Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Sociologie - Guerre et Paix, Militaire

Rostow 1941. Die verstärkte Panzeraufklärungabteilung 13 in der Verzögerung vom Tuslow zum Mius

Titre: Rostow 1941. Die verstärkte Panzeraufklärungabteilung 13 in der Verzögerung vom Tuslow zum Mius

Exposé (Elaboration) , 2008 , 26 Pages

Autor:in: Stefan Erminger (Auteur)

Sociologie - Guerre et Paix, Militaire
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges waren die Soldaten des deutschen Heeres immer nur
siegreich vorwärts marschiert. Da kam es im November 1941 zum ersten größeren
Rückschlag. Eine Gegenoffensive der Roten Armee zwang die 1. Panzerarmee, das bereits
eroberte Rostow aufzugeben und hinter den Mius auszuweichen.
Da die Wehrmacht einen Blitzkrieg geplant hatte, war die Truppe völlig eindimensional für
den Angriff ausgebildet worden. Der Begriff „hinhaltender Widerstand“ kam in den Geruch
„feigen“ Ausweichens und war schon aus ideologischen Gründen mit „teutonischem
Angriffsgeist“ unvereinbar. Nun aber musste zum ersten Mal eine deutsche Armee vor
überlegenen Feindkräften ausweichen. Es sollte sich verhängnisvoll auswirken, dass die
Wehrmacht das Thema „Rückzug“ und somit auch die Gefechtsart Verzögerung tabuisiert
hatte.
Die verstärkte Panzeraufklärungs-Abteilung 13 erhielt als „Kampfgruppe von Hake“ den
Auftrag, ein Verzögerungsgefecht vom Tuslow zum Mius zu führen, um der 13. Panzer-
Division Zeit zu verschaffen, sich am Mius zur Verteidigung einzurichten. Hierbei hatte sie
nicht nur gegen die nachdrängenden Sowjets, sondern auch gegen eine alte militärische Regel
anzukämpfen: „Alles, was nicht geübt wird, läuft schief!“
An diesem kriegsgeschichtlichem Beispiel soll dargestellt werden, wie es der „Kampfgruppe
von Hake“ dennoch gelang, jene schwierige und ungewohnte Aufgabe zu meistern.
Führungsebene ist verstärkte Abteilung (= Bataillon), die als Nachhut mit einem
selbständigen Auftrag eingesetzt war. Somit spielt sich das Kriegsgeschichtliche Beispiel auf
der untersten Ebene ab, auf der noch das Gefecht verbundener Waffen geführt werden kann.
Darüber hinaus lassen sich hier exemplarisch die Auswirkungen eines Befehls vom
Führerhauptquartier über die Kaskade der Führungsebenen bis herab zum Bataillon darstellen.
Gemeint ist jener unsinnige Haltebefehl Adolf Hitlers, der während des Rückzugs zum Mius
eine weiter ostwärts gelegene Verteidigungsstellung befahl. Durch diesen willkürlichen
Eingriff in die Operationsführung sollte die Lage der gegen überlegenen Feind kämpfenden
Truppe noch erheblich verschärft werden.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung: Verzögerung, die „tabuisierte“ Gefechtsart

II. Das Ausweichen der 1. Panzerarmee von Rostow zum Mius

III. Ausgangslage der 13. Panzer-Division am 30. November 1941

(1) Gefechtswert

(2) Lage und Auftrag

(3) Divisionsbefehl für das Ausweichen zum Mius

IV. Das Verzögerungsgefecht der verst. Panzeraufklärungs-Abteilung 13

(1) Das Verzögerungsgefecht in Widerstandslinie 1

(2) Das Verzögerungsgefecht in Widerstandslinie 2

(3) Das Verzögerungsgefecht in Widerstandslinie 3

(4) Das Verzögerungsgefecht in Widerstandslinie 4

(5) Das Ausweichen hinter die Hauptkampflinie

V. Erfahrungen und Lehren

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die kriegsgeschichtliche Durchführung eines Verzögerungsgefechts durch die verstärkte Panzeraufklärungs-Abteilung 13 (Kampfgruppe von Hake) während des deutschen Rückzugs von Rostow zum Mius im Dezember 1941. Ziel ist es aufzuzeigen, wie trotz ungünstiger Rahmenbedingungen, unzureichender Vorbereitung auf diese Gefechtsart und widersprüchlicher Befehle durch die oberste Führung die taktische Aufgabe durch flexible Auftragstaktik erfüllt werden konnte.

