Grin logo
de en es fr
Boutique
GRIN Website
Publier des textes, profitez du service complet
Aller à la page d’accueil de la boutique › Médias / Communication - Médias imprimés, Presse

Analyse und Diskussion der österreichischen Exilzeitschrift Freiheit für Österreich

Titre: Analyse und Diskussion der österreichischen Exilzeitschrift Freiheit für Österreich

Dossier / Travail de Séminaire , 2004 , 40 Pages , Note: 1,0

Autor:in: Alexander Godulla (Auteur)

Médias / Communication - Médias imprimés, Presse
Extrait & Résumé des informations   Lire l'ebook
Résumé Extrait Résumé des informations

„Freiheit für Österreich“! Der Titel der während des Zweiten Weltkriegs in den USA erschienenen Exilzeitschrift fasst bereits prägnant das Hauptanliegen der Publikation zusammen, die rund ein Jahr lang Emigranten unter diesem Motto informieren wollte und ihnen Hoffnung gab, dass die zurückgelassene Heimat trotz Naziterror und Krieg eines Tages wieder bewohnbar sein würde.
Grundlage dieser wissenschaftlichen Arbeit bilden die elf nummerierten Ausgaben der „Anti Nazi monthly“, die im Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes und größtenteils auch in der Österreichischen Nationalbibliothek einsehbar sind. Lediglich die ersten beiden undatierten Ausgaben können bei der Betrachtung nicht berücksichtigt werden, da sie in keiner der beiden Dokumentationsstätten archiviert wurden. Dieser Mangel liegt offensichtlich in einer sehr geringen Startauflage begründet. Dennoch lässt sich unter Einbeziehung der Erstausgabe der Austro American Tribune ein abgerundetes Bild erstellen, das Auskunft über die Ziele der Herausgeberschaft und ihre zentralen Positionen gibt.
Im Juli 1943 wird Freiheit für Österreich zur Nachfolgezeitschrift Austro American Tribune. Bis dahin war sie als Organ des Assembly for a Democratic Austrian Republic (später: American Federation of Austrian Democrats) nur eine Stimme in einem ganzen Chor von Organisationen, die alle unterschiedliche politische Positionen besetzten und vertraten. Nachdem zu Beginn dieser Arbeit die wenigen verfügbaren statistischen Daten kurz dargestellt worden sind, soll auf die politische Positionierung von Freiheit für Österreich eingegangen werden. Im Anschluss wird die Stellungnahme der Zeitschrift zu vier zentralen Fragen ausführlich thematisiert. Den Anfang bildet das Verhältnis der Österreicher zum Antisemitismus. Offenkundig geht mit dem Exil eine enorme Belastung einher, die durch bestimmte Gewissheiten zumindest erleichtert werden kann. Eine dieser Gewissheiten besteht darin, dass Österreich sich nicht einmal ansatzweise freiwillig ans Dritte Reich angeschlossen habe, sondern vielmehr erobert worden sei. Die intensive Auseinandersetzung mit dieser These bildet den zweiten Punkt dieser Betrachtung. Es folgen die Frage nach der Kriegsschuld und schließlich die Thematisierung einer wünschenswerten Zukunft für das Heimatland.

Extrait


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung

2. Freiheit für Österreich: Daten, Ziele, Positionen

2.1 Allgemeines

2.2 Selbstgesteckte Ziele

2.3 Einordnung in das politische Spektrum

2.4 Die Herausgeberschaft und das Assembly for a Democratic Austrian Republic

3. Stellungnahme zu zentralen Fragen

3.1 Der Antisemitismus und die Österreicher

3.2 Österreich im Dritten Reich: Anschluss oder Eroberung?

3.3 Österreichs Verhältnis zum Krieg und die Suche nach einem Verursacher

3.4 Die Zukunft des Heimatlandes

4. Rubriken und regelmäßige Inhalte

4.1 Exilpolitik in den USA

4.2 Nachrichten aus Österreich

4.3 Hilfe und Orientierung

4.4 Kultur und Lyrik

4.5 „Zuschriften unserer Leser“

4.6 „Pro und Contra“

4.7 Anzeigen

5. Ziele und Inhalte von Hier spricht die Jugend und Jugend im Kampf

5.1 „We’ve come a long way“: Texte als Sprachrohr und Orientierungshilfe

5.2 „We’re in the army now“: Armee und Krieg im Spiegel der Berichterstattung

5.3 „This is our war!“: Durchhalteparolen für eine Generation im Exil

6. Fazit

Zielsetzung & Themen

Die vorliegende Arbeit untersucht die österreichische Exilzeitschrift "Freiheit für Österreich" während des Zweiten Weltkriegs in den USA. Ziel ist es, die publizistischen Ziele, die politische Positionierung und die inhaltliche Ausrichtung der Zeitschrift sowie ihrer Beilage "Jugend im Kampf" im Kontext der Emigration zu analysieren.

  • Politische Einordnung und Ziele der Herausgeberschaft.
  • Haltung zu zentralen Fragen wie Antisemitismus, Kriegsschuld und Unabhängigkeit.
  • Die Rolle von Rubriken und Anzeigen für die Leser-Blatt-Bindung.
  • Mobilisierung der jungen Generation durch die Beilage "Jugend im Kampf".
  • Wandel der Selbstwahrnehmung der Emigranten hin zum Österreichamerikaner.

