.07.1938 hielt der argentinische Außenminister Jose Maria Cantilo im Circular Nr. 11 folgendes fest und beharrte gleichzeitig auf die absolute Geheimhaltung dieser Akte:

Sin prejulcio de las demas disposiciones establecidas para la seleccion de los viajeros destinados al pals, y salvo orden especial de esta Cancilleria los Consules deberan negar la visacion - aun a tltulo de turista o pasajero en transito - a toda persona que fundadamente se considere que abandona o ha abandonado su pals de origen como indeseable e expulsado, cualquiera que sea el motivo de su expulsion. [...] Estas instrucciones son estrictamente reservadas y por ningun motivo deberan ser invocadas ante el publico o ante las autoridades del pals donde ejerce sus funciones.19

War zuvor die Beantragung eines Visums für Erste-Klasse-Passagiere nach Argentinien nicht erforderlich, zwang die neue Gesetzgebung die Juden nun in die illegale Einwanderung. Da von nun an nur noch die Einwanderungsbehörde zur Erteilung der Einreisegenehmigung bemächtigt war, ging durch die Beschränkung die Immigration um die Hälfte zurück. Dies führte soweit, dass die Konsuln in Europa im Oktober 1939 dazu angehalten wurden, keine Visumsanträge mehr nach Buenos Aires weiterzuleiten, da jene sowieso abgelehnt werden würden.20 Erschwerend kam hinzu, dass Deutschland im Oktober 1941 ein generelles Ausreiseverbot für Juden erließ, so dass jegliche Emigration für jüdische Flüchtlinge auf legalem Wege nun unmöglich war.21

Unter Beteiligung des späteren Präsidenten Juan Domingo Perons (vgl. Kapitel 3 zur politischen Karriere) erfolgte im Juni 1943 ein Putsch nationalistischer Militärs. Unter dieser Militärdiktatur schlug Argentinien das mehrmalige Angebot des deutschen Außenministers von Ribbentrop aus die auf deutschem Territorium befindlichen argentinischen Juden, circa 100 an der Zahl, ausfliegen zu lassen. Als Argentinien schließlich am 28.01.1944 dem Druck der USA nachgab und die diplomatischen Beziehungen zum Deutschen Reich abbrach, erfolgte sofort die bis dahin herausgezögerte Deportation jener jüdischen Argentinier.22

Diese unterlassene Hilfeleistung gegenüber den eigenen Staatsbürgern verdeutlicht die bereits erwähnte Sympathie Perons gegenüber dem Nationalsozialismus, auch wenn er diese in seinen Memoiren vehement bestreitet: Nosotros no practicamos nunca una polltica racista. Al contrario. Antes de asumir yo el poder, se perpetraban toda clase de fechorias contra los judlos, tales como arrojar alquitran a las sinagogas. Habla hostilidad manifiesta en algunos sectores del pals. Al encargarme yo de la presidencia llame a las personas caracterizadas de esos sectores, y les dije sencillamente: «Dejen ustedes en paz a los judlos. Si se les ha permitido la entrada en el pals, y ellos tienen una conducta de buenos ciudadanos, no tenemos derecho a perseguirlos. Son ciudadanos como todos nosotros. Aqul no hay diferencias entre arios y judlos, sino entre hombres buenos y hombres malos.23

Es ist nicht zu bestreiten, dass sich Peron, insbesondere während seiner Präsidentschaft (1946-1955), in Ausnahmefällen über das eigene Gesetz hinwegsetzte und vereinzelt jüdischen Persönlichkeiten willkürlich eine Einreisegenehmigung erteilte. Dies geschah allerdings nur unter der Bedingung, dass diese peronistischer Gesinnung sowie nicht mehr im Zeugungsfähigen Alter waren.24 Letztere Konzession lässt eindeutig die antisemitische Einstellung Perons durchscheinen, nach der sein eigenes Volk rassisch verunreinigt werden könnte. Es ist also nicht als selbstlos zu werten, wenn Peron seine Gesetze missachtete um Juden zu retten, vielmehr ist davon auszugehen, dass er sich von seinen jüdischen Schützlingen einen Vorteil erhoffte und sei es nur um die eigene Gesinnung zu kaschieren.

