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Eine Analyse des Entwurfs für das Selbstbestimmungsgesetz und der daraus resultierenden Kontroverse im Bundestag

Titel: Eine Analyse des Entwurfs für das Selbstbestimmungsgesetz und der daraus resultierenden Kontroverse im Bundestag

Bachelorarbeit , 2024 , 61 Seiten , Note: 2,3

Autor:in: Josefine Dembowski (Autor:in)

Politik - Sonstige Themen
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Zusammenfassung Leseprobe Details

Diese Bachelorarbeit untersucht den Gesetzgebungsprozess und die gesellschaftlichen Auswirkungen des vorgeschlagenen Selbstbestimmungsgesetzes in Deutschland, mit einem Fokus auf die kontroverse Aufnahme im Bundestag und die Implikationen für die Rechte von Trans* Personen. Unter Verwendung des Multiple Streams Frameworks analysiert die Arbeit die Problem-, Politik- und Policy-Streams, um die Framing-Mechanismen verschiedener Stakeholder zu verstehen. Durch qualitative Framing-Analyse werden das medizinische, gesellschaftliche, sicherheitspolitische und menschenrechtliche Framing des Gesetzes untersucht, um zu zeigen, wie diese Perspektiven die Debatte formen und die gesetzlichen Ergebnisse beeinflussen. Die Studie hebt die Instrumentalisierung von Trans* Rechten im politischen Diskurs hervor und betont die Notwendigkeit eines differenzierten Verständnisses der Auswirkungen eines solchen Gesetzes auf die Rechte und das Leben von Trans* Personen in Deutschland.

This bachelor thesis examines the legislative process and societal impact of the proposed Self-Determination Law in Germany, focusing on its controversial reception in the Bundestag and its implications for trans* rights. Utilizing the Multiple Streams Framework, the thesis analyzes the problem, policy, and politics streams to understand the framing mechanisms used by various stakeholders. Through qualitative frame analysis, it dissects the medical, social, security, and human rights framings of the law, revealing how these perspectives shape the debate and influence the legislative outcomes. The study highlights the instrumentalization of trans* rights in political discourse and emphasizes the need for a nuanced understanding of the implications of such a law on the rights and lives of trans* individuals in Germany.

Leseprobe


Inhaltsverzeichnis

I. Einleitung

1. Die Historische Entwicklung von trans* Rechten in Deutschland

2. Fragestellung und Theoretischer Rahmen

a. Forschungsfrage

b. Theoretischer Rahmen: Multiple Streams Framework

i. Problem Stream

ii. Policy Stream

iii. Politics Stream

3. Methode: Frame-Analysis

4. Instrumentalisierung durch Framing und die kontroverse Debatte über das Selbstbestimmungsgesetz

a. Instrumentalisierung durch Framing

b. Trans* Rechte und die dazugehörigen gesellschaftlichen Debatten um das Selbstbestimmungsgesetz

5. Analyse

a. Vorstellung der Primärquellen

b. Qualitative Framing Analyse: Vorgehen

6. Analyse der Debatte zum Entwurf des Selbstbestimmungsgesetzes

a. Gesetzliches Framing des Selbstbestimmungsgesetzes

b. Medizinisches Framing des Selbstbestimmungsgesetzes

c. Gesellschaftliches Framing des Selbstbestimmungsgesetzes

d. Sicherheits- und Ordnungspolitisches Framing des Selbstbestimmungsgesetzes

e. Framing des Selbstbestimmungsgesetzes im Bereich des Minderjährigenschutzes

f. Menschenrechtliches Framing des Selbstbestimmungsgesetzes

7. Diskussion

Zielsetzung & Themen

Diese Arbeit analysiert den Gesetzgebungsprozess und die gesellschaftliche Kontroverse rund um das geplante Selbstbestimmungsgesetz in Deutschland. Das primäre Ziel ist es, die Framing-Mechanismen verschiedener politischer und gesellschaftlicher Akteure zu untersuchen und offenzulegen, wie das Thema für politische Zwecke instrumentalisiert wird, um die Forschungsfrage zu beantworten, wie sich Betroffene und Parteien zu diesem Gesetz positionieren und diese Haltungen begründen.