Auszug aus dem Buch

3.1 Der Antisemitismus und die Österreicher

Laut Freiheit für Österreich ist der Antisemitismus ursprünglich kein einheimisches Problem, sondern wurde von den Deutschen ins Land geschleppt. Seit Kriegsbeginn habe er jedoch seine Anziehungskraft verloren: „Auch die weniger bewussten Teile der Bevölkerung, die sich von den Nazis einreden ließen, dass der Reichtum der Juden schuld sei an allen wirtschaftlichen Schwierigkeiten, haben manches gelernt. […] Es gibt eine Solidarität zwischen den verarmten und entrechteten Juden und der übrigen Bevölkerung.“ Diese Aussagen erscheinen ebenso anzweifelbar wie die an gleicher Stelle propagierte Vorstellung von Unterstützung: „Und die Solidarität der bewussteren Bevölkerung zeigt sich zum Beispiel im demonstrativ zuvorkommendem Verhalten der Eisenbahner, die die ‚Judentransporte’ im versiegelten Zug begleiten.“

So blind die Problematik des Antisemitismus in Österreich analysiert wird, so präzise wird die Judenverfolgung als ein Phänomen erkannt, das auch die Freiheit aller anderen Völker bedroht: „For the first time in history the actual government of a major country, Germany, has announced to the world that it intends to expropriate and annihilate all Jews or part Jews under their control. […] Jews are beaten up, synagogues are being burnt or desecrated […] The liberty and freedom of Jews is bound up with the liberty and freedom of all those other people in the world who are struggling towards the same goal.”

Zusammenfassung der Kapitel

1. Einleitung: Vorstellung des Untersuchungsgegenstands "Freiheit für Österreich" und Erläuterung der methodischen Vorgehensweise bei der Analyse der Exilpublikation.

2. Freiheit für Österreich: Daten, Ziele, Positionen: Analyse der Rahmenbedingungen, der finanziellen Struktur, der Ziele und der politischen Ausrichtung der Zeitschrift im US-amerikanischen Exil.

3. Stellungnahme zu zentralen Fragen: Untersuchung der Positionierung der Zeitschrift zu zentralen Themen wie Antisemitismus, Anschluss oder Eroberung, Kriegsschuld und der zukünftigen Unabhängigkeit Österreichs.

4. Rubriken und regelmäßige Inhalte: Analyse der inhaltlichen Struktur, der Exilpolitik, der Nachrichten aus der Heimat, der Integrationshilfe, der Kultur sowie der Leserresonanz und Anzeigenpolitik.

5. Ziele und Inhalte von Hier spricht die Jugend und Jugend im Kampf: Darstellung der speziellen Ausrichtung und Funktion der Beiträge für die jüngere Generation der Emigranten.

6. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der publizistischen Leistung sowie des Wandels der Identität der Emigranten im Verlauf des untersuchten Jahres.

Schlüsselwörter

Exiljournalismus, Freiheit für Österreich, Österreichische Emigration, Nationalsozialismus, Widerstand, Identität, Zweiter Weltkrieg, Austro American Tribune, Jugend im Kampf, Integration, Unabhängigkeit, Exilpolitik, Antisemitismus, Österreichamerikaner, Publizistik.

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in der Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit analysiert die österreichische Exilzeitschrift "Freiheit für Österreich", die während des Zweiten Weltkriegs in den USA erschien, um den Emigranten Hoffnung zu geben und sie politisch zu informieren.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Zu den zentralen Themen gehören die politische Haltung zur Unabhängigkeit Österreichs, das Verhältnis zu den Alliierten, die Auseinandersetzung mit dem Antisemitismus und die Mobilisierung der Exilanten für den Kriegseinsatz.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, die publizistische Arbeit der Herausgeber und die inhaltlichen Schwerpunkte der Zeitschrift aufzuarbeiten, um zu verstehen, wie die Exilzeitschrift zur Identitätsbildung und politischen Orientierung der Emigranten beitrug.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Autorin oder der Autor wählt repräsentative Artikel aus den Ausgaben aus und analysiert diese im Kontext, um die Zielsetzungen und Positionen der Zeitschrift objektiv darzustellen.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert sich in die politische Positionierung, die Stellungnahme zu zentralen Fragen, die inhaltliche Auswertung der Rubriken sowie eine detaillierte Analyse der jugendspezifischen Beiträge.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie Exiljournalismus, Widerstand gegen den Nationalsozialismus, österreichische Identität und politische Mobilisierung beschreiben.

Welche Rolle spielt das "Assembly for a Democratic Austrian Republic"?

Die Organisation war das organisatorische Rückgrat hinter der Zeitschrift und vertrat demokratische, republikanische Ziele, während sie sich klar gegen monarchistische Bestrebungen (wie jene von Otto von Habsburg) positionierte.

Warum erfolgte die Umbenennung in "Austro American Tribune"?

Die Umbenennung spiegelte den Wandel wider, dass die Emigranten sich zunehmend als "Österreichamerikaner" verstanden und sich stärker in die Kultur und die Anstrengungen der USA integrierten, ohne ihre österreichische Identität aufzugeben.

Fin de l'extrait de 40 pages  - haut de page

Résumé des informations

Titre
Analyse und Diskussion der österreichischen Exilzeitschrift Freiheit für Österreich
Université
University of Vienna  (Institut für Publizistik)
Cours
HS Exiljournalismus
Note
1,0
Auteur
Alexander Godulla (Auteur)
Année de publication
2004
Pages
40
N° de catalogue
V148465
ISBN (ebook)
9783640591817
ISBN (Livre)
9783640592012
Langue
allemand
mots-clé
Österreich Exiljournalismus Freiheit für Österreich
Sécurité des produits
GRIN Publishing GmbH
Citation du texte
Alexander Godulla (Auteur), 2004, Analyse und Diskussion der österreichischen Exilzeitschrift Freiheit für Österreich, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/148465
Lire l'ebook
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
  • Si vous voyez ce message, l'image n'a pas pu être chargée et affichée.
Extrait de  40  pages
Grin logo
  • Grin.com
  • Expédition
  • Contact
  • Prot. des données
  • CGV
  • Imprint