Auch wenn es zur damaligen Zeit am Rio de la Plata keine Deportationen und Konzentrationslager wie im Deutschen Reich gab, so wurde bei der Einwanderung bewusst selektiert. Jedoch ist diese nationalistische Politik kein Novum Perons. Vielmehr war in den Dreißiger Jahren ein allgemeiner Rechtsruck in Argentinien zu verzeichnen.25 Bereits 1939, also vor der politischen Partizipation Perons, soll es circa 200 Juden auf 23 verschiedenen Schiffen trotz Visum verboten worden sein in Buenos Aires an Land zu gehen.26 Dies stellt mit dem Wissen um die Reichskristallnacht und die darauf folgenden Pogrome 1938 ein Akt der Unmenschlichkeit dar. Durch derartigen politischen Aktionismus wurde während des Dritten Reiches bewusst vielen Juden die Rettung verwehrt. Der von Argentinien bereits im Vorfeld von Perons Präsidentschaft praktizierte Antisemitismus impliziert eine Sympathie zu Hitlers Regime und schürt somit den Verdacht auf eine spätere Unterstützung der flüchtigen Nazis.

3 Die Ära Peron

3.1 Abriss seiner politischen Karriere

Im Juni 1943 wurde durch den Putsch des argentinischen Militärs die Oligarchie gestürzt. Leutnant Juan Domingo Peron, einer der Wortführer, wurde nach der politischen Neuordnung erst zum Arbeits-, später auch zum Kriegsminister sowie Vizepräsidenten ernannt.27

Trotz der Tatsache, dass er bekennender Antikommunist war, gewann er geschickt die Stimmen des bisher politisch vernachlässigten Proletariats durch eine moderne Sozialgesetzgebung. Einen wesentlichen Anteil am Zuspruch, den er von der Unterschicht bekam, hatte seine Ehefrau Eva Duarte Peron. Sie wurde zum Idol für die so genannten Hemdlosen, die Mittellosen der argentinischen Bevölkerung,28 da sie sich ihren sozialen Aufstieg selbst erkämpft hatte. An der Seite Perons setzte sie sich nicht nur für die Armen ein, sondern kämpfte darüber hinaus für die Einführung des Frauenwahlrechtes (1949) und erreichte auf diese Weise eine bis dahin nicht da gewesene Popularität in der argentinischen Bevölkerung.29

Als die Opposition am 09.10.1945 gewaltsam den Rücktritt des Vizepräsidenten Juan Perons erwirkt hatte, reagierte die breite Bevölkerung entsetzt. Am 17.10.1945 fand so ein Volksaufstand mit schätzungsweise 500.000 bis 800.000 Beteiligten statt.30 Dank dieser Massendemonstration wurde Juan Domingo Peron aus der Haft entlassen. Später schrieb die peronistische Progaganda diesen Erfolg der vortrefflichen Organisation Eva Perons zu. Der Mythos der Massenmobilisierenden Evita war geboren.31

Bei der bald darauf angesetzten Präsidentschaftswahl im Februar 1946 ließ sich Peron mit 54% der Stimmen das Vertrauen seines Volkes noch einmal offiziell bestätigen. In den ersten Jahren seiner Amtszeit kam es zu einem starken wirtschaftlichen Aufschwung, der das autoritäre Gebaren des Präsidenten, welches sich unter anderem in der Gleichschaltung der Presse sowie in der Restriktion und Entlassung oppositioneller Kräfte äußerte, zu entschuldigen schien. Als sich Peron nach seiner Amtszeit ein zweites Mal als Präsidentschaftskandidat aufstellen ließ (zu diesem Zeitpunkt verfassungsrechtlich verboten), entmachtete ihn das Militär im September 1955 erneut.32 Da Peron dieses Mal aufgrund der Wirtschaftskrise nicht mit der Unterstützung der argentinischen Bevölkerung rechnen konnte, ging er zunächst nach Venezuela und später nach Spanien ins Exil. Die Peronisten, die „sich selbst nicht als Partei, sondern als politische Bewegung, die sich hinter einem politischen Führer zur Durchsetzung der von ihm definierten Ziele versammelte“33, verstanden, wurden von den zukünftigen Wahlen ausgeschlossen. Dennoch blieb Peron all die Jahre ein Faszinosum, so dass er gut 17 Jahre später auf die politische Bühne Argentiniens zurückkehren konnte und im September 1973, gut ein Jahr vor seinem Tod, erneut das Amt des Präsidenten ausübte.34