  • Die tabuisierte Gefechtsart der Verzögerung unter extremen Winterkampfbedingungen.
  • Die taktische Führungsebene des Bataillons als Nachhut.
  • Einfluss und Auswirkungen willkürlicher Haltebefehle der obersten Führung auf die operative Operationsführung.
  • Bedeutung der Auftragstaktik bei der Bewältigung unerwarteter Krisensituationen.
  • Zusammenwirken verbundener Waffen und logistische Herausforderungen bei Rückzugsbewegungen.

Auszug aus dem Buch

I. Einleitung: Verzögerung, die „tabuisierte“ Gefechtsart

Seit Beginn des Zweiten Weltkrieges waren die Soldaten des deutschen Heeres immer nur siegreich vorwärts marschiert. Da kam es im November 1941 zum ersten größeren Rückschlag. Eine Gegenoffensive der Roten Armee zwang die 1. Panzerarmee, das bereits eroberte Rostow aufzugeben und hinter den Mius auszuweichen.

Da die Wehrmacht einen Blitzkrieg geplant hatte, war die Truppe völlig eindimensional für den Angriff ausgebildet worden. Der Begriff „hinhaltender Widerstand“ kam in den Geruch „feigen“ Ausweichens und war schon aus ideologischen Gründen mit „teutonischem Angriffsgeist“ unvereinbar. Nun aber musste zum ersten Mal eine deutsche Armee vor überlegenen Feindkräften ausweichen. Es sollte sich verhängnisvoll auswirken, dass die Wehrmacht das Thema „Rückzug“ und somit auch die Gefechtsart Verzögerung tabuisiert hatte.

Die verstärkte Panzeraufklärungs-Abteilung 13 erhielt als „Kampfgruppe von Hake“ den Auftrag, ein Verzögerungsgefecht vom Tuslow zum Mius zu führen, um der 13. Panzer-Division Zeit zu verschaffen, sich am Mius zur Verteidigung einzurichten. Hierbei hatte sie nicht nur gegen die nachdrängenden Sowjets, sondern auch gegen eine alte militärische Regel anzukämpfen: „Alles, was nicht geübt wird, läuft schief!“

An diesem kriegsgeschichtlichem Beispiel soll dargestellt werden, wie es der „Kampfgruppe von Hake“ dennoch gelang, jene schwierige und ungewohnte Aufgabe zu meistern. Führungsebene ist verstärkte Abteilung (= Bataillon), die als Nachhut mit einem selbständigen Auftrag eingesetzt war. Somit spielt sich das Kriegsgeschichtliche Beispiel auf der untersten Ebene ab, auf der noch das Gefecht verbundener Waffen geführt werden kann. Darüber hinaus lassen sich hier exemplarisch die Auswirkungen eines Befehls vom Führerhauptquartier über die Kaskade der Führungsebenen bis herab zum Bataillon darstellen. Gemeint ist jener unsinnige Haltebefehl Adolf Hitlers, der während des Rückzugs zum Mius eine weiter ostwärts gelegene Verteidigungsstellung befahl. Durch diesen willkürlichen Eingriff in die Operationsführung sollte die Lage der gegen überlegenen Feind kämpfenden Truppe noch erheblich verschärft werden.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Verzögerung, die „tabuisierte“ Gefechtsart: Diese Einleitung thematisiert die psychologische und militärische Tabuisierung der Gefechtsart Verzögerung in der Wehrmacht und setzt den historischen Kontext des ersten großen Rückschlags im Winter 1941.

II. Das Ausweichen der 1. Panzerarmee von Rostow zum Mius: Das Kapitel schildert die strategische Lageentwicklung, die zur Räumung Rostows und zum erzwungenen Rückzug auf den Mius führte, sowie die daraus resultierenden Führungskrisen in den obersten Stäben.

III. Ausgangslage der 13. Panzer-Division am 30. November 1941: Hier werden der dezimierte Gefechtswert der Division, die logistischen Schwierigkeiten, die prekären Winterkampfbedingungen und der konkrete Auftrag zur Verzögerung detailliert analysiert.