  • Analyse des Gesetzgebungsprozesses vor dem Hintergrund des Multiple Streams Frameworks
  • Untersuchung der Framing-Strategien verschiedener politischer Akteure im Bundestag
  • Gegenüberstellung von medizinischen, sicherheitspolitischen und menschenrechtlichen Argumentationsmustern
  • Betrachtung des Einflusses gesellschaftlicher Gruppen und Interessenverbände
  • Instrumentalisierung von trans* Rechten im politischen Wettbewerb

Auszug aus dem Buch

3. Methode: Frame-Analysis

Frame-Analysis, oder auch als Framing bekannt, ist ein Analysemodell, welches erstmals 1974 von Erving Goffman in seinem Werk „Frame Analysis: An Essay on the organization of experience“ vorgestellt wurde und einen Ansatz bietet, um sozialen Konstruktionen der Realität zu beschreiben und zu verstehen (Shaw/Encyclopaedia Britannica, 2013; Goffman, 1974; Entman, 1993; Oliver und Johnston, 2000).

Der Name der Frame-Analysis beschreibt ihre Funktionsweise eigentlich schon sehr gut. Man kann sich zum Beispiel einen Filter vorstellen, hinter dem das zu analysierende Problem zu erkennen ist. Der Filter, beeinflusst von äußeren Einflüssen, verändert sich bei jedem Individuum, welches das Problem betrachtet. Dadurch wirft jede Person eine andere Perspektive auf das Problem, entwickelt eine andere Auffassung und äußert dementsprechend auch Ansichten und Meinungen zum Problem, die sich von anderen unterscheiden.

Die verschiedenen Einflüsse können sozialer oder natürlicher Art sein. Natürliche Frames betrachten Ereignisse als rein physische Geschehnisse, zum Beispiel in der Physik, der Chemie oder Biologie. Diese Geschehnisse werden als vollkommen zufällig und unbeeinflusst betrachtet. Soziale Einflüsse werden dabei komplett ignoriert. Auf diesen natürlichen Frames basieren auch soziale Frames. Es ist zu beachten, dass soziale Frames sehr stark die Wahrnehmung, beziehungsweise das Verständnis von Daten und wie man mit diesen umgeht.

Zusammenfassung der Kapitel

I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die historische Relevanz der Debatte um das Selbstbestimmungsgesetz ein und verortet das Thema im Kontext verfassungsrechtlicher Entwicklungen und gesellschaftspolitischer Veränderungen.

1. Die Historische Entwicklung von trans* Rechten in Deutschland: Dieses Kapitel zeichnet den historischen Weg von den ersten trans* Bewegungen in der Weimarer Republik über die repressiven Bedingungen während des Nationalsozialismus bis hin zur Etablierung des kritisierten Transsexuellengesetzes von 1980 nach.

2. Fragestellung und Theoretischer Rahmen: Hier wird die Forschungsfrage definiert und das theoretische Modell des „Multiple Streams Frameworks“ nach Kingdon eingeführt, um den politischen Entscheidungsprozess in Problem-, Policy- und Politics-Streams zu gliedern.

3. Methode: Frame-Analysis: In diesem Teil wird die Frame-Analyse nach Goffman und Entman als methodisches Instrument vorgestellt, um die psychologischen und diskursiven Mechanismen zu untersuchen, mit denen politische Akteure Themen rahmen und beeinflussen.

4. Instrumentalisierung durch Framing und die kontroverse Debatte über das Selbstbestimmungsgesetz: Hier wird theoretisch hergeleitet, wie Framing genutzt wird, um Diskurse zu steuern, und der theoretische Überbau mit der aktuellen Situation von trans* Personen in Deutschland verknüpft.

5. Analyse: Dieses Kapitel erläutert das methodische Vorgehen bei der Auswahl der Primärquellen, inklusive der Analyse von Gesetzesentwürfen, Stellungnahmen von Experten und Interviews mit politischen Akteuren.

6. Analyse der Debatte zum Entwurf des Selbstbestimmungsgesetzes: Der Hauptteil der Arbeit analysiert detailliert die verschiedenen Framing-Kategorien – von rechtlichen und medizinischen bis hin zu sicherheitspolitischen und minderjährigenschutzbezogenen Narrativen – die in der Bundestagsdebatte verwendet werden.