3.2 Die Doktrin des Justizialismus

Zu seiner viel diskutierten politischen Gesinnung äußerte sich Peron selbst wie folgt:

A uno le ponlan rotulos de todo genero, y era asunto que no me preocupaba. Unos me llamaban fascista y otros nazi y hasta dijeron que era comunista y nazi, como si se pudiera ser nazi y comunista al mismo tiempo.35

Mit dieser doch sehr unpräzisen Stellungnahme verdeutlichte Peron lediglich, dass er sich nicht zu einer, der zu dieser Zeit vorherrschenden politischen Lager zählte. Vielmehr propagierte er seine „Dritte Position“, mit der er sich bewusst gegen die zwei sich formierenden Machtblöcke des Kapitalismus’ und Kommunismus’ stellte.36 Er ernannte seine Politik zur Universallösung für die Beendigung jeglicher imperialistischer Unterjochung in der Welt und wollte mit dieser einen erneuten, seiner Meinung nach bevorstehenden, Krieg vermeiden.37

Perons Staatsdoktrin des Justizialismus’ fußte auf drei Säulen: soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Unabhängigkeit und politische Souveränität.38

Während des Zweiten Weltkrieges spülten die hohen Weltmarktpreise für landwirtschaftliche Produkte und Rohstoffe einen immensen Überschuss an Devisen in die argentinischen Staatskassen. Diesen nutzte Peron für eine einschneidende Sozial- und Wirtschaftsreform.

Die moderne Sozialgesetzgebung sah folgende Neuheiten vor: Krankengeld, bezahlter Urlaub, Unfallentschädigung39, 40-Stunden-Woche, Mindestlohn und sozialer Wohnungsbau40. Auf diese Weise konnte sich Peron den politischen Rückhalt der Unterschicht sichern.

Die angestrebte Autarkie sollte mittels des Fünfjahresplanes (1947-1951) realisiert werden. Die Stärkung der eigenen Industrie als Grundlage für die Sicherung einer Position auf dem Weltmarkt, stützte sich auf eine gezielte Einwanderungspolitik (vgl. Kapitel 4 zur Anwerbung von Fachkräften) als Bedingung für den Erfolg.41

Wegen der bereits angedeuteten Politik der „Dritten Position“ legten die Alliierten Argentinien jedoch 1942-1949 wirtschaftliche Sanktionen auf, so dass die geplante Schaffung einer Schwerindustrie und ein umfangreiches Aufrüstungsprogramm auf Grund von Materialengpässen nur ineffizient von statten ging.42 Das Abflauen der günstigen Wirtschaftsbedingungen, der stetige Schwund der Devisenreserven43 sowie Hamsterkäufe von Importwaren in Angesicht des drohenden Dritten Weltkrieges44 hatte Argentinien schließlich 1949 in eine Finanzkrise gestürzt, so dass das Modell des Justizialismus’ im Scheitern begriffen war.

Die Klassifizierung Perons Politik gibt den Historikern jedoch bis heute Rätsel auf. Anspruch und Wirklichkeit klaffen weit auseinander: Peron pickte sich opportunistisch die politischen ,Rosinen’ für die Durchsetzung seiner Vorhaben heraus - sprich: er fischte in allen ideologischen Gewässern von sozialistisch bis nationalistisch. Ausgeschlossen wird lediglich der Kapitalismus.45 Eine genauere Diskussion seiner politischen Orientierung würde daher eindeutig den Rahmen dieser Bachelorarbeit sprengen. Der nationalistische Aspekt wird jedoch erneut im Kapitel 5.5 in Bezug auf die argentinische Einwanderungspolitik unter Peron aufgegriffen.