IV. Das Verzögerungsgefecht der verst. Panzeraufklärungs-Abteilung 13: Dieses Kapitel bildet das Kernstück und dokumentiert in fünf Unterabschnitten den taktischen Ablauf der aufeinanderfolgenden Verzögerungsgefechte in vier Widerstandslinien sowie das abschließende Absetzen hinter die Hauptkampflinie.

V. Erfahrungen und Lehren: Das abschließende Kapitel wertet die Kampfhandlungen aus, analysiert die Erfolgsfaktoren (z.B. Auftragstaktik, Artillerieeinsatz) und zieht Schlussfolgerungen hinsichtlich der operativen Führung und Ausbildung.

Schlüsselwörter

Verzögerungsgefecht, 13. Panzer-Division, Kampfgruppe von Hake, Rostow 1941, Zweiter Weltkrieg, Auftragstaktik, Winterkampf, Mius, Rückzug, Taktik, Nachhut, Ostfront, Generaloberst von Kleist, Widerstandslinie, Wehrmacht.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser wissenschaftlichen Arbeit?

Die Arbeit analysiert das militärische Vorgehen der verstärkten Panzeraufklärungs-Abteilung 13 während der Rückzugskämpfe der 1. Panzerarmee im Dezember 1941 von Rostow zum Fluss Mius.

Welche zentralen Themenfelder werden behandelt?

Im Zentrum stehen die Gefechtsart Verzögerung, die operative und taktische Führung unter erschwerten Bedingungen, die Auswirkungen von Haltebefehlen der Führungsebene sowie die Bedeutung der Auftragstaktik.

Was ist das primäre Ziel oder die Forschungsfrage?

Die Arbeit untersucht, wie es einer nachgeordneten Einheit trotz fehlender Ausbildung in Verzögerungsgefechten, extremen klimatischen Bedingungen und widersprüchlichen Befehlen von oben gelang, die taktische Aufgabe durch flexible Eigeninitiative erfolgreich zu bewältigen.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Es handelt sich um eine kriegsgeschichtliche Analyse, die primär auf Originaldokumenten aus dem Militärarchiv (BA-MA), wie Kriegstagebüchern, Gefechtsberichten und Befehlen, basiert.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die Analyse der Ausgangslage der 13. Panzer-Division und den detaillierten Ablauf der Verzögerungsgefechte in den vier festgelegten Widerstandslinien bis zum Erreichen der Mius-Stellung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Zu den prägenden Begriffen zählen: Verzögerungsgefecht, Kampfgruppe von Hake, Auftragstaktik, 13. Panzer-Division, Mius, Rückzug und Winterkampf 1941.

Welchen Einfluss hatte der "Haltebefehl" auf die Truppe?

Der Haltebefehl Hitlers sorgte für heillose Verwirrung, erzwang Verzögerungen in der Rückzugsbewegung und gefährdete die Truppen, da die Verteidigungslinien (Zwischenstellungen) unzureichend ausgebaut waren.

Warum war die Zusammenarbeit mit der Artillerie so entscheidend?

Die Artillerie ermöglichte es der Kampfgruppe, überlegene feindliche Infanterie und Panzer bereits auf Distanz zu zerschlagen und so die infanteristisch schwächeren eigenen Einheiten in den Verzögerungspositionen zu entlasten.

Fin de l'extrait de 26 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Rostow 1941. Die verstärkte Panzeraufklärungabteilung 13 in der Verzögerung vom Tuslow zum Mius
Auteur
Stefan Erminger (Auteur)
Année de publication
2008
Pages
26
N° de catalogue
V148442
ISBN (ebook)
9783640586271
ISBN (Livre)
9783640586288
Langue
allemand
mots-clé
Rostow Zweiter Weltkrieg 1941 Verzögerung Tuslow Mius Panzeraufklärungs-Abteilung 13 Ostfront Unternehmen Babarossa
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Stefan Erminger (Auteur), 2008, Rostow 1941. Die verstärkte Panzeraufklärungabteilung 13 in der Verzögerung vom Tuslow zum Mius, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148442
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  26  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint