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Machtkonstellationen in Bewegung. Entstehen und Auswirkungen des Mobbings als Machtaneignung aus mikrosoziologischer Perspektive

Título: Machtkonstellationen in Bewegung. Entstehen und Auswirkungen des Mobbings als Machtaneignung aus mikrosoziologischer Perspektive

Trabajo Escrito , 2024 , 23 Páginas , Calificación: 2,0

Autor:in: BA Rita Favata (Autor)

Sociología - Otros
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Auf welche Weise entstehen informelle mikropolitische Machtstrukturen in Organisationen und welche Auswirkung haben sie auf die Organisationen? Das Ziel des vorliegenden Projekts ist, herauszufinden, wie am Beispiel Mobbing Macht organisiert wird und zu welchen Konsequenzen dies in Organisationen führt. Nach der Vorstellung des theoretischen Kontexts, welcher Schimanks Theorie der Organisationsgesellschaft, ferner Croziers und Friedbergs Macht und Organisation skizziert, findet im dritten Kapitel die Analyse der Mikropolitik in Organisationen statt. Aufgrund dessen auf die Einflusstaktiken nach Neuberger eingegangen wird. Anschließend erfolgt die Darstellung der Problematik der Machtspiele, hierbei liegt das Augenmerk auf der Veranschaulichung der Formen und Taktiken mikropolitischer Spiele. Im Kontext dessen wird in der weiteren Untersuchung auf das Fallbeispiel Mobbing eingegangen. Nach der Definition des Mobbing-Terminus findet eine Erörterung des Phasenmodells von Leymann statt, um anschließend den Zusammenhang von Mobbing und der „Spiel-Metapher“ näher zu erläutern. Die Reflexion über die vorgenommene Abhandlung erfolgt in der Diskussion im fünften Kapitel. Schlussfolgernd komplettiert das Fazit das vorliegende Projekt.

Extracto


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Theoretischer Bezugsrahmen

2.1 Schimank - Organisationsgesellschaft

2.2 Crozier und Friedberg - Macht und Organisation

3. Mikropolitik in Organisationen

3.1 Mikropolitik

3.2 Einflusstaktiken nach Neuberger

3.3 Funktionen der Mikropolitik in Organisationen

3.4 Auswirkungen der Mikropolitik auf die Organisationen

4. Machtspiele

4.1 Definition, Formen und Taktiken des Machtspiels in Organisationen

4.2 Beispiel: Mobbing

4.3 Leymanns Phasenmodell

4.4 Das „Spiel“ als Metapher

5. Diskussion und Reflexion

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die Arbeit untersucht, wie informelle mikropolitische Machtstrukturen in Organisationen entstehen und welche Auswirkungen diese auf die Organisationsstruktur sowie das Betriebsklima haben. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf dem Phänomen Mobbing als einer spezifischen Form der Machtausübung.

  • Theoretische Fundierung durch Schimank sowie Crozier und Friedberg
  • Analyse mikropolitischer Einflusstaktiken nach Neuberger
  • Untersuchung von Machtspielen und deren Dynamik im Arbeitskontext
  • Kritische Auseinandersetzung mit Mobbing als „Spiel-Metapher“

Auszug aus dem Buch

4.4 Das „Spiel“ als Metapher

In ihrer mikropolitischen Organisationsanalyse haben Crozier und Friedberg die Metapher des Spiels initiiert. Nach ihrer Meinung konstruieren sich Menschen das Spiel, als ein Instrument, um ihre Gemeinschaftsarbeit zu regeln, es vereint Freiheit und Zwang (vgl. Crozier und Friedberg 1993: 68). Beim Machtspiel, im Sinne der Spieltheorie, handelt es sich um ein Kooperationsspiel, weil das gemeinsame Ziel der Mitspieler die Fortdauer der Organisation ist, demnach ist das Ergebnis des Spiels, im Interesse beider Spielparteien. Jedes Mitglied hat in diesem Machtgefüge einen bestimmten Spielraum (Freiheit), in dem es spielen/handeln kann. Allerdings ist es den Zwängen der anderen Akteure, ferner den Zwängen der Organisationsregeln unterworfen.

Die Metapher des Spiels veranschaulicht, dass mikropolitisches Handeln Spielstrategien umfasst und bestimmten Spielregeln folgt, welche in den Organisationsstrukturen verankert sind, hingegen immer wieder neu verhandelt werden können (vgl. ebd. 1993: 68). Laut Neuberger hat die Spiel-Metapher die Funktion zwischen der Freiheit und des Zwangs zu vermitteln (vgl. Neuberger 1995: 210). Aufgrund dessen entwickeln sich hier allerdings zusätzliche Fragen: Inwiefern ist Mobbing als Spiel zu bezeichnen, wenn dem Betroffenen nicht die Freiheit gegeben wird selbst zu entscheiden mitzuspielen oder nicht? Inwiefern ist Mobbing als Spiel zu bezeichnen, wenn die Chancengleichheit am Beginn eines Spiels nicht gegeben ist? Im Anschluss-Kapitel wird versucht diesen Fragen nachzugehen.