4 Perons Einwanderungspolitik in der Nachkriegszeit: Deutscher Wissenschaftlerexodus

Die oberste Priorität bestand für Peron darin Argentinien zu modernisieren und sich seine Position in der Weltpolitik zu sichern. Um seinem florierenden Staat mehr politische Gewichtung zu verleihen, strebte er die Immigration von circa vier Millionen Europäern an. Die Alliierten begrüßten Perons Einwanderungspolitik und die damit verbundene Entschärfung des sozialen Sprengstoffs, d.h. der Arbeitslosigkeit, im Nachkriegseuropa.46 Im Zentrum der Bemühungen standen Italiener und Spanier, da sich diese, wie bereits beschrieben, am leichtesten assimilieren ließen und darüber hinaus in beiden Ländern eine hohe Arbeitslosenquote herrschte. So verwundert es auch nicht, dass Italien das erste Land war, mit dem Argentinien im Februar 1947 ein Anwerberabkommen vereinbarte. Im Oktober 1948 folgte Spanien.47 Die Deutschen wurden aus diesem offiziellen System auf Grund der alliierten Ausreisereglementierungen ausgenommen (vgl. Kapitel 5.1 zur Legalen Ausreise). Ihnen blieb in den meisten Fällen nur die illegale Auswanderung.48 Dies bedeutet aber nicht, dass die illegalen Emigranten, wie immer wieder für den Mythos der ODESSA instrumentalisiert, automatisch Nazis waren. Dennoch soll die Auswanderung der deutschen Wissenschaftler an dieser Stelle Erwähnung finden, da diese durch Persönlichkeiten wie Kurt Tank in der Öffentlichkeit zum Aushängeschild der deutschen Auswanderung nach Argentinien wurde.

Hinter der Tätigkeit deutscher Ingenieure in der argentinischen Rüstungsindustrie vermuteten Verschwörungstheoretiker eine baldige Auferstehung der Nazis in Form des Vierten Reiches.49

Der Versuch der Modernisierung und Industrialisierung des rückständigen Argentiniens verlief trotz der Auswanderungsbeschränkung im Zuge des Ausverkaufs der deutschen Fachkräfte. Die Deutschen genossen seit je her dank ihrer guten Ausbildung und ihren technischen Fertigkeiten einen guten Ruf bei den Argentiniern. Peron selbst äußerte sich daher geradezu hämisch über die an den Rio de la Plata strömenden Wissenschaftler:

Que mejor negocio para la Republica Argentina que traer a hombres de ciencia y tecnicos? Lo que a nosotros nos costaba un pasaje de avion, a Alemania le habla costado milliones de marcos, invertidos en la formacion de esos cientlficos y tecnicos.50

Im Folgenden werden die Ursachen des Wissenschaftlerexodus’ sowie der Wirkungsgrad von Perons Discount-Fachkräften in Argentinien dargestellt.

4.1 Die Anwerbung deutscher Akademiker

Die Lehrtätigkeit Deutscher in Argentinien war kein Novum der Nachkriegszeit, vielmehr kann auf prominente Forscher wie Humboldt zurückgeblickt werden. Die forcierte Anwerbung brachte zwischen 1946 und 1950 jedoch rund 60 Professoren der Naturwissenschaften an den Rio de la Plata um an den hiesigen Universitäten oder in wissenschaftlichen Einrichtungen zu arbeiten.51 Sie verteilten sich wie folgt auf die verschiedenen Fachrichtungen: 13 Physiker, 11 Biologen, 6 Statistiker, 5 Mathematiker, 4 Geographen, 4 Chemiker, jeweils 3 Elektrotechniker, Mediziner, Geologen und Mechanikprofessoren, 2 Meteorologen sowie jeweils 1 Maschinenbauprofessor, Architekt und Agronom.52

Trotz des geschichtlichen Hintergrundes ist die Emigration dieser Hochschullehrer generell nicht auf eine Nazi-Vergangenheit zurückzuführen. Lediglich vier der 60 Akademiker waren Angehörige der SS, 18 weitere Mitglieder der NSDAP53. Die alleinige Parteizugehörigkeit kann wegen des immensen politischen Druckes im Dritten Reich jedoch nicht als ideologisches Statement gewertet werden und weist noch weniger auf eine Beteiligung an Kriegsverbrechen hin. Die Beteiligung an einer etwaigen ODESSA ist für diesen Personenkreis daher eher unwahrscheinlich.

