Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe und Sabine Scholbeck


Unterrichtsentwurf, 2009
37 Seiten, Note: 2,3

Leseprobe

Inhaltsverzeichnis

1 Thema der Unterrichtseinheit/ Unterrichtsstunde

2 Didaktische Entscheidungen und Begründungen
2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde
2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes
2.2.1 Bedeutung des Inhalts im Bewusstsein der Schüler
2.3 Sachanalyse
2.3.1 Die Autorin Ingrid Uebe
2.3.2 Das Buch „Fliegender Pfeil“
2.4 Voraussetzungen für den Unterricht
2.4.1 Lernvoraussetzungen der Schüler
2.4.2 Äußere Voraussetzungen

3 Methodische Entscheidungen und Begründungen
3.1 Einstiegssituation
3.2 Artikulation
3.3 Sozial- und Aktionsformen
3.4 Differenzierungsmaßnahmen
3.5 Medien und Material
3.6 Unterrichtsgrundsätze

4 Verknüpfung der Wissens- und Kompetenzentwicklung mit geplanten Handlungssituationen

5 Geplanter Unterrichtsverlauf

Literaturverzeichnis

6 Anhang

1 Thema der Unterrichtseinheit/ Unterrichtsstunde

Thema der Unterrichtseinheit: Vielfältige Erschließung des Kinderbuches „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe

Thema der Unterrichtsstunde: Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe und Sabine Scholbeck

Stellung des Unterrichtsinhaltes innerhalb der Unterrichtseinheit:

Abbildung in dieser Leseprobe nicht enthalten

2 Didaktische Entscheidungen und Begründungen

2.1 Zielsetzungen für die Unterrichtsstunde

Ziel der vorliegenden Stunde ist es, passende Rahmenbedingungen zu schaffen, um ein störungsfreies, sinnerfassendes Lesen zu ermöglichen.

Dazu sollen in der Stunde wichtige Sachinformationen über das Leben der Indianer vermittelt werden. Die Kinder sollen den Lebensraum der Indianer selbstständig erschließen. Über die Kenntnisse der Lebenswelt der Indianer sollen die Schüler zum Buch hingeführt werden. Es soll eine Motivation aufgebaut werden, die die Kinder neugierig auf das Buch macht.

Die Lesemotivation soll bei den Schülern geweckt werden.

2.2 Begründungen für die Auswahl des Inhaltes

Der Rahmenplan Grundschule, Teilrahmenplan Deutsch (2005, S.10) fordert, dass die Schüler erfahren sollen, dass Lesen Vergnügen bereitet. Die Schüler sollen über eine tragfähige Lesefertigkeit und grundlegende Lesetechniken verfügen. Die Schüler sollen erleben, dass Lesenkönnen und Lesenwollen wichtige Grundvoraussetzungen sind zur ganzheitlichen persönlichen Weiterentwicklung.

Auch innerhalb der Wissens- und Kompetenzentwicklung fordert der Rahmenplan Grundschule, Leseerfahrungen zu machen. Ebenso soll der Deutschunterricht insbesondere durch literarische Texte die Freude an der Sprache und die Hinführung zu ihrer ästhetischen Dimension pflegen. Die Schüler sollen früh Lesefreude erfahren, was zusammen mit der Hinführung zum Buch zu einem dauerhaften Element der persönlichen Lebensgestaltung werden soll(vgl. Rahmenplan Grundschule, Teilrahmenplan Deutsch, 2005, S. 14).

Die Thematik des ausgewählten Kinderbuches „Fliegender Pfeil“ eignet sich besonders dazu, eine Lesebereitschaft bei den Kindern hervorzurufen. Durch das Beschreiben der Freundschaft zweier Kinder, die aufgrund des Erwachsenwerdens zu zerbrechen droht, wird eine realistische Situation aus dem kindlichen Erfahrungsbereich aufgegriffen und verarbeitet. Die beiden Hauptfiguren des Buches, Fliegender Pfeil und Kleine Wolke, stellen Identifikationsfiguren für Jungen und Mädchen dar, so dass die Kinder das Thema Freundschaft problemlos in ihren eigenen Lebensbereich übertragen können. Dadurch, dass die Handlung des Buches in das Lebensumfeld der Indianer verlagert wird, werden die Kinder durch die fremde und zugleich faszinierende Welt zum Lesen motiviert.

Die heutige Unterrichtsstunde stellt eine Einführungsstunde in die geplante Unterrichtseinheit dar. In dieser Einheit soll das gesamte Buch gemeinsam mit den Schülern auf vielfältige Weisen erschlossen werden.