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Relevanz informeller Machtstrukturen in modernen Organisationen und definiert das Ziel, Mobbing als Instrument der Machtaneignung zu analysieren.

2. Theoretischer Bezugsrahmen: Hier werden die Konzepte der Organisationsgesellschaft nach Schimank sowie die Macht- und Organisationstheorie von Crozier und Friedberg als Basis für die weitere Analyse vorgestellt.

3. Mikropolitik in Organisationen: Dieses Kapitel erläutert den mikropolitischen Ansatz, die Einflusstaktiken nach Neuberger sowie die Funktionen und Folgen mikropolitischen Handelns innerhalb von Organisationen.

4. Machtspiele: Machtspiele werden als Strategien der Individualinteressen definiert, wobei das Beispiel Mobbing detailliert mittels Leymanns Phasenmodell und der Diskussion um die „Spiel-Metapher“ untersucht wird.

5. Diskussion und Reflexion: Diese Sektion hinterfragt kritisch, ob die klassische „Spiel-Metapher“ auf das Phänomen Mobbing anwendbar ist, und entwickelt stattdessen die „Krieg-Metapher“ als dichteres Erklärungsmodell.

6. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und fordert angesichts der hohen sozialen und ökonomischen Kosten von Mobbing gesetzgeberische Maßnahmen sowie institutionelle Prävention.

Schlüsselwörter

Mikropolitik, Organisation, Macht, Machtspiele, Mobbing, Spiel-Metapher, Neuberger, Leymann, Individualinteressen, Ungewissheitszonen, Organisationsgesellschaft, Machtkämpfe, Betriebsklima, Konflikt, Diktatur-Strukturen.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die Entstehung informeller mikropolitischer Machtstrukturen in Organisationen und deren negative Auswirkungen, wobei Mobbing als Fallbeispiel dient.

Was sind die zentralen Themenfelder der Studie?

Zentrale Themen sind die Organisationssoziologie, die Dynamik von Machtbeziehungen, mikropolitische Einflusstaktiken sowie die Mechanismen und Folgen von Mobbing am Arbeitsplatz.

Was ist die primäre Forschungsfrage der Arbeit?

Die Autorin untersucht, auf welche Weise informelle mikropolitische Machtstrukturen in Organisationen entstehen und welche Konsequenzen diese für die Organisation und ihre Mitglieder haben.

Welche wissenschaftliche Methode verwendet die Autorin?

Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Fundierung durch klassische mikrosoziologische Autoren und einer anschließenden Analyse aktueller Forschungsergebnisse und Fallbeispiele zum Thema Mobbing.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung der Mikropolitik, die Darstellung verschiedener Einflusstaktiken und die tiefergehende Untersuchung von Machtspielen und Mobbing-Phasen.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren diese Arbeit am besten?

Wichtige Begriffe sind Mikropolitik, Macht, Mobbing, Organisation, Ungewissheitszonen und die kritische Auseinandersetzung mit der Spiel- und Krieg-Metapher.

Warum wird die „Spiel-Metapher“ von der Autorin kritisiert?

Die Autorin argumentiert, dass Mobbing keine Freiwilligkeit beinhaltet und keine Chancengleichheit bietet, weshalb der Begriff „Spiel“ für diesen Prozess unpassend ist.

Was wird alternativ zur Spiel-Metapher vorgeschlagen?

Die Autorin schlägt stattdessen eine „Krieg-Metapher“ vor und bezeichnet Mobbing als eine „Mikro-Form der Diktatur“, da hier Unterdrückung und Einschüchterung dominieren.

Welche ökonomische Bedeutung hat Mobbing laut der Arbeit?

Mobbing verursacht hohe Kosten für die deutsche Wirtschaft, die jährlich auf bis zu 25 Milliarden Euro geschätzt werden, bedingt durch Fehlzeiten, Fluktuation und Produktivitätsverlust.

Welche Schlussfolgerung zieht die Autorin für die Gesetzgebung?

Angesichts der gravierenden Folgen und des latenten Verlaufs von Mobbing plädiert die Autorin für die Einführung expliziter Mobbing-Schutzgesetze in Deutschland.

Final del extracto de 23 páginas  - subir

Detalles

Título
Machtkonstellationen in Bewegung. Entstehen und Auswirkungen des Mobbings als Machtaneignung aus mikrosoziologischer Perspektive
Universidad
University of Hagen  (Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften)
Curso
Masterstudiengang Soziologie-Zugänge zur Gegenwartsgesellschaft
Calificación
2,0
Autor
BA Rita Favata (Autor)
Año de publicación
2024
Páginas
23
No. de catálogo
V1483635
ISBN (PDF)
9783389032527
ISBN (Libro)
9783389032534
Idioma
Alemán
Etiqueta
Mobbing Mikropolitik Machtspiele
Seguridad del producto
GRIN Publishing Ltd.
Citar trabajo
BA Rita Favata (Autor), 2024, Machtkonstellationen in Bewegung. Entstehen und Auswirkungen des Mobbings als Machtaneignung aus mikrosoziologischer Perspektive, Múnich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1483635
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