Die Gründe für den Wissenschaftlerexodus waren nur selten politischer Art. Prinzipiell werden Push- und Pullfaktoren für die Emigration unterschieden: Erstere Motive lagen in der Situation des Nachkriegsdeutschlands begründet. Für die betroffenen Akademiker hatte die Fortführung ihrer Arbeit höchste Priorität. In Mitteleuropa blieben auf Grund der Zerstörung diverse Universitäten geschlossen, andere waren wegen der prekären finanziellen Lage nur unzureichend ausgestattet um den Lehrkräften adäquate Arbeitsbedingungen bieten zu können. Ein weiterer, wenn auch nicht so verbreiteter Push-Faktor war die Furcht vor der desolaten Lage in Europa, so dass viele es vorzogen nach Übersee zu emigrieren.54

Hoffnungen, die der potenzielle Auswanderer in die neue Wahlheimat setzt, werden hingegen Pullfaktoren genannt: Bei der Wahl des Ziellandes spielte jedoch weniger, wie man denken könnte, die politische Ausrichtung eine Rolle, sondern eher ein viel versprechendes Jobangebot des Ziellandes. So führte Argentinien gezielte Anwerberaktionen für Wissenschaftler im Nachkriegsdeutschland durch. Die La-Plata- Republik sorgte für die Finanzierung und Organisation der Überfahrt und garantierte darüber hinaus entsprechend hohe Gehälter. Im Rahmen der Modernisierungsmaßnahmen wurden mittels der deutschen Akademiker auch neue Forschungsbereiche geschaffen. Die Förderung kam insbesondere den Fachbereichen Maschinenbau, Wasserbau, Grundbau und Thermodynamik zu Gute.55

Die angeworbenen Hochschullehrer fanden eine Anstellung als profesores contradados, d.h. sie bekamen dreijährige Zeitverträge mit der Option auf eine weitere dreijährige Verlängerung. Als problematisch stellte sich das für die gesamte Laufzeit festgesetzte Gehalt heraus. Da Argentinien Ende der 40er Jahre in eine dramatische Finanzkrise stürzte, entwertete die Inflation den zuvor lockenden Lohn, so dass viele Professoren am Rande der Armutsgrenze lebten. Daher verwundert es nicht, dass viele Akademiker trotz geplanter Langzeitmigration meist nur wenige Jahre am Rio de la Plata verweilten. Hinzu kamen die unbefriedigenden Arbeitsbedingungen an den argentinischen Universitäten: Das oftmals nur unzureichende Budget der Hochschulen erschwerte die Forschung durch Mangel an Hilfspersonal sowie entsprechender Technik. Gerade die Beschaffung moderner Gerätschaften ging stets mit einem großen Zeitaufwand einher. Durch das Fehlen von Publikationsmöglichkeiten blieb darüber hinaus die wissenschaftliche Anerkennung aus.56

Letztlich blieb den Professoren lediglich die bloße Lehrtätigkeit. Die veralteten Lehrmaterialen ersetzten die emigrierten Akademiker durch eigene so genannte apuntes oder fertigten spanische Übersetzungen deutscher Lehrbücher an. Hier zeigt sich die Rolle der Deutschen im Wissenstransfer.57 Jedoch der nachhaltigste Einfluss der Deutschen ist die Einführung wissenschaftlich systematisierter Experimente sowie der Feldforschung.58

Ein Großteil der deutschen Akademiker zeigte Unwillen zur Assimilierung an die argentinische Kultur. Lediglich in Einzelfallen kam es zur Hochzeit mit Einheimischen oder der Annahme der argentinischen Staatsbürgerschaft und somit zu einem längeren Aufenthalt. Viele deutsche Eltern wünschten darüber hinaus, dass ihre Kinder an einer deutschen Schule oder Universität ausgebildet werden würden.59 Der gravierendste Grund für die Remigration stellte jedoch das Scheitern von Perons ambitioniertem Projekt des Wissenschaftlertransfers dar. Zwar konnte er anfangs mittels seiner vollen Staatskassen viele neue Arbeitsstellen für Akademiker schaffen. Die drohende Wirtschaftskrise verwährte den Hochschullehrern jedoch die notwendigen Mittel, mit denen sie eine nachhaltige Forschung betreiben hätten können.60 So kehrten viele der emigrierten Akademiker auf Grund des Mitte der 50er Jahre eintretenden Wirtschaftsaufschwungs wieder in der BRD zurück.

4.2 Das Kontrollgesetz Nr. 25 und die Industrialisierung dank deutscher Fachkräfte

Den gewichtigsten Pull-Faktor für deutsche Facharbeiter stellte das von den Alliierten am 29.04.1946 verabschiedete Kontrollgesetz Nr. 25 dar. Mit diesem wurde das Ziel verfolgt die „[...] naturwissenschaftliche Forschung für militärische Zwecke und ihre praktische Anwendung für solche Zwecke zu verhindern und sie auf anderen Gebieten, wo sie ein Kriegspotential schaffen konnten, zu überwachen, und sie in friedliche Bahnen zu lenken“61

Auf diese Weise wurde im Nachkriegsdeutschland die Forschung im Bereich Nuklearphysik, Luftfahrt und Raketentechnik verboten.62 Die Alliierten warben gezielt deutsche Fachleute an um deren Kenntnisse für die eigenen Rüstungspläne zu nutzen. Hier ist insbesondere die damalige Sowjetunion zu nennen, die circa 5.000 Fachleute, d.h. mehr als alle anderen Siegermächte zusammen, rekrutierte und dies oftmals sogar unter Zwang.63 Im Vergleich dazu war Argentinien nur ein kleiner Fisch im Haifischbecken. Die La-Plata-Republik konnte lediglich diejenigen Fachkräfte anwerben, an denen die großen Siegermächte kein Interesse zeigten. Somit wurden beliebig Forschungsteams gebildet, was gerade zu Anfang kein produktives Schaffen versprach.64

Ebenso wie für die Akademiker spielte die politische Couleur eines Anwerberlandes auch für die Rüstungsexperten keine Rolle. Vielmehr war die Aussicht die eigene Arbeit fortführen zu können und eine gute finanzielle Offerte entscheidend für die Wahl eines Ziellandes.65

Der deutsch-argentinische SS-Hauptsturmführer Horst Carlos Fuldner rekrutierte von Dezember 1947 bis Oktober 1948 in Italien und der Schweiz Fachkräfte.66 Fuldner war ranghoher Mitarbeiter in Perons Nachrichtenabteilung. Diese Behörde war für die Koordination der argentinischen Einwanderung zuständig.67 Auf Grund seiner NS- Vergangenheit und der hohen Position, die Fuldner in Perons Einwanderungsbehörde innehatte, lässt sich hier erneut der Verdacht auf Nazi-Seilschaften erheben.

Bestand ein hohes nationales Interesse an der Einreise einer Fachkraft, so übernahm die Nachrichtenabteilung die Organisation der nötigen Dokumente und finanzierte dem jeweiligen Experten die Flugpassage. Weniger qualifizierten Ingenieuren wurde immerhin die Schiffspassage erstattet und das Visum arrangiert.68 Im Zuge dessen kamen rund 150 Spezialisten nach Argentinien.69 Der genaue Ablauf wird im Kapitel 5.2 dargestellt.