2.2.1 Bedeutung des Inhalts im Bewusstsein der Schüler

Das Buch „Fliegender Pfeil“ wurde exemplarisch aus dem vielfältigen Angebot der Kinderliteratur ausgewählt. Die Buchauswahl wurde bewusst nicht mit den Kindern zusammen getroffen, um einen Überraschungseffekt bei der Präsentation des Buches zu gewährleisten. Zukünftig sollen die Schüler allerdings in die Auswahl der Klassenlektüre einbezogen werden.

Durch die Thematik des Buches und die Einbettung in die fremde Welt der Indianer sollen die Schüler zu außerschulischem Lesen verlockt werden.

Zu diesem Zweck soll das Buch eine Lesemotivation aufbauen und eine positive Lesehaltung bei den Kindern entwickeln. Durch das Lesen von Büchern nehmen die Kinder am literarischen Leben teil. Sie sollen erfahren, dass Lesen etwas Aufregendes ist, dass Lesen Freude macht, sie sich in Büchern wiederfinden und in eine neue Welt eintauchen können.

2.3 Sachanalyse

2.3.1 Die Autorin Ingrid Uebe

Ingrid Uebe ist eine erfolgreiche Kinder- und Jugendbuchautorin. Viele ihrer verfassten Bücher wurden bereits mit Preisen ausgezeichnet. Die Autorin ist Mitglied des Verbandes deutscher Schriftsteller und des Friedrich-Bödecker-Kreises.

Ingrid Uebe wurde in Essen an der Ruhr geboren, wo sie auch aufwuchs. Nachdem sie ihr Abitur gemacht hatte, besuchte sie eine höhere Handelsschule, bevor sie als Sekretärin in einer Zeitungsredaktion tätig war. Anschließend war sie sechs Jahre lang Redakteurin der Neuen Ruhr-Zeitung in Essen. 1977 verfasste sie ihr erstes Kinderbuch. Bis heute sind etwa 100 Bücher von ihr erschienen (vgl. www.ingrid-uebe.de).

2.3.2 Das Buch „Fliegender Pfeil“

Das Taschenbuch „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe ist bereits zum Jugendbuchklassiker geworden.

Die eindeutige Zuordnung zu einer Gattung innerhalb der Jugendliteratur gestaltet sich als schwierig.

Im Mittelpunkt des Buches „Fliegender Pfeil“ stehen das Thema Freundschaft und die Probleme und Schwierigkeiten, die diesbezüglich durch das Erwachsenwerden auftreten. Somit ist es in den Gattungsbereich „Das problemorientierte Jugendbuch“ einzuordnen.

Ein Kennzeichen des problemorientierten Jugendbuches ist nach Meier (1993, S.199) unter anderem, dass Probleme thematisiert werden, die für den jugendlichen Menschen Gewicht und besondere Bedeutung haben. Weiterhin charakteristisch für diese Gattung ist die Auseinandersetzung mit Vorgängen des Suchens und Findens neuer Beziehungen bzw. der Lockerung und des Lösens alter Bindungen.

Durch die Verlagerung der Handlung in das Lebensumfeld der Indianer könnte man das Buch auch zur Gattung „Abenteuerbuch“ zählen. Diese Gattung zeichnet sich nach Meier (1993, S.160) durch die Bevorzugung des Außergewöhnlichen und Fremdartigen aus. Somit zählt Meier (1993, S. 173) die Indianergeschichten zur Gattung „Abenteuerbuch“.

Dabei ist zu beachten, dass der Begriff Gattung nicht im traditionell-literaturwissenschaftlichen Sinne zu verstehen ist, sondern nur die unterschiedlichen Arten der Jugendliteratur bezeichnet (Meier, 1993, S.14).

Die Erzählung „Fliegender Pfeil“ spielt in Nordamerika. Dort lebt der Stamm der Lakota, die zur großen Familie der Sioux-Indianer gehören. Zu diesem Stamm gehören auch die beiden Hauptpersonen, der Indianerjunge Fliegender Pfeil und seine Freundin, das Indianermädchen Kleine Wolke. Die Lakotaindianer lebten ursprünglich im Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Montana, Wyoming, North Dakota, South Dakota und Nebraska in der Prärie. (vgl. Niederstraßer, 2005, S.5). Die Lakota wohnten in Tipis, kegelförmigen Zelten aus Stangen und Bisonhäuten und lebten von der Bisonjagd, die ihre alleinige Lebensgrundlage darstellte.

