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Der Weg zur Erzählkompetenz

Didaktische Förderungsmöglichkeiten der mündlichen Erzählkompetenz in der Sekundarstufe

Titel: Der Weg zur Erzählkompetenz

Hausarbeit , 2019 , 25 Seiten , Note: 1,0

Autor:in: Paulina Tiepermann (Autor:in)

Didaktik - Deutsch
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Doch woran liegt es nun, dass sich manche Menschen wortgewandter und strukturierter ausdrücken können als andere? Wieso ist es einfacher, dem einen in seiner Erzählung zu folgen und wieso schweifen wir bei jemand anderem mit unseren Gedanken ab und suchen den Zusammenhang im Erzählten? Empfinden es eventuell sogar als anstrengend zuzuhören und seinen Gedanken zu folgen?
Die Förderung der Erzählkompetenz beschränkt sich bis zu diesem Zeitpunkt vor allem auf die Elementar- und Primarstufe. Als angehende Lehrperson der Sekundarstufe I stellte sich mir bei der Auseinandersetzung mit der Thematik die Frage, ob und wie die Erzählkompetenz nicht nur in der Primar- sondern ebenso in der Sekundarstufe I didaktisch und individuell gefördert werden kann? Bislang scheint sich trotz der Erkenntnis, dass dies möglich und nötig wäre, in der Umsetzung wenig getan zu haben.

Um dem Umfang der Arbeit zu entsprechen, bezieht sich die Erarbeitung auf den Bereich des mündlichen Erzählens und grenzt somit das schriftliche Erzählen thematisch aus. Durch die Fülle an Literatur zur Forschung des Spracherwerbs als auch zum Forschungsbereich des Erzählens übersteigt ein ganzheitlicher Überblick den Umfang dieser Arbeit. Aus diesem Grund werden relevante Forschungsergebnisse in dem jeweiligen Kapitel dargelegt.
Zunächst wird der Begriff des Erzählens in den Fokus genommen, um ein einheitliches Verständnis als Grundlage dieser Arbeit zu schaffen. Darauf folgt eine Erörterung des Begriffs der Erzählkompetenz, indem verschiedene Theorien dargestellt werden. Im Anschluss wird der Prozess des Erzählerwerbs, welcher den Weg zur Erzählkompetenz markiert, dargelegt. Das fünfte Kapitel beschäftigt sich daraufhin mit der didaktischen Förderung des Erzählens in der Sekundarstufe I. Zur Beantwortung der Fragestellung werden hierzu der gegenwärtige Forschungsstand vorgestellt, die Kernlehrpläne der Sekundarstufe I im Hinblick auf das Thema des mündlichen Erzählens analysiert und die daraus folgenden didaktischen Konsequenzen dargelegt sowie die sich dadurch ergebende allgemeine Forderung zur Förderung narrativer Kompetenzen gestellt. Die Arbeit schließt mit einem zusammenfassenden Fazit, welches die vorangestellte Fragestellung und These aufgreift, ab.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Erzählen – Was ist das eigentlich?

3. Kompetenzen des Erzählens

4. Erzählerwerb – der Weg zur Erzählkompetenz

5. Didaktische Förderung des Erzählens in der Sekundarstufe I

5.1 Forschung

5.2 Kernlehrpläne

5.3 Didaktische Konsequenzen und Anregungen zur Förderung

5.4 Forderungen zur Förderung narrativer Kompetenzen

6. Fazit

Zielsetzung & Themen der Arbeit

Die vorliegende Arbeit untersucht, inwieweit die mündliche Erzählkompetenz von Schülerinnen und Schülern nicht nur in der Primar-, sondern auch in der Sekundarstufe I didaktisch gefördert werden kann, und stellt dabei das mündliche Erzählen in den Fokus, während das schriftliche Erzählen ausgegrenzt bleibt.

  • Bedeutung des Erzählens als grundlegendes Bedürfnis menschlicher Gesellschaft
  • Entwicklung der Erzählkompetenz im Kindes- und Jugendalter
  • Modelle narrativer Kompetenz und ihre Bedeutung für die Didaktik
  • Kritische Analyse derzeitiger Kernlehrpläne hinsichtlich mündlicher Erzählkompetenz
  • Entwicklung und Umsetzung förderlicher didaktischer Konzepte

Auszug aus dem Buch

1. Einleitung

Seit Jahrtausenden gehört das Erzählen zu den grundlegenden Bedürfnissen menschlicher Geselligkeit. Unabhängig von der Kultur, dem sozialen Milieu oder der Epoche kommen Menschen zusammen, die sich gegenseitig etwas erzählen und zuhören. In unserem Alltag stellt es eine unverzichtbare Kompetenz dar, um sich selbst mitzuteilen, um auf jemanden oder etwas einzuwirken, für eine effektive Kommunikation und um am allgemeinen gesellschaftlichen Leben teilhaben zu können (vgl. Drick 2017, 29; Kern 2012, 3; Klotz 2006, 13; Martínez 2017, Vorwort).

Durch die Unverzichtbarkeit des Erzählens ergibt sich ein grundlegendes Erkenntnisinteresse für jede Person, die sich mit der vorliegenden Thematik befasst. Die Begegnung mit dem Erzählen ist für jedes Kind obligatorisch, denn jedes Kind lernt das Erzählen während seiner Sprachentwicklung, soweit diese nicht maßgeblich eingeschränkt ist. Aus diesem Grund hat die Spracherwerbsforschung ein großes Interesse an diesem Forschungsbereich und der Umstand, dass in jeder Kultur das Erzählen im schulischen Kontext eine maßgebliche Rolle spielt, macht das Forschungsfeld ebenso für die Sprachdidaktik zu einem zentralen Anliegen (vgl. Becker/Stude 2017, 1; Dannerer 2012, 3).