Das wohl prominenteste Beispiel für erstere Verfahrensweise ist der bereits erwähnte Kurt Tank. Die Arbeit der Tank-Gruppe, welche das größte Forschungsteam in Argentinien war, soll an dieser Stelle stellvertretend skizziert werden: Als Kurt Tank, der ehemalige Leiter der Focke-Wulf-Flugzeugwerke, Ende 1947 unter dem Namen Pedro Jorge Matties nach Argentinien floh, hatte er die millionenschweren Mikroverfilmten Konstruktionspläne eines Düsenflugzeuges im Gepäck.70 Tank folgten bald 65 weitere Ingenieure71, mit Hilfe derer er das ambitionierte Projekt zur Konstruktion des ersten Düsenflugzeuges Lateinamerikas innerhalb von drei Jahren realisierte. Wegen der nur unzureichend entwickelten Schwerindustrie72 mangelte es den Ingenieuren jedoch an Zulieferern für Metalle und Fertigteile73 So mussten beispielsweise die Triebwerke eigens aus Großbritannien von der Firma Rolls Royce importiert werden. Die Umsetzung der Flugzeugprototypen konnte trotz erheblicher Improvisation nur in Holzbauweise erfolgen. Eine serienmäßige Fertigung war nicht realisierbar.74 Die anfänglich lockende Entscheidungsfreiheit, die der argentinische Plan zur Entwicklung der Luftfahrt versprach, entpuppte sich angesichts der fehlenden Infrastruktur bald als Hemmnis für die Arbeit der immigrierten Experten und als Geldverschlingendes Luftschloss. So entschied sich, wie bereits am Beispiel der Akademiker beschrieben, auch der Großteil der Rüstungsfachleute Mitte der 50er Jahre sich neuen Projekten im Ausland zuzuwenden.75 Daher wird die angestrebte Aufrüstung des argentinischen Militärs als gescheitert betrachtet. Selbst für die argentinischen Ingenieure hatte sich kein Lerneffekt eingestellt, da die von den Deutschen transferierten technologischen Erkenntnisse den rückständigen argentinischen Forschungsstand bei Weitem überstiegen.76

[...]


1 Vgl. Schneppen, Heinz, 2007: Odessa und das Vierte Reich, Metropol, Berlin: 25

2 Vgl. ebd.: 213

3 http://www.biblioteca.jus.gov.ar/constitucionargentina1853.html, 21.02.2009 “El Gobierno federal fomentará la inmigración europea; y nopodrá restringir, limitar ni gravar con impuesto alguno la entrada en territorio argentino de los extranjeros que traigan por objeto labrar la tierra, mejorar la industrias, e introducir y enseñar las ciencias y las artes.”

4 Vgl. Saint Sauveur-Henn, Anne, 1995: „Die deutsche Einwanderung in Argentinien (1870-1933): Zur Wirkung der politischen Entwicklung in Deutschland auf die Deutschen in Argentinien“ in: Nationalsozialismus und Argentinien, Lang, Frankfurt/Main: 12

5 http://www.cemla.com/imagenes/destacado/grandes/migracionultramarina.jpg, 30.01.2009

6 Vgl. Saint Sauveur-Henn 1995: 12

7 Vgl. Meding, Holger M., 1992: Flucht vor Nürnberg? Deutsche und österreichische Einwanderung in Argentinien 1945-1955, Böhlau, Köln, 27

8 Vgl. Saint Sauveur-Henn 1995: 12

9 Vgl. Saint Sauveur-Henn 1995: 15f

10 Vgl. Meding 1992: 33

11 Vgl. Steinacher, Gerald, 2008: Nazis auf der Flucht: wie Kriegsverbrecher über Italien nach Übersee entkamen; Studienverlag, Innsbruck: 236

12 Vgl. Saint Sauveur-Henn 1995: 16ff

13 Vgl.http://www.cemla.com/imagenes/destacado/grandes/migracionultramarina. jpg, 30.01.2009

14 Vgl. http://www.dhs.gov/xlibrary/assets/statistics/yearbook/2007/ois_2007_ yearbook.pdf, 20.2.2009

15 Schwarcz, Alfredo José, 1995: „Die deutschsprachigen Juden in Argentinien“ in: Nationalsozialismus und Argentinien, Lang, Frankfurt/Main, 204

16 Vgl. ebd.: 209

17 Vgl. Meding 1992: 31

18 Vgl. Goñi, Uki, 1998: Perón y los alemanes. La verdad sobre el espionaje nazi y los fugitivos del Reich, Editorial Sudamericana S.A., Buenos Aires: 45

19 http://www.raoulwallenberg.net/?es/holocausto/argentina/documentos/ 2285.img, 21.2.2009

20 Vgl. Goñi 2006: 49ff

21 Vgl. Schwarcz 1995: 204

22 Vgl. Goñi 2006: 63f

23 De Tena, Torcuato Luca, 1976: Yo, Juan Domingo Perón: Relato autobiográfico; Editorial Planeta, Barcelona, 88

24 Vgl. Goñi 2006: 183

25 Vgl. Informationen zur politischen Bildung. Lateinamerika II. Politische Entwicklung seit 1945, 3. Quartal (1994), Nr. 244: 6