Fliegender Pfeil wird bald acht Jahre alt und hat dann für seine Freundin keine Zeit mehr, da er zu den „Großen“ gehören wird. Kleine Wolke ist darüber sehr traurig, doch sie gibt nicht so schnell auf und lässt sich auf den Rat ihrer Großmutter hin von ihrem Bruder das Schwimmen beibringen. Beim nächsten Zusammentreffen fordert sie Fliegender Pfeil zum Wettschwimmen auf. Beide Kinder springen ins Wasser und es ist Kleine Wolke, die Fliegenden Pfeil vor dem Ertrinken rettet und ihn aus dem Wasser zieht. Danach gibt der Junge zu, dass er gar nicht schwimmen kann und dies nur nicht eingestehen wollte aus Angst, ausgelacht zu werden. Kleine Wolke erklärt, dass sich Freunde niemals auslachen. Daraufhin bringen sich die beiden Kinder gegenseitig das Schwimmen und das Reiten bei.

Das Buch ist mit 63 Seiten vom Unfang her für die Kinder der zweiten Klassenstufe gut zu bewältigen. Alle fünf Kapitel sind bei durchgehender Handlung so weit in sich geschlossen, dass sie als Unterrichtseinheit dienen können. Auch innerhalb der einzelnen Kapitel werden übersichtliche Abschnitts- und Inhaltsgliederungen vorgenommen. Der Umfang der einzelnen Kapitel beläuft sich zwischen 10 und 14 Seiten. Die Kapitel sind durch zahlreiche bunte Bilder aufgelockert, so dass auch die schwachen Leser keine Probleme bei der Bewältigung des Buches haben sollten. Somit ist eine hohe Lesemotivation auch bei den schwächeren Lesern zu erwarten.

Die Analyse des Buches zeigte, dass einige Begriffe auftauchen, die den Kindern Schwierigkeiten bereiten werden und somit vor der Lektüre des Buches umfassend erarbeitet werden müssen:

Nach Ketelsen (2000, S.133) ist der Bison ein mächtiges Wildrind, das zu der Familie der Hornträger gehört. Die Stiere können eine Schulterhöhe von 1,5 bis 1,8 Meter, ein Gewicht von 1000kg und eine Länge von drei Metern erreichen. Der Bison trägt seinen Kopf tief und hat einen mächtigen Widerrist (Buckel). Seine Behaarung wird bis zu 50cm lang und er besitzt verhältnismäßig schmale Hüften. Die Kühe sind viel kleiner. Die Bisons leben in Gruppen. Der Bison war die Lebensgrundlage der Prärieindianer. Er gab ihnen Nahrung, Kleidung, Behausung und Werkzeug. Mit dem Untergang der Bisons verloren auch die Indianer ihre Freiheit.

Das Stangenzelt der Indianer wurde nach Ketelsen (2000, S.126) Tipi genannt. Der Name stammt von den Dakotas. Es bestand aus einem Stangengerüst aus drei oder vier oben zusammengebundenen Grundpfosten, an die bis zu 10 weitere Stangen verankert wurden. Darüber wurde eine aus Büffelleder zusammengenähte Zeltplane, die häufig farbig bemalt war, gespannt. An der Spitze befand sich meistens eine Rauchklappe, die geschlossen werden konnte. Der Eingang befand sich im Osten, um ihn vor dem ständig blasenden Westwind zu schützen. Die Frauen waren für den Auf- und Abbau zuständig und benötigten dafür jeweils ca. eine halbe Stunde. Der Durchmesser des Tipis variierte zwischen drei und acht Metern. In der Mitte befand sich die Feuerstelle, der Boden war mit Büffelfellen bedeckt.

Nach Ketelsen (2000, S.124) befindet sich die Prärie im Zentrum Nordamerikas südlich der Subarktis auf dem Gebiet der heutigen US-Bundesstaaten Montana, Wyoming, North und South Dakota, Nebraska, Kansas, Oklahoma und Texas. Zur Zeit der Indianer war die Prärie das Land der Bisons. Die bekanntesten Indianerstämme wie die Sioux, Comanchen und Cheyenne lebten in der Prärie und machten Jagd auf Büffel. Zur Zeit der Indianer war die Prärie reines Grasland mit hohen Gräsern, vielen Blumen, Wurzeln und Kräutern. Das kontinentale Klima sorgt für heiße, trockene Sommer mit gewaltigen Gewittern und Überschwemmungen. Die Winter sind kalt und trocken mit gefährlichen Blizzards.

Ebenfalls interessant für die Kinder ist die Kleidung der Indianer, die ihnen aber bereits von Bildern bekannt sein dürfte.

Im Sinne einer didaktischen Reduktion sollen die Begriffe nicht allumfassend geklärt und erklärt werden. Die Sachtexte sollen den Schülern einen Überblick über die Themen geben, so dass bei Lektüre des Buches keine Verständnisprobleme auftauchen und die Schüler besser in das Leben der Indianer „eintauchen“ können.

2.4 Voraussetzungen für den Unterricht

2.4.1 Lernvoraussetzungen der Schüler

Die Klasse 2a wird von 26 Schülern, darunter 17 Mädchen und 9 Jungen, besucht. Das Leistungsniveau der Klasse kann, auch im Vergleich zur Parallelklasse, als durchschnittlich bezeichnet werden. A., S. und S. werden einmal wöchentlich von Herrn L., der von der Canadaschule (Schule mit dem Förderschwerpunkt Lernen) kommt, in Deutsch gefördert. Zu den leistungsstärkeren Schülern im Fach Deutsch zählen C., J., K., E., B., N. und C.. Als relativ schwache Schüler sind A., S., S., J. und A. anzusehen. Bei S., die bereits die erste Klasse wiederholt hat, wurde ADHS diagnostiziert. Sie ist auch medikamentös eingestellt, vergisst jedoch häufig ihre Medikamente. Dies führt im Unterricht immer wieder zu ständiger Ablenkung und Konzentrationsschwäche, was sich häufig auf Mitschüler, die an ihrem Gruppentisch sitzen, überträgt. Ebenfalls auf ADHS wird momentan C. getestet, die Ergebnisse sind allerdings noch nicht bekannt.

C. und I., türkische Kinder, haben gelegentlich Probleme mit der korrekten Ausdrucksweise und dem Satzbau in der deutschen Sprache, was wohl darauf zurückzuführen ist, dass zu Hause noch sehr viel türkisch gesprochen wird und sie sehr selten Hausaufgaben erledigen. Sie haben allerdings beim Leseverständnis keine Probleme.

Das soziale Klima in der Klasse ist sehr angenehm und wertschätzend. Die Kinder, die am Anfang des Schuljahres neu in die Klasse kamen, J., V., C., P. und A., wurden gut integriert und herzlich aufgenommen. Sie haben bereits zahlreiche Freundschaften geschlossen. Es gibt selten Streit. Lediglich J. hat oftmals Probleme durch seine raue Art, die er anderen Kindern gegenüber zeigt. J. wiederholt die Klasse. Oftmals zeigt er starke Disziplinprobleme, meistens ist dies jedoch bei Kolleginnen der Fall. An seinem Gruppentisch ist J. akzeptiert und die anderen Kinder wissen mit ihm und seinen Störungen gut umzugehen.

Die Kinder arbeiten mit ihren Banknachbarn und in ihren Tischgruppen selbstständig zusammen. Diese Arbeitsweise wurde bereits des Öfteren geübt und ist den Kindern bestens bekannt. Die Verteilung an den Gruppentischen ist so gewählt, dass immer einige schwache Schüler mit stärkeren Schülern zusammensitzen, so dass auftretende Fragen in der Gruppe besprochen und gelöst werden können. In der vorliegenden Stunde sollen die beiden Schüler Chantal und Nick, die gewöhnlich an einem einzelnen Tisch sitzen, den Tischen zugeordnet werden, an denen die „schwächsten“ Schüler, S. und S., sitzen. Sie sollen diese bei ihrer Arbeit unterstützen.

Um die Lautstärke der Klasse ruhig zu halten, kennen die Schüler das Stillezeichen und den Gong mit dem Energy – Chime. Sie nehmen diese Signale sehr gut an und befolgen sie. Um die Aufmerksamkeit auf die Lehrperson zu richten, kennen sie die Anweisung der „Schulbrezel“, sie verschränken dann die Arme und schauen zum Lehrer.

Bisher haben die Schüler im Unterricht noch keine Erfahrungen im Bereich Indianer gesammelt. Auch eine Ganzschrift wurde bisher noch nicht gemeinsam gelesen. Dies lässt darauf schließen, dass sie mit Freude bei der Sache und motiviert sein werden.