7. Diskussion: Das abschließende Kapitel diskutiert die Ergebnisse vor dem Hintergrund der Erkenntnisse über gesellschaftliche Polarisierung und moralische Panik und zieht ein Fazit über die Auswirkungen des Framing-Prozesses auf den politischen Diskurs.

Schlüsselwörter

Selbstbestimmungsgesetz, Trans* Rechte, Framing, Multiple Streams Framework, Bundestag, Politische Kommunikation, Diskursanalyse, Transgeschlechtlichkeit, Identitätspolitik, Minderjährigenschutz, Gesetzgebungsprozess, gesellschaftliche Debatte, Menschenrechte, Instrumentalisierung, Geschlechtsidentität

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Bachelorarbeit untersucht den Gesetzgebungsprozess des neuen Selbstbestimmungsgesetzes in Deutschland und analysiert dabei, wie verschiedene politische und gesellschaftliche Akteure die öffentliche Debatte durch spezifische Framing-Techniken beeinflussen.

Was sind die zentralen Themenfelder der Analyse?

Die Untersuchung deckt ein breites Spektrum ab, das unter anderem rechtliche Aspekte, medizinische Perspektiven, Sicherheits- und Ordnungspolitik, den Minderjährigenschutz sowie allgemeine menschenrechtliche Argumentationslinien umfasst.

Was ist die primäre Forschungsfrage?

Die Arbeit fokussiert auf die Frage: „Wie positionieren sich Betroffene und politische Parteien zum Selbstbestimmungsgesetz und wie begründen diese Positionen?“

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin nutzt eine methodische Kombination aus der qualitativen Frame-Analyse nach Erving Goffman und Robert Entman sowie dem politikwissenschaftlichen Multiple Streams Framework von John Kingdon.

Was wird im Hauptteil der Arbeit behandelt?

Der Hauptteil befasst sich detailliert mit der Analyse unterschiedlicher Primärquellen wie Gesetzesentwürfen, Experten-Stellungnahmen und Interviews, um die identifizierten Frames den jeweiligen Akteuren zuzuordnen und ihre Strategien offenzulegen.

Welche Schlüsselbegriffe charakterisieren diese Arbeit?

Zentrale Begriffe sind neben dem Selbstbestimmungsgesetz vor allem Framing, trans* Rechte, Politische Kommunikation und die gesellschaftliche Polarisierung im Kontext von Identitätspolitik.

Wie unterscheidet sich die Bewertung des Gesetzes zwischen den Parteien?

Die Arbeit verdeutlicht, dass die Regierungsparteien das Gesetz primär als notwendigen menschenrechtlichen Fortschritt rahmen, während insbesondere die Oppositionsparteien wie die AfD oder teilweise die CDU/CSU sicherheits- und minderjährigenschutzbezogene Bedenken als Argumentationsmuster für eine kritische Haltung nutzen.

Welche Rolle spielt der „Problem Stream“ in der Analyse?

Der Problem Stream dient dazu, die Ausgangslage zu definieren, insbesondere die Verfassungswidrigkeit des alten Transsexuellengesetzes und die daraus resultierende Notwendigkeit politischer Reformen, um die Problematik für die breitere Öffentlichkeit sichtbar zu machen.

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Details

Titel
Eine Analyse des Entwurfs für das Selbstbestimmungsgesetz und der daraus resultierenden Kontroverse im Bundestag
Hochschule
Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald  (IPK)
Note
2,3
Autor
Josefine Dembowski (Autor:in)
Erscheinungsjahr
2024
Seiten
61
Katalognummer
V1484466
ISBN (PDF)
9783389064092
Sprache
Deutsch
Schlagworte
Selbstbestimmungsgesetz Bundestag Kontroverse Interview Analyse Gesetze Policy Multiple Streams Framework Frame Analysis Goffman Parteien Afd Transidentität trans* Transsexualität TSG
Produktsicherheit
GRIN Publishing GmbH
Arbeit zitieren
Josefine Dembowski (Autor:in), 2024, Eine Analyse des Entwurfs für das Selbstbestimmungsgesetz und der daraus resultierenden Kontroverse im Bundestag, München, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/1484466
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Leseprobe aus  61  Seiten
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