26 Vgl. ebd: 50

27 Vgl. Meding 1992: 50

28 Vgl. ebd.: 42

29 Vgl. Informationen zur politischen Bildung. Lateinamerika II. Politische Entwicklung seit 1945:6

30 Vgl. Garbely, Frank, 2003: Evitas Geheimnis. Die Nazis, die Schweiz und Peróns Argentinien, Rotpunktverlag, Zürich: 116

31 Vgl. ebd.: 118

32 Vgl. Informationen zur politischen Bildung. Lateinamerika II. Politische Entwicklung seit 1945: 6f

33 Vgl. ebd.: 6

34 Vgl. ebd.: 7

35 De Tena 1976: 88

36 Vgl. Meding 1992: 41

37 Vgl. Schönwald, Matthias, 1998: Deutschland und Argentinien nach dem Zweiten Weltkrieg: politische und wirtschaftliche Beziehungen und deutsche Auswanderung 1945-1955, Schöningh, Paderborn: 55

38 Vgl. Meding 1992: 41

39 Vgl. Informationen zur politischen Bildung. Lateinamerika II. Politische Entwicklung seit 1945: 6f

40 Vgl. Meding 1992: 41f

41 Vgl. ebd.: 46

42 Vgl. ebd.: 42f

43 Vgl. Informationen zur politischen Bildung. Lateinamerika II. Politische Entwicklung seit 1945: 7

44 Vgl. Schönwald 1998: 63

45 Vgl. ebd.: 55

46 Vgl. Meding 1992: 46f

47 Vgl. Schönwald 1998: 332ff

48 Vgl. Meding 1992: 70

49 Vgl. Schneppen 2007: 111f

50 De Tena 1976: 86

51 Ley, Gabriele, 1995: „Deutsche Naturwissenschaftler an argentinischen Universitäten nach 1945“ in: Nationalsozialismus und Argentinien, Lang, Frankfurt/Main: 149

52 Vgl. ebd.: 155

53 Vgl. ebd.: 151

54 Vgl. ebd.: 152

55 Vgl. ebd.: 153ff

56 Vgl. ebd.: 155f

57 Vgl. ebd.: 158

58 Vgl. ebd.: 160

59 Vgl. ebd.: 156

60 Vgl. ebd.: 160

61 z.n.: Stanley, Ruth, 1995: „Der Beitrag deutscher Luftfahrtingenieure zur argentinischen Luftfahrtforschung und –entwicklung nach 1945: das Wirken der Gruppe Tank in Argentinien, 1947-1955“ in: Nationalsozialismus und Argentinien, Lang, Frankfurt/Main: 163

62 Vgl. Schönwald 1998: 362

63 Vgl. Albrecht, Ulrich, 1995: „Deutscher Wissenschaftlerexodus in der Nachkriegszeit“ in: Nationalsozialismus und Argentinien, Lang, Frankfurt/Main, 140ff

64 Vgl. Stanley 1995: 166f

65 Vgl. ebd.: 164

66 Vgl. Schneppen 2007: 195

67 Zu den Institutionen der argentinischen Einwanderung siehe Kapitel 5.5.2

68 Vgl. Meding 1992: 89f

69 Vgl. Schönwald 1998: 363

70 Vgl. Meding 1992: 96

71 Vgl. Stanley 1995: 164

72 Vgl. Steinacher 2008: 247

73 Vgl. Meding 1992: 184

74 Vgl. Stanley 1995: 173f

75 Vgl. ebd.: 183

76 Vgl. ebd.: 181

Ende der Leseprobe aus 69 Seiten

Details

Titel
Die Einwanderungspolitik Peróns und der Mythos der ODESSA
Hochschule
Technische Universität Dresden  (Sprach-, Literatur- und Kulturwissenschaften)
Note
1,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
69
Katalognummer
V148301
ISBN (eBook)
9783640590728
ISBN (Buch)
9783640590841
Dateigröße
1384 KB
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Peròn, ODESSA, Mythos, Argentinien, Fluchthilfe, Vatikan
Arbeit zitieren
Stefanie Schumann (Autor), 2009, Die Einwanderungspolitik Peróns und der Mythos der ODESSA, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148301

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