Der Einsatz der CD mit der Indianermusik zum Einstieg und die Arbeit mit dem Titelbild sollen auch zur Motivation beitragen. Das Tipi und der geschmückte Klassenraum stellen eine zusätzliche Motivation für die Schüler dar.

Das methodische Vorgehen in dieser Stunde mit der Partnerarbeit, die dann in einer Gruppenarbeit mündet, und die anschließende Präsentation der Ergebnisse ist den Kindern bereits bekannt, so dass darauf nicht mehr explizit eingegangen werden muss. Die Schüler kennen das Präsentieren aus zahlreichen anderen Stunden, so dass bei der Präsentation am Ende der Stunde keine Probleme auftreten dürften.

2.4.2 Äußere Voraussetzungen

Der Klassenraum der 2a ist groß und geräumig. Trotz der relativ hohen Schülerzahl (26) ist es immer noch möglich, verschiedene Sozialformen durchzuführen. Die Schüler sitzen an vier Gruppentischen und einem Einzeltisch. Die Gruppentische sind so angeordnet, dass im vorderen Teil des Klassenraumes genügend Platz ist, um sowohl einen Stuhlkreis als auch den Theatersitz zu bilden. Für den Stuhlkreis nimmt jedes Kind den Stuhl von seinem Platz mit in den Kreis.

Im hinteren Teil des Klassenraumes ist eine Ecke eingerichtet, in der ein Indianertipi und echte Indianerutensilien ausgestellt sind. Die Kinder sehen dies als Überraschung an diesem Morgen zum ersten Mal und dürfen sich nach der Stunde alles genauer ansehen.

3 Methodische Entscheidungen und Begründungen

3.1 Einstiegssituation

Um in die Thematik der Stunde einzusteigen, bieten sich folgende Möglichkeiten:

- Eine Kiste mit typischen indianischen Gegenständen wie z.B. Pfeil und Bogen, Schmuck, Kleidung, Mokassins etc. wird in die Mitte des Sitzkreises gelegt und die Schüler äußern sich dazu frei.
- Der Lehrer spielt eine CD ab, auf der Indianermusik zu hören ist. Die Schüler können sich dazu frei äußern. Der Klassenraum ist mit indianischen Gegenständen geschmückt, um eine fantasieanregende Atmosphäre zu schaffen.

Ich habe mich für den zuletzt genannten Einstieg entschieden. Die Musik auf der CD stellt für die Kinder eine sehr hohe Motivation dar. Dies macht neugierig auf den Inhalt der Stunde und lässt die Kinder aufmerksam zuhören. Diese Vorgehensweise bietet einen guten Gesprächsanlass für die Schüler. Sie werden einerseits durch den akustischen Impuls der Musik und zusätzlich dadurch motiviert, dass im Klassenraum besagte Indianerutensilien ausgestellt sind. Diese sollen in späteren Stunden auch als Gesprächsanlass dienen.

3.2 Artikulation

Folgende Stufung ist für die Gliederung der unterrichtlichen Prozesse dieser Stunde in verschiedene Phasen vorgesehen: Einstieg (Motivation), Hinführung, Arbeitsphase, Präsentation, Abschluss/Ausblick.

- Einstieg

Die Kinder sammeln sich im Stuhlkreis im vorderen Teil des Klassenraumes. Der Lehrer startet dann die Wiedergabe der CD. Die Schüler hören sich die Indianermusik an. Im Anschluss äußern sich die Schüler im Unterrichtsgespräch zu der Musik, schildern Eindrücke und Assoziationen, die in Verbindung mit der Indianermusik stehen.

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Ende der Leseprobe aus 37 Seiten

Details

Titel
Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe und Sabine Scholbeck
Hochschule
Staatliches Studienseminar für das Lehramt an Grund- und Hauptschulen in Kusel
Note
2,3
Autor
Jahr
2009
Seiten
37
Katalognummer
V148342
ISBN (eBook)
9783640870417
ISBN (Buch)
9783640870851
Dateigröße
741 KB
Sprache
Deutsch
Anmerkungen
Urheberrechtlich bedenkliche Abbildungen in den Arbeitsblättern wurden entfernt, lassen sich aber leicht recherchieren.
Schlagworte
Grundschule, Ganzschrift, Buch, Indianer, Leseerziehung, Lesekompetenz, Literatur, Unterrichtsentwurf, Langplanung
Arbeit zitieren
Sebastian Stark (Autor), 2009, Hinführung zur Ganzschrift „Fliegender Pfeil“ von Ingrid Uebe und Sabine Scholbeck, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148342

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