Doch woran liegt es nun, dass sich manche Menschen wortgewandter und strukturierter ausdrücken können als andere? Wieso ist es einfacher, dem einen in seiner Erzählung zu folgen und wieso schweifen wir bei jemand anderem mit unseren Gedanken ab und suchen den Zusammenhang im Erzählen? Empfinden es eventuell sogar als anstrengend zuzuhören und seinen Gedanken zu folgen?

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Dieses Kapitel motiviert die Relevanz des Themas Erzählen und legt das Forschungsinteresse der Arbeit an der mündlichen Erzählkompetenz dar.

2. Erzählen – Was ist das eigentlich?: Es erfolgt eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Erzählbegriff und dessen Abgrenzung zu anderen kommunikativen Tätigkeiten.

3. Kompetenzen des Erzählens: In diesem Abschnitt werden verschiedene Modelle narrativer Kompetenz vorgestellt, um eine breite Basis für das Verständnis zu schaffen.

4. Erzählerwerb – der Weg zur Erzählkompetenz: Dieses Kapitel erläutert den Prozess des Erzählerwerbs vom frühen Kindesalter bis zur Adoleszenz.

5. Didaktische Förderung des Erzählens in der Sekundarstufe I: Hier wird der Forschungsstand analysiert, Kernlehrpläne kritisch beleuchtet und konkrete didaktische Anregungen zur Förderung formuliert.

6. Fazit: Die Arbeit schließt ab, indem sie die Forschungsfrage aufgreift und notwendige Anforderungen an die zukünftige didaktische Praxis formuliert.

Schlüsselwörter

Erzählkompetenz, mündliches Erzählen, Spracherwerb, Sprachdidaktik, narrative Kompetenzen, Sekundarstufe I, Kernlehrpläne, Erzählerwerb, kommunikative Kompetenz, Gesprächsforschung, Textverständnis, Erzählformen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit im Kern?

Die Arbeit beleuchtet die Bedeutung mündlicher Erzählkompetenz als essenzielle menschliche Fähigkeit und untersucht deren didaktische Förderung, insbesondere im schulischen Kontext der Sekundarstufe I.

Welche zentralen Themenfelder werden bearbeitet?

Die Schwerpunkte liegen auf dem Verständnis von Erzählen als kommunikativer Handlung, den Modellen narrativer Kompetenz, den Entwicklungsschritten des Erzählerwerbs von Kindern bis zu Jugendlichen sowie der didaktischen Analyse schulischer Rahmenvorgaben.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das primäre Ziel ist es zu erörtern, ob und wie die Erzählkompetenz über die Primarstufe hinaus auch in der Sekundarstufe I didaktisch und individuell gefördert werden kann, um Lernrückstände auszugleichen.

Welche wissenschaftlichen Methoden kommen zum Einsatz?

Die Autorin stützt sich auf eine tiefgehende Literaturanalyse, wertet den aktuellen Forschungsstand zum Spracherwerb aus und nimmt eine didaktisch-kategorische Analyse bestehender Kernlehrpläne vor.

Was behandelt der Hauptteil der Arbeit?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Begriffsbestimmung des Erzählens, eine fundierte Darstellung von Kompetenzmodellen, die Erläuterung des Entwicklungsprozesses sowie eine kritische Auseinandersetzung mit den Förderbedingungen in der Schule.

Welche Begriffe sind für die Arbeit besonders charakteristisch?

Neben dem zentralen Begriff der Erzählkompetenz sind Begriffe wie narrative Kompetenzen, Erzählerwerb, kommunikative Handlungsfähigkeit und die didaktische Förderung in der Sekundarstufe I zentral für die Arbeit.

Warum wird das schriftliche Erzählen explizit ausgeschlossen?

Aufgrund des nötigen Umfangs der Arbeit wurde der Fokus bewusst auf das mündliche Erzählen gelegt, da dieses im Alltag eine unverzichtbare, jedoch in didaktischen Konzepten oft vernachlässigte Rolle spielt.

Wie bewertet die Autorin die aktuellen Kernlehrpläne?

Die Autorin zieht das Fazit, dass mündliche Erzählkompetenz in den aktuellen Kernlehrplänen kaum systematisch verankert ist und eine gezielte didaktische Förderung bisher oft hinter dem Fokus auf schriftliche Kompetenzen zurückbleibt.

Welche konkreten Fördermaßnahmen schlägt die Autorin vor?

Die Arbeit empfiehlt unter anderem die Umgestaltung von Erzählkreisen zu angeleiteten Gesprächskreisen, das Peer-Tutoring sowie eine bessere Ausbildung des Lehrpersonals hinsichtlich einer fundierten Diagnostik von Erzählfähigkeiten.

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Details

Titel
Der Weg zur Erzählkompetenz
Untertitel
Didaktische Förderungsmöglichkeiten der mündlichen Erzählkompetenz in der Sekundarstufe
Hochschule
Universität Bielefeld  (Fakultät für Linguistik und Literaturwissenschaft)
Veranstaltung
Gattung in Text und Gespräch
Note
1,0
Autor
Paulina Tiepermann (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2019
Seiten
25
Katalognummer
V1483521
ISBN (PDF)
9783389032701
ISBN (Buch)
9783389032718
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Erzählkompetenz Didaktik Deutschdidaktik Förderungsmöglichkeiten Erzählerwerb Narrative Kompetenzen
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Paulina Tiepermann (Autor:in), 2019, Der Weg zur Erzählkompetenz, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1483521
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Leseprobe aus  25  Seiten
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